Beiträge von Sleipnir

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    Wie sieht es denn mit der sonstigen Haltungen aus?
    Wie werden die Tiere ernährt ? Wie ist die Bindung zu den Leuten?

    Unterernährt sind die Hunde nicht...sie kriegen halt das billigste Discounterfutter aus dem untersten Regal...

    Und um den Kreis mal zu schließen...ich habe von einem der Hunde hier schon mal ausführlicher berichtet...damals war mir aber noch nicht klar WIE die Hunde wirklich gehalten werden...das es da noch einen zweiten Hund gibt hab ich auch erst nach Wochen erfahren...
    Hier der Link:
    https://www.dogforum.de/ftopic94769.html

    Auch wenn Vorstellungen über Hundehaltung sehr verschieden sind und auch wenn unterschiedliche Hunde ganz verschiedene Bedürfnisse haben, aber ein gefliester Kellerraum in dem es außer einen Wassernapf NICHTS gibt kann für keinen Hund dieser Welt der geeignete Unterbringungsort sein...insbesondere nicht regelmäßig über viele Stunden...[/quote]

    Ja...vielleicht kann man doch Hundebesitzer zum regelmäßigen Spaziergang verdonnern, denn in der Tierschutz-Hunde-Verordnung steht unter § 2 folgendes:

    1) Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen.

    Quelle:
    http://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/__2.html

    Zitat

    Die von dir beschriebene m² Anzahl ist nach den Angaben in den meisten Hundeverordnungen absolut ausreichend

    Das ist ja das abartige...qm-mäßig ist die Haltung wohl rechtens, dass da aber Hunde ihr Leben damit verbringen in einem gefliesten, kahlen Raum "Löcher in die Luft zu starren" und schon wirklich hospitalisiert sind interessiert niemanden... :/

    Zitat

    Liegeschwielen sind eine gesundeheitliche Beeinträchtigung? Mein Hund hat die auch

    Emma hat auch Liegeschwielen...allerdings weil sie freiwillig recht viel auf harten Böden liegt und nicht weil sie dort liegen MUSS!

    Naja...ihr habt mich eigentlich nur darin bestätigt, dass es recht aussichtslos ist dort mit rechtlichen Mitteln was zu bewirken...ich werd dann wohl nochmal das Gespräch mit den Besitzern suchen, allerdings bezweifle ich, dass das durchschlagenden Erfolg hat... :/

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    Kannst du mit den Leuten reden, so daß du rauskriegen könntest, warum sie die Hunde so halten, und ob man was dagegen tun könnte?

    Völlige Überforderung und insgesamt schwierige Lebenssituation. Die Hunde abzugeben, dazu scheint man allerdings auch nicht bereit zu sein...
    Meine Bedenken sind im Moment einfach folgende:
    Im Moment habe ich da noch einen gewissen Einfluss auf die Besitzer. Sollte allerdings herauskommen, dass ich sie beim Veterinäramt angeschwärzt habe wird mein Einfluß gleich Null sein, den Hunden wird es noch schlechter gehen und da es ja sogar rechtlich in Ordnung ist einen Hund fast ausschließlich im Zwinger zu halten kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass das Veterinäramt da tätig wird...
    Und wenn das Veterinäramt NICHT tätig wird, dann hab ich den Hunden damit einen "Bärendienst" erwiesen...

    Folgende Situation:
    Zwei Hunde werden größtenteils in einer Waschküche (etwa 15qm groß, vollständig gefliest, außer einem Wassernapf keinerlei Einrichtung, auch keine Liegeplätze) mit Zugang zu einem kleinem "Auslauf" (vielleicht 30-35 qm, gepflastert, keinerlei Einrichtung) gehalten. Sporadisch sind die Hunde auch mal in der Wohnung.
    Meistens werden sie getrennt, d.h. einer im Auslauf, einer in der Waschküche oder einer in der Wohnung einer in Waschküche und Auslauf.
    Der jüngere Hund von beiden wird sporadisch (allerdings nicht täglich!) ausgeführt - was aber auch eher ne Runde um den Block ist als ein Spaziergang - der ältere Hund scheint das Grundstück gar nicht mehr zu verlassen.
    Beide Hunde zeigen durch die mangelhaften Haltungsbedingungen Verhaltensauffälligkeiten und haben ausgeprägte Liegeschwielen wegen fehlender Liegeplätze.
    Ist das tierschutzrelevant und besteht hier die Möglichkeit über das Veterinäramt irgendwelche Änderungen herbeizuführen oder ist man allein auf den "good will" der Besitzer angewiesen?
    Wie würdet ihr das einschätzen?

    Vielleicht passt meine Frage hier besser als im anderen Thread:

    Sagt mal...jetzt bin ja selbst ich überrascht...bisher war ich eigentlich der Meinung das es sehr wohl Vorschriften gibt WANN und unter welchen Voraussetzungen ein Wirbeltier getötet werden darf...nun hab ich mir aber noch mal das Tierschutzgesetz angeschaut und dort ist in § 4 nur geregelt WER töten darf und WIE diese Tötung von statten geht...gibt es da wirklich keine weitergehenden Vorschriften? Kann sich wirklich jeder einfach seines Hundes entledigen, wenn der stört? Kann ich mir gar nicht vorstellen...

    Hier der Link zum Gesetz:
    http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/

    Man kann sich doch einfach aus dem Weg gehen...
    Wir wohnen auch in einem 6-Parteien-Haus und bis vor knapp 1 Jahr wohnte über uns eine Familie mit einer Hündin, die sich mit unserer Hündin absolut gar nicht verstanden hat...
    In Absprache mit den Besitzern haben wir einfach darauf geachtet, dass sich beide Hunde nicht direkt begegnen, weil das einfach nur Stress gab, d.h. kam ich vom Spaziergang und die Hündin kam gerade aus dem Hauseingang hab ich halt ne Minute gewartet bis sie weg war, kommt man aus der Wohnung lässt man Hundi nicht in den Hausflur stürmen, sondern guckt kurz, ob die Luft rein ist usw. usw.
    Am Anfang hab ich noch gedacht "was für ein blöder Aufwand", aber immer noch besser als zwei keifende Hündinnen im Hausflur und das wurd mit der Zeit zu einem absoluten Selbstläufer, so das es mich auch gar nicht mehr gestört hat...

    Zitat

    Und, du Sleipnir?

    Ich glaub ich liege hier gut im Durchschnitt... ;)

    Raus gehen wir drei bis viermal am Tag. Durchschnittlich sind wir dabei 2,5 Stunden unterwegs und mein schlechtes Gewissen fängt bei allem unter 2 Stunden an. Meinen Hunden merkt man nämlich deutlich an, ob sie nur relativ kurz draußen waren und auch schlechtes Wetter und Starkregen stört meine HUnde (leider) gar nicht...


    Noch mal kurz was zu Quantität - Qualität.
    Ich hab extra nicht danach gefragt WAS ihr auf den Spaziergängen macht...natürlich steht es außer Frage das 1 Stunde Dummytraining, Fährtenarbeit etc. den Hund mehr auslastet als ein zweistündiger Leinenspaziergang, aber ich wollt einfach mal wissen wieviel Zeit ihr täglich für die Spaziergänge aufbringt (aufbringen könnt)...