Beiträge von Audrey II

    Dachte immer gerade die wären kritisch, weil angeblich schlechter verdaulich?

    Die immer noch weit verbreitete Meinung, dass tierisches Protein grundsätzlich wertvoller ist und pflanzliches Protein minderwertig..... ist eigentlich widerlegt.
    Es ist auch viel komplizierter, als die Eiweißbedarfsabdeckung/Verdaulichkeit von tierischer und pflanzlicher Nahrung in "gut" und "weniger gut" einzuteilen. So wie es minderwertiges, schwer verdauliches tierisches Protein gibt, so kann natürlich auch Pflanzeneiweiß qualitativ beträchtlich variieren.

    Auch Gemüse kann viel oder wenig Ammoniak enthalten. In der Regel ist aber eine eher niedrige Konzentration der stark "ammonigenen" Substanzen in Pflanzen nachgewiesen.
    Man sollte aber weder das eine noch das andere "verteufeln", sondern sich einfach auf eine entsprechende Modifikation der Eiweißgabe beschränken ;)


    Oder Fleisch reduzieren und gleichzeitig tierisches Fett zufüttern.

    Oder etwas mehr Muskelfleisch füttern und Pansen o.ä. mal weglassen. Den Fettbedarf lieber in Kombination mit einem pflanzlichen Öl decken. Schon allein wegen der essentiellen Fettsäuren. Wurde mir so vom Ernährungsinstitut empfohlen :smile:


    So....heute ist "Bratwurst-Tag"! im Napf:
    Bio-Schweinebratwurst, Reis-Mix, Zucchini, gelbe Paprika, Möhren(Dose), Apfel, frische Kresse, Wurzel-Mix + Hanföl

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    Reicht es denn Fleisch zu reduzieren? Oder müssten nicht Proteine Reduziert werden?

    Genau genommen sollte man das Verfüttern von bindegewebereichem Fleisch oder Kauartikel einschränken.
    Beides ist schwer verdaulich und wird von den Mikroorganismen im Darm fermentiert. Dabei entsteht vermehrt Ammoniak, was zusätzlich noch die Nieren belastet.
    Pflanzliches Protein ist an diesen Prozessen nicht beteiligt.

    Folsäure ist unter der Norm, B12 ist an der Untergrenze und Harnstoff ist leicht erhöht.

    Folsäure und B12 muss man beobachten.
    Ashley hat seit Jahren den B12-Wert unter der Norm. Trotz Injektionen. Meine TÄ meinte, dass es einfach Hunde mit diesen niedrigen Werten gibt und sie damit aber gut klar kommen. Wenn dein Hund unspezifische Verdauungsstörungen bekommt, muss man ggf. supplementieren.
    Der Harnstoffwert ist klar. Zu viel Fleisch :D Alternativ vielleicht mal ein paar vegetarische Menüs füttern, also mit Ei oder Tofu. Inzwischen gibts ja gerade beim Tofu viel schmackhafte Auswahl. Muss nicht immer "bääää" schmecken ;)
    Wieviel Fleisch fütterst du ungefähr?

    Kannst du mir da konkret ein paar Studien nennen, auf die du dich beziehst?

    Welche Studien interessieren dich denn?

    Es gibt unzählige nationale und internationale Studien, Veröffentlichungen in der medizinischen Fachpresse, Dissertationen, Forschungsergebnisse o.ä über Dysbiosen, Prä-und Probiotika, Phythotherapie usw.

    Hier mal ein kleiner ( leicht verständlicher) Querschnitt aus den unterschiedlichen Fach-und Forschungsgebieten, wie Tierernährung oder Ernährungsmedizin

    Zentek_Praebiotika_2011.pdf

    Plitzner-Tierernaehrung-BOKU-Symposium-2007.pdf#page=61

    Dünndarm-Fehlbesiedlung erkennen und behandeln | NDR.de - Ratgeber - Gesundheit

    Ernährung bei Dünndarm-Fehlbesiedlung | NDR.de - Ratgeber - Gesundheit

    Wie versorgt ihr eure Hunde mit Calcium? In dem Artikel steht, dass man kein Algenkalk und Eierschalenmehl nehmen soll, ist da was dran?

    Zitat aus dem Artikel:

    "Bei gesunden Hunden sollte der Calciumbedarf über rohe fleischige Knochen gedeckt werden....."
    "Wichtig für die Produktion der Magensäure ist die gleichzeitige Zugabe von Fleisch..........."

    Das ist für mich persönlich keine neutrale Stellungnahme zur Calciumversorgung, sondern geht eindeutig in den Bereich "Barf-Beratung". In meinen Futterplänen hier vom Zentek-Institut wurde nichts dergleichen erwähnt. Ich füttere seit über 10 Jahren Algenkalk, Eierschale und div. Mineralstoffmischungen im Wechsel.

    Eine Beratung, die keine Alternativen zu lässt, ist eigentlich keine Beratung. Für mich haben solche Aussagen keine Bedeutung.

    Heute gibt's Bratwurst mit Sauerkraut.

    Oh ja......Bratwurst ist hier auch sehr beliebt :D
    Da habe ich mich doch gleich inspirieren lassen und die grobe Schweinebratwurst aus dem Bioladen erbeutet. War im Angebot ;)

    Heute gab es:
    Gebackene Hühnerkeulchen, Couscous-Quinoa-Reis-Mix, Gemüse, Apfel, Wurzel-Mix, Kurkuma, Koriander, Feta, Hanfsamen + Walnussöl

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    Was habt ihr denn da benutzt als "Magenschutz aus Hausmitteln"?

    Bei einer kurzfristigen Übersäuerung hilft z.B. eine Basensuppe......ein altes und bewährtes Hausmittel :smile:
    So wird sie gemacht:

    1 Möhre, 1 Kartoffel, 1 Stück Sellerie in kleine Stücke schneiden und in 1/4 Liter Wasser ca. 20 Min. weich kochen. Etwas Kräutersalz dazu. Danach im Mixer pürieren und ein paar frische Kräuter, wie Petersilie, Majoran oder Thymian ( auch getrocknet) zufügen.
    Falls es dem Hund besser schmeckt, darf noch 1 Löffel Saure Sahne oder Buttermilch dazu. Gegen die Übelkeit hilft auch ein Hauch Ingwerpulver.

    So eine natürliche Entsäuerungskur ist für den Hund sehr viel magenfreundlicher und effektiver als Säureblocker.
    Nach meiner Erfahrung besteht oftmals überhaupt kein Grund quasi mit "Kanonen auf Spatzen zu schießen", sondern man sollte lieber der Frage auf den Grund gehen, warum so viel Säure und ein Reflux entsteht.
    Oftmals liegt bei älteren Hunden eine Störung der Magen-und Darmmotilität vor. Das heißt.......es geht schwer voran in Magen und Darm und die Hunde haben gar nicht zu viel Säure, sondern Säure am falschen Ort.
    Säureblocker öffnen "Tür und Tor" für pathogene Keime und gastrointestinale Infektionen. Inzwischen ist auch wissenschaftlich gesehen ihr Einsatz umstritten.
    Eine leicht bekömmliche, bindegewebearme und ballaststoffreiche Ernährung kann da längerfristig sehr viel besser bei Übersäuerungszuständen helfen und sie reguliert sanft und nicht "mit der Keule" ;)

    Ich probiere gerne alternativen aus, wenn es auch nur eine kleine Chance gibt, ihm damit zu helfen.

    Es besteht sogar eine sehr große Chance :smile:
    Kann aber erfahrungsgemäß bis zu 6 Monate dauern, bis sich gesunde Bakterienstämme im Darm gebildet haben. Geduld ist bei der Ernährungstherapie sehr wichtig ;)
    Gut gegen böse auszutauschen, geht nicht so einfach und die "bösen" Keime vollständig mit aggessiven Medis auszurotten, geht immer auf Kosten der gesamten Darmökologie.

    Typische Ursachen einer gestörten Darmflora ( heißt jetzt neu Mikrobiom) sind:

    Behandlung mit Antibiotika
    Einnahme von Säureblockern
    Minderwertige Ernährung( zu viele raffinierte KH, zu viel tierisches Eiweiß, zu wenig Ballaststoffe)
    Dauerstress ( ist bei den Auslandhunden nicht zu unterschätzen)

    Die Folgen einer solchen gestörten Darmflora sind:

    Verdrängung von lebenswichtigen (guten) Bakterienstämen
    Änderung des ph-Wertes
    Immunologische Stoffwechselreaktionen
    Fäulnis-und Gärprozesse, die zu einer vermehrten Bildung von toxischen stoffen führen ( z.B. Ammoniak)

    Die Hunde leiden unter Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen-krämpfe, Blähungen u.a. Sie fressen Gras, Wurzeln und Erde, um den wenigen verbliebenen nützlichen Bakterienstämmen Nahrung zu geben oder eben auch spezielle (Bitter)Kräuter gegen die Übelkeit.

    Ziel einer Ernährungstherapie:

    Bildung neuer "guter" Bakterienstämme, um die potentiell krankmachenden Darmbakterien in Schach zu halten
    Gezieltes "Aushungern" pathogener Keime
    Unterstützung des Immunsystems

    Stärkung der natürlichen Heil-und Regenerationsfähigkeit

    Wie gesagt.......das geht mit ein wenig "know how" ( Ernährungskonzept.....keine "Diät")...... und natürlich Durchhaltevermögen.
    Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen fördert oft schon die regelmäßige Gabe von Buttermilch die Bildung von neuen positiven Lebensgemeinschaften im Gedärm.
    Muss also immer gar nicht so kompliziert sein ;)

    Bei der Bakterielleuntersuchung kam raus, dass er Clostridien hat

    Unter bestimmten Umständen (....wie z.B. eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms) verschiebt sich das Gleichgewicht der mikrobiellen Darmflora. Das bedeutet: Clostridienstämme aber auch andere pathogene Keime könnenen sich ungehindert vermehren. Die Einnahme von AB verstärken ihre Ausbreitung sogar noch.
    Einer aktuellen Studie zufolge, fördern auch häufig eingesetzte Säureblocker besonderns Darminfektionen mit dem Clostridien-Keim.

    Die Biester sind nicht blöd. Viele Stämme sind inzwischen resistent und erfreuen sich gerade bei einem geschwächten Immunsystem bester "Gesundheit".

    Nee.......denen muss man ganz anders kommen. Nämlich in dem man einen für sie feindlichen Lebensraum schafft. Das geht tatsächlich über die Ernährung.
    Führende Ernährungsexperten empfehlen den Anteil von tierischem Protein zu reduzieren (Clostridien ernähren sich von Protein und Fett) und gleichzeitig rohfasereiche Rationen zu verwenden... sprich weniger Fleisch und Fett und dafüe mehr (Wurzel)gemüse, frische Kräuter wie Löwenzahn und Brennnessel......mit den darin enthaltenen Bitterstoffen.

    In wissenschaftlichen tierexperimentellen Untersuchungen konnte das Vorkommen von Clostridium perfringens durch ätherische Öle drastisch reduziert werden, und zwar durch die Öl-Komponenten Thymol und Cavacrol. Enthalten in den Kräutern wie Thymian und Oregano.
    Ich gebe seit Jahren eine wohldosierte Menge beider Kräuter mit ins Futter ( frisch oder getrocknet).

    Die Schulmedizin sorgt sicher für eine schnelle Verbesserung von Beschwerden. Langfristig gesehen können Ernährungs und -naturmedizin sehr viel spezieller gerade bei unspezifischen Verdauungsstörungen ( keine lebensbedrohenden!) eingehen. Es gibt viele interessante Erkenntnisse über natürliche Substanzen, die nachweislich die Darmökologie verbessern.

    Meine persönlichen Erfahrungen, also in Bezug auf meinen Auslandhund, sind ausgesprochen gut. Ein Versuch wäre es wert :smile: