Beiträge von Audrey II

    Mich würde mal interessieren, welche Kräuter bei euch im Napf landen und – das wäre mächtig toll – welche Kräuter man nehmen kann, die Leber und Verdauung unterstützen.

    Leberstärkend sind generell Bitterstoffe. Die stecken z.B. im Löwenzahn( jetzt frisch pflücken) oder in der Brennnessel ( gibts getrocknet im Bioladen)....und natürlich in vielen Gemüsesorten/Salat. Vorsichtig dosieren. Ist halt bitter.....auch für den Hund. ;)
    Verdauungsfördernd sind die Scharfstoffe. Die stecken z.B. im Ingwer, Galgant oder in der Brunnenkresse. Verantwortlich sind Senföle. Ich verwende scharfe Gewürze(...z.B. Galgantpulver)in sehr geringen Mengen, aber täglich. Nicht unbedingt als Verdauungshelfer (....da gibts eher Kümmel), sondern mehr als Parasitenschreck. Irgendwie mag im scharfen Gedärm nix andocken.....und das ist ja auch gut so. ;)

    Also das sieht ja klasse aus. Würde ich selber gern essen!

    Könntest du auch. Alles ganz normale Lebensmittel drin ;)

    Heute im Napf:
    Lachs ( war ein großes Stück aufgeteilt auf 2 Tage), Zucchini, Apfel, Dosenlinsen, Sternchennudeln, Rapsöl, Gewürze, Brunnenkresse/Petersilie + geröstetes Kartoffelbrot :smile:

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    Wer von euch hat sich mal vom TA/der FU Berlin oder München Rationen berechnen lassen?

    Ja, ich :smile: Ist aber schon eine Weile her. Ich habe das Zentek-Institut/Berlin ganz in der Nähe und konnte meinen Hund auch persönlich dort vorstellen.

    Meint ihr beim TA wird mit den gleichen Tabellen gerechnet?

    Keine Ahnung. Es gibt sicher unterschiedliche Computer-Programme. Diese Rationsberechnungen stammen ja eigentlich aus der Landwirtschaft zur Produktionssteigerung. Im Prinzip dürften die für deinen Hund berechneten Rationen aber nicht voneinander abweichen. Tun sie aber wohl doch. Das Zentek-Insitut ist bekannt dafür, sehr KH-lastig zu berechnen.

    Wie funktioniert das bei einem Wochenplan? Darf ich mit angeben, was ich bevorzugt füttere?

    Hier kannst du dich informieren.

    Beratung zur Ernährung von Haus- und Nutztieren • Fachbereich Veterinärmedizin

    Ich hatte einen eigenen Wochenplan für meinen Hund erstellt mit den Nahrungsmitteln, die ich füttere......und das Institut hat dann die Überprüfung vorgenommen mit den entsprechenden grammgenauen Tagesmengen/ Ergänzungen. Das fand ich praktisch.
    Solltest du noch Fragen zu den Rationen haben, steht das Institut auch weiterhin zur Verfügung. Mail genügt.

    Ich habe einen "normalen" Wochenplan und eine Veggie-Rationsberechnung.

    Ist aber mein persönlicher "Geschmack", die Stiftung Warentest wird sich sicher nicht nach Wünschen einzelner richten

    Sicher nicht :D

    Wegen des vielfältigen Produktangebotes müssen die Tester im Vorfeld eines jeden Warentests eine Marktauswahl treffen. Die persönlichen Wünsche von Frau Cattlefan oder von Frau Audrey können leider nicht berücksichtigt werden.
    Bei der Auswahl des zu untersuchenden Hundefutters soll ein möglichst breites Zielpublikum erreicht werden. Nö.....das sind wir wohl nicht. ;)
    Ich glaube mich zu erinnern, dass laut Forsa wohl 80% aller HH ihre Hunde mit Fertigfutter ernähren.

    Natürlich kann auch nicht jedes sich auf dem Markt befindliche Produkt untersucht werden. Dem Umfang einer Untersuchung sind durch die zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Kapazitäten Grenzen gesetzt.
    Hätte ich jetzt eine kleine feine Manufaktur, die qualitativ hochwertige Hundefutter-Komponenten aus ökologisch verantwortungsvoller Produktion zusammenstellen würde......tja, da hätte ich wohl auf dem Markt kaum eine Chance.

    Ach so.....hat gestern Jemand "Vorsicht Verbraucherfalle" geschaut?

    Verbraucherfalle Tierfutter - Vorsicht, Verbraucherfalle! - ARD | Das Erste

    Da gehts den hier genannten "Vorurteilen" aber mächtig an den Kragen. Man war aber bemüht, neutral zu bleiben. :D

    ein Futter das ich mit minderen Material fülle und eine "Zusatzstoffe Liste" habe die Länger ist als der Inhalt kann das für mich keine natürliche Ernährung sein.

    Natürlich nicht. ;)

    Gewonnen hat mal wieder die beste "Suppen-Terrine" für den Hund. Kein Zweifel.......vermutlich geschmacklich und effizient der Hammer :D

    Nährwerte sind eigentlich keine Herausforderung für einen Hersteller. Da gibts doch prima Vorgaben. Rein mit diesem Nährstoff und raus mit jenem physiologischen Ergebnis. Noch ein netter Spruch dazu...."dass die Köter geliebt werden" oder so ähnlich und ab in die bunte Tüte.


    Eine wirkliche Herausforderung ist die Haltbarkeit und der Geschmack des Futters. Schimmel und gerümpfte Hundeschnauzen sind nicht erwünscht. Und damit das nicht passiert, kommen Substanzen ins Futter, die den Schimmel bis zur nächsten Eiszeit verbannen und den Hund wie von Sinnen bräunlich gefärbte Krümel inhalieren lassen.
    Dazu noch "technische Hilfsstoffe", die die Krümel zusammenhalten und nicht wie eine nach Maggi riechende Staubwolke aus der Tüte entschweben lassen.

    Ich persönlich würde mir weniger Gedanken um 4% "Hauch von Fleisch" machen und schon gar nicht um irgendwelchen Bruchreis im Hundefutter, sondern viel mehr um die Vielzahl unbekannter Zusatzstoffe, deren Wirkung beim Hund kein Wissenschaftler und kein Hersteller kennt ( ....die Prüfinstitute von SW schon gar nicht und es interessiert sie auch nicht) und ohne die es nicht geht bei industriell hergestellter Nahrung.

    Kein Mensch ernährt sich täglich von einer "5-Minuten-Terrine". Vergleicht man aber die darin enthaltenen Zusatzstoffe mit bestimmten Discounter-Hundefutter, so gibts da kaum Unterschiede ;) .
    Logisch.....sind doch die größten Lebensmittelkonzerne auch die Hersteller vom marktführenden Hundefutter.

    Ich finde diesen Test Blödsinn und das habe ich SW auch schon beim letzten Test vor 6 Jahren schriftlich mitgeteilt. Lapidare Anwort:
    Zitat
    "........bedauerlicherweise kann jedoch im Einzelfall - abhängig von der individuellen Empfindlichkeit - fast jede Substanz zu allergischen Reaktionen führen, was dann allerding dem Produkt schwer anzulasten ist"

    Das bedeutet, dass der Hund selber schuld ist , wenn er auf das Futter in irgendeiner Weise drauf reagiert. Insofern wird auch die nächsten Jahre fröhlich weiter getestet.

    Moringapulver kaufen geh.

    Aber vorsichtig dosieren :smile:

    Allgemein darf täglich ein TL davon ins Futter. Für den Zwerg reicht wohl ein Eierlöffel.
    Moringa gibts auch für Hunde und andere Haustiere:

    Moringa - Tiere - gesund - vital - superfood - günstig


    Hier gabs heute ganz normales "Superfood" :D

    Lachs ( frisch vom Wochenmarkt), Zucchini, Apfel, Dosenlinsen, Sternchennudeln, Feldsalat, Petersilie, Rapsöl, etwas Kümmel/Kräutersalz

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    Mich würde interessieren ob es hier im DF HH gibt, die das Glück hatten, dass die Probleme des Hundes tatsächlich identifiziert werden konnten, und dann nach Umstellung verschwanden.

    Hi :smile:

    Ja.....ich konnte gute Erfolge erzielen.

    Ich habe einen Hund aus Spanien und durch entsprechende tragische Umstände mit einem desolaten Immunsystem ausgestattet.
    Schon bei der Ankunft durch Stress, Kastratration und Impfungen mit Demodexmilben bestückt, die sich ja bekanntlich sehr gerne ausbreiten, wenn der Hund schutzlos ist.

    Dazu die bekannten Symptome wie unregelmäßiger Durchfall, Sodbrennenanfälle, nächtliches Schmatzen, Erbrechen, Juckreiz.....später Clostridien, Gewichtsabnahme und Schlappheit.

    Nun bin ich ein Mensch, der in der Diagnostik systematisch vorgeht. Folgende Untersuchen habe ich gemacht:

    Blutuntersuchungen ( Pankreas, B12 u.a.)
    Allergen-Screening ( Flohspeichel, Milben, Gräser u.a.)
    unterschiedliche Kotuntersuchungen ( mikrobiologisch, bakteriologisch, parasitologisch, Giardien u.a.)
    Stuhlausnutzung ( Enzymtätigkeit)

    Letztlich noch den Sensi-Test bezüglich Futtermittel ( IgE/IgG)

    Ergebnisse:
    Amylase-Mangel
    B 12 Mangel ( Ursache unbekannt)
    Rind-Unverträglichkeit

    Damit konnte ich als selbstverantwortlicher Ernährer meines Hundes viel anfangen :smile: Es wurde verändert:

    Stärke wird in moderaten Mengen gefüttert. Nicht nach Bedarfswerten, sondern nach Verträglichkeit. Zudem werden alternative Energiequellen gesucht und eingesetzt.

    Regelmäßige B12 Injektionen, weil es nicht über die Nahrung aufgenommen werden kann (B12 hat eine Schlüsselfunktion bei der Nährstoffaufnahme)

    Verzicht auf Rindfleisch und Kuhmilchprodukte

    Konzentration auf eine natürliche Darmpflege

    Verzicht auf Medikamente, wie Säureblocker/Magenschutz o.ä.


    Fokus meiner Ernährung ist das Immunsystem......sprich der Darm. Am Darm kommt keine Nahrung, kein Medikament und kein Zusatzstoff vorbei. Ihn gilt es zu unterstützen.

    Das Darm meines Hundes ist immer noch eine Schwachstelle, aber ich kann ihn inzwischen besser deuten. Hunde zeigen Signale, wenn da etwas nicht stimmt. Physisch wie psychisch. Man muss sie nur erkennen. :smile:

    Superfood Special Teil III

    Erdmandeln.....sind eigentlich gar keine Nüsse, sondern kleine Knollen und gehören zur Gattung der Zyperngräser. Sie stecken voller Ballaststoffe und schmecken nussig-süß.
    Außerdem enthalten sie Mineralien, Biotin, ungesättigte FS und leicht verdauliches pflanzliches Eiweiß. Sie wirken basisch und eignen sich auch zur Darmpflege.

    Für Nussallergiker eignen sich Erdmandeln prima als leckere Alternative, z.B. in selbstgebackenen Hundekeksen. Gibts gemahlen und geröstet im Bioladen.


    Sanddorn......die "Vitaminbombe" :smile:
    Enthält neben Vitamin C auch B12. Gibts im Reformhaus als Gelee oder Saft ( ohne Zucker!)....und natürlich an der Ostsee ;)
    Sanddorn eignet sich gut als "Extra-Vitamin-Kick" für die Senioren-Hunde, die unter Umständen Vit. C nicht mehr in ausreichender Menge selbst herstellen können.


    Hanf.....ist die ergiebigste Quelle für hochwertiges pflanzliches Protein. Es enthält alle im Körper vorkommenden Aminosäuren inklusive aller essentiellen Aminosäuren. Hanf hat eine hohe biologische Wertigkeit und kann deshalb gut vom Körper aufgenommen werden. Das Omega-3 zu Omega-6-Fettsäurenverhältnis beträgt 1:3 und ist somit optimal.
    Für den Hund eignen sich Pulver und Öl. Die Samen schafft das hundliche Verdauungssystem aufgrund der harten Schale nicht oder nur erschwert.

    Hanfprotein wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem. Falls der Hund mit tierischem Protein Probleme hat und dies nur reduziert gefüttert werden kann, bietet Hanfprotein eine gute Ergänzung.


    Moringa......ist ayurvedisches "Superfood" und der "gesündeste" Baum der Welt. Genau wie Hanf enthalten die Moringsblätter hochwertiges pflanzliches Eiweiß sowie u.a.
    4x so viel Vitamin wie Möhren
    4x so viel Vitamin E wie Weizenkeime
    17x so viel Kalzium wie Milch

    Für die vegetarischen Menüs eine nährstoffreiche Ergänzung. Moringablätter gibts getrocknet oder als Pulver zu kaufen, schmecken leicht scharf nach Meerrettich und optimieren z.B. ein Gemüsesüppchen.
    Moringa steht noch am Anfang der Forschung, soll aber nach Angaben wissenschaftlicher Experten sehr hilfreich im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten und Mangelerscheinungen sein.
    Ein Grund mehr, diese "Wundepflanze" hier zu erwähnen ;)

    Chia-Samen.....ist eine Salbeiart und ein nährstoffreicher "Sattmacher", weil reich an Ballaststoffen. Wie Leinsamen müssen Chia-Samen vor der Fütterung eingeweicht werden, damit sie quellen können und zu einer gelartigen Masse werden. Erst dann sind sie für den Hund verwertbar.

    Chia-Samen punkten mit einem hohen sehr hohen Proteingehalt, mit Kalzium, Eisen und enthalten alle wichtigen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.


    Rezepte Superfoods

    Natürlich eignet sich nicht jedes Rezept für den Hund. Vieles wird roh zusammengestellt, schmeckt vielleicht bitter oder ist schwer verdaulich.
    Bei einem Smoothie aus Salatgurke, Fenchel und Kokosmilch kann sich schon mal das Hundeschnäuzchen verziehen :D

    Super-Öl ( selbst gemacht)

    Das "perfekte" Öl mit der idealen Kombination essentieller Fettsäuren kann man selbst zusammenstellen ( für den Hund und für sich selbst)

    8 Teile Hanföl
    1 Teil Leinsamenöl
    1 Teil Kürbiskernöl

    Habe ich nicht erfunden. Das Öl hat auch einen Namen: EFA-Öl ( essential fatty acids)

    Erdmandel-Honig-Kekse

    100g Dinkelvollkornmehl
    100g Erdmandelmehl
    100g feine Haferflocken
    1 Soja Joghurt
    Honig nach Bedarf

    Kekse können alternativ auch mit Hanfmehl und statt mit Honig mit Sanddorn-Gelee o.ä. gebacken werden. In den Bioläden gibts eine große Auswahl an naturbelassen Produkten, so dass man sein spezielles "Superfood" für den eigenen Hund zusammenstellen kann.
    Wer einen Allergiker-Hund hat, einen Hund mit div. Unverträglichkeiten oder einen Hund mit einem geschwächten Immunsystem weiß diese vielleicht etwas dekadent wirkenden "Superfoods" zu schätzen.
    Es sind aber alles Nahrungsmittel und nix aus dem Labor.

    Ich persönlich finde z.B. selbstgebackene Hundesnacks eine sehr viel gesündere Art, seinen Hund zu verwöhnen, als mit den konservierten und mit allen möglichen Zusatzstoffen gespickten Industriekekse.
    :smile:

    Omega 3 Fettsäuren. Die sind zwar nicht essentiell

    Essentiell sind die wichtigsten mehrfach ungesättigten FS der Omega-3 Klasse auf jeden Fall. Dazu gehört die von mir schon oft erwähnte a-Linolensäure. Sie kann nur über die Nahrung/das Futter zugeführt werden.
    Die meisten gesättigten Fette kann der Körper in ausreichender Menge selbst herstellen. Gesättigte Fette kommen überwiegend in tierischen Lebensmitteln vor......u.a. auch in der Butter.

    Fettsäuren der Omega-3 Klasse sind genauso essentiell wie FS der Omega-6 Klasse. Der Hund kann sie nicht selbst bilden ( siehe Fachliteratur Zentek und Co. ;) ).
    Die Omega-6 FS sind(....wenn sie in der Ernährung überwiegen) für den Körper ungünstiger, weil sie an Entzündungsreaktionen beteiligt sind. Darum ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 so wichtig!


    Bei Hanföl beträgt es 3:1

    Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass Abwechslung bei den Ölen und Fetten ( pflanzlich wie tierisch) dafür sorgt, dass der Hund von jeder FS genug und von keiner zu wenig bekommt. :smile: