Hunde suchen sich ihr Fressen mit der Nase aus. Es gibt Vorlieben und Abneigungen. Jeder Hund hat da eben seine besonderen Eigenarten.
Ein Stück rohe Leber würde mein Hund nicht anrühren. Ein Stück rohe Zucchini aber auch nicht. Biete ich rohe Leber zusammen mit in Kräuterbutter gedünstete Zucchini an, wählt mein Hund die Zucchini.
Das ist mit Sicherheit keine "vegetarische Neigung". Auch wenn der Geschmackssinn im Vergleich zum Menschen weniger entwickelt ist, macht der gute Geruchssinn meinen Hund zum "Feinschmecker".
Leicht angebratene Leber wird z.B. lieber gefressen als gekochte Leber und in Schmalz gedünstete Banane lieber als ein Stück "roh". Alles wird über den Geruch entschieden
Ich kann meinem Hund alles vorsetzen, wenn ich das Futter nach seinen Vorlieben zubereite. Völlig egal , ob Fleisch, vegetarisch oder vegan.
Ideologien interessieren mich persönlich überhaupt nicht. Ich füttere meinem Hund, was ihm schmeckt. Wie ich das dann verpacke, dass es auch "gesund" und ausgewogen ist, ist die Kunst dabei, aber da kann man sich ja "wissenschaftlich" weiterbilden
denn beim Barfen ist es ja nicht sehr schwer alles abzudecken
Es kommt darauf an, ob der Fleischanteil in Relation zu den übrigen Rationskomponenten ausgewogen ist. Wird hauptsächlich Fleisch gefüttert, fehlen Natrium und Kalzium sowie Spurenelemente und Vitamine. Die für die Regulation der Verdauung nötigen pflanzlichen Faserstoffe(Ballaststoffe) fehlen ganz.
Ich finde, es gibt eine sehr große Anzahl an Barfzusätzen im Handel, die quasi als unverzichtbar verkauft werden. Warum......wenn doch alles abgedeckt ist?
Grundsätzlich besteht bei den selbstgemachten Rationen, egal ob roh odr gekocht, immer die Gefahr einer Unter-bzw. auch Überversorgung an Nähr-und Mineralstoffen.....allein schon durch den schwankenden Nährstoffgehalt der Einzelkomponenten. Allerdings besteht auch nicht die biologische Notwendigkeit, dass das Futter jeden Tag komplett ausgewogen sein muss
Wie gesagt......ich finde vegan als Ernährungsform für den Hund machbar. Aussagekräftige Forschungsergebnisse gibt es aber (noch) nicht und wissenschaftliche Rationsberechnungen sind (noch) nicht üblich und somit betreten auch die Ernährungsexperten quasi Neuland.
Wahrscheinlich ist der Spuk aber auch bald wieder vorbei. Wer soll die veganen Studien bezahlen? Die Futtermittelindustrie? Nur wenn die ein lukratives Geschäft wittertVegan ist aber eher eine elitäre Sache für kleine Start- ups. Studien werden die nicht bezahlen können.
Es bleibt also bei der Pionierarbeit von "vegan-willigen" Hundehaltern und ihren Erfahrungen. Ich bleibe aber lieber bei meiner abwechslungsreichen Mischkost
Müsste der Vergleich nicht rohes Fleisch vs. rohes Gemüse sein?
Also ich meinte den Vergleich zum Beutegreifer. Beute=roh. Vegan heißt für mich immer "erhitzt"........sei es gekocht, gebraten, gebacken o.ä. Vegan heißt ja nicht, dass der Hund nur "rohe" Pflanzen fressen muss
Getreideprodukte müssen ja grundsätzlich aufgeschlossen werden. Ist eigentlich auch klar. Gemüse auch. Rohes Gemüse ist fast immer für den Hund unverdaulich, faserig und voller Bitterstoffe. Würde ich meinem Hund nie füttern.
Vegan muss auch keine nährstoff-und energiearme Angelegenheit ohne Geschmack sein
Es gibt reichlich Auswahl an den unterschiedlichsten Nahrungsmitteln, wie Getreideprodukte aus Vollkorn, Haferflocken, Hirse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nussmuse und Nüsse, veganer "Schmalz", Gemüse aller Art und natürlich verschiedene Sojaprodukte( Natto, Okara, Tempeh, Joghurt).
Schwierig dabei ist nur die richtigen Kombinationen zu finden, damit der besondere Nährstoffbedarf des Hundes abgedeckt wird. Wie gesagt......das ist ernährungsphysiologisch nicht ganz einfach.
Ich habe einen wissenschaftlichen Veggie-Plan und ich fand den schon nicht ganz einfach.
Ich vermute mal letzteres würde deinem Hund genau so schmecken.
Auf jeden Fall Mein Hund ist ein "Geruchsfresser"". Fleisch ( gekocht, angebraten) schmeckt ihm ausgesprochen gut, aber "ohne Fleisch" schmeckts genauso gut
und einen recht kurzen Darm, was eindeutig dafür spricht, dass er genetisch auf das Fangen von Beute und deren Verdauung ausgelegt ist
Nö....das ist nicht korrekt
Jeder wissenschaftliche Tierernährungsexperte wird dir erklären, dass der Verdauungskanal + Stoffwechsel des Hundes nicht so extrem auf die ausschließliche Aufnahme von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft fixiert ist wie bei anderen Carnivoren.
Hund, Schwein und Mensch besitzen ein ähnlich einfaches Verdauungssystem und die Reißzähne des Hundes hinken der Evolution leider noch ein wenig hinterher. Tatsächlich bestätigen Knochenfunde typische Zeichen der Domestikation des Hundes, nämlich deutlich kürzere Schnauze, breitere Unterkiefer, kürzere abstände zwischen den Zähnen als dies beim wolf der Fall ist.
Was nützt also der Reißzahn, wenn der Hund seine Beute gar nicht mehr verdauen kann, weil sich sein Verdauungssystem längst genetisch im Zuge der Sesshaftigkeit des Menschen an eine sehr vielseitige Ernährung angepasst hat.
Mein eigener Hund verabscheut rohes Fleisch und erst recht rohes blutiges Wildfleisch. Soll ich ihn zwingen, nur weil er Reißzähne hat, etwas zu fressen, was ihm Unbehagen bereitet?
Vermutlich findet mein Hund eine gebackene Gemüselasagne sehr viel "artgerechter" als irgendein blutiges Gedärm
Mich würden eure Begründungen, ganz wertfrei, echt total interessieren!
Ehrlich gesagt ist mir in Bezug auf Hundeernährung das ganze "Ethik-Gelaber" genauso suspekt wie das "Wolfsgelaber". Ich bin kein Herdentier und mit Trends, die kommen und gehen, bin ich generell vorsichtig. Früher hieß es...."was, du barfst nicht?" und heute heißt es..."was, du fütterst nicht vegan?"
Man kann Hunde sehr vielfältig ernähren, auch vegan. Man muss aber wissen, wie das geht. Nur Grünzeug im Napf ist ja Quatsch. Genauso wie irgendwelche billigen "Ersatzfleischprodukte" der Lebensmittelindustrie.
Ich finde die vegane Ernährung absolut interessant und kreativ. Beim Hund sind mir die ernährungsphysiologischen Hürden aber zu hoch.
Da Hunde einen viel höheren Eiweißbedarf haben als wir, muss Fleisch unbedingt durch hochwertiges Eiweiß ersetzt werden. Bei den pflanzlichen Eiweißen ist Soja am hochwertigsten. Insofern wäre die Basis meiner veganen Menüs vermutlich Tofu. Veganes Industriefutter aus Erbsenprotein o.ä., das mit "1000 Substanzen des Schreckens" () gespickt ist, damit es der Hund überhaupt frisst, käme für mich nicht in Frage.
Veganes "know how" halte ich für unverzichtbar. Dann bleibt auch die Lust am Fressen erhalten, denn der Geschmack ist neben Ausgewogenheit eine große Herausforderung, wenn man vegan ernähren möchte.
Wenn ich ab und zu mal vegan für meinen Hund koche, dann mit Gewürzen nach ayurvedischem Vorbild. Das macht Spaß und der Hund als Geruchsfresser findet Kurkumareis mit gebratener Banane, gerösteten Hanfsamen und Cashew-Mus auch lecker. Also warum nicht
Ashley frisst aber auch gerne Fleisch und Fisch. Also gibts hier einen wilden Mix aus Fleisch, Fisch, vegetarisch und vegan. Damit können Hund und ich gut leben.
Die eine ohne Mangelerscheinungen und die andere ohne schlechtes Gewissen. So what
Ashley ist es viel zu heiß. Mir auch. Hier riechts auch wieder extrem nach Rauch, weil Brandenburgs Wälder mal wieder brennen. Nee.....Sommer ist nix für uns
Wir haben in jetzt 3 Jahren gefühlt 100 Sorten durch
Na ja.....geschmacklich unterscheiden sich die vielen Fertigfuttersorten nicht groß....Fisch, Maggi und Umami Schmeckt vermutlich irgendwann alles gleich langweilig. Vielen Hunden macht das auch nichts aus, aber viele verlieren auch einfach die Lust am Fressen.
Manchmal muss man etwas herumprobieren bei den Vorlieben des eigenen Hundes. Manches schmeckt angebraten attraktiver als gekocht. Auch Gemüse Manchmal hilft ein Löffel Schmalz, etwas Kokosmilch, Erdnussbutter oder Fleischbrühe, um ein Menü für den Hund interessant zu machen.
Hunde sind eigentlich Allesfresser und Abstauber und sie verfügen über große Speicherkapazitäten. Wenn du also einfach mal ein paar einfache Menüs austesten möchtest, bekommt der Hund nicht gleich Mangelerscheinungen.
Ich würde es nicht mit den Mengen übertreiben und auch erstmal nicht zu viele Komponenten durcheinander füttern. Mein Hund ist das gewöhnt und deshalb darf ich mich auch kreativ "ausleben", aber wenn man noch nicht genau weiß, was dem Hund schmeckt und wieviel er von was verträgt, wäre ich eher vorsichtig.
Hühnchen und Nudeln mögen eigentlich alle Hunde. Dazu TK Buttergemüse o.ä. ( in der Hühnerbrühe gekocht) und fertig ist das Test-Menü
Wir waren gestern mit ihm 4 Stunden in der Klinik,
Du liebe Zeit
Bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen könnte man auch an eine anatomische Fehlbildung denken, wie eine Harnröhrenverengung. Habt ihr ein Ultraschall der Blase machen lassen?
Hm...aber du hast gesagt, dass vor 2 Jahren noch alles ok war? Also die Blase wird ja oft als Organ "verkannt" Das ist nicht nur ein simples Hohlorgan, das als Urinspeicher dient, sondern eine komplizierte Konstruktion mit einer ausgeklügelten Nervenversorgung.
Wenn Bakterien nicht die Auslöser der Blasenentzündung sind, dann gibt das auch der Medizin Rätsel auf. Kaltes Wasser halte ich übrigens auch für nicht ungefährlich. Das muss auch gar nicht am ( verschmutzten)See selbst liegen, sondern eben an der Kälte in Verbindung mit dem nassen Fell.
Was hatte Oma früher immer gesagt....."zieht nach dem Baden was trockenes an" Haste keine Ersatzbadehose für den Hund?
Zum Glück hat die Ashley nix mit der Blase. Schwimmen ist hier allerdings auch schon lange tabu.
Ich denke nicht, dass die Ernährung irgendwas damit zu tun hat. Du fütterst doch eigentlich ausgewogen
weil ich denke zur Sicherheit, wenn sie so empfindlich ist, es besser wäre das Fleisch in Zukunft zu kochen und das halt schon n gewissen Aufwand bedeutet.
Ich würde auf jeden Fall bei einem Magen-Darm-sensiblen Hund das Fleisch abkochen. Gerade im (Billig)Huhn tummeln sich gerne pathogene Keime. Selbst Temperaturen von -80°C überstehen Salmonellen, Helicobacter und Co. ohne Probleme. Insofern bietet auch TK-Huhn keinen Schutz vor bakteriellen Magen-Darm-Keimen. Das ist ja auch bekannt.
In der Regel lebt das Bakterium ja auch einigermaßen "friedlich" im Hund und muss auch nicht unangenehm auffallen. Erst wenn sich quasi seine "Lebensbedingungen" verbessert.....sprich Magen und Darm des Hundes sind aus unterschiedlichen Gründen geschwächt, kann der Keim die Schutzbarrieren manipulieren, die Zellen reizen und schließlich auch zerstören.
Gut durchgegartes Fleisch ( also Temperaturen von 75°C, 10 Minuten gekocht), reicht aus, um Helicobacter und seine Spießgesellen auszuknocken.
Ich würde da kein Risiko eingehen. Der Aufwand, für den Hund zu kochen, ist wirklich nicht so groß, wie immer angenommen
Und selbst wenn, wäre es immer noch sinnvoller, als weiterhin mit der Gefahr erneuter Ansteckung zu leben.
Es gibt auch ein paar interessante Erkenntnisse aus der Forschung, die belegen, dass z.B. Brokkoliextrakt ( Wirkstoff Sulforaphan) wirkungsvoll gegen Helicobacter eingesetzt werden kann....und zwar unabhängig davon, ob es sich um Stämme handelt, die gegen die gewöhnlich eingesetzen Antibiotika resistent sind.