Ich kann da nur für mich sprechen und viele andere sehen es anders, aber in unserem Fall macht es keinen großen Unterschied.
Ich gehe sehr viel mit beiden zusammen, aber auch mal getrennt. Allein bleiben sie zusammen oder einzeln gleich gut. Hundeschule habe ich mit beiden einzeln probiert und das ist einfach nur ein Desaster - meine zwei sind nicht HuSchu-kompatibel.
Ganz am Anfang bin ich mit dem Neuzugang öfter allein rausgegangen, weil sie noch nicht stubenrein war. Bei meinen zweien klappt es gut zu üben, wenn der zweite Hund dabei ist. Der wird dann etweder mit einem Sitz/Platz daneben 'geparkt' oder bekommt selbst eine Aufgabe. Im Garten ist das am Einfachsten, weil ich mich dann auch relativ lange mit einem Hund beschäftigen kann und kein Auge auf den zweiten haben muss.
Meine Hunde schlafen beide mit im Schlafzimmer - so wie es ihnen gerade einkommt. Mal liegen sie zusammen auf dem Hundebett, mal einer im Bett, mal beide im Bett, mal einer vor dem Bett u.s.w.
Sind sie allein, dann liegen sie sehr oft zusammen im kleinsten Körbchen der Wohnung (siehe Avatar).
Meine Hunde sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber auch. Die größte Baustelle war der Jagdtrieb der kleinen Hündin (Terrier). Sie ist Parso-typisch selbständig, bisweilen dickköpfig und tut nur, was ihr sinnvoll erscheint. Ich bin ja der Ansicht, man kann Jackys nicht erziehen, man muss sie überzeugen. Meine Große hingegen ist sehr auf mich bezogen, eher der Hackenkleber und einfach anders, als die Kleine.
Was die Arbeit angeht, würde sich der Zwerg herzlich bedanken, wenn ich sie mitschleppen würde. Die Große ist froh, wenn ich sie mitnehme. Im Büro fühlen sich beide wohl, aber das ist quasi Teil der Wohnung.
Tierarztbesuche etc. erledige ich überwiegend mit beiden gemeinsam. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass der Besuch nicht grundsätzlich als negativ empfunden wird.
Meine Hunde haben auch einen geringen Altersunterschied. Klar hat man mitunter Baustellen, die man gern schon wenigstens bei einem Hund abgestellt hätte, aber ich persönlich hab das nicht als so anstrengend empfunden, dass ich auch nur für eine Sekunde bereut hätte, zwei zu haben.
Bei uns passt das einfach, auch Fütterungen können direkt nebeneinander stattfinden, es klappt mit beiden zu spielen, sie zusammen oder auch mal einzeln zu erziehen und ich find beide toll. Wir sind einfach ein gutes Team.
Wir sind aber nur ein einziges Beispiel. Viele würden es als anstengend empfinden und viele sind der Ansicht, dass ich einfach ein sehr sehr geduldiger Mensch wäre, wenn es um die Befindlichkeiten der Hunde geht. Überleg dir also sehr gut, wie Du dir das mit zwei Hunden vorstellst und teste vorher, ob sich die Hunde verstehen. Das finde ich persönlich wichtig.
Mach dir ein paar Gedanken, wie Du mit Problemen umgehen könntest, denn wenn dein(e) Hund(e) nur ein klein wenig wie meine sind, dann kucken die sich als ersten den Unfug voneinander ab.
LG
P.S. meine Hündin war knapp 8 Monate, als die zweite einzog. Wie wir mitlerweile wissen, ist diese nur 6 Monate älter.