Beiträge von Sleipnir

    Hm...Janosch kann einfach nicht richtig gut mit Jugendlichen...die sind ihm zu laut, zu aufbrausend...
    Ich nehm die Hunde zwar immer noch regelmäßig mit zur Arbeit...versuche aber den direkten Jugendlichen-Kontakt mit Janosch zu vermeiden.
    Klappt auch ganz gut, da ich ja nicht ausschließlich mit Jugendlichen arbeite, sondern noch viele Dinge drum herum erledige...und wenn ich was mit irgendwelchen Jugendgruppen mache, dann wartet er in meinem Büro.
    Manchmal muss man halt einfach akzeptieren, dass manche Dinge mit manchen Hunden nicht möglich sind...auch wenns etwas ernüchternd ist...

    Einen Rüden angesichts einer läufigen Hündin zu kontrollieren hat natürlich auch was mit Erziehung zu tun...aber nicht nur...da spielt auch die Erfahrung des Rüden eine große Rolle. Sascha hats ja schon erklärt.
    Wie ist es denn bei den meisten Rüden? Die haben nur ganz sporadisch Kontakt zu läufigen Hündinnen und werden da sofort weggepflückt...ist doch ganz klar, dass diese Rüden gar nicht abschätzen können "wie weit" eine Hündin ist und bei jedem Anflug von Läufigkeit schon aus dem Häuschen sind. Ein Rüde, der hingegen mit einer intakten Hündin zusammenlebt oder anderweitig Kontakt zu läufigen Hündinnen hat braucht nur seine Nase in den Dunstkreis der Hündin halten und weiß ganz genau wann es sich lohnt und wann nicht.

    Natürlich versucht ein sterilisierter Rüde zu decken...der Sexualtrieb ist ja noch voll da...nur die Samenleiter sind durchtrennt.
    Wir haben halt die spezielle Situation, dass Emma Janosch nicht als potenziellen Welpenvater will, sie lässt sich auch in der Standhitze nicht von ihm decken...ist also bei uns einfach eine Notfallabsicherung, falls sie es sich doch mal anders überlegt... ;)

    Zitat

    Zur Sterilisation: Das sehe ich auch kritisch. Wenn ein Rüde mit ner Hündin zusammen leben muß, kann er sich zwar nicht mehr fortpflanzen, hat aber unter Umständen wochenlang enormen Streß, was eben auch oft zu körperlichen Problem führt (Prostata usw.).

    Da kann ich ja mal aus erster Hand berichten... :D
    Dadurch, dass Janosch jetzt schon mehrere Läufigkeiten miterlebt hat weiß er ganz genau, wann es sich lohnt sich aufzuregen. Wenn Emmas Läufigkeit beginnt und sie blutet und alle Rüden der Nachbarschaft schon am Rad drehen ist Janosch noch völlig relaxt und kontrolliert einfach nur etwas häufiger ihren Genitalbereich. Erst wenn sie in die Standhitze kommt und aufnahmebereit ist, dann hat er Stress. Das sind allerdings höchstens 3-4 Tage. Das zweimal im Jahr macht ungefähr eine Woche Stress.
    Man muss da halt abwägen...die Alternative wäre eine Kastration gewesen und meine Befürchtung war, dass die mit der Kastration einhergehenden Veränderungen unterm Strich dann doch einschneidender sind als eine Woche Stress im Jahr...

    Nee...ich weiß nicht... :???:
    Wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit Emma irgendwo zu Besuch und der dort lebende Hund würde sie in eine Ecke drängen und jede Bewegung kontrollieren bzw. sie gar nicht mehr aufstehen lassen...ich glaub ich würd den Halter dann schon recht schnell mal fragen, ob er seinen Hund nicht mal zurückpfeiffen will...

    Klassische Verknüpfung! Dein Hund hat die Erfahrung gemacht, dass irgendwas los sein muss, wenn du ihn abrufst! Deswegen scannt er erstmal die Umgebung!
    Tröste dich...auch meine Hunde haben das drauf... ;)
    Ich würde in Zukunft das Abrufkommando ständig trainieren wenn nichts, aber auch wirklich gar nichts los ist! So hast du die Möglichkeit diese Verknüpfung wieder zu tilgen...

    Zitat

    Im schlimmsten fall, kann es aber sein, dass die Hündin den Rüden gar nicht mehr ins Haus lässt.

    Genau das Problem seh ich nämlich auch! Wenn ich Emma einfach machen lassen würde, dann würde sie fletschend in der Tür stehen und kein Hund würde ungestraft über die Türschwelle kommen. Innerhalb der Wohnung dürfte der andere Hund gar nichts! Sie würde seine Bewegungsfreihweit so stark eingrenzen, dass ausser still in der Ecke liegen nichts erlaubt wäre...und das geht einfach nicht!!!

    Ich habe auch eine ziemlioch territorial veranlagte Hündin, die es gar nicht schätzt, wenn sich andere Hunde in "ihrem" Revier aufhalten.
    Da ich aber öfter mal Hunde in Pflege habe muss sie da durch. Ich find auch, dass die Hunde da nicht allzu viel zu klären haben, denn ICH entscheide wer bei uns ein und ausgeht und nicht mein Hund!
    Die Vorgehensweise erst zusammen spazieren zu gehen und dann gemeinsam ins Haus finde ich gut und praktiziere das auch so. Fängt Emma dann an sich aufzuspielen (Knurren, Anrempeln, die Bewegungsfreiheit des anderen einschränken etc.) gibt es ganz klare Ansagen von mir! Natürlich braucht sie keinen Hund auf ihrem Liegeplatz akzeptieren, es hat auch niemand was an ihrem Futter verloren, Spielzeuge als Konfliktauslöser werden auch weggeräumt, aber damit hat es sich auch!

    Zitat

    Wenn unsere Hunde liegen ist es ok, sobald sich einer bewegt reagiert sie sofort mit knurren.


    Spätestens zu diesem Zeitpunkt würde ich den Hund korrigieren, sie will ganz klar die Bewegungsfreiheit der anderen einschränken und das läuft einfach nicht!
    Die Hunde dabei angeleint zu lassen finde ich eher nicht so gut, die Hunde sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und dadurch bauen sich noch zusätzliche Spannungen auf!