Beiträge von Sleipnir

    Terrier sind ja bei weitem nicht die einzigen Hunderassen, die an Raubwild eingesetzt werden, jeder "Allrounder" im Jagdeinsatz muss das können...oder Emmas Beispiel mit der Katze...da sind doch Aggressionen im Spiel...anders würde es doch gar nicht funktionieren!

    Zitat

    Seit etwa 4 Wochen zeigt Bubi (jetzt 15 Monate alt) Gezicke gegenüber unkastrierten Rüden.

    Mir ist noch nicht ganz klar, wie dieses Gezicke aussieht und ob ÜBERHAUPT ein Problem vorliegt!

    Zitat

    Heute war auch eine kritische Situation mit einem unkastrierten Rüden, die jedoch glimpflich ausging. Der andere wollte frech werden (besteigen). Bubi machte sich sehr groß und stocksteif und gab mit Körpersprache (kein Knurren oder ähnliches) zu verstehen, das der andere Leine ziehen soll (das macht er auch bei anderen Rüdenbegegnungen)...der andere war etwas schwer von Begriff, trollte sich dann aber doch und wir konnten wieder unseres Weges gehen.


    Die Situation z.B. ist doch absolut problemlos gelaufen...da würde ich jetzt gar nichts dran ändern wollen.

    Dein Hund kommt halt langsam ins Erwachsenenalter. Hündinnen sind potenzielle Sexualpartnerinnen, deswegen lässt sich Rüde von denen im Zweifelsfall ALLES gefallen. Kastraten sind keine Konkurrenz, also auch problemlos...aber intakte Rüden, dass sind ernsthafte Konkurrenten.
    Kein intakter Rüde, den ich kenne, geht im Erwachsenenalter völlig unbefangen mit anderen intakten Rüden um, insbesondere, wenn es Fremdhunde sind. Das sind zwar alles keine Raufer, aber ein gegenseitiges Abchecken des anderen gehört eigentlich zu jeder Begegnung. Und solange das in diesen Bahnen verläuft seh ich da auch keinerlei Probleme.
    Eingreifen und Verhalten umlenken würde ich erst dann, wenn mein Rüde anfängt andere Rüden aktiv anzugehen und scheinbar grundlos Streitigkeiten anzettelt, nur auf Grund des Geschlechts des Gegenüber...aber ein bisschen "Rumgeprolle", ein starksiger Gang und evtl. mal ein Knurren würd mich jetzt noch nicht irritieren...

    Wenn du die Leine sowieso nur relativ selten benötigst, dann würde ich auch einfach eine Leine nehmen und an jeden Karabiner einen Hund festmachen...mach ich auch so und bin völlig zufrieden!
    Koppelleine hab ich auch schon ausprobiert...finde ICH aber eher ungünstig da man kaum Möglichkeiten hat auf den einzelnen Hund einzuwirken und meine Hunde sind da auch nicht wirklich gut dran gelaufen!

    Zitat

    Beute machen ist nicht aggressiv?

    Ist ne ganz interessante Frage!
    Eigentlich kenne ich auch nur die Annahme, dass Jagen und Beute machen KEINE aggressiven Verhaltensweisen sind!
    Solange die Beute relativ wehrlos ist, lässt sich das auch gut erkennen...aber was ist bei wehrhafter Beute...ich denke gerade an Raubwild im Jagdeinsatz! Warum haben bspw. Jagdterrier eine so hohe Grundaggression?
    Wenn Emma eine Maus fängt ist sie zwar hochkonzentriert, aber dabei völlig aggressionsfrei!
    Pass ich nicht auf und sie treib irgendwo eine Katze in die Ecke, die sich dann natürlich wehrt, dann sieht das ganze schon völlig anders aus...da kommt nämlich dann zu dem reinen Jagdverhalten eine nicht unerhebliche Portion Aggressionen!
    Von daher glaube ich auch nicht, dass "Beute machen" immer ohne Aggressionseinfluss geschieht!

    Aber gerade wenn die Besitzerin auf dich baut und ja scheinbar auch auf dich angewiesen ist, dann ist das doch ne ganz gute Basis um ihr klarzumachen, dass es SO nicht geht und sie dringend mit dem Hund arbeiten muss, wenn sie dich nicht auch noch verlieren will!
    Und so würde ich es ihr auch sagen... ;)

    Ich glaube weder Tanja noch ich noch irgendjemand ist hier dafür, dass jemand, der es wirklich nicht kann mit einem aggressiven Hund arbeitet und somit das Problem evtl. noch verschlimmert! Da sind wir uns ja alle einig, dass es dann besser ist an einen kompetenten Kollegen zu verweisen!
    Ich frag mich viel mehr, WARUM können das soviele Hundetrainer nicht? In der "Ausbildung" gepennt, gar keine "Ausbildung" gemacht?
    Ich sags nochmal, ein Hundetrainer soll für mich ein Experte sein, der mir Sachverhalte erläutern kann an denen ich mir als Laie "die Zähne ausbeiße". Kann er das nicht und geht sein Wissen kaum über mein Laienwissen hinaus hat er doch ganz klar seinen Job verfehlt, oder?

    Ich wäre da weit weniger nachsichtig!
    Ich bin ja grundsätzlich bereit, auch schwierige Hunde zu betreuen, auch bin ich bereit mich in das Training mit einzubringen etc.
    Aber die Basics, die Grundlage muss von den Besitzern geschaffen werden und wenn sie das nicht tun, dazu nicht in der Lage sind oder das Problem nicht wahrhaben wollen, dann kann ich den Hund halt leider nicht betreuen!
    In der Art und Weise würde ich mich von einem "Sitterhund" nicht tyrannisieren lassen!
    Wie oft war er dann schon bei dir? Siehst du denn überhaupt irgendeine Verbesserung des Verhaltens?

    Die "Feld-Wald-und-Wiesen"-Trainer sind mir sowieso egal...aber von einem guten Hunetrainer erwarte ich, dass er das kann! Ich geh da absolut mit Tanja konform! Denn für was, wenn nicht für solche Probleme brauche ich nen Hundetrainer?
    Wenn mein Hund an der Leine zieht, nicht ordentlich abrufbar ist oder bei Hundebegegnungen gern mal den Macho rauskehrt...all das kann ich selber händeln, aber da wo mein (Laien-)Wissen bei komplexen Problemstellungen aufhört, da sollte eigentlich das Wissen eines Experten anfangen!
    Ich bin Pädagoge in der Jugendarbeit! Ich habs da mit so ungefähr allen möglichen und unmöglichen Gefühlsäußerungen Jugendlicher zu tun...wenn da jemand aggressiv wird und ich sag "Kann ich nicht...mach ich nicht...", da disqualifiziere ich mich doch selbst für den Beruf... :/

    Zitat

    Bei der Regel "Unerwünschtes ignorieren" würde ich bleiben.

    Du hast also einen Hund, der Fahrradfahrern hinterherkläfft...oder Joggern...oder anderen Hunden...oder oder...
    Und dieses Verhalten ignorierst du dann... :???:
    Welche Lernerfahrung soll der Hund denn dadurch machen?
    Für mich ist "Ignorieren" schon fast ein Unwort der Hundeerziehung geworden! Es gibt wenige Situation...nämlich aufmerksamkeitsheischendes Verhalten...da kommst du mit Ignoranz wunderbar zum Ziel...aber alle anderen Situationen...Situationen, die sehr oft selbstbelohnend sind...was willste da ignorieren???
    Ich denke, dass es für einen Hund viel klarer wird, wenn er für sein Verhalten ein Feedback von mir bekommt - und das kann...je nach Verhalten mal positiv und mal negativ sein.
    Als du deinem Hund beigebracht hast vor einem Supermarkt zu warten hast du das selbstständige Aufstehen (das unerwünschte Verhalten!) doch auch nicht ignoriert...warum würdest du das dann machen, wenn dein Hund Fahrradfahrern hinterherkläfft...???

    Eigentlich ist es doch recht einfach...du musst deinem zeternden Hund angesichts von Fahrradfahrern "nur" deutlich machen, dass du dieses Verhalten gar nicht schätzt...und zwar so deutlich, dass er nachhaltig beeindruckt ist!
    Und dieses angepasste Verhalten wird dann natürlich sofort bestärkt!
    Wie das allerdings im Einzelnen aussehen kann ist völlig von der Persönlichkeit deines Hundes abhängig...da wo der eine Hund schon bei einem scharfen NEIN den Kopf einzieht braucht es bei dem anderen Holzkopf vielleicht etwas schwerere Geschütze!
    Aber eins ist klar...allein mit Wattebäuschchen und netten Worten wird das nix mehr... :D