Beiträge von Audrey II

    Diagnose malignes Lymphom

    Lymphdrüsenkrebs ist beim Hund mit Chemo ganz gut behandelbar. Da besteht viel Hoffnung :smile:

    Bei einem krebskranken Hund ist es wichtig, dass man bei der Ernährung eine optimale Mischung von gesund und schmackhaft findet......und wie man Nährstoffe vermeidet, die eher dem Tumor als dem Hund zugutekommen.
    Das bedeutet, dass eine Diät hauptsächlich energierreich (fett) sein sollte und zum Fressen anregt. Eine Gewichtsabnahme unbedingt vermeiden. Letztere ist selten das Ergebnis veränderter Stoffwechselvorgänge, sondern häufig eine Folge von Appetitlosigkeit.


    dass diese Sache mit dem kompletten Verzicht auf Kohlenhydrate eigentlich veraltet ist

    Ja.....stimmt schon. Gemeint sind lösliche KH und einfache Zuckermolekühle. Zucker wäre auf jeden Fall tabu, aber der ist in der Hundeernährung ja sowieso tabu.
    Ein geringer Anteil an Stärke ist aber ok......also Kartoffeln, Nudeln oder Reis.
    Werden KH reduziert, muss die Fett-Ration erhöht werden. Das ist auch gut so, denn Tumorzellen können Fette nur in geringem Maße als Energielieferant nutzen. Der Hund aber schon.

    Auch wichtig: Der erhöhte Rohfaseranteil bzw. faserreiches Gemüse, wie Möhren, Äpfel oder Salat. Noch effizienter, aber nicht gerade lecker sind Weizenkleie und Futterzellulose. Letztere sichern und regulieren den Transport des Nahrungsbreis.


    dass man in der Krebsernährung mögichst auch Omega 3 lastige Öle zurückgreifen soll.

    Ja.
    Wachstumshemmend auf Tumore soll wohl ein erhöhter Anteil von Omega-3-FS wirken und besonders pflanzliche Öle ( z.B. Leinöl) aufgrund ihrer besonderen Zusammensezung an FS. Allerdings kann es bei manchen Hunden aufgrund der Mengen zu Akzeptanzproblemen kommen. Insofern kann auch ein Anteil pflanzliches Öl durch Schweine-oder Gänseschmalz ersetzt werden.


    Gibt es noch irgend etwas, was ich bei der Fütterung beachten kann?

    Krebskranke Hunde haben einen erhöhten Mineralstoff-und Vitaminbedarf. Wenn du also ein entsprechendes Produkt fütterst, dann gilt ungefähr die doppelte Menge zum Erhaltungsbedarf.


    Nächsten Freitag haben wir einen Termin in der Onkologie.


    Alles Gute :smile:

    Wir sind nächsten Donnerstag auch in der Tierklinik zur Geriatrischen Sprechstunde.
    Immerhin kann meine Seniorin keinen gefürchteten Milztumor mehr bekommen ;) Immer positiv denken :smile:

    Trotz der vielen schmerzlichen Abschiede.......The Show Must Go On :/

    Irgendwie habe ich gerade das Bedürfnis, besonders lecker für die Seniorin zu kochen und zu bruzeln, weil ich auch langsam im Kopf habe.....wie lange noch. Böse Gedanken.....hinweg :barbar:

    Im Napf gestern:
    Hühnerleber, Kurkumareis, Gemüse-Mix, Apfel, in Butter gebratene reife Banane, geröstete Hanfsamen

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    ....und heute: Gebratenes Hähnchengulasch, Süßkartoffel-Spaghetti/Pumpernickel, Möhrenstifte, Zucchini, Paprika, Apfel, Linsen(Dose), Hanfsamen + Himbeeren

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    Gebacken wurde auch: Cookies aus Schafs-Joghurt /Mais-Kokosmehl :smile:

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    ich wollte ihr die Buchweizenflocken abends dazu machen. Oder soll ich sie ihr besser morgens geben und das Gemüse abends?

    Das wirst du wohl austesten müssen :smile:


    Gibt jemand von euch Brennessel zum stärken der Blase?

    *meld*
    Hier gibts regelmäßig Kräuter zur Unterstützung diverser Organe ;)
    Brennnesselblätter kaufe ich getrocknet im Bioladen oder als lose Teemischung zusammen mit anderen stärkenden Kräutern. Zuviel davon schmeckt ggf. bitter, deshalb gibts nur wenig davon. Wird einfach ins (heiße) Süppchen gestreut und zieht beim Abkühlen gut durch.


    Also ich meine ob ich ihm zum Beispiel Tofu mit Reis usw mischen kann,

    Ja klar. Tofu ist oft Bestandteil meiner Veggie-Menüs.
    Ich würde ihn aber auch anbraten, weil Naturtofu ziemlich geschmacklos ist. Alternativ gibts inzwischen eingelegten oder geräucherten Tofu und natürlich auch die leckeren Tofu-Bratwürstchen :smile:


    Mit wenig anfangen, den Hundedarm daran gewöhnen

    Genau :smile:




    So.......und meine (unsere) Gedanken sind heute bei der lieben Buffy, für die jetzt hier ganz hell eine Kerze leuchtet.
    Wir denken dich, Sabine.

    dass ich die Abendration mit Flocken füttern möchte

    Ja.....da wollte ich gerade nachfragen :smile:
    Ich finde eine reine Fleischmahlzeit am Abend etwas problematisch. Die für die Regulierung der Verdauung nötigen pflanzlichen Faserstoffe (Ballaststoffe) fehlen.
    Auch wenn die Hersteller gerne mit einer hochwertigen Zusammensetzung werben, stecken in den Dosen hauptsächlich Schlachtabfälle/innereien. Das muss ja nicht grundsätzlich schlecht sein, kann aber unter Umständen bei empfindlichen Mägen zu Fehlgärungen im Dünn-und Dickdarm führen.

    Ich würde vielleicht den Gemüse-Mix auf 2 Portionen aufteilen. Also einen Teil davon abends zur Reinfleischdose dazu.

    Ich habe früher ein paar Monate die Schonkostflocken von Lunderland ( Reisflocken + Gemüse) gefüttert. Die fand ich ganz praktisch. Kann man gut mit Fleisch, Fisch oder Dose kombinieren. Da gabs aber auch nix anderes. Abwechslung im Napf funktioniert am besten, wenn der Darm stabil ist :smile:

    So....hier gabs heute den Seniorenteller mit Blutwurst

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    Wegen der bösen Wespen, die auch ganz scharf auf das Ashley-Futter sind, wird jetzt drinnen serviert ;)

    morgens gekochtes zu füttern und Abends Dosenfutter

    Hm.....Mischfütterung ist immer etwas schwierig mit der Berechnung. Da spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie z.B. die Gesamtfuttermenge, Zusammensetzung der Dose, Bedarf usw.
    Nur als Beispiel:

    Wenn beim 36kg Hund die Gesamtmenge des Futters ( Fleisch, Nudeln, Gemüse, Wasser/Brühe usw) ca. 700-800g beträgt, dann könntest du diese Ration auch ganz einfach auf 2 Mahlzeiten verteilen.
    Alternativ kann man auch die Proteinration ( also Frischfleisch) durch eine Reinfleischdose (300-400g) ersetzen.
    Das willst du aber nicht?

    Wenn du abends z.B. ein Alleinfutter füttern möchtest, also eine 400g Dose, sollte das gekochte Menü mengenmäßig der Gesamtration angepasst werden. Ich würde es wohl auf die Hälfte reduzieren und schauen, wie der Hund damit klar kommt. Er darf weder ab noch zunehmen. Insofern ist in den ersten Wochen eine regelmäßige Gewichtskontrolle sinnvoll.

    Hier ist z.B. für meinen Hund (31kg) das Basic Menü für morgen....nur Gemüse, Kartoffeln + Brühe. Das sind 600g.

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    Im Prinzip entspricht das schon fast der Gesamtfuttermenge. 150g Blutwurst kommen morgen noch dazu. Weil ich aber sehr suppig füttere ( mindst. 150g Flüssigkeit), ziehe ich die von der Gesamtfuttermenge ab.
    Dann passt es wieder. Ich muss da nach so vielen Jahren Hundeküche nix mehr berechnen. Das habe ich im Kopf :smile:

    An welches Dosenfutter hattest du gedacht?

    Ich gebe ihm eigentlich nie so ein Fleisch und dann hab ich es einmal gemacht und hab schon eine auf die Rübe bekommen

    Ehrlich gesagt finde ich ein paar Nudeln, ein Stück Schnitzel mit Fettrand und idealerweise mit einer Portion Gemüse dazu...... sehr viel hochwertiger als konservierte, in Herkunft und ( synthetischer) Zusammensetzung kaum nachvollziehbare Industrienahrung zum Niedrigpreis ;)
    Kein Grund sich wegzuducken.

    Es ist kaum vorstellbar, dass eine aus frischen Zutaten zusammengestellte Nahrung nicht per se das Beste für den Hund sein soll ;)

    Ich weiß nicht genau wo sie diese Infos her

    Tja....woher? Hundeernährung ist ein komplexes Thema und es geistert sehr viel "Halbwissen" im Netz herum. Da muss man schon sehr aufpassen, nicht in die unterschiedlichen Interessenkonflikte/Ideologien hineinzugeraten.

    So......hier gabs heute:
    Maishuhnkeulchen, Pellkartoffeln/Süßkartoffel-Spaghetti, Gemüse-Mix, Feta, Kräuter/Gewürze + Hanföl


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    Die Keulen wurden natürch noch vom Knochen befreit :smile:

    Beide Male danach hatte er sehr laute Bauchgeräusche und er war sehr unruhig. Kann das damit zusammen hängen

    Ja kann es.
    Pumpernickel enthält fast 60% Ballaststoffe und ist quasi "pur" gefüttert auch nicht für jeden Hund leicht verdaulich. Der Hund müsste es gut kauen, was er natürlich nicht macht.
    Ich brösel die Scheibe immer ins heiße Süppchen. Dadurch wird das Pupernickel weich und breiig. Der Geschmack bleibt aber. Der Ballaststoffgehalt auch. Und wie gesagt.....ist bei mir nur ein "Zusatz" ( Bakterienfutter) und gehört nicht zur KH-Ration.
    Wenn der Magen oder Darm laut grummelt, dann wird ja verdaut.....also heftig verdaut. Wenn dem Hund das zu viel ist bzw. es ihm unangenehm wird, dann bleibt es eben beim (missglückten) Versuch ;)


    ist eigentlich sehr informiert über Hunde

    Die Informationsflut ist gigantisch und man muss schon gut erkennen, wo her die Wissenquellen stammen. Beim Thema gesunde Ernährung überschlagen sich ja gerade die Forschungsinstitute, Wissenschaftler, Gesundheitsbehörden und Berater mit ihren Warnungen vor dem Verzehr "todbringender" Nahrungsmittel ;)
    Die Ernährung von Hunden ist dann noch mal ein ganz spezielles Thema.


    dass das absolut schädlich für Hunde ist, wenn sie sowas bekommen, dass sie Diabetes bekommen, verfetten, Herz- und Leberprobleme bekommen und blind werden.

    Deine Freundin beruft sich vermutlich auf die mehr oder weniger wissenschaftlichen Warnungen in Bezug auf "rotes Fleisch" und dem darin enthaltenen Blutfarbstoff Häm-Eisen. Beim Menschen soll ein regelmäßige Verzehr die oben beschriebenen Erkrankungen begünstigen ( na ja...außer blind :D ).
    Allerdings müsste vermutlich sehr viel blutiges Steak auf den Teller, dazu noch ordentliche Brotzeiten mit Schinken und Salami.

    Nun füttern wir unseren Hunden eher selten ein fettes Stück gekochtes Eisbein oder BiFi und gegen ein Stück Schweineschnitzel mit Fettrand ist nix gegen zu sagen. Dick werden unsere Hunde auch nicht durch Fett, sondern viel mehr durch die vielen kalorienreichen Snacks und Leckerlis, die so "nebenbei" abfallen und ständig in den Hund gestopft werden.

    Eigentlich heißt die Zauberformel "Abwechslung". Einseitigkeit....egal wo.....ist ja nie gut. Mit moderaten Mengen ist man eigentlich auch bei der Hundeernährung auf der sicheren Seite :smile:

    so schön übersichtlich

    Ja.....ich finde auch, das ist `ne ganz gute "Pottkieker-Formel" und lässt viel individuellen Spielraum ohne in einer Flut von Leit-und Richtlinien zu versinken ;)
    Irgendwie möchte man ja auch mal einen Eintopf ohne ängstliche Besorgnis kochen können...... und ohne den vorher in seine Nährstoffe aufzuspalten :D


    und "wir Pottkieker" kochen so gerne dass neue Erkenntnisse und Abwechslungen automatisch ins Futter mit einbezogen werden, oder?

    Hihi.......und ein "Zuviel" an Vorschriften blockiert in der Hundeküche auch gern mal die Kreativität ;)

    So.....hier gehts abwechslungsreich und sehr "kreativ" weiter. Die letzen Tage gab es:

    Veggie-Menü mit Rührei, Tofu-Bratwurst, Basmatireis, Apfel, Gemüse-Mix, Kräuter + Hanföl

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    Sprotten, Kurkumareis, Kürbis-Spaghetti, Zucchini, Kohlrabi, Apfel, Petersilie + Hanföl

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    Gebratene Hühnerkeule, Kurkumareis, Gemüse-Mix, Feldsalat, Kräuter, Kokosmilch

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    weil ich schon länger überlege, ob ich nicht selber mal kochen könnte

    Hi,
    prima, dass du uns gefunden hast. Nur Mut :smile:
    Mit ein paar erforderlichen Grundkenntnissen über die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln kannst du deinen Hund auch mit gekochten Menüs ausgewogen ernähren.

    Übrigens besteht keine biologische Notwendigkeit, eine einzelne Mahlzeit so zuzubereiten, dass sie komplett ausgewogen ist. Das kommt in der Natur nicht vor und ist auch gar nicht so vorgesehen ;)
    Wenn du nur ab und zu kochen möchtest, musst du sowieso nix berechnen, weil Fertignahrung genügend Sicherheitsspannen in Bezug auf Nährstoffe enthält und in der Regel eher höher dosiert wird als zu wenig.

    Du kannst also ganz entspannt mit ein paar einfach zusammen gestellten Menüs beginnen und die Vorlieben deines Hundes austesten :smile:
    Grundsätzlich ist Fleisch nicht unbedingt der "Mittelpunkt" jeder Mahlzeit. Darin unterscheidet sich die Hundeküche von den klassischen Barf-Rationen. Die Mengen richten sich nach der Verträglichkeit des jeweiligen Hundes und weder nach strengen industriellen Vorgaben noch nach dem "Beute-Prinzip".

    Grundsätzlich sollten in den Menüs enthalten sein:

    1 Proteinquelle (tierisch/pflanzlich)
    1 KH-Quelle ( Nudeln, Reis, Kartoffeln o.ä.)
    1 tierische Fettquelle ( durchwachsenes Fleisch, Schmalz, fetter Fisch) + pflanzliches Öl
    Ballaststoffe ( Gemüse, Samen)
    Vitamine ( Obst, frische Kräuter, Salat)
    Kalzium-Mineralstoff-Quelle ( gibts fertig im Handel)

    Daraus kann man nach dem Baukasten-Prinzip die einzelnen Mahlzeiten zusammen stellen.

    Kochbücher gibts natürlich auch, aber als "Anfänger" würde ich dir eher einen Ernährungsratgeber empfehlen. Muss keine wissenschaftliche Lektüre sein ;)
    Ich habe dieses hier:

    Gibts jetzt in neuer Auflage. Ist leicht verständlich :smile: