Beiträge von Audrey II

    Als Pülverchen bekommt sie das Optimix Cooking (Anteil in %: Calcium 19,0, Phosphor 5,0, Magnesium 2,9).

    Struvitsteine benötigen zur Kristallisation einen basischen Harn-pH von >7....wäre bei deinem Hund also knapp drüber. Einen entscheidenden Einfluß auf den Harn-pH hat tatsächlich die Mineralstoffzusammensetzung des Futters.....also Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium. Beim Optimix cooking lese ich genau diese Zusammensetzung.

    Bei vielen Hunden mag das gut gehen, aber es gibt auch prädisponierte Rassen wie Pekinese, Cocker Spaniel, Shi Tsu, Yorkshire Terrier, Zwergschnauzer, Pudel und Dalmatiner, die häufiger mit Struvitsteinen zu tun haben als andere Rassen. Deren Mischlinge natürlich auch.

    Ich würde auf das Optimix jetzt mal 3 Wochen verzichten bzw. weit unter Bedarf füttern oder ein anderes Produkt wählen. Keine Angst. Davon gibts nicht gleich Mangelerscheinungen ;) Struvit ist therapeutisch ganz gut zu händeln.
    Auf jeden Fall auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten.

    Manchmal meint man es auch mit zu gut mit dem Mineralzusätzen, aus Angst, dass der Hund bei einer selbstverantwortlichen Fütterung nicht bedarfsgerecht ernährt wird. Da kommt dann vielleicht das eine oder andere Löffelchen mehr in den Napf. Das führt unter Umständen zu einer sog. Übersättigung und fehlt noch die Flüssigkeit, lösen sich schwer lösliche Magnesium-Phosphate nicht auf......und kristallisieren.

    Übrigens: Bei über der Hälfte der an Harnsteinen leidenden Hunden wurde Struvit nachgewiesen. Mit viel Abstand dann Kalziumoxalate.

    sie hatte Struvitkristalle drin. Der TA meint das könne von der Fütterung kommen,

    Da spielen viele Faktoren eine Rolle, z.B. Harnweginfektionen ( sind oft die Hündinnen betroffen),genetische Veranlagung und letztlich auch eine proteinreiche Ernährung. Letztere hat unter Umständen einen zunehmenden Harnstoffwert im Urin zur Folge. Der erhöhte Harnstoffwert dient dann als Substrat für Urease-spaltende Bakterien.
    Urease = spaltet Harnstroff in Ammoniak. Dadurch steigt auch der pH-Wert.....was wiederum die Struvitbildung begünstigt.

    Ein zu hoher Mineralstoffgehalt im Futter vergrößert das Harnsteinrisiko ebenso. Ich würde auf jeden Fall die Zusammensetzung/Menge des von dir verwendeten Mineralprodukts überprüfen. Einige Mischungen enthalten sehr viel Kalzium, Phosphor und Magnesium und genau diese Zusammensetzung sind die Hauptbestandteile vieler Harnsteine. Auch ein Risiko wäre mangelnde Flüssigkeitsaufnahme. Normalerweise lösen sich Mineralstoffe im Urin. Passiert das nicht, bilden sich ggf. Kristalle/Steine. Suppig gekocht macht also Sinn ;)

    Die Grundvorraussetzung für die Entstehung von Struvitsteinen ist eine Übersättigung mit Magnesium-Ammoniumphosphat. Eine entsprechende steinauflösende Diät könnte so aussehen:
    Erhöhte Wasseraufnahme ( Brühe)
    Protein-phosphat-magnesiumarm ( moderate Fleischmenge, keine Knochen und Innereien, keine Seealgenzusätze, keine Hefe)
    natriumreich ( also Salz darf sein)
    harnsäuernde Nahrungsmittel ( müssen keine speziellen Zusätze sein)

    Info dazu:
    Fütterung von Hunden und Katzen mit Erkrankungen des Urogenitaltrakts - Der Praktische Tierarzt - Vetline

    Die TÄ empfehlen in der Regel ein spezielles Diätfutter aus dem Handel. Da geben sie dann gerne mal die Verantwortung ab ;)
    Im Studium spielen fütterungsbedingte Erkrankungen nicht unbedingt eine große Rolle. Es gibt sehr viele Vermutungen und auch die Entstehung von Struvitsteinen ist nicht vollständig geklärt. Da kann man dem TA sicher keine Vorwürfe machen.
    Sind die Struvitsteine infektionsbedingt, erfolgt in der Regel eine AB-Therapie.

    Ich glaube, dass mein Allesverschlinger hier Pilze durchaus fressen würde

    Klar..... lecker zubereitete Pilze schmeckt vielen Hunden. In der Hundeernährung kommen sie aber nicht vor. Vielleicht weil sich da alles um Nährwerte und Energie dreht. Pilze enthalten weder Fett noch KH.
    Lange Zeit galten Pilze als belastet, besonders die aus Osteuropa ( Radioaktivität, Schwermetalle, Pestizide o.ä.).

    Zuchtpilze sind allerdings unbedenklich. Geschmacklich punkten besonders die getrockneten Pilze in Soße und Suppe. Ob für den Hund attraktiv......hm....ist wohl Geschmackssache ;)

    Da könnte man evtl. aber darauf schließen, daß ihnen vielleicht doch Rohfaser fehlt was im Trofu mehr vorhanden ist.

    Wahrscheinlich fehlt in deiner Ernährung der Anteil unlöslicher Ballaststoffe oder er fällt zu gering aus.
    Ja.....im Trofu ist immer ein entsprechender Anteil (Rohfaser), wie Rübentrockenschnitzel, Weizenkleie oder Zellulose vorhanden.
    Unlösliche Ballaststoffe sorgen für die notwendigen Darmbewegungen und den Transport von Nahrung bzw. Nährstoffe. Steht die Verdauung still, gärt da irgendwas irgendwo vor sich hin und der Hund versucht mit dem Gras fressen, seine Verdauung zu regulieren bzw. in Schwung zu bringen.
    Das wäre meine Erklärung dazu.

    Kleiner Tipp aus der Hundeküche: Grundsätzlich ist frisches Gemüse faseriger als getrocknete Gemüseflocken. Apfel ( roh und gedünstet) hat sich auch bewährt und die wirkungsvollste Alternative zur Trofu-Rohfaser ist hart getrocknetes Vollkornbrot.....am besten ein gutes Bio-Roggenbrot mit einem hohen Anteil an unlöslichen Ballaststoffen.
    Ansonsten darf der Hund auch ein paar Halme frisches Gras fressen :smile: Wird`s aber zuviel, kommt das Ganze als grünliches Seetang-Geschlinge wieder zum Vorschein.....vorzugsweise in irgendeiner Fußgängerzone :D

    Wie oft und wie viel Käse ist ok, wenn der Hund (10kg) ihn gut verträgt?

    Die Ernährungsexperten meinen, dass Hunde Fett gut vertragen und die Fettquelle zwischen 5-15% der Gesamtkalorienmenge liefern soll. Schön gesagt, aber wenig praxisbezogen ;)
    Der Fettgehalt von Käse schwankt ja extrem je nach Sorte und der individuelle Kalorienbedarf des jeweiligen Hundes auch.

    Es macht also mehr Sinn, die einzelnen Käsesorten mal unter die Lupe zu nehmen.
    Butterkäse enthält ordentlich Fett. Schon 1 Scheibe ca. 10g. Da kann man sich vorstellen, dass bei einem 10kg Hund 1 kleiner "Baby-Bell" schon einen großen Teil des täglichen Fettbedarfs deckt.
    Camenbert hat einen Fettgehalt von 20-60%, je nach Produkt. Ist also auch nicht ohne. Für die Hungerhaken können ein paar Käsehäppchen extra aber absolut sinnvoll sein.

    Für die anderen gibts ja den Sauermilchkäse, wie den Harzer :smile: Der wird aus Magermilch hergestellt und ist praktisch "fettfrei". Da darfs dann auch etwas mehr sein. Sehr beliebt bei meiner Käseschnute: Harzer mit Kümmel.
    Limburger ist bei Hunden auch sehr beliebt. Da kann der Fettgehalt aber je nach Sorte auch schnell wieder in die Höhe schießen.
    Mozzarella liegt vom Fettgehalt so im Mittelfeld.
    Frischkäse ist Käse ohne Reifung, gesäuert mit Milchsäurebakterien und Lab. Das geht also schon in Richtung "Gesundheitskäse" ;)


    Habe mal was von Harzer-Chips zum Kalorien einsparen gelesen

    Harzer ist doch schon recht kalorienarm ;)
    Was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Kartoffel/Gemüse-Auflauf mit Harzer überbacken. Also ein Veggie-Menü.....abgeschmeckt mit Schmand o.ä. :D
    Das wird demnächst mal ausprobiert.....aber nicht morgens um 8:00 xD


    Heute im Napf:
    Backente, Zucchini, Apfel, Rahm-Wirsing, Tomate, Sternchennudeln, Kräuter/Gewürze, Leinöl

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    leicht cross getoastetes Brot mit etwas Butter und Honig. Madame hat sich bald nicht mehr eingekriegt, so geschmeckt hat ihr das.

    Das glaube ich gern :smile:

    Momentan sind die Regale in den Supermärkten voller "Oktoberfest-Produkte".....also Leberknödel, Harzer Roller o.ä.
    Hab schon mal überlegt, einen "Harzer Roller"-Auflauf als Veggie-Menü auszuprobieren. Ich glaube aber, dass der Käse gar nicht zerläuft? Limburger auf Stulle ist hier auch der Brüller. Geht nix über ordentlichen Gestank :lol:

    Nudeln aus Vollkornreis

    :???:


    Ich werfe einfach immer alles in einen Topf und es wird dann zu einem Matsch....

    Kochen hat etwas mit "Handwerk" zu tun ;) Muss man nicht.....kann man aber beherrschen. Schon allein, um ein paar Vitaminchen zu retten.
    Fleisch, Gemüse oder Nudeln/Kartoffeln haben im Prinzip unterschiedliche Garzeiten. Ist das Fleisch noch halb roh, kann das Gemüse schon zu Matsch zerfallen. Oder sind die Nudel weich, brauchen die Hülsenfrüchte ggf. noch 10Minuten länger.
    Gehacktes ist im Prinzip in wenigen Minuten gar. Man könnte es also mit einem Sieb von der Brühe trennen. In der Brühe brodelt dann das Gemüse und die kleingeschnittene Süßkartoffel. Ist beides weich kommt das Fleisch wieder hinein und der Herd wird ausgestellt.
    Petersilie immer frisch drüber. Tofu brate ich in der Pfanne mit etwas Öl an, z.B. in Sesamöl. Wird also nicht mitgekocht, da es auch schnell zerfällt. Gebratene, leicht gewürzte Tofustücke schmecken vielen Hunden besser, als einfach im Topf mitgekocht ;)

    Ok...ist etwas mehr Aufwand und entspricht wahrscheinlich auch eher meinen persönlichen Vorstellungen einer schmackhaften Hundeküche, aber die andalusische Gourmetschnute frisst alles mit großer Begeisterung und weiß ein köstlich zubereitetes Menü auch zu schätzen.
    Insofern wird die Köchin hier immer wieder motiviert, die Menüs besonders schmackhaft ( und schonend) zu kochen :smile:

    Heute gab es:
    Hirsch, Sternchennudeln, Zucchini, mild gewürzter Wirsing, Apfel, Petersilie, Pecannüsse

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    Würde SO gerne so abwechslungsreich füttern

    Lass`es lieber :smile:
    Oftmals wird genau das in der Fütterungspraxis falsch gemacht.....also bei Hunden, die öfter weichen Kot und Durchfall haben. Man wird unsicher und wechselt wiederholt das Futter. Kann aber sein, dass bei den magen-sensiblen Hunden gerade dieser ständige Futterwechsel die Ursache für die unerwünschte Kotkonsistenz sein kann.
    Ein abrupter Futterwechsel funktioniert noch lange nicht bei jedem Hund.

    Einfach erklärt: Wenn die Darmbakterien Schnarchnasen sind( ;) ),kann die Gewöhnung an das neue Futter(.....oder auch nur an die eine oder andere Komponente) bis zu 10 Tage dauern. 10 Tage Matschkot hält man kaum aus xD

    Übrigens der gefürchtete "Matschkot" kann auch an einer falschen Zubereitung liegen, wie z.B. nicht ausreichend gegarte Kohlenhydratquellen.
    Und die Darm-Hirn-Verbindung nicht vergessen. Einem ängstlichen, nervösen oder auch aufgeregten Hund kann man vermutlich mit Kotfestiger vollstopfen und er hat trotzdem immer Durchfall. Beim Menschen wäre es gleichzusetzen mit permanenter Prüfungsangst.

    Was ist denn dein Hund für eine "Persönlichkeit"?

    Ich weiss es ja noch nicht sicher, aber meine Vermutung geht stark in Richtung Arthrose, weil sie z.B. nach dem Bällchen werfen immer recht staksig und steif läuft.

    Bewegung ist auch bei Arthrose weiterhin wichtig. Sie hilft, Versteifungen der Gelenke zu verhindern. Die Knorpelflächen besitzen ja keine Blutgefäße und sind auf die Nährstofe aus der Gelenkflüssigkeit angewiesen. Letztere verteilt sich durch Bewegung.
    Allerdings gehts hier um "sanfte" Bewegung. Bällchen werfen mit schnellen Spurts und oftmals heftigem Abbremsen ist besser zu vermeiden. Ich werfe bei meinem Schäfer-Mix überhaupt keinen Ball o.ä.
    Besser sind Spaziergänge oder gleichmäßiges Traben am Fahrrad. Wenn dann eine Arthrose festgestellt wird, kommt sicher auch Physiotherapie in Frage.

    Hunde zeigen ja lange keinen Schmerz. Vielleicht wird mal die eine oder andere Pfote geleckt. Staksiges Laufen nach heftiger Bewegung geht schon in Richtung Schonhaltung. Das würde ich weiter beobachten.

    Was isst Frauchen?

    Stulle xD

    Hatte heute dienstlich den Großeinkauf bei Selgros. Die Köchin stahl sich dann mal klammheimlich in Richtung Fleischtheken und inspizierte deren Inhalt nach schmackhaften Zutaten für die Hundeküche......Gänse, Enten, Kaninchen :D
    Wird nächste Woche beim Privat-Einkauf etwas näher unter die Lupe genommen.....auch preislich.

    Irgendwie kriege ich die Riesenbottiche mit den süß-salzigen Lakritzen nicht mehr aus meinem Kopf :mute: