Beiträge von Audrey II

    Das mit dem Fett wußte ich z. B. nicht, bekommt Roxy davon nicht Durchfall?

    Fett und KH sind die wichtigsten Energie-Lieferanten beim Hund. Außerdem benötigt er einen Mindestanteil an Fett in der täglichen Mahlzeit, um die Aufnahme fettlöslicher Vitamine zu gewährleisten.
    Die meisten Hunde sind hervorragende Fettverdauer-und verwerter, aber natürlich sollte man erst überprüfen, ob der eigene Hund dazu gehört.
    Ich füttere jetzt keine separaten "Fettblöcke", wie man sie im Handel bekommt. Ich füttere eher durchwachsenes Fleisch( z.B. Suppenfleisch/gewolftes, fettiges Fleisch aus dem Barfladen/ Ente o.ä.) oder Hühnerkeulen mit Haut, Fettfisch o.ä...... und ich verwende immer die Brühe mit.
    Ist das Fleisch zu mager, dann kommt noch etwas Gänseschmalz oder Kokosfett dazu.Optimal wäre ein Mix aus tierischem Fett und pflanzlichem Öl ( nach Meinung der Experten hier vom Ernährungsinstitut).
    Pflanzliches Öl versorgt den Hund mit essentiellen Fettsäuren.
    Damit kommt in der Regel auch empfindliches Gedärm gut klar. Ich füttere Fett/Öl eher im unteren Bereich der Empfehlungen. Hab nämlich auch keine Lust auf Nachtwanderungen ;)


    Ich füttere z.B. k e i n Getreide wegen Futtermilbenallergie, kann ich dann trotzdem Haferflocken ins Futter geben?

    Das tatsächliche auslösende Allergen ist ja nicht die Milbe selbst, sondern ihr Kot. Der besteht aus Protein. Gekocht verändert sich nur die Struktur( Denaturierung), aber das könnte unter Umständen schon ausreichen, um das Allergen zu deaktivieren.
    Also Haferflocken nicht wie beim Müsli einfach drübersteuen, sondern kochen. Ansonsten alle offenen Packungen gut verschließen und möglichst schnell verbrauchen. Ich habe mir angewöhnt nur noch Kleinstmengen zu kaufen und dafür lieber öfters einzukaufen.
    Ashleys Vorgängerin war auch Milbenallergikerin ( Hausstaub-Futter)....und das prägt :D

    Vielleicht könnt ihr eine Hundemenü - Köchin unter die Arme greifen und mir helfen, damit Roxy alle Nährstoffe bekommt.

    Ja....können wir :smile:

    In einer selbst gekochten Mahlzeit sollten nach Möglichkeit diese Komponenten enthalten sein:

    Eiweiß/Protein ( Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Tofu)

    Fett ( gekochtes Rinder-oder Hühnerfett, Hühnerhaut, Gänseschmalz, Butter, fetten Fisch sowie pflanzliche kaltgepresste Öle)

    Kohlenhydrate ( hochwertige Getreideprodukte, Nudeln, Haferflocken, aber auch Reis, Hirse, Kartoffeln und Brot u.a.)

    Mineralien und Vitamine ( Obst, Gemüse, Kräuter, Salat, Milchprodukte, pflanzliches Öl, Innereien und spezielle Nahrungsergänzungen). Hier besonders an`s Kalzium denken. Gute Lieferanten sind rohe Knochen, Knochenmehl, Eierschalen, Algenkalk u.a.

    Ballaststoffe nicht vergessen! Die sind wichtig für die Verdauung und Darmmotilität. Es gibt lösliche Ballaststoffe, enthalten im Hafer, in Hülsenfrüchten, Nüsse, Samen, Obst, Gemüse u.a.
    Unlösliche Ballaststoffe sind enthalten im Vollwertgetreide, Weizenkleie, im (rohen) Apfel mit Schale und im Pumpernickel u.a.

    Je nach Lebensmittel sind die Nährstoffe in mehr oder weniger großen Mengen enthalten. Das macht aber nix. Der Hund benötigt nicht täglich eine super ausgewogene Mahlzeit.

    Das wäre der "Standard-Baukasten" :smile:
    Jeder Hund hat natürlich seinen eigenen Baukasten sprich Nährstoffbedarf. Der muss individuell ermittelt werden. Willst du das nicht selber machen, dann kommen die Futterpläne ins Spiel. Die sind als Richtlinien prima, aber keine Gewähr auf Verträglichkeit. Trotzdem gibt natürlich ein individuelles, ausbalanciertes Beispielmenü Sicherheit.

    Ich habe auch 2 Futterpläne, aber mir persönlich hat das "Selberbauen" immer Spaß gemacht ;) Kennt man die Bausteine, dann ist schon viel gewonnen. Das mit den Mengen gibt in der Regel der Hund vor.

    Rezepte gibts natürlich je nach Vorlieben der bekochten Hunde viele.....von traditionell übersichtlich bis abenteuerlich kunterbunt. Viele Menüs unterscheiden sich gar nicht mehr sooo von unserem eigenen Essen. Auch das kann funktionieren :smile:

    Es gibt auch nützliche Literatur:



    ......und ganz viele Kochbücher :smile:

    Hier schmecken die Gewürze klar durch und die Hunde haben keine Probleme das Futter gut gewürzt zu fressen

    Schon klar :smile:
    Ich gehe davon aus, dass die "besonnenen" Pottkieker mit den vielen Gewürzen umgehen können, aber es schauen ja auch viele Neugierige hier hinein, die unter Umständen die vielen unterschiedlichen Gewürzmischungen geschmacklich unterschätzen. Sollte nur ein Hinweis sein ;)


    Außerdem hab ich den Eindruck dass seitdem ich mit verschiedensten Gewürzen koche, die Verdauung viel besser geworden ist und das Gedärm auch viel eher mal Fehltritte verzeiht.

    Ja....das kann ich nur bestätigen. Gewürze als "Heilkräuter" eingesetzt können die Verdauung prima unterstützen. Zusätzlich gibts noch Bitterstoffe, also Löwenzahn oder Brennnessel(kraut). Keine Gewürze, schmecken auch scheußlich, aber wirken hier auch :smile:

    Curcuma, Cumin, Kümmel

    Oha....ganz schön geschmacksintensiv ;)
    Cumin....also Kreuzkümmel ist ja von der Wirkung her vergleichbar mit unserem europäischen Kümmel, aber geschmacklich nicht so mild. Eigentlich ist Cumin und Kümmel in einer Mahlzeit ein wenig "doppelt-gemoppelt". Hat das einen Grund, warum du beides fütterst?
    Wenn ich indisch/arabische Gewürze verwende, dann möglichst nicht viel durcheinander. Ingwer und Kurkuma sind ja beides Ingwergewächse. Da gibts z.B. dann nur eins von beiden. Ich habe mal eines meiner Hundemenüs probiert, weil ich sicher gehen wollte, dass da nix zu scharf schmeckt. Also man muss schon aufpassen, dass die Gewürze nicht dominieren. Da ist weniger oft mehr :smile:

    Ich habe mal aus Versehen Schwarzkümmel gekauft für den Hund, aber das ist gar kein Kümmel, sondern ziemlich pfeffriges Zeugs :D
    Alternativ zum eher scharfen Ingwer finde ich ja nach wie vor Galgant für die Hundeküche empfehlenswert.


    So.....heute im Napf:
    Wildlachs, Basmatireis, Rahm-Blumenkohl, Erbsen/Möhren (Dose), Apfel, Petersilie, Oregano, Brennnesselkraut, Kümmel, Walnussöl

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    Nein, das sind keine kleinen Buletten........sondern rein vegetarische Bananenkekse :smile:

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    Zutaten:
    Buchweizenmehl-Kichererbsenmehl-Mix, Haferflocken, Schafsquark, 2 reife Bananen + etwas Wasser

    So nachdem ich heute morgen ein Schlachtfeld aus fäkalien vor gefunden habe ist gekochte amaranth gestrichen

    Das nennt man Learning by doing....eine überaus effektive Lernform :D
    Ob nun "Fäkalien-Schlachtfelder" oder Nachtwanderungen "Allein ( mit dem Hund) unter Wildschweinen"....was den Hund schneller ( und gewaltiger) verlässt als geplant, kommt auf die "Blacklist" und somit in die Verbannung.
    Bei mir tummelt sich inzwischen auch ein munteres Völkchen von Verbannten herum, denn was oben als gesund und lecker im Maul verschwindet und unten als "Haufen-Schlachtfeld" endet, fliegt definitiv aus der Hundeküche :lol:

    dass es den Pfeffer braucht, sodass der Organismus Curcumin aufnehmen kann....achtest du darauf?

    :D
    Das ist mir dann doch zu viel Samba im Hundegedärm. Es gibt durchaus synergetische Alternativen zum Pfeffer bzw. zum Piperin.....nämlich:
    Liebstöckel
    Apfel mit Schale
    Brokkoli
    Grüne Bohnen
    Kapern

    Auch darin stecken sogenannte Bioenhancer.....also Aufnahmeverstärker u.a. auch für Kurkuma. Das Piperin im Pfeffer wurde nur zuerst entdeckt. Damals waren Flavonoide und ihre Wirkungen zueinander gänzlich unbekannt. Jedenfalls in der Schulmedizin.
    Bioenhancer haben ihre Wurzeln in der Ayurvedischen Medizin. Heute weiß man ein wenig mehr über Aufnahmeverstärker-Kombinationen, aber noch lange nicht alles. Es besteht noch Forschungsbedarf :smile:

    So.....heute im Napf:
    Hühnchen, Basmatireis, Apfel, Zucchini, Himbeeren, Kokosmilch, Messerspitze Oregano, TL Brennnesselkraut, Walnussöl

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    An diejenigen, die Kurkuma wegen Entzündungen füttern...wieviel und wie oft 'verabreicht' ihr das?

    In der Tagesration für einen mittelgroßen Hund empfiehlt die Ayurvedische Hundeküche 1TL Kurkuma. Für die indischen Hunde vielleicht kein Problem. Unsere spucken vermutlich Feuer :D

    im Netz dominiert ein "Tierarzt-Shop", der auf seiner Webseite zu wissen glaubt, dass ein Hund in der Tat sehr viel Kurkuma benötigt, weil davon im Zuge der Verdauung kaum was dem Organismus tatsächlich zur Verfügung bleibt.
    Selbstverständlich bietet er entsprechende Kapseln an, die den Hund weder Feuer spucken lassen noch die bei der Verdauung drauf gehen ;)

    Ich verwende ganz normales Kurkuma-Pulver aus dem Bioladen. Davon habe ich in der Zeit nach der Milz-Op 3-4x pro Woche eine Messerspitze bis max. 1 Eierlöffel ( 30kg Hund) ins Futter gegeben. Ashley ist "scharf" schon durch den Ingwer gewöhnt, der ihr Immunsystem unterstützen soll. Jetzt wo die Milz weg ist, schaue ich besonders nach stärkenden Kräutern und Gewürzen.


    Für Allergiker oder Hunde, die nur wenig tierisches Protein vertragen, gibts ein neues Produkt:
    Fermentierter Tofu

    Neu bei Taifun: Fermentierter Tofu | Taifun-Tofu

    Fermentiert ist in der Regel für Hunde sehr bekömmlich, was beim üblichen Bohnenquark ja nicht immer der Fall ist. Wäre als Zutat für ein vegetarisches Menü vielleicht nicht uninteressant.
    Vielleicht für @YoumaMitMensch?? :smile:

    kann ich den Hund Grünkern (gekocht) füttern?

    Kannst du schon, aber ich persönlich finde Grünkern nicht ganz so optimal für die Hundeküche. Der bleibt auch nach längerer Kochzeit immer noch bissfest und ist für empfindliches Gedärm somit unter Umständen schwer verdaulich.
    Die Zubereitung dauert mir einfach zu lange, denn nach dem Kochen muss Grünkern auch noch quellen. Ansonsten schmeckt der eigentlich recht nussig und auch leckerer als z.B. Reis. Gibt auch vegetarische Grünkernbuletten, die mit Sicherheit auch dem Hund schmecken. aber am nächsten Tag ggf. in anderer Form wieder erscheinen :D
    Wie immer heißt es.....muss nicht, aber kann ;)

    Ich habe noch eine Frage, Möhren können ja nur gut mit etwas Fett verwertet werden. Wie viel und was nehme ich denn da am besten, um noch Schonkostkonform zu bleiben?

    Hier gibts Infos

    Der Extralöffel Butter oder Öl kann zwar die Vitaminaufnahme ein wenig verbessern, viel wichtiger aber ist es, die Möhren vor dem Essen gut zu zerkleinern

    Stimmt’s?: Müssen Möhren mit Fett gegessen werden? | ZEIT ONLINE

    Ich koche Gemüse (auch Möhren) eigentlich immer in irgendeiner (fettigen) Fleischbrühe, Gänseschmalz o.ä., aber wenn du im Schonkostmodus bist , dann ist das Zerkleinern wichtiger ist als ein Ölbad ;)

    (warum ist altes Brot eigentlich verträglicher?)

    Eigentlich nur, weil es der Hund unter Umständen besser kaut als fluffiges weiches Brot ;)
    Erfahrungsgemäß gehört altbackenes Brot zur gastroenterologischen Basis-Diät.....sprich Schonkost. Ein Hund ohne empfindliches Verdauungssystem wird auch ein frisches Brötchen ohne Probleme ( Blähungen o.ä.) knabbern können.
    Ich lass`die Teile richtig hart werden. Ist halt ein kleiner, leicht verdaulicher Knabberspaß.

    Verkapseltes Fadenmaterial hatte ich mir gedacht, so als wenn ein Haar in die Haut einwächst und sich verkapselt.

    Ja.....aber das daraus taubeneigroße Beulen geworden sind, war mir dann doch etwas seltsam. Zwei kleine Fädchen hatten sich nach oben gestrampelt und nun ist auch die kleine offene Wunde zu. Klarer Fall von Selbstheilung :D