Beiträge von Audrey II

    Was sollen denn das für Nährstofftherapien sein? Aber so richtig weg bekommt man z.B. Autismus dann ja trotzdem irgendwie nicht;

    Nein....der Autismus bleibt natürlich bestehen.
    Trotzdem weisen Vergleiche der Darmflora von Gesunden und Autisten darauf hin, dass bestimmte Ernährungsfaktoren und Probiotika Autismus lindern können....also z.B. Aggressionsausbrüche oder häufiger Stuhldrang.
    Ich finde überhaupt das ganze Thema Ernährungsmedizin sehr spannend. Da tut sich momentan unglaublich viel :smile:

    "Das Wissen um die positive oder negative Wirkung einzelner Nahrungsmittel ist uralt. Schon die Steinzeitmenschen vertrauten der Heilkraft von Wildkräutern wie Brennnessel oder Kamille. In den vergangenen Jahrzehnten vertiefte die Forschung durch zahlreiche Studien ihr Verständnis über die Stoffwechselvorgänge im Körper. Zahlreiche Wirkungsmechanismen konnten biochemisch nachgewiesen werden."

    Quelle: Was die Ernährungsmedizin alles kann | NDR.de - Ratgeber - Gesundheit

    Warum sollen nicht auch unsere Hunde von diesem Wissen profitieren? Unsere Krankheiten bekommen sie ja auch. Dann bitte auch unsere Hilfe.
    Das Zentek-Institut forscht ja auch schon eine Weile mit bestimmten Nährstoff-Zusammensetzungen herum...Prä-und Probiotika, Kräuter/Gewürze, Mineralstoffe/Spurenelemente

    Futterzusatzstoffe • Institut für Tierernährung • Fachbereich Veterinärmedizin

    Es gibt auch immer mehr Seminare und Fortbildungen über die Ernährung von Hund und Katz`.

    Vom Speiseplan für Hund, Katze, Rind und Pferd • Stabsstelle Presse und Kommunikation • Freie Universität Berlin

    Da wäre ich ja gerne dabei :smile: Hat Jemand einen Journalistenausweis? :D

    Da sieht dann alles nach dem Kochen, im Napf eher so aus:

    Oh....das sieht doch wieder nach "Gourmet-Hundeküche" aus :gut:

    Bei uns ist das Beutetier wie immer im Süppchen verschwunden, was den Beutegreifer aber nicht verstörte oder sonst wie Depressionen auslöste ;)

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    Im Napf: Hühnerherzen ( fettige Brühe aufgeteilt auf 2 Tage), Sternchennudeln, Zucchini, Apfel, Tomate, Gewürzkram, Kürbiskernöl, Micromineral

    Die Dinkelpops wurden super vertragen und kommen auf die Speisekarte :smile:

    hat man herausgefunden, daß die Darmflora auch mit dem Gehirn zusammenhängt

    Aber ja.....und 2 Jahre nach der Mäusestudie wurde die erste Studie über die Auswirkung von Darmpflege auf gesunde menschliche Hirne veröffentlicht.
    Da gabs was zu staunen :smile:
    Nach der 4-wöchigen Einnahme von einem Mix aus bestimmten Bakterien waren einige Hirnareale deutlich verändert. Darunter vor allem Bereiche für Gefühls-und Schmerzverarbeitung.

    Es gibt inzwischen Nährstoff-Therapien für Autisten oder auch depressive Menschen. Vielleicht auch bald für Hunde-Epileptiker?
    Ich fand die Darm-Hirn-Verbindung ja schon immer sehr spannend( :D ) und vielleicht kann ein gesunder wohlgenährter Darm auch die Stimmung so mancher Hunde (diskret) verbessern ;)

    Interessante Lektüre rund um den Darm (.... gemeint ist nicht das widerspenstige Hundegedärm, aber trotzdem auf lustige Art lehrreich):

    Linus würde( wenn er könnte) ausschließlich Fleisch und Knochen fressen

    Vermutlich würde jeder ( wissenschaftliche)Ernährungsexperte heute drohend den Zeigefinger heben ;)
    Klar gibts viele Hunde, deren Verdauungssystem auch mit großen Fleischmengen zurecht kommt. Dem will ich gar nicht widersprechen. Ob das auch langfristig funktioniert, wenn der Hund älter wird und viele Körperfunktionen nachlassen, ist die Frage.
    Generell würde ich wohl die Ernährung auch immer der jeweiligen Lebenssituation anpassen. Freut sich der Jungspund über einen saftigen Knochen, den er bearbeiten kann, hält sich der Senior vielleicht lieber zurück, weil er den kaum verdauen kann. Unter Umständen muss man sich dann von starren (....und bewährten) Ernährungsformen verabschieden.

    Wieso mein jetziger Hund gut mit gekochter, sehr suppiger Nahrung zurecht kommt, weiß ich auch nicht. Ist aber so.
    Hier wird 1x ( höchstens 2x) am Tag Kot abgesetzt, kein Durchfall, kein Erbrechen, kein Sodbrennen, keine Blähungen. Also ist es so richtig.... nun mehr 9 Jahre lang. Ich habe zugegeben aber immer mal wieder die Ernährung korrigiert, dies und das zugefügt und auch einiges aus der Hundeküche verbannt.

    Vor allem aber habe ich mich nicht von vorherrschenden Meinungen aus der Forenwelt beirren lassen. Du liebe Zeit......was war da los :D
    Wenn der Hund nun die selbst gekochte Hühnersuppe genauso gut verdaut wie den rohen Hühnerflügel....so what. Wenn die Hühnersuppe besser verdaut wird als der rohe Hühnerflügel, dann ist es auch gut...und nicht "unnatürlich" oder nicht "artgerecht" oder "falsch".
    So :D

    heute früh einen riesigen grossen Matschehaufen mit Schleim drauf gemacht

    Hast du mal ein mikrobiologisches Kotprofil machen lassen oder noch besser....das Durchfall Profil C, das einige Labore anbieten? Untersucht wird die Darmflora auf pathogene Keime, Parasiten, Pilze, Giardien. Dazu gehört auch die Stuhlausnutzung, die untersucht, ob die Verdauungsenzyme korrekt "arbeiten".
    IDEXX bietet das Durchfall Profil C an. Ich fand das sehr hilfreich.

    Die sind ja heute noch ganz der meinung der Hund muss wie ein Wolf ernährt werden, der stammt davon ab und so soll auch die Ernährung bis heute sein,

    Der Hund ist längst ein Haustier und kein Wolf mehr. Rein wissenschaftlich gesehen gehört er inzwischen zu den Allesfressern. Insofern ist der Begriff "artgerechte Fütterung" keiner bestimmten Ernährungsart zuzuordnen. Ein Hund kann sehr gut auf verschiedene Arten gesund ernährt werden.
    Auf eine Ernährung, die hauptsächlich aus rohem Fleisch, Innereien und Knochen besteht, zu beharren, halte ich persönlich für falsch. Inzwischen sollte bekannt sein, dass sich die Ernährungsart den Bedürfnissen des jeweiligen Hundes anzupassen hat......und nicht umgekehrt.


    Was mich schon interessieren würd was haben die früher zu fressen bekommen

    Na.....lauter Leckereien vermutlich :D

    "Man vermutet, dass im frühen 18. Jahrhundert kleine weiße malteserartige Schoßhündchen vom französischen Königshof als wertvolle Geschenke an den russischen Zarenhof und zum russischen Adel gelangten."


    In Russland entwickelte sich die Geschichte des Bolonka zwetna so :

    Die Zucht der Rasse begann 1951 in Leningrad innerhalb von Jagdvereinen, mit dem Ziel,

    eine eigene nationale Zwerghunderasse zu züchten.


    Kleine wuschelige Schoßhunde am Zarenhof. Na....was gabs da wohl zu fressen? Kaviar natürlich :D Wahrscheinlich aber viel Fisch, vielleicht auch Wild, Pfannkuchen und Süppchen. Letztere waren und sind ja in der russischen Küche sehr beliebt ;)

    Ich fütter gerne Muskatnuss, da es einen unruhigen und nervösen Hund beruhigt. Ich habe schon gemerkt, das es wirkt, er ist viel ruhiger geworden

    Das ist ja interessant :smile:
    Die ayurvedische "Anti-Durchfall-Mischung" auch. Pulverisierter Fenchelsamen und Muskatnuss. So ganz anders als Moro-Suppe :D

    Was mir noch einfällt zu deinem Hund. Was steckt denn noch drin im Tibet-Mix? Wenn der Tibetterrier dominiert, dann lohnt vielleicht der Blick in das Ursprungsland Tibet. Das ist ein ziemlich karges Land und da wächst nicht viel. Grundnahrungsmittel ist Gerste....und hm....und Yakbutter ;)
    Die Tibetterrier sind die Hunde von Bauern und Hirten. Fleisch gibts vermutlich eher wenig für die Hunde. Könnte also sein, dass die Hunde über Generationen auf Gerstenbrei und ein paar Yak-Innereien geprägt sind.
    Schon mal Gerste gefüttert?

    Fütterst Du ganz streng nach den Ayuvedischen Rezepten ???

    Nein. Ich füttere selten nach Rezept, sondern immer nach Verträglichkeit :smile:
    Gerne hole ich mir Anregungen aus anderen Kulturen(....speziell was Hunden gefüttert wird), aus der Klosterküche mit ihren vielen (Heil)kräutern, aus vegetarischen Kochbüchern oder regionaler Hausmannkost. Dazu natürlich die wissenschaftlichen Ernährungsbücher über Hundernährung und die neuesten Infos über aktuelle Forschungen, wie grad praktiziert beim Zentek-Institut über Prä-und Probiotika.

    Bei der Ayurvedischen Hundeküche haben mich speziell die Gewürze interessiert und auch die Brot/Milch/Öl-Kombinationen. Ich bin aber auch vorsichtig und übernehme selten etwas, was ich gar nicht kenne oder mir die Wirksamkeit etwas suspekt erscheint ;)


    ab wann darf man den Bockhornklee verfüttern, den habe ich am Samstag zum keimen angesetzt, der hat schon sehr grosse Keimlinge dran, wann ist der dann verfütterbar

    Hm....Bockshornklee ist ja mehr für die laktierende Hündin gedacht, weil er die Milchproduktion fördern soll.
    Seit dieser EHEC-Geschichte füttere ich gar keine Keimlinge mehr xD

    Die Europäische Gesundheitsbehörde hat eine bestimmte Charge von Bockshornkleesamen aus Ägypten als Verursacher der EHEC-Infektionen ausgemacht. Vorsorglich sollten Verbraucher bis heute auf das rohe Verzehren von Bockshornkleesamen, -sprossen oder – keimen verzichten. Bockshornkleesamen, der im Brotteig verbacken ist, kann wegen der hohen Temperaturen während des Backens als völlig unbedenklich gelten.
    Frage & Antwort, Nr. 186: Sind Sprossen unbedenklich? - n-tv.de


    Was ich ab und zu frisch unters Süppchen mische, ist Brunnenkresse. Der Kalziumgehalt ist annähernd so hoch wie Milch. Allerdings verwende ich es mehr als Eisen-und Folsäurequelle. Auch hier ist Vorsicht geboten, weil Brunnenkresse auch Senföl enthält.....also scharf schmeckt.
    Senföle verbessern nachweislich die Produktion von bakterienabtötenden Magensekret und sie stimulieren Gallensäuren, die besonders für die Fettverdauung benötigt werden. Auch einige Gewürze enthalten Senföle, z.B. Galgant. Mein Parasitenschreck :smile:

    Gewürze, besonders die scharfen Ayurveda-Gewürze, immer nur in Kleinstmengen füttern.....also nur ein "Hauch"! Eine Messerspitze vom kleinen Küchen- und nicht vom Schlachtermesser ;)

    Meinem kann ich sowas nicht füttern, gibt DF zumindest weicher Matschkot.

    Du hast den Verdauungs-Code deines Hundes noch nicht geknackt. Scheint `ne schwierige Kombination zu sein ;)
    Oftmals ist besonders die richtige Balance der Mengen recht schwierig. Auf der einen Seite die doch sehr dogmatischen Bedarfswerte für den "Lieschen Müller-Hund".....und auf der anderen Seite das eigenwillige Gedärm des eigenen Hundes.
    Ich habe früher auch keine Suppen gefüttert. Vor 15 Jahren hat hier noch die 1/3 Fütterung funktioniert. War halt ein anderer Hund :smile:

    Alles was neu auf dem Speiseplan auftaucht, gibts nur in Probiermengen......wie jetzt die Dinkelpops. Nur ein EL davon. Die bewährten kleinen Suppennudeln bleiben KH-Hauptzutat. So....und dann wird 1Tag abgewartet. Soviel Geduld muss sein. Geduld ist Grundvoraussetzung, um ein sensibles Gedärm zu händeln ;)

    Vorbereitet wurde heute:
    Hühnerleber, Dinkelnudeln-und pops, Zucchini, Rahm-Blumenkohl, Apfel, etwas Kümmel, Hauch Ingwer

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