Wie gut kommen eure Hunde mit schärferen Gewürzen zurecht?
Sehr gut Ich füttere ja schon Gewürze, als die noch in der Hundeernährung völlig tabu waren. Geistert heut`noch durch die Forenwelt. Bloß kein gewürztes "Menschenessen".
Angefangen habe ich mit demVerdauungshelferlein Kümmel bis hin zu den mediterranen Gewürzen wie Oregano, Majoran, Basilikum, Rosmarien usw. Letztere auch eingesetzt als Parasiten und Gasbildner-Schreck".
Dann habe ich mich quasi "weitergebildet" in Richtung "Scharfe Gewürze" und ihre Bedeutung. Also z.B. Galgant, Ingwer, Kurkuma. Da gabs in den letzten Monaten viele interessante Bericht drüber. Nicht in Bezug auf Hunde, aber in Bezug auf ihre Heilwirkung.
Dann habe ich mir das Buch "Ayurveda für Hunde" gekauft und viel über Gewürze und ihre Bedeutung erfahren. In der Praxis eingesetzt wird an scharfen Gewürzen: Ingwer
Galgant
Kurkuma
Der Ashley ist der Gesundheitswert völlig egal Der schmeckt alles, was richtig gut gewürzt ist. Sogar das Ayurvedische Brot mit Kreuzkümmel hat sie weggeputzt. Vertragen wird alles prima. Also kein Feuerspucken oder so.
Allerdings brauche ich ja eine Fettquelle für den Hund
Ehrlich gesagt wird (tierisches) Fett in meiner Hundeküche nicht besonders thematisiert
Der Hund benötigt einen gewissen Anteil zur Energiegewinnung und zur Absorption der fettlöslichen Vitamine. Ansonsten steckt nicht viel drin im tierischen Fett. Die wichtigsten essentiellen FS stecken hauptsächlich in pflanzlichen Ölen und deshalb auch ist die Kombination beider Fettquellen ( tierisch wie pflanzlich) ernährungsphysiologisch sehr viel sinnvoller. Das findet auch das hiesige Ernährungsinstitut und empfiehlt ebenfalls einen Mix aus beiden.
Große Fettmengen erfordern eine einwandfrei funktionierende Fettverdauung. Beteiligt an diesem komplexen Verdauungsprozess sind Leber, Galle und Pankreas. Bereits ein "Schwächeln" von Lipasen, also den Fett-spaltenden Enzymen, führt schon zu ersten Problemen.
Ich füttere Fett(....genau wie Fleisch)....moderat und den Energiebedürfnissen meines Hundes angepasst. Das bedeutet: Durchwachsenes bis fettes Fleisch, wo ich nichts an Fett extra ergänzen muss. Wird mir die Brühe zu fett, wird ein Teil abgeschöpft und am nächsten Tag gefütert. Dazu kommt immer ein Anteil pflanzliches Öl. Ist das Fleisch mager, wird ergänzt mit normalem Gänseschmalz aus dem Handel, Schmand, Erdnuss(butter), in Öl geröstete Nüsse usw.
Ich benötige für meinen 30kg Hund keine extra Fett-Portion. Wenn es möglich wäre, würde ich vielleicht das Gänseschmalz aus dem Supermarkt mit Entenfett pur tauschen, aber da muss natürlich auch die Qualität stimmen.
Uiiih.....das wäre auch was für die Ashley Bringt mich auch auf die Idee, mal wieder ein Ayurvedisches Brot zu backen. Momentan ist es mir noch zu heiß dafür. Will mich ja nicht selbst backen Gekauft habe ich aber schon das hier:
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Das ist ein Fertigteig aus Reisvollkornmehl, Mais und Quinoa-Sauerteigpulver. Aufgepeppt mit ein paar Walnüssen, Gewürzen o.ä. ergibt das eine schmackhafte KH-Beilage.....und leicht geröstet, z.B. in Olivenöl eine kleine Zwischenmahlzeit. Aber Laugenbrezel sind natürlich auch toll.....wenn auch mehr bayrisch oder schwäbisch (?) als ayurvedisch
Bisher habe ich bewusst auch noch nie etwas Außergewöhnliches gefüttert
Musst du auch gar nicht Auch wenn bei mir Rind als Fleischquelle ausfällt, gibts noch viele ganz "normale" Proteinquellen, wie z.B. Ente, Huhn, Lamm, Schwein, Fisch, Ei.....und ab und zu Ziege und Hirsch aus dem Barfladen. Das ist Abwechslung genug. Und eigentlich auch gar nicht exotisch
Überhaupt passiert ihr das im Moment relativ "häufig" dass sie einfach ihr Futter wieder auskotzt
Erbrechen fast ohne Vorwarnung und in einem heftigen Schwall hat meistens mit einem Virus zu tun. Das ist es wohl nicht.
Erbrechen bei Hunden hat ziemlich oft mit Stress zu tun und den vermutet man eigentlich selten. Trotzdem kann sich unter Umständen im Zusammenleben mit dem Menschen irgendwas verändert haben, was wir selbst nicht wahrgenommen haben, aber den Hund stresst.
Schon mal was von CRF gehört?
So heißt ein Stresshormon, das der Hund jeden Morgen neu bildet, damit das Immunsystem nicht überreagiert. Genau heißt es Corticotropin Releasing Factor. Es wird im Gehirn, aber auch im Darm gebildet. Bei dem sog. Darmstress wird der Nahrungsbrei unverdaut wieder hinausbefördert. Aus einem einfachen Grund. Das Gehirn muss Probleme lösen und will Verdauungsenergie sparen. Einfach erklärt: Ist grad `ne blöde Zeit fürs Verdauen....also raus mit dem Zeug und "Probleme lösen".
Klingt irre, ist aber wissenschaftlich erforscht
Meinem hochsensiblen Hund wird z.B. sehr schnell übel, wenn es nachts irgendwo böllert. Auch bei Gewitter wird ihr schlecht. Sie bricht nicht, aber ich habe immer das Gefühl, dass sie kurz davor ist. Wenn sie sich beruhigt, ist der Stress wieder weg....und auch die Übelkeit.
Gegen Stress-Übelkeit hilft ein wenig Ingwer ins Futter. Da gibts inzwischen eine Menge Studien, die das bestätigen. Ansonsten mal überlegen, was nachts bei euch so los ist
Besonders Propolis ist ein starkes Antibiotikum. Ist aber auch mit Vorsicht zu verwenden, also nicht zu häufig und eher knapp dosiert aufgrund allergischer Reaktionen. Honig gibts hier gern mal ins Mäulchen, wenn der Hund sich etwas mehr "räuspert". Könnte ja `ne Halsentzündung werden
So....heute im Napf: Ein mediterranes Fischsüppchen
weiß zufällig Jemand wo der Unterschied zwischen gutem Dosenfutter und selbstgekochtem Fleisch liegt?
Das wird wohl an der Qualität des Fleisches liegen In der Regel enthält Dosenfutter kein hochwertiges Steak-Fleisch, sondern Fleischreste/Innereien mit einem oftmals hohen Bindegewebeanteil. Äußerlich nicht zu erkennen, weil ja gut durchgemischt. Der Darm des Hundes lässt sich aber nicht täuschen und reagiert auf das schwerverdauliche Zeug mit Durchfall. Im Dosengulasch für uns Verbraucher siehts oft nicht viel besser aus. Viele fettige und faserige Fleischteile. Erst so ab 3,50€ ist in der Dose auch so was wie Muskelfleisch zu erkennen.
Nun ist ja Fett und Geschlinge nicht unbedingt schlecht für den Hund, aber Fett ist ja auch nicht gleich Fett. Ist der Bindegewebeanteil zu hoch (....und den sieht man eben nicht in den Dosen), dann rauscht der Inhalt mehr oder weniger unverdaut durch.
Wenn ich dagegen das Fleisch selbst koche wird es super vertragen
Dann koch`doch das Fleisch selbst Blutiger Durchfall ist ein Signal, dass dein Hund das NF nicht verträgt. Auch wenn man wenig Zeit hat, gibts ja Möglichkeiten. Hat ja @oregano schon geschrieben.
Hab`noch was gefunden zum Thema Pflanzliche Antibiotika
Da habe ich so viele Bücher und sehe den "Wald vor lauter Bäumen nicht". Antibiotisch wirken auf jeden Fall Senfölglycoside. Die stecken in: Kapuzinerkresse Gartenkresse/Brunnenkresse Meerrrettich ....und in allen Kohlarten
Gartenkresse gibts im Supermarkt ( oder im eigenen Garten/ Balkon). Habe ich auch schon gefüttert. Ist aber recht scharf und deshalb nur geringe Mengen unters Futter mischen. Soll wirken gegen eine gram-positive/pathogene Keimflora....also Streptokokken oder Salmonellen im Übermaß.
Na.....warum denn nicht? Auch Teilzeit-Köche sind hier willkommen.....besonders wo doch jetzt Lieblingsgerichte wie Hühnersuppe mit Eistich in den Napf kommen.....und keine blutigen Schafsköpfe mehr
Hast du vielleicht ein Rezept für die Erdnussbutter- Leckerlies?
Geht superleicht
Eigentlich brauchst du nur Mehl, Erdnussbutter und Wasser. Ich habe aber noch ein paar feine Haferflocken hinzugefügt.....und "Reste" wie Ziegenjoghurt/Kürbisgläschen. Kann man aber auch weglassen. Am besten eignet sich Weizen-Vollkornmehl. Vielleicht auch Dinkelmehl. Roggenmehl eher nicht. Für die ballaststoffreichen großen Hundekekse ja, aber die kleinen Leckerlis werden dann zu krümelig.
Emmer hatte ich noch da. Geht auch prima.
Für ein Blech habe ich ca. 400g Mehl genommen und ca. 50g feine Haferflocken. Dazu fast das komplette Glas Erdnussbutter. Ungefähr 200g.
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Dann Wasser nach Bedarf. Den Teig ordentlich kneten und ihn dann ein wenig "ruhen" lassen. Der Teig wirkt durch die Erdnussbutter erst mal ziemlich fettig. Ich dachte schon, dass sich das in der Jackentasche nicht so gut macht. Zum Glück wurden die Leckerlis dann doch nicht fettig.
Den Ofen gut vorheizen ( ca. 170°C ) und wie schon abgebildet zu langen "Wattwürmern" formen. Die Kerben nicht vergessen. Gebacken wurde ca. 30Minuten + 1x wenden. Danach im Backofen noch auskühlen lassen. Sind bei mir toll geworden.....klein und knusprig
Barf Fleisch lässt sich ja nicht so gut kochen, stimmt das?
Kommt darauf an. Diese gewolften Mixe enthalten oft Pansen/Innereien. Sollte man nicht kochen. Empfehlen würde ich wohl eher ganze Stücke oder wenn gewolft, dann nur von einem Tier. Ich kaufe im Barfladen nur Ziege, Lamm und Hirsch (TK). Die Qualität des Fleisches ist wichtig. Angegammeltes gehört nicht in den Kochtopf.
geht der Preis bei großen Hunden doch durch die Decke?
Nö....eigentlich nicht. Ashley ist schon sehr groß mit 68cm Schulterhöhe und ihren 30kg, wobei sie das Gewicht schon viele Jahre hält. In meiner Hundeküche ist der Fleischanteil moderat. Ich halte mich da an meinen Zentek-Futterplan. Mehr als 300-350g Fleisch pro Menü gibs nicht Dann gibts noch viel Fisch oder auch mal vegetarisch mit Ei. Die Mengenverhältnisse mögen für Barf-Fütterer gewöhnungsbedürftig sein. Viel gekochtes Gemüse, ein paar Nudeln, Reis oder Kartoffeln dazu, kleines Stück Fleisch oder Fisch. Dazu Obst, frischen Salat, Naturjoghurt, Kokosmilch, Gänseschmalz, ein paar Nüsse, Öl und....nicht zu vergessen, der Gewürzkram", der alles schmackhaft macht.
Wenn kein Fleisch vorrätig ist, gibts `ne 400g Dose, z.B. mit Ziege, Lamm o.ä. .....in der mittleren Preisklasse. Also nicht abgehoben. Auf besondere Hochwertigkeit achte ich bei den Getreideprodukten. Das zahlt sich letztlich durch Bekömmlichkeit aus.
Das Oreganoöl eine Antibiotische Wirkung haben soll....hat damit einer von euch Erfahrung?
Naja.....phytogene Futterzusatzstoffe werden wohl schon seit ca. 15 Jahren mehr oder weniger erfolgreich in der Tiermast eingesetzt. Ob Oreganoöl auch antibiotisch wirkt.... weiß ich nicht, aber es wirkt laut Studien sehr erfolgreich gegen Clostridien. Ich verwende Oregano/Majoran als Kraut seit einigen Jahren als "Anti-Parasitikum". Einfach eine Messerspitze davon kurz mitkochen. Das Gedärm sagt artig "Danke" und erfreut sich einer "wurmfreien-Zone"
So....wer hat hier die Erdnussbutter hochgelobt? @oregano war`s.......passt ja grade
Gestern vormittag also schnell einen Erdnussbutterteig aus Emmer-VollkornMehl, Haferflocken, Baby-Kürbisgläschen + Ziegenjoghurt gezaubert. Emmer kannte ich früher gar nicht. Hatte @Hummel hier mal erwähnt ). Jetzt habe ich es im Bioladen gefunden und ausprobiert. Gab`s sogar von Demeter.
Gebacken wurden viele kleine leckere Erdnussbutter-Leckerlis für unterwegs.
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Dazu Dose mit Ziege. Musste gestern schnell gehen
Die Köchin war gestern dienstlich beim "Tag der offenen Tür" der Berliner Polizei. Neugierig wie sie ist, musste sie natürlich den Arm in einen Beissärmel stecken.....und ist fast umgefallen. Das Ding war total schwer und hätte noch ein Mali drangehangen, wäre sie gleich mitgeflogen. Vielleicht sollte ich die tollen Kraftsüppchen für den Hund mal selber essen.