Bei uns sind es jeden Tag die gleichen Menüs á la "schonmal gegessen"
Na ja.......hauptsache es schmeckt Wir sind schon ein Level weiter. Weg vom Brei.....zu den ( weichen) Stückchen. Heute gabs ein sehr buntes Menü: Hirsch, Rührei, Erbsen/Möhren (Dose), Zucchini, Apfel, Kümmel, Galgant, Hafer-Kochcreme, Kürbiskernöl, Petersilie + Chia-Brot. Letzeres hat die Brühe verschlungen. Daher heute kein Süppchen.
Gestern war die Köchin auf dem Campus der Vet-Uni beim "Tag der offenen Tür" unterwegs. Rein dienstlich natürlich. Ich habe meine Behinderten-Gruppe mitgenommen. Während die sich auf das Spanferkel stürzten, wuselte ich am Bibliothek-Stand zwischen den vielen "abgelegten" Klassikern herum. Der Zentek war aber nicht dabei. Dafür hat wißbegierige Köchin demnächst einen Nutzerausweis und Zugang zu allen Bereichen der veterinär-medizinischen Forschung.
Der Stand vom Ernährungsinstitut war recht klein. Interessanterweise wurden dort ganz viele unterschiedliche Gewürze vorgestellt. Der Fokus der Forschung liegt ja nicht bei Hund und Katz`, sondern im Bereich Nutztier. Da gehts natürlich um Leistungsförderung, aber auch um Parasitenbekämpfung. Jedenfalls sind Kräuter und Gewürze "groß im Rennen". Da werden wir wohl noch einige interessante Ergebnisse bekommen.....hoffe ich. Die Klinik-Sponsoren Hills und Royal Canin waren auch vertreten....und auch ein Barf-Infostand. Ansonsten viel Anatomie und (wildes wie heimisches)Getier zu bewundern. Eine Klinik-Führung musste dann auch noch sein, weil ich endlich mal Intensivstation und Aufwachräume besichtigen wollte.
Die Ashley blieb aufgrund freilaufender Ziegen bzw. Schafsköttel-Bingo lieber zu Hause.
Letztens standen wir gemeinschaftlich in der Küche und haben Melone gefuttert. Hund Melone hingehalten, hat sie in die Gusche genommen und auf den Boden gespuckt. Wir also fröhlich schmatzend unsere Melone gefuttert, dann war die doch spannend, nochmal ein Stück angeboten und schon hat sie die genüßlich geschnurpst.
Ich glaub`nicht, dass das mit Futterneid zu tun hat.
Hunde sind in erster Linie Geruchsfresser. Also erst schnuppern, dann fressen.....es sei denn, die Nahrung und der Geruch sind bekannt. Wenn die Gier größer ist als die Vorsicht, wird dann spätestens im Maul der Irrtum erkannt. Also wieder raus damit. Wenn Ashley unsicher oder misstrauisch ist, z.B. bei Erdbeeren......dann schaut sie mich an. Esse ich auch eine Erdbeere und nicke ihr aufmunternd mit einem "fein" auch noch zu, dann frisst sie auch. Ich bin also so eine Art "Vorkoster". Schlauer Hund
Heute gabs ein leichtes Sommer-Menü:
Forellenfilet, Chia-Brot, Zucchini, Apfel, grüne Bohnen, Kokosmilch, etwas Kümmel, Galgant und frische Petersilie, Kürbiskernöl, Micromineral
die am liebsten dumme Fragen bis ins kleinste Detail stellen
Nein....nein, keine dumme Frage
Ich backe meine Hundekekse z.B. grundsätzlich ohne Ei, Öl, Milch (... nur mit Wasser) und ohne Backpulver. Dadurch werden die richtig hart. Das will ich auch so. Noch hat der Hund ja ein Gebiss Das Brot darf ruhig etwas "fluffiger" ausfallen, weil es als Menü-Beilage dient. Probiere doch mal das Rezept mit dem Kartoffelbrot aus. Die Moderatoren im Studio haben davon geschwärmt und dem Hund schmeckt das bestimmt auch.
Das Brot klingt super. Wie schmeckt es Dir? Funktioniert das auch ohne Ei und mit Hafermilch/Mandelmich
Schmeckt lecker, aber ist nicht für mich Ich hätte es für mich etwas würziger gestaltet, mit frischen Kräutern, Kräutersalz, Olivenöl o.ä. Die Feinschmecker-Schnute hatte natürlich wieder eine kleine Verköstigung.
Er schaut mich an, geht zum Napf und frisst mit langen Zähnen.
Vielleicht mag er lieber Rehkopf? An die Reizangel gehängt, herum geschwenkt, zupacken und verschlingen Oder vielleicht erst mal an `ner toten Maus ausprobieren. Ist ja nicht jeder Hund ein Beutegreifer. Oder du hängst ein Stück Pizza an die Reizangel. Hätte mein Hund auch großes Vergnügen dran
Hier wurde das Chia-Brot gebacken. Eine etwas geänderte Zusammensetzung wie beim Maisbrot. Dinkelmehl/Weizenmehl (Verhältnis 2:1) 1TL Salz 1EL Rapsöl 1Ei 1 Baby-Glas Kürbis 3TL Chia-Samen 1TL Backpulver
Es ging um Hunde, die sich ab und zu selbst was erbeutet haben (ab und zu und nicht als einzige Nahrungsquelle) und dies auch tun durften oder sollten. (und heute würden sie immernoch wenn sie dürften).
....und es geht um Hunde, die Spaß am Jagen haben, aber nicht töten. Und es geht um Hunde, die jagen, töten, aber nicht fressen.
Viele Terrier-Rassen und Pinscher sind z.B. gezüchtet, um zu jagen und zu töten. Hätte der Schiffs-Rattler jede erbeutete Ratte gefressen, wäre er bald unbeweglich geworden. Klar gibts auch (Haus)hunde, die ihre Beute fressen (....und das auch dürfen). Die meisten Hunde, die jagdlich geschult sind, fressen ihre Beute nicht, weil es nicht ihre Beute ist, sondern die des Jägers. Das war wohl auch schon früher so.
Die spanischen Galgos dürfen z.B. traditionell Kaninchen hetzen und erlegen, aber nicht fressen. Ob sie es tun würden, wenn sie dürften? Vielleicht.
Warum der eine Hund, die Maus frisst und der andere nicht, bleibt wohl für immer ein Geheimnis.
Einen Beitrag gut oder schlecht zu finden ist dein gutes Recht, aber warum "naiv"?
Es gibt sehr interessante Freilandstudien von wildlebenden Haushunden, beobachtet von Verhaltensforschern, die das professionell und sicher nicht gutgläubig betreiben. Meine Ausführungen bezogen sich auf Günther Bloch`s "Pizza-Hunde". Kapitel
Jagdverhalten und Nahrungswert bei Wolf und Hund
Zitat " außerdem fehlt ihnen (Anm:...den Hunden ) neben dem Gefühl zur effizienten Energieeinteilung auch die Hartnäckigkeit, ohne die eine Jagd auf Dauer nicht von Erfolg gekrönt sein kann"
"Jäger ja, Beutegreifer nein" (Anm:....und darum gehts hier doch)
Es ist immer von Vorteil, sich umfassend zu informieren und eigene Erfahrungen als Bereicherung, aber nicht als Maß aller Dinge darzustellen.
Kann es sein, dass getrocknete Rote Beete und die Schale von Heidelbeeren ziemlich schlecht verdaubar sind?
Nein.....sind sie nicht, aber beide gehören den löslichen Ballaststoffen an und verlangsamen eine Aufspaltung der Nahrung im Verdauungstrakt. Das ist auch so gewollt. Dadurch wird die zugeführte Energie konstant freigesetzt und hält länger an. Der Hund bleibt länger satt.
Die Stange mit dem getrockneten Hühnerfleisch könnte da viel mehr "schlecht verdaubar" sein. Die in ihre Bestandteile zu zerlegen braucht es vermutlich mehr Magensäure. Ein "Zuviel" an Magensäure fliegt schon mal wieder raus. Stange verdaut, aber ein paar von den gemütlich vor sich hin dösenden Ballaststoffen sind gleich mit herausgeflogen. Dumm gelaufen. Das wäre meine Erklärung