Beiträge von Audrey II

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ein paar turbulente Tage hinter mir und es ging um Leben und Tod.
    Ich fasse mal kurz zusammen:

    Meine Hündin Ashley wurde vor 4 Tagen nachts notoperiert wegen des Verdachts eines geplatzten Milztumors. Die Milz wurde entfernt. Am nächsten Tag gab der Arzt Entwarnung und meinte, dass er keine Milztumore entdecken konnte, eher ein Hämatom, aber die Milz geht auf jeden Fall in die Pathologie und dann weiß man mehr.
    Sie blieb die letzten 3 Tage in der Klinik, bekam Bluttransfusionen, Infusionen und der Kreislauf konnte stabilisiert werden. Einen Tag nach der OP konnte ich schon draußen ein paar Schritte mit ihr laufen.

    Eigentlich war alles gut. Dann kam die Nachricht aus der Pathologie. Die Milz ist da nie angekommen. Sie ist verschwunden!

    Selbst der Arzt war fassungslos. Das bedeutet, es gibt keine eindeutige Diagnose. Der Chirurg ist sich ziemlich sicher, dass da nix war, aber ohne pathologischen Befund kann auch er nichts schön reden.
    Er hat nun eine Chemo-Therapie vorgeschlagen, um ganz sicher zu gehen. Tun wir nix, dann pokern wir um Ashleys Leben.....sagt er.

    Ich muss mich entscheiden.
    Ich möchte keine Chemo-Therapie auf Verdacht. Die ganze Sache ist doch unglaublich. Wie kann nachts eine frisch entfernte Milz innerhalb der Klinik einfach verschwinden?
    Es muss doch eine Alternative geben. Regelmäßige Blutabnahmen, Ultraschall usw.

    Was soll ich bloß machen? Weiß Jemand Rat?

    Es ging mir schon um Portionen, die bei 35 Kg Hund im Stoffwechsel ankommen.

    Ich hatte hier mal vor Jahren meinen Zentek-Wochenplan vorgestellt. Damals noch für den 34kg Hund. KH waren immer reichlich dabei.
    So ein Plan kann das "Ideal-Mischverhältnis" von Protein, KH, Fett usw. exakt ausrechnen, aber letztlich entscheiden doch die individuellen Faktoren des Hundes, ob auch alles ankommt wie gewünscht. Insofern gibt es ideale Mischverhältnis-Vorgaben auch nicht.
    Der eine Hund benötigt mehr Fett, der andere mehr KH zur Energiegewinnung und manchmal ändert sich das auch, z.B. im Alter oder auch nach Jahreszeit. Wenn der Hund abnimmt, dann stimmt auf jeden Fall was nicht. Wird er zu dick natürlich auch nicht.
    Ich finde deshalb auch regelmäßige Gewichtskontrollen sehr sinnvoll. So hat man die Möglichkeit, ernährungstechnisch regulierend einzugreifen. Die meisten Futterläden stellen eine Waage zur Verfügung. Man muss also nicht immer zum TA oder in die Klinik.


    Wir viel bekommt Pepper (8kg) davon wenn ich es hauptsächlich als Calciumquelle nutze?

    Es gibt doch eine Fütterungsempfehlung auf der Dose. Dein Hund benötigt dann ca. 1 ML. Ist denn der Messlöffel dabei? Falls nicht....der gestrichene ML = 2g.
    Das Micromineral dient mir auch als Kalziumquelle. Wenn Knochen gefüttert werden, dann aber nicht noch zusätzlich.

    gefühlsmäßig eben Kohlenhydrate für die Seele. Aber die machen dick

    Oha....das ist aber schon ein bißchen Barf-Mottenkiste :D
    Deine Gefühle will ich nicht anzweifeln. Ich finde eine Nougat-Praline auch sehr entspannend. Die ganze Schachtel macht dick. Da gebe ich dir recht. Das ist beim Hund nicht anders. Es kommt immer auf die zugeführte Menge an.
    Nach einer Mahlzeit mit hohem Zucker-oder Stärkegehalt steigt auch beim Hund der Blutzucker rapide an. Daraufhin schüttet die Bauchspeicheldrüse große Mengen an Insulin aus, um den Zuckergehalt schnell aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Das Insulin kann aber nur langsam aus dem Blut entfernt werden. Es bleibt im Blut und senkt den Blutzuckerspiegel immer weiter ab....bis ein Unterzucker entsteht.

    Ist der Hund unterzuckert, hat er schnell wieder Appetit, obwohl er genug Kalorien zu sich genommen hat. Wenn er nun Gelegenheit hat, sich vollzustopfen ( durch betteln, klauen, Staubsauger unterwegs, fettes Kauzeugs, Leckerlis und Co.).....ja... dannn könnte er an Gewicht zulegen. Daran sind dann aber nicht die KH schuld ;)


    Insofern sollten nicht Unmengen an KH gefüttert werden, sondern dem Bedarf angemessen. Eigentlich auch selbstverständlich.

    Komplexe KH aus Vollkorngetreide, Gemüse und Obst sind auch für den Hund gesund und sollten in der Hundeernährung nicht fehlen. Sie enthalten wichtige Vitamine, Mineralien und viele andere gesunde Vitalstoffe. Darüber hinaus fördern sie in Form von Ballaststoffen die Verdauung und unterstützen auf natürliche Art die Darmgesundheit.

    Mit der "Unruhe" ist es wohl ähnlich wie mit der "Aggression" bei zu viel Protein im Futter. Es gibt keine eindeutigen Studien bzw. Ergebnisse.

    Weiss jemand ob allergenes Eiweiss durch dünsten ggf. weniger " Reizstoffe" beinhaltet?
    gehen also durch Dünsten allergieauslösende Verbindungen kaputt?

    Die allergologische Diagnostik ist ein komplexes Thema. Nichts ist da eindeutig.

    Ja.....Erhitzen ist eine Möglichkeit, Allergene "verträglicher" zu machen. Allerdings längst nicht alle. Es gibt unterschiedliche "Proteinfraktionen", die hitze-und verdauungsresistent sind. Dazu gehört z.B. Casein ( Stabilität bis 120°C) oder das beta-Lactoglobulin im Kalbfleisch ( bis 70°C stabil).
    Manchmal entscheidet die Kochzeit über die Verträglichkeit/Verlust der allergenen Wirkung.....und manchmal eben auch nicht.

    Beispiel:

    Wahrscheinlich enthält rohes Fleisch einen hohen Anteil an a-Galaktose ....mehr als gekochtes Fleisch. Beim Erhitzen werden die Proteine zwar etwas denaturiert und der eine oder andere Zuckerseitenrest bricht weg. Allerdings wird der a-Galaktose-Anteil durch das Kochen nicht beseitigt, sondern lediglich in der Konzentration reduziert. Für so manchen Hund kann diese Reduktion auf eine niedrige Konzentration schon ausreichend sein, um kaum noch oder fast gar keine Symptome mehr auszulösen.

    Dann gib es noch ein Forschungsprojekt an der Universität Tübingen in Zusammenhang mit der Kombination Zeckenbiss und häufiger Verzehr von Fleisch/Innereien. Das finde ich z.B. für uns Hundehalter sehr interessant. Hier entwickelt sich wohl gerade eine neue Form der Fleischallergie bzw. eine a-Galaktose-Allergie mit entsprechenden Symptomen.
    Man vermutet, dass körperfremde Eiweiße im Speichel der Zecke übertragen werden und zusammen mit den glykolisierten Proteinen von Innereien ( a-Galaktose) eine Reaktion im Immunsystem auslösen.

    Natürlich habe ich auch noch eine bodenständige Erklärung für den plötzlichen Juckreiz ;)
    Falls du sehr mageres Fleisch gefüttert hast ( Pferdefleisch wäre ja mager), kann es durchaus zu einer Eiweißüberversorgung kommen. Du schreibst ja immer, dass du bei deinem Hund auf einen moderaten Proteingehalt achten musst. Vielleicht wars einfach zu viel.

    Für mich ist das völlig normal, dass der Napf leergeputzt wird und niemals auch nur Spuren von Futter übrig bleiben.

    Hier wird auch alles verputzt.....und die Vorlieben werden immer schräger. Momentan wird Kürbiskernöl weggeschlürft wie Wasser. Das Öl schwimmt ja im Süppchen immer oben ;)

    Aktuell kommt gerade ( tierisches) Fett gut an und davon gibts dann auch ein bißchen mehr. Herbst ist hier für die Spanierin die tollste Jahreszeit. Überall springen Eichhörnchen herum. Überall aufgewühlte Erde und Wildschschweinspuren. Brut-und Setzzeit vorbei und auch auf den Feldern darf nun wieder gerannt werden.
    Das kostet Energie und darum dreht sich ja alles beim Hund :smile:

    Beim Scottie-Netto im Angebot: Maishuhnflügel

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    daraus wird eine ziemlich fettige Portion

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    ....und für die Show-Küche :smile:

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    Kommt natürlich mit viel Brühe in einen Topf ;)

    Ich liebäugle nun mit den Pseudogetreiden, allerdings brauche ich (auch wegen der BSD) leicht verdauliches Pseudogetreide. Gibt es das überhaupt?

    Versuch es doch mal mit den Lunderland Flocken :smile:
    Getreide / Pseudo-Getreide / Lunderland-Tierfutter GmbH

    Gibts auch mit Reis, Hirse und Amaranth. Die sind schnell zubereitet und auch leicht verdaulich.
    Ich habe früher die Mixflocken gefüttert. Wurden hier gut vertragen, bis sich das Gedärm stabilisiert hat.

    einen höheren Energiebedarf

    Oh ja.....hier wird auch ordentlich hineingeschaufelt. Ein paar Kalorien mehr dürfen es nun auch sein ;)

    Heute im Napf:
    Bio-Geflügelbratwurst ( in Butter gebraten), Blattspinat, Zucchini, Apfel, Basmatireis, Kräuter

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    Die Bratwurst gabs im Bioladen und war im Angebot, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (fast) abgelaufen war. So kann man das eine oder andere "Schnäppchen" machen. Zugeschnappt hat dann auch das Ashley-Maul und weil die Köchin selbstverständlich den höheren Energiebedarf im Auge hat, durften auch alle 5 Würste verspeist werden :D

    Ich kenne das anders.

    Ja....die Definitionen überschneiden sich oft. Je nach Experte, Autor, Ernährungsratgeber und Co. In der Barfbroschüre gehört z.B. Pansen und Blättermagen zu den Innereien, beim Zentek zu den Schlachtabfällen ;)
    Oft wird auch gar nicht immer auf die unterschiedlichen Fleischsorten eingegangen. Unterteilt wird hauptsächlich in Fleisch ( Muskelfleisch), Innereien und die klassischen Schlachtabfälle.
    Herz hängt irgendwo dazwischen. Mägen werden selten aufgeführt. Dann gibts auch noch das Knorpelzeugs wie frische ( gekochte)Schweineohren. Letztere gehören wieder in die Abteilung "minderwertige" Schlachtabfälle. Geben nährstoffmäßig auch nicht viel her. Schmecken aber :smile:

    Naja.....ich füttere auch gerne mal Geflügelherzen/mägen. Geht für mich persönlich auch mehr in Richtung Muskelfleisch.