Wenn es nicht nach Fleisch oder zumindest tierischem Fett riecht, dann kostet man gar nicht erst
Tja.....dann probier doch auch mal das Kala Namak Schwefelgeruch kann ja durchaus appetitlich auf Hunde wirken. Ich werde es auf jeden Fall mal testen. In meinem Ayurveda-Buch für Hunde wird es allerdings nicht erwähnt.
Beschrieben wird da aber Ajwain ( Königskümmel) und der soll wohl angenehm nach Thymian riechen. Ich denke aber, dass Hunde das Aroma "faule Eier" sehr viel interessanter finden als den wunderbaren Duft von Thymian.....siehe Elfins " bester Freund"
Die veganen Menüs müssen schmecken Insofern achte ich nicht nur auf den Nährstoffbedarf, sondern auch auf Schmackhaftigkeit in Form von ein wenig aromatischen "Firlefanz"
Kokosöl, Veggie-Schmalz, geröstete Nüsse, Sesam oder Hanfsamen, Obst oder Kräutersalz, dazu Hafermilch o.ä. und schon ist vegan für den Hund nicht mehr "bääähhh"
Wie bereitest du denn deine Menüs zu, so dass sie für deinen Hund attraktiv sind?
Wie oft bzw bei wie vielen Mahlzeiten die Woche könnte ich denn das Fleisch durch Eier ersetzen
Hm......im "Zentek-Buch" steht, dass man gekochte Eier problemlos auch in größeren Mengen füttern darf. In meinem Veggie-Plan darf die Ashley (30kg) bis zu 4 Eier pro Menü. In der Praxis als Rührei machbar, aber nicht hart gekocht
Wie oft man Eier füttern darf, wird nicht vorgeschrieben. Ich füttere so 1x in der Woche Rührei als "Fleischersatz". Geht sicher auch häufiger.
Ich habe hier auch gerade die aktuellen Blutwerte vom Geriatrischen Profil vorliegen. Die lasse ich mir von meiner TÄ immer per Mail schicken. Dann kann ich in Ruhe drauf schauen
Das Blutbild ist super. Einzig der Kreatininwert ist minimal erhöht. Für mich ist das ein Signal, Ashleys alte Niere weiterhin zu entlasten. Es wird also zukünftig etwas weniger tierisches Protein geben.
Ashleys Leberwerte sind über die Jahre tatsächlich immer stabil im "grünen Bereich" geblieben. Die gute Leber wird aber auch seit vielen Jahren mit nützlichen Kräuter-Helferlein unterstützt
Auch die Bauchspeicheldrüse erfreut sich bester Gesundheit. Was die Ernährung betrifft, habe ich alles versucht und getan, den Hund gesund zu erhalten.
Was ich jetzt leider nicht aufhalten kann, ist Ashleys Altersprozess mit leider ganz neuen Herausforderungen. Nein.....Arthrose hat sie keine, aber zunehmend neurologische Geschichten, mit denen ich mich gerade auseinander setzen muss.
So wie Spinat. Max. 1x in der Woche. Ich würde aber wegen des hohen Oxalatgehalts nur wenig davon füttern.....also jetzt nicht ausschließlich rote Bete in einer Gemüseration.
Für "Nieren-und Blasen-Hunde" sind weder Spinat noch rote Bete geeignet. Ich selbst mag rote Bete vom Geschmack her überhaupt nicht und könnte mir vorstellen, dass auch Hunde nicht unbedingt begeistert sind
Macht das einen Unterschied für die Nieren, wie viel Gemüse der Hund bekommt?
Prinzipiell kann man Gemüse einer Nierendiät immer dazugeben. Mengenangaben habe ich aber nicht gefunden. Auf eine salzarme Zubereitung wird hingewiesen. Ansonsten gibt es keine bzw. kaum Bedenken. Oftmals steht in den Nierendiät-Rezepten einfach nur "Gemüse".
Der Kaliumgehalt in vielen Gemüsesorten wird durchs Kochen reduziert. Man muss also nicht zwingend auf wichtige Ballaststoffe verzichten. Auch bei der Phosphatbilanz hinsichtlich der Phosphatherkunft bestehen gravierende Unterschiede. Die geringste Aufnahme geschieht bei vegetarischen Quellen. Phosphat aus Fleischprodukten wird intermediär ( in der Mitte) aufgenommen, während anorganische Phosphatzusätze sehr effektiv resorbiert werden.
Gibt es irgendwelche Kräuter oder Zusätze, die gut für die Leber sind?
Die Leber ist der wichtigste Teil des körpereigenen Entgiftungssystems. Die traditionelle Kräuterheilkunde empfiehlt Kräuter wie Brennnessel und Löwenzahn zur Stärkung der Lebertätigkeit.
Ich kaufe beides getrocknet im Bioladen. Möglichst als Wurzel. Im Sommer dann auch den Löwenzahn frisch
Vielleicht könnt ihr mir grob sagen, auf was ich achten sollte
Hauptziel einer Diät ist die Schonung des gesunden Nierengewebes. Wichtig ist dabei die ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren trotz einer verminderten Proteinzufuhr. Das ist ein schwieriger Spagat.
Den bekommt man hin, in dem man Fleisch/Fisch als Proteinquelle von hoher biologischer Wertigkeit und hoher Verdaulichkeit füttert. Dadurch wird die Harnstoffkonzentration reduziert und die Nieren müssen weniger Harnstoff filtern. Durch die Zugabe von fermentierten Fasern wird der pH-Wert reguliert und somit auch verhindert, dass eine Aufnahme von schädlichen Proteinabbauprodukten erfolgt.
erhöhte Nierenwerte und dazu noch Bauchspeicheldrüse
Bei der Kombination "Niere und Bauchspeicheldrüse" sollte das klinische Bild entscheidend dafür sein, welcher Diät Vorrang gewährt wird.....also eine Nierendiät oder doch eher eine Pankreasdiät.
Unter Umständen kann eine gut verdauliche Seniorenernährung eine adäquate Lösung sein, da sie hinsichtlich Fett,- Eiweiß und Phosphorgehalt einen Mittelweg darstellt. Sie kann ggf. mit einem Phosphatbinder ergänzt werden.
Beispielration eine Nieren-Kombidiät( gekocht + Produkt aus dem Handel)
75g Fleisch ( Fleischsorte egal. Fettanteil wie beim gemischten Hackfleisch)
10g Fettquelle ( Öl oder Schmalz)
Kalzium und Phosphor sind die einzigen Mineralien, die somit nicht ausgewogen sind, daher wird ergänzt mit 1g Monocalziumphoshat + 1g Eierschale/ Kalziumkarbonat + 100g Magnesium (aus der Drogerie).
Quelle: "Diätik bei Hunden und Katzen - individuelle Lösungen mit kommerziellen und selbst zubereiteten Rationen"
N. Dillitzer/ C. Rade ( kleintier konkret 2011)
Ich glaube, ich würde wohl die Seniorendiät bevorzugen
In welchem Mengenverhältnis bereitest du ihn zu? 4 Esslöffel trockenen Reis und ein Eierlöffel Kurkuma?
Ich koche Reis immer im Kochbeutel, also 1 Beutel = 125g + 1 Eierlöffel Kurkuma. Der Beutel reicht 2 Tage. Die Dosis ist somit sehr gering. Eher der "Senioren-Mix" gegen Hunde-Alzheimer
Funktioniert auch mit Hirse und Quinoa im Kochbeutel oder deren Mischungen.
In meinem Veggie-Plan vom Tierernährungsinstitut sind z.B. Walnüsse dabei. Davon darf mein 30kg Hund pro Mahlzeit 10g. Das sind ungefähr 3 große Hälften. Walnüsse sind prima Lieferanten für Linolsäure und a-Linolensäure. Beide Fettsäuren sind ja für Hunde essenziell.
Bei mir werden die Nüsse zerbröselt und in der Pfanne geröstet und auch im Topf kurz mitgekocht. Nüsse sollte man schnell verbrauchen, denn sie werden leicht bitter oder ranzig oder verschimmeln.
Cashew gibs bei mir als Mus aus dem Bioladen. Daraus werden dann "Hunde-Glückskekse" gebacken Cashewnüsse enthalten ja `ne Menge Tryptophan für gute Laune
Erdnussbutterkekse backe ich auch ab und zu, aber die Seniorin soll schlank bleiben und so ein Erdnussbutter-Cookie hat einiges an Kalorien.
Haselnusskekse sind hier auch sehr beliebt. Da kaufe ich die Beutel aus der Backabteilung mit den geriebenen Nüssen.
Pumpernickel ist ein super Ballaststoff für den Hund.....also ohne Sirup oder sonstige Zusätze. Der 30kg Hund bekommt da schon mal eine ganze Scheibe ins Menü gebröselt und die Darmbakterien freuen sich über ein Festmahl