Beiträge von Sleipnir

    Gar nicht so einfach zu erklären...
    Natürlich haben Mäuse ein Recht auf ihr Leben...und für die einzelne Maus, die erwischt wird tut mir das schon immer leid...aber für die Population ist das absolut gar kein Problem...Mäuse reproduzieren sich in wahnsinnigen Massen, eben weil der Feinddruck bei ihnen extrem hoch ist.

    Das ist bspw. bei Feldhasen, deren Population in unserer Agrarsteppe sowieso schon am Boden liegt, ganz anders...

    Und wenn ich mir dann noch angucke, wie unsere Katze lebende Mäuse nach Hause bringt und sie zu Tode spielt...dann ist der Tod einer Maus durch meine Hunde weit weniger grausam...

    Ich hab mir nunmal Raubtiere ins Haus geholt und ich finde, dass man diese Tatsache nicht immer unterdrücken kann und sollte...

    Zitat

    und ich bin persönlich fühle mich angegriffen, wenn jemand behauptet, meine Hunde wären unglücklich, ohne sie persönlich zu kennen

    Ok...dann nehm ich das zurück!
    ICH PERSÖNLICH kann mir für MEINE Hunde nicht vorstellen ihren Jagdtrieb völlig zu unterdrücken!
    Weder dürfen sie eigenmächtig durchs Unterholz stöbern, noch wahllos alles hetzen, aber sie dürfen Mäuse fangen, sie dürfen mal Krähen aufscheuchen etc.

    Zitat

    Kira würd sich stoppen lassen und den Dummy holen

    Ja das meine ich doch...ein Hund mit gutem Grundgehorsam würde sich stoppen lassen, aber du MUSST intervenieren, eben weil der Hund angesichts der echten Jagdbeute nur noch müde lächelt über den Dummy...

    Ich will hier mit Sicherheit nicht propagieren einen Hund wahllos jedes Tier hetzen zu lassen...ganz sicher nicht...und alternative Ersatzbeschäftigungen wie Mantrailing, Dummysuche etc. sind gut und schön...aber ich bin der Meinung, dass man den Jagdtrieb eines Hundes damit allerhöchstens rudimentär auslasten kann!

    "Leid tun" ist vielleicht das falsche Wort...ich geh jetzt mal von den Hunden aus, mit denen ich regelmäßigen Kontakt habe...und das sind nicht wenige... ;)
    Natürlich gibt es ein paar, die kaum Jagdambitionen zeigen, mit denen ist es einfach...aber der durchschnittlich jagdambitionierte Hund nimmt zwar Ersatzbeschäftigungen an...angesichts von richtigem Wild und echter Jagdmöglichkeit ist der geworfene Dummy aber echt nur ne Krücke...
    Schonmal nen Hund zu nem Dummy geschickt und beim stöbern ist ein Hase hochgegangen...

    lotuselise:

    Ich glaub bei der "Katzenjagd" gibt es nicht x mögliche Varianten, die auch noch an die Rassezugehörigkeit gekoppelt sind, wie der Hund reagiert.

    Katzen sind absolut wehrhaft und springen dem Hund, in die Ecke gedrängt, ins Gesicht. Jeder Hund, der Erfahrungen mit Katzen hat weiß das! Und dann gibt es eigentlich nur ZWEI Möglichkeiten, wie der Hund reagiert:

    1.) Der Hund hetzt und stellt die Katze zwar, achtet aber tunlichst darauf ihr nicht zu nahe zu kommen...diese Hunde verletzen Katzen nicht und töten sie auch nicht...ich glaube, dass ist schon die Mehrzahl der Hunde...ich hab auch zwei solche Vertreter.

    2.) Der Hund hetzt, packt und tötet...trotz großem, eigenem Verletzungsrisiko.

    Zitat

    Allerdings frage ich mich grad schon, ob das fürs AJT draußen nicht ziemlich kontraproduktiv ist, wenn der Hund im Garten den Katzen hinterher darf, weil da ja ein Zaun oder eine Mauer ihn stoppen und es draußen eben nicht darf. Hätte ich einen Jäger, wäre mir das Risiko zu groß. Immerhin soll der Hund ja beim AJT kontrollierbar, ansprechbar bleiben und irgendwann verinnerlichen, dass er bei Wildsichtung nicht sofort lossprintet, sondern auf ein Kommando wartet/abdreht/abliegt/was auch immer. Da wäre der Garten dann keine Ausnahme bei mir.

    Ich hoffe, das wird jetzt nicht zu offtopic...aber man kann es auch genau anders herum betrachten.
    Wir wissen alle, dass man Jagdtrieb nicht wegerziehen kann, sondern nur in kontrollierbare Bahnen lenken kann.
    Ein Hund, der nach Mäusen buddeln darf, der mal Krähen hochmacht, ein Eichhörnchen auf einen Baum scheucht oder eben eine Katze aus dem eigenen Garten verscheucht, der kann seinen Jagdtrieb ja zumindest in gewissen Grenzen ausleben, d.h. der Druck diesen Trieb zu befriedigen ist nicht ganz so hoch, wie bei einem Hund, der nichtmal den Weg verlassen darf um einer Maus nachzuspringen...und somit ist es durchaus möglich den Hund bei Begegnungen mit Rehen, Hasen etc. leichter zu kontrollieren, da er seinen Jagdtrieb ja an anderer Stelle ausleben kann.
    Ich gebs ganz unumwunden zu...mir tun die Hunde leid, die wirklich gar keinen Jagdtrieb zeigen dürfen und sich ausschließlich mit Dummy und co. zufrieden geben müssen...

    Ich versteh die ganze Aufregung hier echt nicht...

    Ich bin sowohl Hunde- als auch Katzenhalter...ich habs schonmal in nem anderen Thread geschrieben:
    Ich habe mich ganz bewußt dazu entschieden unsere Katze rauszulassen...die Gefahren sind mir bekannt...es sind ja nicht nur Hunde, es sind Autos, Jäger, Gift etc.
    Sollte unsere Katze jemals den falschen Garten zur falschen Zeit betreten und das nicht überleben, dann fänd ich das mit Sicherheit nicht supi...aber soll ich da wirklich dem Hundehalter einen Vorwurf machen...dessen Hund sich auf dem eigenen, eingezäunten Grundstück aufgehalten hat?
    Soll ich von meinen hundehaltenden Nachbarn verlangen, dass die Hunde nur noch beaufsichtigt, mit Maulkorb oder Leine in den Garten kommen, nur weil es sein könnte, dass unsere Katze da mal durchschlendert?
    Ich denke, dass der Hundehalter seinen Pflichten dadurch nachkommt, dass der Hund sicher auf dem eigenen Grundstück bleibt und sollte es dann trotzdem zu einer Katzentötung kommen, dann war das ein blöder Unfall für den man meiner Meinung nach niemanden verantwortlich machen kann...

    Aber wie will man denn einen Cattle Dog am Vieh arbeiten lassen, wenn man nicht gerade eine Mutterkuhherde oder einen Milchviehbetrieb sein Eigen nennt?
    Für einen Hobbyschafhalter mit 15 Skudden dürfte die Rasse doch viel, viel zu grob sein und die Schafe eher zerlegen als treiben, oder???

    Ich geh davon aus, dass das nur Muskelfleisch ist? Keine Knochen, kaum Bindegewebshaltiges, kaum Innereien, kaum Ballaststoffe?
    Wenn das so ist, dann ist dein Hund mit Eiweiß absolut überversorgt und das ist auf lange Sicht NICHT gesund!
    Außerdem ziehst du dir da gerade einen wunderschönen Mäkeler heran und da hätte ICH keine Lust drauf!
    Also...Futter hinstellen...wenn der Hund nach 10-15 Minuten nicht gefressen hat wegnehmen, keinerlei Leckerchen zwischendurch und sich gedanklich darauf einstellen, dass das Spielchen ne ganze Woche gehen kann...