Mein 14jähriger Beaglebub hat sehr schlechte Leberwerte
Hm....vielleicht geht noch was beim Futter....ja ![]()
Wichtig: Die Arbeitsleistung der Leber sollte so "normal" wie möglich erhalten bleiben und sie dabei nicht belasten. Also die Ansammlung "giftiger" Abfallprodukte mindern, Stoffe für Reparatur-und Regeneration des Lebergewebes bereitstellen und den Muskelabbau verhindern.
Keine leichte Aufgabe für ein Futter. ![]()
Ich fange mal mit dem Eiweiß an. Eine Frage dazu: Ist bei deinem Hund der Ammoniakwert ( Harnstoff) erhöht oder der Albuminwert erniedrigt?
Bei einem erhöhten Harnstoffwert wird Protein-reduziert gefüttert und bei einem Albuminmangel ggf. erhöht. Da solltest du noch mal schauen, auch wenn es jetzt nicht die typischen Leberwerte sind. Für die Fütterung sind sie aber wichtig.
Geeignete Eiweißquellen für leberkranke Hunde: Fleisch/ Fisch ( mageres Rindfleisch, Hühnerbrust, Kabeljau, Butt), Milcheiweiß ( Magerquark), isoliertes Sojaprotein ( gibts in der Sporternährung).
No Go`s: Minderwertige Proteine wie schwer verdauliche Schlachtabfälle, getrocknete Kauartikel, Pansen, auch möglichst keine Innereien oder Ei. Letzteres enthält große Mengen der Aminosäure Methionin, deren Abbauprodukte die Leber zusätzlich strapazieren.
Kohlenhydrate
Aufgeschlossene Stärke wird als Energielieferant in der Regel auch von leberkranken Hunden vertragen. Dazu gehören die "üblichen Verdächtigen" wie Reis, Nudeln und Kartoffeln, aber auch Getreideflocken und Brot. Letzteres gerade im Praxistest als geröstete Weißbrot-Croutons, "Arme Ritter" oder selbstgebackenes Maisbrot. ![]()
Fett
Da muss man schauen, dass der Hund weder ab noch zu nimmt. Also keine Exzesse. Als entzündungshemmdend gilt allgemein die Omega-3-FS, also wie im Fisch-und Leinöl enthalten. Wichtig sind auch hier beide essentiellen FS ( a-Linolen-und Linolsäure)
Falls die Gallenausscheidung auch nicht mehr so gut funktioniert, dann ist es sinnvoll, eher fettreduziert zu füttern. Für die Gallensäfte sind scharf-bittere Gewürze zuständig. Löwenzahn und Brennnessel auch.
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
Die brauchen in der Regel keine Anpassung. Unter Umständen besteht ein erhöhter Bedarf an Vitamin C. Gesunde Hunde können Vit. C ja selbst herstellen. Die Leber ist in diesen Prozess involviert. Eine kranke Leber bringt weniger Leistung und somit auch weniger Vit. C.
Ich würde wohl ein natürliches Vit. C. einem Pulver aus der Apotheke vorziehen. Vit.C Lieferant sind Sanddorn und Hagebutte.
Heilpflanzen
Mariendistel ( ist ja bekannt), aber auch Artischocke oder Kurkuma.