Beiträge von Sleipnir

    Zitat

    Ich bin aus dem einfachen Grund dagegen, dass Hunde Rudeltiere sind und im Zwinger weg von ihrem Rudel sind...und das ist nicht artgerecht.

    Aber ab zwei Hunden aufwärts haben sie doch artgerechte Sozialkontakte... :???:
    Klar, Einzelhund im Zwinger geht gar nicht, aber ich glaub kaum, dass eine gut funktionierende Kleingruppe ständigen Menschenkontakt benötigt...

    Ich hab rein gar nichts gegen vernünftige Zwingerhaltung!
    Was gar nicht geht, dass sind einzeln gehaltene, vollkommen überdrehte und hospitalisierte Hunde, die 23 Stunden am Tag in nem 6-qm-Zwinger hocken um am Abend mal kurz um den Block geführt zu werden.
    Wenn man aber bspw. mindestens zwei Hunde hat, der Zwinger eher die Ausmaße eines Geheges hat (so ab 30/40 qm aufwärts), die Hunde ausreichend ausgelastet und gefördert werden, in regelmäßigen Abständen, vielleicht jeden Abend zwei, drei Stunden mit in die Wohnung können...dann, ja dann hab ich rein gar nichts gegen Zwingerhaltung!
    Ich find man kann da schlecht pauschalisieren, aber das eindeutig negative Image der Zwingerhaltung resultiert auf alle Fälle daher, dass die meisten Zwingerhunde eher wie in meinem ersten Beispiel leben und das solche Zustände natürlich jedem Hundefreund die Haare zu Berge stehen lassen ist ja auch klar...
    Ich weiß ja auch um welchen Thread es hier geht und ganz ehrlich, da hab ich mich auch aufgeregt, aber nicht wegen der Zwingerhaltung an sich, sondern wegen der EINZELhaltung im Zwinger...Hunde sind nunmal hochsoziale Tiere und wer diese Tatsache negiert, der hat für mich nichtmal die Basics der Hundehaltung begriffen...ich halt ja auch keinen Wellensittich einzeln...

    Wir haben es (fast) geschafft!
    Emma wurde aus ihrer Unsicherheit im Umgang mit fremden Hunden schnell leinenaggressiv.
    Kleine Hunde waren nie das Problem, aber größere und dann hat sie auch das volle Programm abgespult - man...war mir das immer peinlich...
    Wir haben es durch eine Kombination mehrerer Ansätze hinbekommen.
    1.) Bögen laufen und diese mit der Zeit immer flacher werden lassen
    2.)Konnte man keine Bögen laufen hab ich sie soweit wie möglich am Rand absitzen lassen
    3.) Hat sie trotz genügend Abstand trotzdem Theater gemacht gab es auch durchaus mal nen ordentlichen Anpfiff - ruhiges Verhalten wurde natürlich immer belohnt.

    Nach einigen Monaten intensiven Trainings war das Thema eigentlich durch und heute fällt sie nur ganz selten noch in diese alte Verhaltensweise, nämlich wenn uns auf wirklich engen Wegen unbekannte, große Hunde entgegenkommen, die sie dann auch noch fixieren.

    Dann fass ich mal zusammen:

    Ersthund, Hündin, jetzt sechs Jahre, unkastriert
    Zweithund, Rüde, jetzt fast vier Jahre, sterilisiert - nicht kastriert!

    Den wirklich großen Vorteil bei einem gegengeschlechtlichem Zweithund sehe ich darin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Zusammenleben der Hunde recht harmonisch abläuft doch recht groß ist. Fast alle Rüden, die in solchen Konstellationen leben hängen mit wahrer Begeisterung an "ihren" Hündinnen und lassen sich auch meist recht viel von den Mädels gefallen...oftmals auch Aktionen, die bei einem anderen Rüden schon längst zu einer Auseinandersetzung geführt hätten.
    Etwas problematisch können hingegen die Begegnungen mit Fremdhunden werden. Oftmals versuchen die Rüden "ihre" Hündinnen vor anderen Rüden abzuschirmen, die anderen Rüden haben aber trotzdem Interesse an der Hündin und schnell können sich an der Ressource "Hündin" irgendwelche Auseinandersetzungen entzünden.

    Es lässt sich zwar immer schwer pauschalisieren, aber in der Tendenz hat man mit einem gleichgeschlechtlichem Hundeteam eher mal intern, zuhause Probleme und bei einem gegengeschlechtlichem eher auf Spaziergängen und im Umgang mit Fremdhunden.

    Die "Läufigkeits-Geschichte" ist bei uns ziemlich speziell. Ich bin eher ein Kastrationsgegner und so haben wir uns dazu entschlossen Janosch sterilisieren zu lassen. Hormonell ergibt das ja keinerlei Veränderungen (was von uns auch so gewollt war!) nur ist er einfach nicht mehr zeugungsfähig. Ist bei uns aber auch nur die Notfall-Versicherung, da Emma ihn sowieso nicht als Vater ihrer potenziellen Welpen will und ihn auch während der Stehtage wegbeißt.
    Die Stehtage sind natürlich schon etwas stressig, aber durchaus im vertretbaren Rahmen...

    Warum macht ihr euch denn immer so in die Hose? Deutschland ist seit 2003 nachweislich Aujetzky-frei!
    Der Hund wird es zu 99,99999% überleben, die Wahrscheinlichkeit, dass man ein infiziertes Stück Schweinefleisch aus einem Risikogebiet in Händen hat ist wirklich verschwindend gering!

    Hm...vielleicht frag ich hier im Thread mal nach.
    Im Moment haben wir eine achtjährige EKH-Katze und würden uns in absehbarer Zeit gerne eine Main Coon oder Norwegische Waldkatze zulegen.

    erste Frage: Gibt es deutliche charakterliche Unterschiede zwischen beiden Rassen?

    zweite Frage: Die hier mehrfach getroffene Aussage, dass sich Main Coons nicht für den Freigang eignen beschäftigt mich schon. Wir wohnen in einer Erdgeschoßwohnung mit Freigangs-Möglichkeit über den Balkon. Persönlich kann ich mir eine reine Wohnungshaltung für eine Katze nicht vorstellen! Glaubt ihr nicht, dass auch eine Main Coon, die von Anfang an daran gewöhnt wird, Gefahren des Freigangs wie Autos, Hunde etc. genauso einzuschätzen lernt wie jede andere Katze auch? Ich habe bisher eigentlich gedacht, dass es sich bei diesen Rassen um recht ursprüngliche, robuste Tiere handelt, aber wenn sie nichtmal in der Lage sind auf sich aufzupassen, dann sind es vielleicht doch nicht die richtigen Rassen für uns... :???:

    Ich sags mal so:
    Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Hund später Probleme entwickelt (und das kann wirklich alles sein) wenn du die Prägephase nicht ausnutzt ist um ein vielfaches höher, als die Wahrscheinlichkeit, dass er sich irgendwo eine ansteckende Krankheit einfängt...
    Da muss man halt einfach abwägen...aber ich wüßte genau wie ich mich entscheiden würde... ;)