Beiträge von Sleipnir

    Das ist wirklich ganz, ganz unterschiedlich.

    Hier mal zwei Extrembeispiele aus meinem Leben:

    Emma, Pastor Mallorquin, mit 10 Monaten aus dem Tierheim geholt, der Hund kam von der Straße, hatte nie einen Besitzer, zeigte sich aber von der ersten Minute sehr bindungsbereit. Abgeleint nach nichtmal 24 Stunden.

    Bambam, Foxhound, mit knapp 9 Jahren aus dem Tierschutz gekommen, jagdtriebig, selbstständig und anfänglich null Bindung zu Menschen...bis sie wirklich zuverlässig ohne Leine laufen konnte verging ein ganzes Jahr.

    Ich wollte euch nur mal Mut machen...
    Wir haben auch über ein Jahr nach einem bezahlbaren Haus zur Miete gesucht...Problem war bei uns natürlich auch: zwei große Hunde...
    Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben...und jetzt...Haus, Garten...alles was wir wollten und eine Vermieterin, die uns in den Mietvertrag geschrieben hat, dass wir soviele Hunde halten können wie wir wollen...
    Es gibt sie, die tierlieben Vermieter...man muss nur lange suchen...also gebt die Hoffnung nicht auf...

    Das Schleppleinentraining an sich ist mit Sicherheit verbesserungswürdig...aber das nur am Rande...
    Ich würde den Knaben erstmal zwei Tage hungern lassen und dann gibt es Futter für lange Zeit nur und ausschließlich aus der Hand...für jeden Blickkontakt, für jede Orientierung zu dir, für jedes Herankommen!
    Du glaubst gar nicht wie gut das funktioniert, wenn nur der Hunger groß genug ist... :D

    Einen Hund eine Woche lang komplett zu ignorieren schießt bestimmt übers Ziel hinaus...aber grundsätzlich...in kleinerer Dosis... hilft das definitiv um den Prinzen von seinem Thron zu holen... ;)
    Denn es ist doch so...bekomme ich als Hund immer Aufmerksamkeit und kann diese auch noch einfordern dann wenns mir passt...ja...dann ist man doch wirklich nur noch der Dosenöffner und die Kraulmaschine.
    Ich beschäftige mich aktiv auf den Spaziergängen mit meinen Hunden...dort bekommen sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit und da ist sie ihnen auch ganz wichtig...denn ansonsten ignoriere ich meine Hunde tatsächlich den Großteil des Tages.

    Eigentlich sind es nur zwei Dinge, die ich wirklich wichtig finde:

    1. Einen festen Platz in einem Sozialgefüge mit einer souveränen Führungspersönlichkeit, die Sicherheit vermittelt

    2. Ein Mindestmaß an körperlicher Auslastung und abwechslungsreicher, rassegerechter Beschäftigung

    Wenn das (+ die elementaren Grundbedürfnisse) erfüllt sind dürfte jeder Hund zufrieden sein...

    Ich will echt nicht haarspalterisch rüberkommen, aber wenn wir hier weiterdiskutieren wollen, dann müssen wir echt mal die Begriffe ART,UNTERART und RASSE unterscheiden.

    Eine Art ist eine in sich geschlossene Fortpflanzungsgemeinschaft, die sich in signifikanten Aspekten von nah verwandten Arten unterscheidet und sich unter "normalen" Umständen nur untereinander fortpflanzt. In der Gattung Canis sind diese nah verwandten Arten Wolf, Kojote, Abbessinischer Wolf und die drei Schakalarten.

    Eine Unterart ist eine lokale Variante der Nominatform einer Art, die sich von dieser zwar äußerlich teilweise beträchtlich unterscheidet (Polarwolf-Arabischer Wolf etc.), aber weiterhin zu ein und derselben Fortpflanzungsgemeinschaft gehört. Deswegen sind die Unterschiede in Grenzregionen zweier Unterarten auch fließend!

    Eine Rasse ist eine Bezeichnung, die ausschließlich bei Haustieren Verwendung findet. Sie beschreibt keinerlei biologische Unterschiede.