Beiträge von Audrey II

    Ich kenne das anders.

    Ja....die Definitionen überschneiden sich oft. Je nach Experte, Autor, Ernährungsratgeber und Co. In der Barfbroschüre gehört z.B. Pansen und Blättermagen zu den Innereien, beim Zentek zu den Schlachtabfällen ;)
    Oft wird auch gar nicht immer auf die unterschiedlichen Fleischsorten eingegangen. Unterteilt wird hauptsächlich in Fleisch ( Muskelfleisch), Innereien und die klassischen Schlachtabfälle.
    Herz hängt irgendwo dazwischen. Mägen werden selten aufgeführt. Dann gibts auch noch das Knorpelzeugs wie frische ( gekochte)Schweineohren. Letztere gehören wieder in die Abteilung "minderwertige" Schlachtabfälle. Geben nährstoffmäßig auch nicht viel her. Schmecken aber :smile:

    Naja.....ich füttere auch gerne mal Geflügelherzen/mägen. Geht für mich persönlich auch mehr in Richtung Muskelfleisch.

    Verträgt er super, aber da sind recht viele Innereien sein (bei der einen 20% Putenmagen

    Na....da würde ich wohl erst mal "Hurra" schreien :D
    Du meinst jetzt das NF von Grau? Wird das als Alleinfutter deklariert?

    Innereien sind für mich in erster Linie Leber und Niere. Mägen, Lunge, Milz usw. eher Schlachtabfälle. Letztere liefern vor allem Protein und Fett (...kommt immer drauf an, wieviel Anteil an anhaftendem Fett verarbeitet wurde). Der Vitamin-und Mineralstoffgehalt ist aber ähnlich wie für Fleisch.
    Werden viele Sehnen und Bänder verarbeitet, steigt auch der Anteil an Bindegewebe. Das führt bei übermäßiger Fütterung auch zu Durchfall.
    Ist wohl bei Grau nicht der Fall. Wird ja alles gut vertragen und die Zusammensetzung ist für deinen Hund genau richtig :smile:

    Nö....finde ich absolut nicht problematisch. Habe grad mal auf meine Ziegendosen geschaut und die enthalten auch eigentlich nur "Schlachtabfälle", wobei es ja auch durchaus "hochwertige" Schlachtabfälle gibt. Ein Mix aus Herz, Leber, Pansen oder Mägen wäre für mich persönlich völlig ok, wenn die Dose keine weiteren Zusätze enthält. Ich hätte viel mehr Bedenken, täglich irgendein hoch konserviertes und mit "technischen Hilfsmitteln" gespicktes Zeugs zu füttern.

    Mein Rüde hat vorgestern und gestern meinen Kürbis-Maronen-Matsch nicht vertragen.
    Er hat Alles ohne zu würgen im Lauf ausgespuckt.

    Waren das gekochte Maronen oder aus einem Glas?
    Bist du gleich nach dem Fressen laufen gegangen? Ohne zu würgen klingt eher nach "herausgeflogen" ;)
    Hatte ich hier auch mal, als die Ashley aufgeschreckt vom Podest gesprungen ist. Da kam das Menü gleich mit....also "aus Versehen" und nicht wegen einer Unverträglichkeit.

    Sie meinte jeder Hund wäre da sehr verschieden und den exakten bedarf könnte man sich nur von Experten berechnen lassen

    Wenn man eine Messe besucht, dann muss man damit rechnen, in "Verkaufsgespräche" verwickelt zu werden ;)
    Das geht von computergestützten Rationsberechnungen über individuelles Ernährungs-Coaching bis hin zu Ernährungs-Seminaren plus "Diplom". Oftmals wird da mehr verunsichert als objektiv beraten. Wenn du schon seit 2 Jahren für deinen Hund kochst (....und es geht ihm gut), würde ich mich bei Ernährungsvorträgen ganz entspannt zurücklehnen, ggf. mal nachfragen und mir vielleicht die eine oder andere "Wissenslücke" für die eigene Hundeküche nutzbar machen.
    Rationsberechnungen sind liegen ja total im Trend. Eigentlich für Mast-und Milchvieh konzipiert, haben sie sich nun auch in der ( industriellen)Hundeernährung bewährt. In der eigenverantwortlichen Futterpraxis können Futterpläne nur "Momentaufnahmen" sein.
    Ich habe so einen Plan, sogar 2 davon. Inzwischen hat sich das Gewicht meines Hundes verändert, sein Alter und seine Aktivität. Ein paar Unverträglichkeiten sind auch dazugekommen. Der Plan stimmt heute nicht mehr. Er kann Orientierung sein, aber bietet keine absolute Sicherheit.

    Besser ist, das Ernährungsmanagement dem eigenen Hund entsprechend seiner Lebensphasen individuell anzupassen. Das bedeutet dann auch nicht, jede einzelne Mahlzeit so zuzubereiten, dass sie komplett ausgewogen ist. Dazu besteht keine biologische Notwendigkeit.
    Oftmals wird auch nach der Futtermenge gefragt. Die richtet sich nach dem individuellen Bedarf an Energie. Den Energiebedarf des eigenen Hundes kann keine Software der Welt exakt bestimmen. Viele Faktoren wie Aktivität, Leistung, Rasse, Alter, Stoffwechsel usw. müssten berücksichtigt werden.
    Es gibt aber eine einfache Faustregel:
    Die Menge an Energie, mit der der eigene Hund sein Körpergewicht konstant hält, entspricht seinem individuellen Bedarf. Wenn der Hund also weder zu-noch abnimmt, füttert man die richtige Menge.


    Wie handhabt ihr das mit den Mineralien etc.? Füttert ihr innereien? Kocht ihr die dann auch ? Wie macht ihr das bezüglich calzium ?

    Ich füttere meiner fast 10-jährigen Hündin nur eine spezielle Kalziumergänzung.
    Natürlich gibts auch Innereien. Hauptsächlich Leber vom Geflügel, Schwein, Ziege (Dose).....auch mal Dorsch. Wird alles gekocht. Ansonsten kommt viel Abwechslung in den Napf. Lebensmittel von guter Qualität, hochwertige Pflanzenöle wegen der essentiellen FS, Blattsalat/Kräuter/Obst für zusätzliche Vitamine, Nüsse, Ziegenmilchprodukte, viel Gemüse, viel Fisch, moderate KH-und Fleischmengen....und auch ein paar spezielle Gewürze/Salz.

    Ja.....und die 2. kleine Mahlzeit außer Haus ist eine Handvoll Trofu ;)

    Ich püriere ja immer noch das gekochte Gemüse, bin ich von damals vom Barfen und dem rohen Gemüse/Obst so gewöhnt

    Oh je.....ich finde, beim Thema Gemüse ist in der Rohfütterung einiges schiefgelaufen.

    In der Barf-Literatur steht rohes Gemüse in erster Linie für "um den Magen-Darm-Inhalt eines Beutetieres zu ersetzen". Inzwischen weiß man aber, dass der Wolf keineswegs am "Magen-Darm" interessiert ist. Sein bevorzugtes Beutetier ist das Reh und mit Sicherheit auch dessen Fleisch, aber weder Magen-noch Darminhalt. Warum nicht?

    Nun.....die bevorzugte Nahrung vom Reh sind Gräser, Kräuter, Knospen, Blätter und im Frühjahr auch gerne Raps. Auch enzymatisch verdaut ist das nicht unbedingt der "Brüller" für den Wolf. Kein Gemüse dabei und auch kein Obst. Beides ist da eher im Wildschwein zu finden, erfordert beim Jagen aber einen höheren Energieaufwand. Also dann doch lieber Reh ;)

    Was hat das mit dem Hund zu tun? Weiß ich auch nicht. Rohes Gemüse bleibt auch mechanisch zerkleinert faserig, bitter und letztlich schwer verdaulich( Hunde mit Saumägen ausgenommen). Gemüse steckt nicht im Reh und auch der menschliche Darm hat sich seit der Erfindung des Feuers nicht mehr viel damit befassen müssen. Das rohe Grünzeug macht im Hundegedärm wenig Sinn und führt nicht selten zu unerwünschten Gärungsprozessen. Auch zu Bauchweh samt Bauchgrummeln. Warum also nach so vielen Jahren Anpassung an die menschliche (gekochte) Nahrung nun wieder "Steinzeitkost" für den Hund. Versteh`ich nicht.

    Ganz anders sieht`s beim gekochten Gemüse aus. Vielleicht opfere ich ein paar Vitamine, aber ich verzichte nicht auf die Nährstoffe, die in vielen Pflanzen erst durchs Erhitzen für den Hund verwertbar gemacht werden.
    Un noch was: Gekochtes Gemüse dient auch als zusätzlicher Energielieferant. Gekocht führt es dem Körper mehr Nettoenergie zu als roh und steigert zusätzlich den Kaloriengehalt und damit auch die verwertbare Kalorienmenge ( siehe Lehrbuch Biochemie).
    Warum also darauf verzichten? Selbst Hülsenfrüchte und viele Kohlsorten können so auf den Speiseplan und werden von den meisten Hunden problemlos verdaut und ihre Nährstoffe nutzbar gemacht.
    Und weil gekochtes Gemüse nicht nur nahrhaft ist, sondern auch leicht verdaulich.......muss es eigentlich nicht noch zusätzlich zu Brei püriert werden. Leicht verdaulich heißt ja nicht, dass gar nix mehr geht im Gedärm. Leicht verdaulich heißt....." ich helfe dir, aber den Rest musst du selbst erledigen". :smile:

    Ich koche und dünste Gemüse grundsätzlich immer. Übrigens sind Zucchinis nach 7 Minuten Kochzeit butterweich......auch im Stück.

    Zugegeben.....ich füttere viel Gemüse. Natürlich immer schmackhaft zubereitet :D Mein Hund hält sein Jahren sein Gewicht. Ist also weder matt noch abgemagert. Alles wird gekocht vertragen und ich habe in letzter Zeit viel ausprobiert. Frisch,TK und auch Dosengemüse. Bohnen, Linsen, Erbsen, diverse Kohlsorten, Rahmgemüse aus der Tiefkühltruhe, wie Blumenkohl, Rosenkohl oder Brokkoli, Spinat, Schwarzwurzeln, gestückelte Tomaten aus der Dose usw. Die Vielfalt ist so groß.

    Nur Salat gebe ich als Vitaminspender immer roh. Besonders gut vertragen wird hier Feldsalat.
    NoGos sind Mais (.... ist ja bekannt) und aus mir unbekannten Gründen Möhren in größeren Mengen. Ein paar Stückchen sind kein Problem. Ach ja....und Kürbis im Baby-Glas geht auch ;)

    Garnelen-egal ob gebraten oder gekocht- am liebsten noch mit Schale( ist das vertretbar?)

    Ein paar Garnelen sind schon ok.
    Schalentiere liefern antioxidative Mineralien wie Selen, aber auch Zink in seiner leicht absorbierbaren Form. Garnelen sind z.B. auch reich an Kalzium........aber einen kleinen Minuspunkt gibt es doch. Das Krustengetier ist sehr purinreich und kann in größeren Megen gefüttert schnell mal den Harnsäurespiegel erhöhen. Insofern nicht übertreiben ;)


    Hier gabs gestern:
    Entenkeule mit Zucchini, Apfel, Dosenlinsen, Basmatireis, Gewürze/ Kräuter und Co.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    ...und heute: Wildlachs, Rahmgemüse, Apfel, Basmatireis, Petersilie, Oregano, Walnussöl

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    hast du noch einen Gedanken zum Erde fressen

    Das Thema "Erde fressen" hatten wir im Koch-Thread auch schon mal.
    Vielleicht hilft dir das weiter:

    Sogenannte Effektive Mikroorganismen sind eine Mischung aus Milchsäurebakterien, Hefepilze und Photosynthesebakterien.
    Milchsäurebakterien sind bekannt. denn die stecken z.B. im Joghurt
    oder im Sauerkraut und sind auch am stärksten vertreten. Sie
    fermentieren die verschiedenen KH und produzieren daraus natürliche
    Milchsäure, Essigsäure, Vitamine und Proteine.

    Wenn Gifte "zu knacken" sind, reicht das aber nicht! Dann springen Hefen und Photosynthesebakterien mit ein.

    Die Photosynthesebakterien sind für uns interessant! Das sind

    Mikroorganismen, die die Fähigkeit haben, durch Umwandlung Böden von
    Fäulnissubstanzen zu entgiften. Die Hunde scheinen das zu wissen und
    nutzen diese Fähigkeit für ihren eigenen Organismus. Viele Hunde fressen
    ja mit Begeisterung Erde.

    Photosynthesbakterien stecken aber auch in "trüben"
    Gewässern/Regenpfützen, auf verrotteten Blättern, im Schnee und in
    Gesteinen. Sie ernähren sich quasi von Abfallstoffen und synthetisieren
    eine Unmenge von Vitaminen und Antioxidantien, die wiederum z.B. von
    Pflanzen benötigt werden.

    Hunde, die also Gras oder andere Pflanzen/Kräuter fressen, stabilisieren u.a.. ein gestörtes Darmmilieu.

    Allerdings vermehren sich die Photosynthesebakterien deutlich langsamer

    als Milchsäurebakterien und Hefen, was beim Hund dazuführt, mehr davon
    aufzunehmen (Erde, Gras, Regenwasser, Misthaufen ).

    Vielen Hunden hat da eine Moor-Kur geholfen :smile:

    Ich stelle mir gerade vor, wie ich ich hundgerechte Stücke aus muffinförmigen Knochenkot-Keksen meißle.

    Ich empfehle dir das "Kids at Work Werkzeugset mit Gürtel". Hat genau die richtige Größe zum Keks-Meißeln :lol:

    Ansonsten gibts auch schöne Backbücher mit einfachen Rezepten. Die Zutaten lassen sich dann ganz individuell ergänzen oder nach Bedarf austauschen.
    Ich habe dieses hier:

    Im Bioladen gibts auch interessante Mehl-Alternativen, wie z.B. Kastanienmehl, Kichererbsenmehl, Süßlupinenmehl usw. Ist nur etwas schwierig mit dem Teig, weil der nicht richtig zusammenklebt. Man könnte aber einen kleinen Teil mit einem guten Dinkel-oder Roggenmehl ergänzen.... ohne dass die Bauchspeicheldrüse gleich beleidigt herummuckt ;)