Beiträge von Audrey II

    Ich find es ehrlich gesagt sehr, sehr praktisch und auch zukunftsorientiert, dass die Futtermittelindustrie inzwischen so gewachsen ist und ein so breitgefächertes indivuelles Nahrungspektrum für den Hund anbietet, so wie unsere Hunde nu mal mannigfaltig in ihrer Indivualität sind.

    Die Futtermittelindustrie hat sich dem aktuellen Trend von möglichst "naturnah" angepasst, was ihre Produkte aber nicht wirklich besser macht.
    Das Futter wird konstruiert für die Bedürfnisse der industriellen Produktion und Vermarktung. Es geht um Haltbarkeit und die Rezepturen orientieren sich vor allem daran. Nicht unbedingt an den tatsächlichen Bedürfnissen der Hunde.

    Die Zusammensetzung des Futters muss sich diesem Ziel unterordnen und "Natur" ist der natürliche Feind der globalen Futtermittelindustrie. Was schnell verdirbt, hat keine Chance verkauft zu werden. Fragt sich, ob allein die chemische Zusammensetzung/Konservierung/Aromatisierung usw. des Futters, Grundlage und Maßstab einer gesunden Ernährung sein kann.

    Ich finde die immer größer werdende Sortenvielfalt beim Hundefutter nicht nur verwirrend, sondern auch völlig überflüssig. Vermutlich würde ich vor den bunten Tüten weitaus länger blöd herum stehen als vor dem Herd. Bis ich mich für ein Produkt entschieden habe......ob nun mit Getreide oder ohne, mit Weiderind( nur auf dem Bild) oder ohne, aber dafür mit Mehlwurm oder Erbsenpüree oder doch lieber eins, was den Kot reduziert.....hätte ich schon 3 leckere Menüs gekocht ;) Ohne durchdringenden Maggigeruch und dem faden Versprechen, dass mein Hund vom Hersteller geliebt wird.

    Ok.....ich mag das Fertigzeugs nicht. Man kauft Leckereien und wähnt sich fernab industrieller Mastmittel. Ist aber nicht so. Ist der gleiche Kosmos, wird aber aufgrund eines ausgeklügelten Marketings als "Lifestyle-Fresschen" verkauft.

    Weder Otto noch Helga würden heute die seltsamen Zutaten auf den bunten Tüten verstehen.....Moringa was? Mojave Yucca hä?
    Vermutlich würde Helga ihrem nierenkranken Hund doch lieber ein warmes Brennnesselsüppchen kochen.....ohne Topfblume drin oder so :D

    Aber......ich weiß ja was du meinst :smile: Nimm mir meine kleinen Bosheiten nicht übel ;)

    es ist gefährlich, denn das Infektionsrisiko ist ja bei rohem Fleisch hoch...

    Warum nicht mal auch die Risiken konkret ansprechen? Ganz sachlich ohne emotionale "Verschwörungstheorien" oder ähnlich unsinniges Zeugs ;)

    Rohe Lebensmittel sind nicht steril. Punkt.

    Gerade Bakterien finden auf rohem Fleisch ideale Lebens-und Vermehrungsbedingungen. Dazu gehören neben Salmonellen auch Campylobacter, Clostridien, EHEC, Staphylococcos, Listerien o.ä.
    Viele dieser Bakterien sind für den Hund ungefährlich, können aber unter bestimmten Voraussetzungen ( fehlende Kühlung, ungesachgemäße Lagerung) im Fleisch Giftstoffe bilden, die nach dem Verzehr dieses mit Toxine belasteten Fleisches schwerwiegende Erkrankungen beim Hund auslösen können.
    Hunde, die über keinen ausreichenden Immunstatus verfügen, droht da schon Gefahr. Welpen und junge Hunde gehören dazu, alte Hunde und eben auch die vielen immungeschwächten Hunde, die in durchaus lebensbedrohende Situationen geraten können.

    Neben den bakteriologischen Infektionsrisiken kann rohes Fleisch natürlich auch Parasiten enthalten. Protozoen gehören dazu......also Giardien, Sarkosporidien, die in der Muskulatur von Nutztieren auftreten können oder Toxoplasmen. Auch hier kann die Infektion bei vielen Hunden völlig symptomfrei verlaufen, aber bei den vielen anderen Hunden eben auch nicht...... und schwere Durchfälle mit Erbrechen auslösen.

    Ich halte es für wenig sinnvoll, diese bestehenden Risiken zu ignorieren nur weil die Rohfütterung eine beliebte Ernährungsform ist und Kritik sofort emotionale Gegenwehr auslöst. Ein bißchen mehr Verantwortung bzw. sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema hätte ich mir die letzten Jahre schon gewünscht.


    Im Bekanntenkreis schwören die meisten Leute aber trotzdem drauf, dass Barf ja die einzige Lösung sei

    Für was die Lösung?
    Für mich hat seit der Erfindung des Feuers eine Parallel-Evolution von Mensch und Hund stattgefunden und ich persönlich habe die konsequente Rohfütterung in ihrer "Urform" (Billinghurst) immer als rückschrittige Fehlernährung empfunden. Für mich ist der Hunde ein "Abstauber", der nach keinem Konzept ernährt werden muss ;)
    Inzwischen gibt es ja zahlreiche Ernährungs-Mischformen ( roh, gekocht, Fertignahrung, Tischreste), mit denen viele Hunde gut klar kommen. Ich denke, damit ist man auf einem guten Weg :smile:

    ein paar Kartoffeln gekocht. Sind 2 mittlere Knollen zu viel oder könnten es auch drei sein?

    Das Ernährungsinstitut hier empfiehlt sehr großzügige KH-Rationen. Also in der Ration 450 - 600g frische Kartoffeln ( Kochgewicht). Hast du eine Küchen-oder Löffelwaage?
    Ich denke mal, dass 2 mittelgroße gekochte Kartoffeln um die 300 wiegen. Bei den Kartoffelflocken wird weitaus weniger berechnet. Ob dein Hund mit relativ großen Stärkemengen klar kommt, musst du austesten. Eventuell erhöht sich das Kotvolumen.

    Ich habe hier in Schonkostjahren sehr lange die Lunderland-Kartoffelflocken gefüttert. Fand ich einfach sehr viel praktischer, als 1/2 Stunde oder länger 2 Kartoffeln zu kochen :smile:

    Übrigens......Stiftung Warentest.......ja....die haben keine Ahnung von Hundefutter, aber Ahnung von Schadstoffen im Basmatireis :D
    Da gab es ziemlich üble Testergebnisse. Zum Glück war der von mir verwendete Basmatireis ( Uncle Ben`s) nicht betroffen.

    Wie viel kann ich einem 14kg Hund da geben?

    Mein Hund wiegt 30kg und bekommt 1 Scheibe. Die wiegt ca. 50g. Vermutlich würde die Ashley auch mehr vertragen, aber ich füttere Pumpernickel eher als Ballaststoff-Zusatz als eine KH-Ration.
    Im Handel gibt es Qualitätsunterschiede und das meiste Pumpernickel enthält Sirup, Malzextrakt o.ä.
    Ich habe mich für eins "ohne alles" entschieden :smile:

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    Also 1/2 Scheibe in der Testphase wäre meine Empfehlung für deinen Hund und ggf. langsam steigern. Geht ja ganz gut beim Brot.


    Der Senioren-Teller von heute:
    Hühnerherzen, Buchstabennudeln/Pumpernickel, Gemüse-Mix, Apfel, frische Kresse, Hanföl

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    Die Tofu-Bratwürstchen wurden übrigens sehr gut vertragen. Geschmeckt haben die auch :smile:

    Gerstenschrot

    Mag dein Hund Pumpernickel? Besteht aus Roggenschrot mit süßlichem Geschmack. Ich brösel 1 Scheibe einfach ins fertige Menü. Wird hier gut vertragen :smile:


    Wie genau errechne ich das für meinen Hund?

    Was möchtest du denn berechnen? ;)
    Die Empfehlungen sind: 2/3 Fleisch und 1/3 Flocken nach Barf-Konzept.
    Ich persönlich würde wohl mit eher kleinen Mengen beginnen......falls du zum 1. Mal Buchweizenflocken fütterst. Mit den Hersteller-Empfehlungen ist das immer so eine Sache. Darauf kann man sich eigentlich nicht 100% verlassen. Wir haben ja Hunde mit sehr speziellen Verdauungssystemen ;)
    Du fütterst doch eigentlich nach dem "Allesfütterer-Konzept", oder? Ein Genie, wer da überhaupt was berechnen kann :D

    ich habe gerade Buchweizenflocken bei Aniforte bestellt. Zur Probe erstmal eine 1 Kg Packung.

    Flocken gibts wirklich in großer Auswahl in den Drogerien. Auch in kleinen Mengen zum Austesten :smile:
    Die Buchweizenflocken würde ich schön lange einweichen. Ich selbst verwende gerne Buchweizenmehl für meine Hundekekse.

    Kann vielleicht noch jemand was zu den "besonders leicht verdaulichen, stark energieliefernden" Kohlenhydraten sagen?

    Empfehlenswerte KH-Quellen für den Hund sind u.a. Klassiker wie gekochter Reis, Nudeln, Getreideflocken oder Gerstenschrot. Leicht verdaulich bedeutet immer aufgeschlossen, also thermisch behandelt. Haferflocken wie im Müsli üblich übers Futter gestreut sind für den Hund z.B. nicht leicht verdaulich.

    Komplexe KH aus Vollkornprodukten, Gemüse und nicht zu süßem Obst sind für den Hund nicht nur gesund, sondern sie sättigen ihn auch viel nachhaltiger. Stärke und Zucker an Ballaststoffe gebunden, können nur langsam daraus gelöst werden und ins Blut gelangen. Auf diese Weise bleiben die starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels aus und der Hund verspürt nicht nach kurzer Zeit wieder Hunger. Ein niedriger bis mittlerer glykämischer Index wäre sinnvoll.
    Ich würde darauf verzichten, schnell verfügbare Energie in Form von großen Mengen stärkehaltiger KH zu füttern. Stärke ist nichts anderes als eine lange Kette von Traubenzucker und auch hier kann ein "Zuviel" schnell mal den Stoffwechsel durcheinander bringen.
    Übrigens.......nach experimentellen Studien wirkt eine erhöhte KH-Zufuhr in Zusammenhang mit einer reduzierten Zufuhr an Proteinen in der Regel beruhigend und angstreduzierend.

    So.....hier gab es die letzten Tage:

    Kabeljaufilet, Linsennudeln, Gemüse-Mix, Apfel, Kokosmilch, Peacannüsse, frische Kresse + Rapsöl

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    Gebackene Hühnerkeulen, Kurkumareis, Gemüse-Mix, Apfel, Kresse, Kräuter/Gewürze + Kürbiskernöl

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    Veggie-Menü mit Tofu-Bratwurst

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    weil es ja nur sekundär mit Ernährung zu tun hat

    Es gibt hier auch noch einen speziellen Schonkost-Thread :smile:

    Wenn mit dem Stress damals auch die Magen-Darm-Störungen begonnen haben, dann liegt da vermutlich auch die Ursache des Problems. Muss nicht zeitgleich aufgetreten sein.
    Lange Stressphasen verändern nachweislich das vorhandene Gleichgewicht der Bakterienstämme im Darm. Das bedeutet, dass erhöhte Belastungen auch vermehrt Enzyme benötigen und leider auch verbrauchen.
    Kann also auch sein, dass dein Hund nix verträgt, weil seine Verdauungsenzyme sich gar nicht so schnell neu bilden können wie sie verbraucht werden. Zusätzlich wird bei Stress Verdauungsenergie eingespart, weil der Hund grad mit einem komplizierten "Problem" beschäftigt ist und freiwerdende Energie zur Lösung dieses "Problems" benötigt. Das geht jetzt aber schon in den Bereich Neuropsychologie.

    Kleine Helferlein, die z.B. begleitend eingesetzt werden können, kommen aus der Naturmedizin, wie spezielle Magenkräuter, Tees für den Stoffwechsel, Heilpflanzen mit Bitterstoffen, welche die Durchblutung der Darmschleimhaut fördern oder den Appetit anregen usw.
    Bei längerem Erbrechen sind auch Elektrolyte unverzichtbar, um den Mineralstoffverlust auszugleichen ( Natrium/Kalium). Die gibts z.B. in der Apotheke.

    Eine B12 Bestimmung wäre vielleicht auch sinnvoll. Stress führt zu einem B12 Mangel und dadurch auch wieder zu Verdauungsproblemen bzw. Defiziten bei der Nährstoffaufnahme.

    Also......das sind Überlegungen, die mir so dazu einfallen. Muss nicht so sein ;)


    Nun denke ich an Hirse oder ähnliches.

    Schau mal.....hier wirst du vielleicht fündig :smile:

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    Wieviel Gramm pro Portion dürfte sie denn bekommen?


    Bei den KH kann man selten nach den Empfehlungen füttern. Jeder Hund verträgt sie anders. In meinem Futterplan stehen zwischen 200-250g pro Portion. Nach meinen Erfahrungen aber gekocht und kein Rohgewicht. Kennst du das Märchen vom "süßen Brei"? :D Falls nicht, dann koche mal 1 Packung Hirse im Topf :lol:

    Beim Zwerg wurde eine verdickte Magen-, Darm- und Blasenwand fest gestellt

    Verdickte Magen- Darm-und Blasenwände sind Ausdruck ( unspezifischer) entzündlicher Reaktionen und bedeuten ein umfassendes klinisches Management. Die Ursachenforschung gestaltet sich schwierig. Von einer bakteriellen Dysbiose, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien bis hin zu Immunschschwächen und Stress.


    Ketonkörper im Urin

    Nachgewiesene Ketonkörper im Urin sind ungewöhnlich. Sie entstehen, wenn nicht genügend KH zur Verfügung stehen und der Körper auf die Verbrennung von Fetten zurückgreifen muss. Das passiert z.B. auch bei einer chronischen Magen-Darm-Erkrankung mit Erbrechen, aber auch bei massiven Störungen des Säure-Basen-Haushaltes.


    Kalium- und Natriummangel

    Natriummangel geht in die gleiche Richtung und ist oftmals gekoppelt mit Durchfall und Erbrechen, aber auch durch harntreibende Medikamente, die entwässern sollen. Auch eine gestörte Natriumausscheidung durch die Nieren wäre möglich. Natrium reguliert den Wasserhaushalt im Körper und spielt zusammen mit Kalium eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und Muskelbewegungen.

    Kaliummangel entsteht auch durch länger andauernde Durchfälle. Geht also auch wieder in Richtung Magen-Darm-Störung. Hast du nicht auch einen besonders nervösen, stressanfälligen Hund? Ich meine, so was gelesen zu haben.
    In der Ernährungsmedizin wird bei Kaliummangel eine ballaststoffreiche Nahrung empfohlen, wie frisches Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.

    Jetzt stellt sich mir aber die Frage: Gab es bei deinem Hund in letzter Zeit irgend welche Anzeichen einer Magen-Darm-Erkrankung, AB-Behandlung, Parasiten o.ä. ? Verdickte Magen-und Darmwände lassen schon auf einen chronischen Prozess schließen. Gibt es eine Krankengeschichte oder sind die Untersuchungsergebnisse ganz überraschend für dich?
    Wie ernährst du deinen Hund bisher?

    Doch irgendwie bin ich der Meinung Hüttenkäse und Ei sind zu viel.

    Zu viel Protein? Wieviel wiegt dein Hund?

    Kommt ja auf die Mengen an. Ei und Hüttenkäse sind hochwertige Proteinquellen und die Belastung des Organismus ist eher gering.
    100g Hüttenkäse enthält z.B. ca. 11g Protein, 1 mittelgroßes Ei ca. 7g und 200g Hühnchen ca. 36g Protein. Wenn du zum Hühnchen noch 1/2 gekochtes Ei und 2 Löffel Hüttenkäse gibst, ist das jetzt nicht zu viel :smile: