Ich stecke in einer prisanten Situation !
Der Bruder von Männe wohnt mit seiner Freundin in einem kleinen Haus.
Er besitzt zwei Malamutmischlinge und seine Freundin eine Huskyhündin und einen mittelgroßen Mischling. Nun hat sie vor 1 Jahr ein Kind bekommen. Wir hatten nur sporadisch Kontakt (nie häuslichen) seid ca. 3 Jahren, da wir uns arg zerstritten hatten.
Die Wogen sind nun geglättet und wir waren am vergangenen Freitag zum Geburtstag seines Bruders eingeladen. Ich hatte vorher schon erfahren das es der Huskyhündin nicht so gut geht.
Sie ist 7 Jahre alt, auf einem Auge blind und soll abgemagert sein da sie das Futter entweder verweigert oder erbricht. Weitreichend, ärztliche Untersuchungen wurden gemacht und nachdem nichts gefunden wurde, wird angenommen das es von der Psyche herrührt.
Als ich das Haus betrat, begrüßten uns die zwei fantastisch aussehenden Malamutmischlinge.
Nachdem ich die Gäste begrüßt hatte fiel mein Blick auf die Huskyhündin, die mich mit ihren hellblauen Augen anschaute.
Mir kamen fast die Tränen was ich da sah.
Sie war bis auf die Rippen abgemagert, das Fell struppelig und stumpf. Ich sah eine Wunde im Rückenbereich und fragte was sie dort habe. Sie hatte wohl jahrelang einen Art Pickel, der dann wuchs und vor einer Weile aufbrach. Der Tierarzt nahm an das sich eine Granne oder ähnliches dort festgesetzt hatte.
Doch die Wunde sah nicht gut aus und wurde wohl nicht fachmännisch behandelt, da kein Fell weggeschnitten war. Ich erfuhr dazu noch, das die beiden Malamutmischlinge immer wieder an der Wunde lecken, so das es wohl juckt und sie sich immer an der Stelle beißt. Außerdem hat die Hündin viel zu lange Krallen an den Vorderpfoten und kann darauf nur schlecht laufen.
Mein erster, spontaner Ausruf war: „Ich nehme sie mit“! Doch mein Männe erinnerte mich daran, das wir 3 Hunde zu Hause haben.
In der Küche fand ich dann kurz Zeit mit der Freundin zu sprechen.
Sie erzählte mir, das sie mit den Hunden, Kind und Haus überfordert sei und das Problem bestehe, seit das Kind auf der Welt ist. Wie erwähnt wurde der Hund auf den Kopf gestellt und auch immer wieder die Krallen gestutzt, doch da sie kaum Bewegung hat, wachsen sie natürlich rasch nach. Auch türmen sich wohl die Tierarztkosten.
Auf meine Anfrage ob ich der Huskyhündin ein neues Heim suchen soll, blockte sie unsicher ab. Ich glaube sie würde mir den Hund geben aber nicht woanders hin. Wenn woanders dann muss auch der andere Hund mit. Es ist ja nicht so da sie das Tier nicht liebt, doch hat sie wohl das Wohlergehen der Hündin aus den Augen verloren. 
Den ganzen Abend habe ich diese Hündin gestreichelt und sie legte ihren Kopf auf meinen Schenkel und schaute mich mit diesen wunderschönen, blauen Augen immer wieder an.
Ich habe mir nun fest vorgenommen die Hündin dort herauszuholen, schnellstens ärztlich versorgen zu lassen und eine Organisation rausgesucht die Polarhunde aufnehmen.
Seit 3 Tagen habe ich das Bild der Hündin vor Augen. Morgen möchte ich sie aus dieser Situation holen.
Wenn die Freundin abblockt und nicht einverstanden ist, habe ich mit der ganzen Familie Krieg. Klar sagen jetzt viele, könnte mir egal sein und der Hund geht vor, doch ich möchte so diplomatisch wie möglich vorgehen, damit es eben nicht eskaliert. 
Seid dem Treffen zermartere ich mir das Hirn, wie ich es anfange und welche Wortwahl richtig ist, damit sie mir die Hündin freiwillig mitgibt.
Wenn wir sie ein paar Tage aufnehmen, weis ich nicht wie meine Hunde reagieren und die Hündin ist wohl bei manchen Hunden auch nicht unproblematisch.
Ich werde die Freundin heute Abend anrufen, da wir noch etwas vorbeibringen möchten und gleich um ein Gespräch für Morgen bitten.
Die Hündin muss zu einem Arzt und das werde ich ihr auch freundlich, aber eindringlich nahe legen und sie muss aus dieser ausweglosen Situation raus.
Ich musste mir das alles von der Seele schreiben und ich hätte nie gedacht das ich mal innerhalb der Verwandtschaft in diese Situation gerate. :nosmile:
Drückt mir die Daumen und ich werde weiter berichten.