Beiträge von Sleipnir

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    Aber mich würde mal interessieren ab wann Wauzis wirklich ernsthaft beginnen hinter was hinterherzuhetzen.

    Das ist natürlich absolut hundeabhängig! Als grobes Raster hab ich aber bisher die Erfahrung gemacht, dass so mit 4-5 Monaten spielerisch erste Jagdsequenzen erprobt werden und Spuren sowie Bewegungen immer interessanter werden. Der "richtige", ernsthafte Jagdtrieb entwickelt sich dann meist so um den ersten Geburtstag.

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    Nun mach ich mir natürlich Gedanken... sollte ich aufhören im Freilauf was mit ihr zu machen? Damit sie mehr "Hund sein" kann? Obwohl sie so so schön kontrollierbar ist? Es ist ja auch kein Zwang.. sie macht es gerne und freut sich..

    Das ist ne interessante Frage und ich glaub, da muss einfach jeder seine Balance finden.
    Natürlich möchte auch ich draußen einen Hund haben, der auf mich achtet und den Spaziergang mit mir so interessant findet, dass er nicht auf "dumme" Gedanken kommt, aber ich find nix schlimmer als einen Hund, der mich draußen nur fixiert, sich gar nicht von mir wegbewegt und ständig auf Aktionen wartet. Das finde ich einfach anstrengend und ich seh mich auch nicht als Dauer-Animateur meiner Hunde!
    Ich mache es eigentlich so, dass ich auf Spaziergängen immer mal wieder kurze Sequenzen einbaue, in denen ich Grundgehorsam "abfrage", die Hunde apportieren lasse, ein paar "Fährtenspiele" mache etc., aber die Betonung liegt hier auf kurz. Den Großteil der Zeit können und sollen sich die Hunde selbst beschäftigen und ich achte einfach nur darauf, dass sie in meinem Dunstkreis bleiben.

    Interessante Frage...

    Hier mal ein Auszug aus meiner Diplomarbeit zu diesem Thema, der zeigt wie komplex und differenziert zu betrachten dieses Thema ist:

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    Insbesondere im Bereich der Arbeit mit Kindern und älteren sowie behinderten Menschen, werden in den letzten Jahren verstärkt Hunde in therapeutische und pädagogische Prozesse miteinbezogen. Das allgegenwärtige Schlagwort lautet hier „tiergestützte Therapie“. Sie ist jedoch trotz nachweislicher Wirkungen, von vielen Vorurteilen und einem ambivalenten Verhältnis zwischen praktischem Einsatz und wissenschaftlicher Grundlagenforschung gekennzeichnet. Das größte Missverständnis scheint hier die gesellschaftliche Annahme zu sein, dass tiergestützte Therapiemaßnahmen eine eigene Therapieform sind. Dem widersprechen allerdings alle namhaften Forscher und Praktiker (vgl. PROTHMANN 2007; RÖGER-LAKENBRINK 2006; WECHSUNG 2008, BERGLER 2000). Tiergestützte Therapie ist keinesfalls eine neue, eigenständige Therapieform und sie ist auch nicht in der Lage andere Therapieformen zu ersetzen. Vielmehr ergibt sich durch die Einbeziehung eines Tieres in eine bestehende Therapie, in unserem Fall eines Hundes, die Möglichkeit, diese Therapie durch die spezifische Wirkweise eines Hundes auf Menschen positiv zu beeinflussen. Die vielfältigen Wirkungen von Hunden lassen sich keinesfalls in einer gesonderten Therapieform binden, „ sondern können nur multimodal in einem Geflecht aus theoriegeleiteten und psychotherapeutischen Ansätzen erfasst werden.“ (PROTHMANN 2007, S. 252).

    Eng verbunden damit ist die problematische Situation, dass sich in Deutschland bisher noch keine einheitliche Terminologie hinsichtlich der unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Hunden in pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern durchgesetzt hat. In Verbindung mit dem Umstand, dass ebenfalls noch jegliche staatliche Anerkennung einer professionellen Therapiehundausbildung fehlt, werden in Deutschland oftmals Aktivitäten mit Hunden unter dem Begriff „tiergestützte Therapie“ subsumiert, die jedoch mit einer Therapie im engeren Sinne nichts gemeinsam haben und allenfalls unter die Bereiche „tiergestützte Aktivität“ oder tiergestützte Pädagogik“ fallen. Wie in Kapitel 5.3.3.3. dargestellt, sind die Grundvorrausetzungen des Einsatzes von Hunden in der Therapie eine therapeutische bzw. pädagogische Ausbildung des Hundehalters und die Definition eines konkreten therapeutischen Zieles. Damit sollen die Wirkungen, die Hunde insbesondere als Besuchshunde im Bereich der „tiergestützten Aktivität“ erbringen können, gar nicht in Abrede gestellt werden, doch hinsichtlich der Anpassung an allgemeinverbindliche Qualitätsstandards, bedürfte es dringend einer Vereinheitlichung und Eingruppierung der unterschiedlichen Interventionsmaßnahmen.
    Als erste Schritte in diese Richtung lassen sich hier insbesondere die zunehmend professionalisierten Ausbildungsmöglichkeiten und eine einsetzende Verzahnung von praktischer Tätigkeit und wissenschaftlicher Grundlagenforschung anführen. Zwar ist es nach wie vor kompliziert, wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse über die Wirkweise von Hunden in tiergestützten Interventionsmaßnahmen zu erzielen, aber das Interesse der Wissenschaft zu diesem Thema scheint geweckt zu sein. So ist besonders in den letzten Jahren ein enormer Zuwachs an Fachliteratur und empirisch ernstzunehmenden Studien zu diesem Thema zu verzeichnen. Doch sind noch längst nicht alle Prozesse, die in der Mensch-Hund-Interaktion stattfinden, wissenschaftlich belegt. Vielen Methoden, mit denen im praktischen Einsatz gearbeitet wird, fehlt schlichtweg immer noch die wissenschaftliche Grundlage. Hier wären verstärkte Forschungstätigkeiten nötig, um diese Lücke zu schließen. Zusätzlich bedürfte es meiner Meinung nach der Stärkung eines kritischen Diskurses zur tiergestützten Therapie. Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich nur vereinzelt auf kritische Beiträge gestoßen. Oftmals findet man ausschließlich positive, fast schon euphorische Berichte der möglichen Wirkungen von Hunden, die gegen sämtliche Varianten körperlicher, seelischer und sozialer Leiden helfen sollen. Hier fehlt es oftmals an einer kritischen Distanz und deutlichen Differenzierungen. Viel versprechend scheinen hier die Überlegungen BERGLERS (2000) zu sein. Er schlägt vor, ein theoretisches Modell zu entwickeln, das die vielfältigen Beziehungen zwischen einzelnen Variablen der Mensch-Hund-Beziehung abbildet und durch angemessene Konstruktoperationalisierungen überprüfbar macht. Darauf aufbauend wären dann Methoden und Instrumente zu entwickeln, mit denen die Differenziertheit der unterschiedlichen Aspekte des Umgangs mit Hunden valide zu erfassen sind. BERGLER (2000) schlägt z.B. ganz konkret die Entwicklung eines allgemeingültigen Kategoriesystems vor, das die verschiedenen Verhaltensmöglichkeiten von Patienten im Zusammenspiel mit Hunden systematisiert und dadurch eine objektive Beobachtung möglich macht (vgl. ebd. S. 49).
    Soll sich die tiergestützte Therapie (mit Hunden) in Zukunft zu einer dauerhaften und ernstzunehmenden Methode der Sozialen Arbeit entwickeln, halte ich die verstärkte Auseinandersetzung mit folgenden Punkten für wichtig:

    1. Deutliche Abgrenzung der tiergestützten Therapie von anderen Therapieformen und der Einsicht, dass die tiergestützte Therapie keine eigenständige Therapieform sein kann, sondern nur unterstützend wirkt.
    2. Einigung auf eine einheitliche Terminologie der unterschiedlichen Möglichkeiten tiergestützter Interventionsmaßnahmen
    3. Kontrollierbare Mindeststandards der Aus- und Weiterbildung
    4. Eine verstärkte wissenschaftliche Grundlagenforschung

    Unzweifelhaft haben tiergestützte Interventionsmaßnahmen mit Hunden schon heute einen großen Stellenwert in der Sozialen Arbeit. Unter verstärkter Berücksichtigung oben genannter Aspekte wäre es jedoch möglich, diesen Bereich transparenter, differenzierter und überprüfbarer zu gestalten. Weder sind Hunde ein Allheilmittel, die auf jeden Menschen in jeder Situation eine positive Auswirkung haben, noch sind tiergestützte Interventionsmaßnahmen mit ihnen eine nicht ernstzunehmende Spielerei, die höchstens im Stande ist ein Lächeln auf ein Kindergesicht zu zaubern.

    - daran, dass ich mir einen wahnsinnig schnellen Schritt angewöhnt habe...die Hunde würden sich ja langweilen, wenn ich gemütlich durch die Gegend schlendern würde... ;)

    -daran, dass meine ganzen Klamotten nach Outdoortauglichkeit ausgesucht werden...das teuerste was ich im Schrank hab sind Outdoorjacken und Wanderschuhe

    -daran, dass ich jedem in jeder Situation ein Hundeleckerchen anbieten kann...die finden sich nämlich in fast jeder Jacken-/Hosentasche

    Ich hoffe meine Antwort ist nicht allzu ernüchternd...aber Hunde, die unter sehr beengten Umständen aufgewachsen sind und in der Welpenzeit gezwungen waren sich in ihrem eigenen Lager zu lösen haben es sehr, sehr schwer zuverlässig stubenrein zu werden...viele werden es nie!
    Scheinbar scheint es für die Trennung Lager/Löseplatz ein sehr kleines Zeitfenster zu geben und das liegt in der Zeit, in der Welpen mobil werden und ihr Lager selbstständig verlassen...so um die 5. Woche rum...
    Was mir nicht ganz klar ist...macht er nie draußen und immer in die Wohnung oder macht er wo er geht und steht?
    Vielleicht hat ja jemand anderes noch den ultimativen Tipp... :/

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    Der Mann hat ja echt einen Schaden...Da gibt es sooo viele Dinge über die man sich wirklich Sorgen könnte, aber so was...

    Ich würd meinen Hund deswegen natürlich nicht die ganze Zeit an der Leine lassen... Janosch ist mir aber im gemeinsamen Spiel mit unserer Hündin mal so gegen einen Baum geknallt, dass ich gedacht hab, der hat sich alle Knochen gebrochen! Glücklichweise wars nur ne Schulterprellung. Seit dem hab ich immer Magenschmerzen wenn meine Hunde toben und Bäume in der Nähe sind... :ops:

    Ja...ich verhalte mich in einem Freilaufgebiet schon anders als auf unseren täglichen Runden.
    Ich geh nämlich davon aus, dass die dort flitzenden Hunde größtenteils verträglich und niemand prinzipiell was gegen Hundebegegnungen hat...sonst würde man ja nicht in ein Freilaufgebiet fahren!
    D.h. bei anderen freilaufenden Hunden können meine Hunde selbst ebtscheiden ob sie Kontakt aufnehmen wollen oder nicht...ebenso bei beschleppleinten oder beflexiten Hunden...bei Hunden an kurzen Führleinen rufe ich sie ab, da ich dann davon ausgehe, dass Kontakt nicht gewünscht ist.
    Ich passe schon auf, dass meine Hunde Jogger nicht belästigen oder Fahrradfahren ins Rad laufen, aber extra ranrufen tu ich sie, anders als auf unseren täglichen Runden, nicht. Wer in einem HUNDEauslaufgebiet joggen geht, der wird wohl keine Probleme mit Hunden haben... :D
    Insgesamt ist es schon so, dass ich in einem Hundeauslaufgebiet einige Dinge lockerer sehe, als bei uns im Wald...

    Ja...ich weiß an was du noch nicht gedacht hast:

    Eine (relativ kurzgeschorene) Bichon-Rasse...also Maltester, Havaneser, Bologneser, Bolonka etc.

    Mir gehts da ähnlich wie dir...ich bin eigentlich eher der Großhunde-Fan und wüsste auch nicht so recht, welche Rasse unterhalb meines Knies ich wählen sollte.
    Ich hab in meinem Bekanntenkreis einen Maltesermischling und der ist einfach toll! Von vorn herein wie ein Hund behandelt, musste sich durch jeden Matsch kämpfen, musste lernen mit Hunden in jeder Größe zurecht zu kommen und heute mit drei Jahren ist er echt super geworden!
    Null Jagdtrieb, verträglich mit jedem Hund, aufgeschlossen zu allen Menschen und in jeder Situation gut händelbar. Er ist leichtführig und super motivierbar und das Beste...der Kleine ist echt ausdauernd!
    Wir waren letzten Sommer drei Tage wandern...um die 20 Kilometer am Tag...Emil...so heißt er...war mit dabei...und der hat das genauso gut mitgemacht wie meine großen Hunde!
    Den ganzen Bichonrassen merkt man halt schon extrem an, dass sie eine "wirkliche" Begleithundevergangenheit haben...was ihre Führung und Haltung vergleichsweise einfach gestaltet.
    Das einzige Problem seh ich im doch recht pflegeintensivem Fell! Das kann man aber dadurch umgehen, dass man es höchstens halblang hält.
    Nachdem ich mich etwas mit diesen Rassen beschäftigt habe...müsste ich mich entscheiden...ich würde einen Bolonka zwetna nehmen (stehe eher auf farbige, als auf reinweiße Rassen)...