Beiträge von Sleipnir

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    Und dann frag ich mich gerade, wie es denn dann beim nächsten Mal aussieht, wenn der Hund woanders jagen will. Wie soll man einem Hund beibringen, daß er es auf dieser besagten Wiese darf und woanders wieder nicht?

    Hunde können zwar nur ganz schlecht generalisieren, sind aber Meister darin situationsangepasst zu differenzieren.
    Einem Hund beizubringen auf Wiese A ist Jagen erlaubt auf Wiese B allerdings nicht ist wirklich kein Problem!

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    Die meisten machen es ja nur wegen der Kohle und nicht aus freude am tier, was ich persöhnlich wirklich schade finde


    Wofür macht man denn sonst einen Job...in erster Linie doch um Geld zu verdienen und sein Leben finanzieren zu können!
    Das Eine schließt das Andere ja nicht aus...

    Ich glaub auch dass das knapp wird...
    Der Monat hat ungefähr 20 Arbeitstage. Das geteilt durch die 200 Euro macht 10 Euro pro Tag.
    Dafür jemanden zu finden, der zwei Stunden mit zwei Hunden spazierengeht...ich glaubs eher nicht...wenn man mal von Schülern absieht (was ja nicht immer die schlechteste Option sein muss!).
    Ich sag dir ganz ehrlich...ich würde es für diesen Betrag nicht machen... ;)

    Ich hab meine Hunde nicht 24 Std. bei mir...da hätte ich nun wirklich keine Lust drauf...auch bin ich eigentlich der Meinung, dass Hunde gut und gerne mal ein paar Stunden alleine bleiben können, meinetwegen auch täglich...aber 9 Stunden regelmäßig?...Das kann man vielleicht mal in Notfallsituationen machen, aber dauerhaft find ich das auch zu lang.
    Tagesbetreuung für Hunde ist teuer und damit tut man einem Hund auch nicht in jedem Fall einen Gefallen...ich würd nen Gassigänger engagieren.
    Ja...jetzt kommt wieder das Argument mit Fremden in der Wohnung...ich fänd das auch komisch...ABER: Ich bin ja selber Gassigänger und hab Schlüssel zu diversen Haushalten. Theoretisch könnte ich da überall was mitgehen lassen, aber wie bescheuert wäre das denn? Wenn da irgendwo was fehlt ist doch klar auf wen der Verdacht als erstes fällt... ;)
    Ich glaube das ganze hat ganz viel mit Vertrauen zu tun!
    Such dir einen Gassigänger, macht mal zwei, drei Probespaziergänge und dann merkst du recht schnell, ob du der Person vertraust oder nicht!

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    Ich hatte schon so viel verschiedene Hunde, aber sie ist unglaublich lernfreudig und schnell und umsetzungsbereit, jedoch nur, wenn sie den Sinn auch versteht. Sie würde sich nie zum Affen machen und man muss gut aufpassen, dass man den Punkt nicht verpasst, an dem sie keine Lust mehr hat und selbst das Training beendet.

    Ja...das kann ich so bestätigen...
    Ich hab auch das Gefühl, dass sie neue Sachen sehr schnell umsetzt und ziemlich lernwillig ist. Jedoch finde ich es ziemlich problematisch, dass Podencos dazu neigen all das nur dann zu zeigen, wenn sie auch selber einen Sinn dahinter sehen. Es gibt im Freilauf so viele Situationen, in denen der Hund einfach "funktionieren" muss, auch wenn er selber eine andere Handlung als sinnvoller ansieht.
    Wilma wird den Sinn nie verstehen, warum sie angesichts eines entgegenkommenden Hundes bei mir bleiben soll und nicht einfach mal hinrasen kann...sie wird es nie sinnvoll finden "bei der Jagd" gestoppt zu werden usw. usw.
    Aber trotzdem müssen all diese Dinge einigermaßen sicher funktionieren, wenn ich den Hund in den Freilauf schicke.
    Jedoch habe ich mit Wilma die Erfahrung gemacht, dass auch ein Podenco mit angemessenem (!) Druck umgehen kann. Im Internet wird ja ganz gern mal das Bild gezeichnet eines endlos sensiblen Wesens, dass den halben Tag auf weichen Kissen gebettet auf der Couch liegt und keiner konsequenten Erziehung zugänglich ist, vielmehr bei jedem bösen Wort das zarte Podenco-Seelchen zu brechen droht...
    Das finde ich schade...Podencos sind und waren robuste Jagdhunde und was will ein Jäger mit einem Hud, der sich jeder Erziehung verschließt?
    So ein Hund wäre doch völlig wertlos!
    Podencos sind sensibel...ja...aber das sind all meine anderen Hunde auch und ich konnte bisher noch nicht die Erfahrung machen, dass Wilma auf Grund ihrer Sensibilität schlechter zu erziehen sei.
    Aber für all die Tierschutzmuttis ist das ja die perfekte Legitimation um ihre ach so sensiblen Podencos den ganzen Tag zu betüddeln und jahrelang mit ihrem Hund an der Schleppleine verzweifeln...
    Ob man den Huden damit dauerhaft einen Gefallen tut ist dann noch die andere Frage...

    Eigentlich finde ich Wilma gar nicht so schwer zu handeln...ok...die ersten Tage, Wochen waren echt hart...Hundi war nur auf Mäusejagd, hatte keinerlei Interesse an uns, hat draußen kaum Futter angenommen usw.
    Aber mit absoluter Konsequenz, Handfütterung und intensivem Schleppleinentraining haben wir sie jetzt soweit, dass sie draußen in eigentlich jeder Situation Futter nimmt, sie lässt sich relativ zuverlässig zurückrufen, denkt, dass NEIN ihr Zweitname ist... :D , lässt sich teilweise schon vom Buddeln abrufen etc...und das alles an schleppender Schleppleine...eigentlich, wenn man denn so risikofreudig ist wie ich *g*, wäre sie bald reif für den richtigen Freilauf...aber jetzt ist uns ja diese dämliche Schulter-OP dazwischen gekommen...
    Zu den gesundheitlichen Prognosen, da muss Wera was zu sagen...ich bin ja eher der Hundebespaßer und -erzieher... ;)