Beiträge von Audrey II

    Habe mich irgendwie verrannt in der ganzen neuen Umstellung und Panik, dass ich meinen Hund versehentlich falsch füttere

    Wie gesagt......wenn sich Leber-und Nierenwerte verändern, dann halte ich eine angepasste (leicht verdauliche) Ernährung für sinnvoll. Im Bereich Ernährungsmedizin hat sich in den letzten Jahren viel getan. Davon können auch Hunde profitieren :smile:
    Bei einer Anämie würde ich aber auf jeden Fall noch eine B12-Bestimmung machen.

    Du hast doch auch einen Oldie, oder?
    Alter ist ja keine Krankheit, aber ein Prozess, der auch beim Hund zu Veränderungen führt. Damit sollte man rechnen:

    Verminderte Nierenleistung
    Verminderte Entgiftungskapazität der Leber
    Verminderte Immunabwehr

    Die Darmschleimhaut wird dünner und regeneriert sich langsamer. Es werden weniger Verdauungsenzyme produziert und die Zusammensetzung der Darmflora ändert sich.
    Die Veränderungen können den Bedarf und die Verwertung von Nährstoffen, aber auch die Fresslust und Verträglichkeit des Futters beeinflussen. Das bisherige Futter wird ggf. nicht mehr so gut vertragen, Geschmacksvorlieben ändern sich und durch die geschwächte Immunabwehr ist der Senior auch empfänglicher für Magen-Darm-Erkrankungen.
    Generell wird der Verdauungsapparat empfindlicher und "kleine Sünden" führen dann auch schnell mal zu Verdauungsstörungen.

    Falls der Hund Medikamente erhält, können die z.B. die Schleimhaut angreifen und einen "komischen" Geschmack verursachen. Dieser Effekt tritt auch bei Menschen auf. Alles schmeckt dann bitter. Eine Futterverweigerung muss also überhaupt nix mit dem Futter selbst zu tun haben.

    Wenn man das alles so im Kopf hat, dann muss man auch nicht in Panik verfallen, wenn sich ernährungsphysiologische Umstellungen im Alter ankündigen und man sollte sie auch nicht ignorieren :smile:

    Weil auch das Durstgefühl im Alter etwas nachlässt, gibts hier vermehrt "Süppchen". Auch wenn`s auf meinen Photos nicht so aussieht. Da kommt immer noch ordentlich Brühe dazu ;)
    Heute gab es z.B. ein Fischsüppchen mit Markrelenhecht ( Dovgan-Dose)

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    vielleicht hat irgendjemand ein: "Das geht immer bei Nierenschonkost!"

    Geeignete Energieträger einer Nierendiät sind Fett und KH. Bei gleichzeitig reduziertem Eiweißgehalt kann man daraus ein schmackhaftes Häppchen zaubern. Mir fällt da grade ein in Butter gebratener Buchweizenpfannkuchen bestrichen mit Ingwer-Marmelade ein :D
    Jaaaa.....1 Löffel Marmelade darf in einer "Nierendiät" gefüttert werden.
    Nierendiät für Hunde.pdf

    Im Gegensatz zu den eiweißhaltigen Nahrungsmitteln bestehen bei Fett und KH kaum Bedenken bei einer Nierendiät, weil beide im Körper quasi "verbrannt" werden und ihre Spaltungsprodukte die Nieren nicht belasten. Ähnlich verhält es sich bei Gemüse, Obst, Reis, Eier u.a......wenn diese entsprechend "nierenfreundlich" zubereitet werden. Gekochte Eier belasten die Nieren z.B. weniger als rohe.
    Allgemein wird angenommen, dass pflanzliches Protein sowie Milch-und Eierprotein bekömmlicher für den Nierenpatient ist, als Fleischprotein.

    Es spricht also nix gegen ein ausgewogenes ovo-lakto-vegetarisches Menü......ab und zu.
    Bei der Nierendiät (.....die es ja eigentlich so nicht gibt ;) ) spielen auch Mehlspeisen eine Rolle. Es gib so viele unterschiedliche Mehle, da wird sich doch was für den eigenen Hund finden. Selbst Corn-Flakes ( ohne viel Zucker) können eine dröge Nierendiät aufpeppen. Also mir würde da eine Menge mit Fett und KH einfallen :D

    Hier gab es die letzten Tage:
    Lammherz, Pellkartoffel, Gemüse-Mix, Apfel, Pecannüsse, Petersilie + Walnussöl

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    Gänsehals-Gehacktes, Pellkartoffel, Möhrenstifte, Zucchini, Apfel, Gartenkräuter + Walnussöl

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    Nochmal Gans, aber etwas anders ;)
    Süßkartoffel-Spaghetti, Zucchini, Apfel, Möhrenstifte, Gartenkräuter + gerösteter Erdnuss-Hanfsamenmus + etwas Ziegenbutter

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    Für die Nierenfunktion gibts hier zusätzlich Löwenzahn-und Brennnesselwurzeln mit in Napf. Schmeckt nicht und wird deshalb gemein unters Futter gemischt :D

    Heute war ein Frühlingstag und die Seniorin entspannt mit viel Sonnenschein unterwegs :smile:

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    wenn Bonnie jetzt also erst 1 oder 2x Süßkartoffel gegessen hat und kürzlich gar nicht, dann wäre das doch ein mögliches KH das ich jetzt als 2. Komponente füttern könnte?

    In der Sensibilisierungsphase bildet der Körper eine Art " immunologisches Gedächtnis", das auch bei einem späteren Kontakt mit dem "Fremdstoff" allergische Reaktionen in Gang setzen kann.
    Süßkartoffeln stehen bei einer Ausschlussfütterung aber ganz oben auf der Liste der geeigneten KH-Quellen :smile:
    Man sollte nur aufpassen wegen der Stärke/Zucker. Nicht jeder Hund verträgt große Mengen davon. Was ist mit Quinoa, Amaranth, Hirse, Kürbis, Maniokwurzel, Bananen oder "normalen" Kartoffeln?

    Dafür werde ich mich heute wohl mal an knusprig gebratenen Mandel-Nuss-Tofu für sie wagen.

    Hihi.....habe ich auch gekauft :D

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    Kann man auch gut mit dem Veggie-Schmalz ( vegan) anbraten. Schon mal Bananenhälften gedünstet? Ich mach das mit Butter, geht aber auch gut mit dem pflanzlichen Schmalz. Oder mit Erdnussbutter oder Cashewmus.Tahin.....also Sesammus fand ich vom Geschmack her etwas zu bitter für den Hund.

    Ja....und dann gibs ja auch noch die veganen Pflanzencreme-Produkte z.B. aus Hafermilch. Die eignen sich gut als Basic fürs Gemüse ( gekocht oder in der Pfanne gedünstet).


    Hier gab es heute ein Fischsüppchen :smile:

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    Wird auch imer gerne weggeschlabbert :smile:

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    Ich würde einfach gerne verstehen, warum es etwas sein muß, was noch nie gegessen wurde.


    Hat der Hund z.B. noch nie Pferd oder Kaninchen gefressen, kann er auch nicht allergisch dagegen sein. Ein Kontakt zum Immunsystem muss stattgefunden haben :smile: Ist bei einem Tierschutzhund dann schon etwas schwieriger, weil man über die bisherige Ernährung wenig weiß.

    Allergien springen den Hund auch nicht einfach an. Der Erstkontakt verläuft in der Regel ohne Symptome, führt allerdings zu einer Sensibilisierung. In dieser Zeit werden Antikörper gegen das Allergen gebildet. Also 1x gefressen und vertragen muss nix heißen.

    Auslösende Allergene sind insbesondere Eiweiße und nur in ganz seltenen Fällen auch KH. Letztere sind eher für Unverträglichkeiten verantwortlich.....ohne Beteiligung des Immunsystems.
    Tja....und dann gibt es auch noch Haptene. Kleine Molekül-Biester, die eigentlich zu klein sind für eine allergenisierende Wirkung. Die binden sich an größere (Eiweiß)Moleküle und sind dann groß genug, um das Immunsystem zu aktivieren. Haptene stecken z.B. in einigen Konservierungsstoffen. Insofern sind die hyperallergenen Diäten aus dem Handel auch nicht sicher.

    Hast du immer Spätschicht oder auch wechselnde Schichten?

    Immer Spätdienst. Da bleibt genug Zeit für ( geschmackliche) Kreativität :D

    Heute im Napf:
    Lammherzen, Leinsamennudeln, Gemüse-Mix, Apfel, frische Kresse......und in Ziegenbutter geschmolzener Feta mit Hanfsamen für den Geschmack ;)

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    Huuii.....weg war`s :smile:

    wenig Zeit unter der Woche

    Dank Spätdienst hat hier die Köchin immer vormittags Zeit sich mit der "kleinen feinen Hundeküche " zu beschäftigen, was den vierbeinigen Gourmet natürlich sehr erfreut :mrgreen-dance:

    Die Menüs der letzten Woche u.a.

    Hühnchen-Mix( Leber, Herz, Mägen), rote Linsennudeln, Gemüse-Mix, Apfel, Kidneys, Kresse + Vinaigrette aus Kürbiskernen, Erdnüssen, Hanfsamen ( in Ziegenbutter geröstet)

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    Hühnerbrust, Kurkuma-Reisbratlinge, Gemüse-Mix, Apfel, Kresse + Walnussöl

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    Lamm-Mix, Leinsamennudeln, Kürbis-Spaghetti, Möhrenstifte, Zucchini, Apfel, Feta, Petersilie + Walnussöl

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    ....und für die vegane/vegetarische Küche neu entdeckt: Leinsamennudeln

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    Ballaststoffreicher Sattmacher :smile:

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    Gebacken wurden: Veggie-Schmalz-Cookies aus Emmer-Kürbiskernmehl.

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    :smile:

    Was kann man denn an Geruchs- und Geschmacksverfeinerung für Hunde mit Nierenproblemen geben?

    Appetitmangel und Futterverweigerung kommen bei nierenkranken Hunden häufig vor. Schon allein weil ihnen oft sehr übel ist. Die "typischen" Nierendiäten waren lange Zeit fade und geschmacklos, dabei gibt es keine einheitliche Ernährungsform bei einer Nierenerkrankung. Nahrungsmitteleinschränkungen sind u.a. abhängig vom Stadium der Erkrankung oder dem Alter des Hundes.

    Wenn der Harnstoffwert sehr erhöht ist, dann sind die Nieren nicht in der Lage, die Abbauprodukte des Proteinstoffwechsels auszuscheiden. Das ist nicht gut.
    An einer Reduzierung des Proteingehaltes in der Nahrung kommt man dann nicht herum. Der Spagat bleibt aber die ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren trotz verminderter Proteinzufuhr. Weniger tierische Eiweißträger können für manche Hunde geschmacklich unattraktiv sein. Also ist hier auch wieder die "Trick 17 Küche" gefragt ;)

    Anregungen gabs hier ja schon :smile: Ich würde wohl fettes Bauchfleisch vom Schwein für Brühe verwenden oder gewürfelt leicht geschmort unters Futter mischen.

    Übrigens.....unter besonderen Zubereitungs- und Kochbedingungen kann der Kaliumgehalt in Obst und Gemüse reduziert werden, so dass der Hund selbst bei strenger Kaliumeinschränkung nicht auf wichtige Kalorien- und Ballaststoffe verzichten muss.
    Bei den phosphatreichen Lebensmitteln muss man zwischen natürlichem Phosphat und künstlich zugesetzem Phosphat unterscheiden. Natürliches Phosphat, wie in Hüsenfrüchten und Nüssen enthalten, wird nur zu knapp 60% ins Blut aufgenommen. Damit kommt der Körper in der Regel klar. Künstliche Phosphate sind meist frei löslich und werden daher fast vollständig aufgenommen. Letztere befinden sich in hochgradig verarbeiteten Fertiglebensmitteln und auch im industriellen Fertigfutter.

    Wir haben am Samstag Rani ihren Geburtstag gefeiert.....wir wissen nicht wirklich wie alt unsere Maus ist

    Ja.....bei den Senioren ( also besonders bei den wirklich betagten Geburtstagsschnuten ;) ) ist wohl jedes Jahr ein Geschenk und muss gefeiert werden :smile:
    Weil auch nicht bekannt, wird die Ashley in der Tierklinik immer am 1. Januar ein Jahr älter. Im spanischen Pass steht März. Wird wohl irgendwo dazwischen sein. Aber egal.....jetzt ist sie offiziell 12 und für so einen großen Hund ist das auch schon toll.
    Die meisten großen Hunde in ihrem Alter hier im Kiez sind tatsächlich schon fast alle gestorben. Viele ihrer Freunde aus Junghundzeiten sind dabei. Dafür ist hier jetzt wieder Welpen-und Schnöselalarm xD

    So.....heute ein veganes Menü.
    Tofu-Bratwurst, Pumpernickel, Erbsen/Möhren(Dose), Zucchini, Apfel, Pecannüsse, geröstete Hanfsamen, frische Kresse + Leindotteröl

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    Vegan muss nicht langweilig sein :smile: