Beiträge von Sleipnir

    Hm...zu der Situation der Threaderstellerin:
    Ja...ich find es auch etwas übertrieben, dass der Rüde nur wegen einem "Anrempler" derart massiv reagiert...ein Knurren oder ein Wegschnappen wäre in dieser Situation eher ein zu erwartendes Verhalten gewesen. Jedoch ist ja hier auch gar nicht klar wie angespannt die Situation der beiden Rüden war und dann reicht manchmal schon ein klitzekleiner Auslöser um das Fass zum überlaufen zu bringen...

    Zu Kommentkämpfen allgemein:

    Zitat

    Was lernen sie denn bei Kommentkämpfen? Daß einer stärker ist und einer schwächer... Was heißt das nun konkret?
    Daß der vermeintlich stärkere das bei anderen Kämpfen voraussetzt und solange weiter macht, bis er wieder stärker ist. Das wird leider oft ausgenutzt, es kommt zu Mobbing, zu überzogenen Aktionen, bis hin eben zum Ernstkampf, vorallem wenn er mal an einen gerät, der bisher auch immer stärker war.
    Was lernt der schwächere? Im besten Fall nur, daß er sich unterzuordnen hat, was zu extremem Streß führen kann bis hin zum "wegpilgern", heißt Hund geht stiften, oft als jagen fehlinterpretiert. Im schlimmsten Fall aber wird er zum Angstbeißer, rauft also nicht mehr, sondern packt als Selbstverteidigung gleich richtig zu...

    Ich hab da bisher andere Erfahrungen gemacht!
    Nochmal kurz zur Erklärung: Es geht hier NICHT um Hunde, die eigentlich nix miteinander zu tun haben und die man alle Jubeljahre mal auf dem Spaziergang trifft, sondern um Hunde die sich regelmäößig mehrmals die Woche sehen!
    Werden neue Rüden in die Gruppe eingegliedert zeigt sich meist ein ähnliches Muster:
    Die ersten Spaziergänge über wird relativ viel Imponiergehabe gezeigt und das Gegenüber wird erstmal "abgecheckt" noch ohne offene Auseinandersetzungen, d.h. starksiger Gang, viel Markieren, viel Scharren etc.
    Haben die Rüden sich dann einige Male gesehen ist der ganze Spuk entweder schon wieder vorbei und man akzeptiert sich (insbesondere bei Rüden die alters- und kräftemäßig sehr weit voneinander entfernt sind und kaum eine Konkurrenz darstellen) oder sie wollens genau wissen...
    Situationen die im Zusammenhang mit irgendwelchen Ressourcen stehen oder eben (und hier sehe ich einen Zusammenhang mit dem Fall der Threaderstellerin!) die Unterschreitung der Individualdistanz sind es dann an denen sich Kommentkämpfe entzünden. Das sind dann immer die typischen lauten "Staubaufwirbler"...dauern in der Regel nur einige Sekunden, die Hunde steigen aneinander hoch, versuchen den Anderen auf den Boden zu drücken etc.
    So plötzlich wie sie beginnen enden sie auch wieder, die Hunde schütteln sich, markieren nochmal und gehen wieder ihre Wege...das kann dann noch zwei-, dreimal passieren und danach waren die Fronten bei mir IMMER geklärt! Weder ergaben sich daraus bisher Konstellationen bei denen einzelne HUnde dauerhaft unterdrückt wurden, noch haben andere Hunde das zum Anlass genommen jeden Fremdhund der des Weges kommt erstmal vermöbeln zu wollen! Es geht einzig und allein darum, die individuellen Stärken und Schwächen eines anderen Rüden abzuchecken mit dem man relativ viel Zeit verbringt. Und es ist schon mehr als einmal passiert, dass sich nach Klärung dieser Streitigkeiten richtiggehende "Männerfreundschaften" zwischen zwei Rüden entwickelt haben...

    Das man sich sicherer fühlt wenn der Hund nur 5 und nicht 50 Meter entfernt ist, ist schon verständlich...aber hey...mir sind auch schon Hunde 2 Meter vor mir losgerast weil direkt vor uns ein Hase aufgesprungen ist...andererseits hab ich aber auch schon Hunde bei Wildsichtung abgerufen, die 30 Meter entfernt waren...
    Hunde im Freilauf sind IMMER ein gewisses Risiko...man kann und sollte zwar versuchen dieses Risiko durch einen entsprechenden Grundgehorsam und vorausschauendes Handeln zu minimieren...aber ein Restrisiko bleibt halt immer...
    Aber was wäre denn die Alternative? Ein Leben an der Leine?

    Zitat

    Sie rannte natürlich wild los und tollte rum. War die ganze Zeit über so. Allerdings blieb sie, sofern sie an die 15 - 20 Meter weg war stehen und wartete auf "die lahme Ente" die wortlos hinterherkam. Das ging die ganze Zeit so. Ab und an kam sie wild angerannt um mich anzuhüpfen (jaaa das ist schwer ihr abzugewöhnen ^^) und wuselte dann weiter.

    Jetzt mal abgesehen von dem anhüpfen ist das doch völlig in Ordnung...was willst du denn mehr? Alles andere wäre in meinen Augen nur "Pseudo-Freilauf"...

    Ich bin nun weiß Gott niemand der die Hunde alles untereinander ausmachen lässt...auch bei mir gibt es da klare Grenzen, aber ich kann mich einfach nicht damit anfreunden ständig und immer in das Sozialverhalten von Hunden einzugreifen. Ich find es einfach befremdlich wenn wir als Menschen uns anmaßen zu definieren was "richtiges" und was "falsches" Verhalten ist...
    Natürlich würde auch ich eingreifen wenn es eine ernste Auseinandersetzung mit Verletzungsabsichten ist, wenn ein Hund ständig bedrängt und/oder gemobbt wird, aber bei zwei "Heißspornen" die mal die Fetzen fliegen lassen...nee, die würd ich wirklich machen lassen!

    Auch wenn du es nicht hören magst...du hast mich ja gefragt... :D

    Ja...prinzipiell denke ich schon, dass der Stress durch eine Fremdbetreuung geringer ist als eine Flugreise in die Tropen! Und Nein, ich glaube nicht, dass Hunde aus Zucker sind und diese Reise eine Gefahr für Leib und Leben des Hundes dastellt...ich frag mich nur was für den Hund angenehmer und mit weniger Stress verbunden ist... ;)

    Ich hoffe das ist jetzt nicht zu indiskret...aber wenn ich mich nicht irre bist du doch verheiratet und hast einen Mann...kann er sich in der Zeit nicht um Frau Schmidt kümmern?