Verdauulichkeit ist aber nicht gleich Verwertbarkeit.
So viele unterschiedliche Begriffe
Ich versuchs mal mit einer verständlichen Erklärung.
Bevor ein Protein als Aminosäurequelle dienen kann, muss es verdaut werden. Soweit klar.
Die Verdaulichkeit des Proteins ist abhängig von der Bioverfügbarkeit und der Verdaulichkeit seiner Aminosäuren. ABER......die Bioverfügbarkeit entspricht nicht der Verdaulichkeit. Das stimmt also.
Die Bioverfügbarkeit bezieht sich auf die chemische Vollständigkeit der Aminosäuren, d.h. den Widerstand gegenüber Behandlungsmethoden, wie Hitze, hoher pH-Wert u.a. Diese "Methoden" können die Bioverfügbarkeit der essentiellen Aminosäuren beeinträchtigen.
Allerdings ist die Bioverfügbarkeit auch abhängig von Wechselwirkungen der Aminosäuren mit anderen Nahrungsbestandteilen. Das betrifft z.B. die pflanzlichen Proteine, deren Verdaulichkeit ja anders ausfällt, als die von tierischen Proteinen.
Beispiel:
Hülsenfrüchte haben mit rund 25% von allen pflanzlichen Produkten den höchsten Eiweißgehalt. Allerdings haben die schwefelhaltigen Aminosäuren eine vergleichsweise geringe Bioverfügarkeit. Kombiniert man Linse, Bohne und Erbse mit anderen Eiweißträgern wie Milch und Getreideprodukten, Kartoffeln, Ei oder Fisch steigt die Bioverfügbarkeit des Eiweißes. Das bedeutet, dass somit alle lebenswichtigen Aminosäuren, die der Hund benötigt, zur Verfügung stehen.
Die Verdaulichkeit ist gewährleistet, in dem man die Hülsenfrüchte kocht. Sie erhöht sich dann auf 85-95%.
Der qualitative Wert tierischer Eiweißträger für den Hund wird allgemein überschätzt. Was sich durch alle Lehrbücher zieht, ist die Tatsache, dass der Organismus des Hundes in einer ausgewogenen Mischung verschiedenartiger Eiweißträger ( tierisch wie pflanzlich) alle Bausteine findet, die er zum Aufbau des arteigenen Eiweißes benötigt.
Erst die Einseitigkeit in der Auswahl der Nahrungseiweiße erschwert die Synthese. Insofern halte ich persönlich weder eine vegane noch eine fleischlastige Ernährung für optimal 
Eine vegetarische Ernährung kann ohne Probleme so kombiniert werden, dass der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Ich besitze einen ovo-lakto-vegetarischen Futterplan vom Zentek-Institut, der bestens funktioniert. Weil mein Hund aber auch moderate Fleischmengen toleriert, füttere ich auch Fleisch.
Ich denke, dass ein hoher (tierischer) Eiweißanteil, mittlerer Fettanteil und geringer KH-Anteil in der Hundeernährung nicht zwingend notwendig ist. Genauso ausgewogen und mit entsprechender Verdaulichkeit schafft das ein hoher Pflanzenanteil( z.B. gekochtes Gemüse, nicht roh!), ein mittlerer KH-Anteil und ein geringer Fleisch/Fett-Anteil. Mit Sicherheit gibt es noch sehr viele andere Kombinationen, die auch funktionieren und weder tierquälerisch sind noch ernährungsphysiologische "No Go`s" sind.
Jeder Ernährungsexperte/Biochemiker wird das bestätigen. Der gesamte Koch-Thread hier im DF übrigens auch 