wir die Diagnose malignes Lymphom bekommen
Hi,
die Diagnose ist tragisch, aber wohl leider auch nicht selten bei Hunden.
Du kannst natürlich versuchen, den Krebszellen mit einer speziellen Diät die Nutzung ihrer "Nahrungsquellen" zu erschweren, aber die Therapie besteht natürlich hauptsächlich aus einer medikamentösen Behandlung. Vielleicht wirst du mit Nebenwirkungen, wie Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit/Gewichtsabnahme konfrontiert.
Insofern hätte jetzt für mich besonders die Lebensqualität des Hundes oberste Priorität. Das bedeutet, die richtige Mischung aus schmackhaft und gesund zu finden und wie man Nährstoffe vermeidet, die eher dem Krebs als dem Hund zugutekommen.
Der Kohlenhydratstoffwechsel ist bei tumorösen Erkrankungen besonders betroffen. Das heißt aber nicht, dass man auf KH verzichten soll. Tabu sind die einfachen Zuckermoleküle (...also nix Süßes), aber Stärke darf in geringen Mengen gefüttert werden ( z.B. Reis oder Kartoffeln).
Auch bestimmte Aminosäuren dienen Tumorzellen als Nahrung. Proteine sind aber für den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse unverzichtbar. Insofern kann man zusätzlich mit hochwertigem Eiweiß wie Quark oder Hüttenkäse die Proteinreserven wieder etwas auffüllen.
Auch wichtig: Der Rohfaser bzw. Ballaststoffanteil in der Nahrung, der die Darmtätigkeit unterstützt. Hier eignen sich wie schon bewährt: Apfel, Möhren, Salat und ggf. Weizenkleie.
Wenn KH reduziert werden müssen, konzentriert sich die Energieaufnahme auf Fett bzw. Fettsäuren. Tumorzellen können Fett nur in einem geringen Maß als Energiequelle nutzen. Aufgrund der Fettsäurenzusammensetzung eignen sich pflanzliche Öle besser als tierisches Fett. Falls dein Hund es verträgt, dürfen schon 2-3 EL Öl mit einem hohen Anteil an Omega-3-FS ins Menü. Oder eine Kombination aus Fischöl und pflanzlichem Öl.
Fisch eignet sich generell gut in der Krebstherapie. Beim Fleisch auf bindegewebehaltige Schlachtabfälle verzichten.
In der Humanmedizin wird vermehrt Zink und Selen gegen den Krebs eingesetzt. Bei Hunden liegen noch keine entsprechenden Untersuchungen vor. Trotzdem raten viele Veterinärmediziner beide Spurenelemente in erhöhten Mengen zu füttern.
Allerdings sind entsprechende Nahrungsergänzungen auch kritisch zu sehen. Eine Supplementierung würde ich auf jeden Fall mit dem behandelnden TA absprechen.
Hier eine ein paar Beispiel-Rationsvorschläge für einen 15kg Hund:
Quelle: "Der Hund" 12/2013 Thema Krebsforschung
Hier noch ein Link zum "Malignes Lymphom"