Zitat
Jetzt mal ohne das zu bewerten o.Ä., nur als Beispiel.
Meinst Du "sowas" mit bullig?: http://www.thunder-hill.de.ms/
Aber nur weil sie ruhiger, bulliger, massiger, felliger u.s.w. werden
ist das doch nur ein weiterer Schlag dieser Rasse.
Solange sie gesund sind und es auch das andere "Extrem"
und das Mittelfeld gibt ist das doch nicht schlimm, oder?
(Mein Geschmack sind die extremen ShowAussies übrigens nicht)
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OT.: ist Cookie ein Aussie? Woher kommt sie? 
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So und nun mal meine GANZ PERSÖNLICHE UND REIN PRIVATE unverblümte Meinung, die keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt, zu diesen Schlägen:
Für mich ist das eine groteske Verzerrung dessen, was die Rasse mal ausgemacht hat. Diese schweren Hunde sind nicht so wendige und agile Begleiter und umso größer und schwerer sie werden, umso problematischer werden auch Probleme wie HD und ED. Diese Fellbomben, die man schon mit drei Jahren im Sommer scheren muss, weil es ihnen zu warm ist, wo soll man die zum Arbeiten einsetzen? Seit Generationen nur auf Optik als vorrangiges Zuchtziel gezogen, ist die Hüteleistung oder überhaupt Arbeitsleistung in den Hintergrund getreteten. Viele können nicht richtig hüten oder, wenn sie Glück hatten, haben kein Interesse daran oder können es gar nicht. Selbst wenn, sind sie schwerfällig und nicht so ausdauernd unterwegs. Bei gleicher Belastung ist auch der Verschleiß im Dauereinsatz höher. So oft behauptet wird, dass diese Hunde arbeiten können, gibt es doch nur wenige Hunde, die das unter Beweis stellen können - und damit meine ich keine Trials oder sowas, sondern einfach, dass man sie dabei beobachten kann oder wenigstens Videoaufnahmen hat.
Warum züchtet man einem Hütehund die Hüteeigenschaft weg, warum den Wachtrieb, warum den Schutztrieb, warum soll ein Arbeitshund zum nichtarbeiten gezogen werden und statt dessen zum "schön aussehen"? Hat man nicht gerade einen Merle vor sich, werden diese Hunde ja gern mal mit Bernern verglichen. In der Tat finde ich den Unterschied oftmals gering.
Wenn denn eine Rasse so wenig in den Alltag eines durchschnittlichen Städters passt und der Hund doch auch für Zwecke eingesetzt werden soll, die nichts mit seiner ursprünglichen Bestimmung zu tun haben, dann kann es doch nicht das Ziel sein, die Werte und Eigenschaften der Rasse wegzuzüchten, um diese optischen Hüllen zu erhalten, die dann als eye candy für ihre Besitzer bestenfalls noch Pokale auf idiotischen Shows abräumen. Models werden immer magerer und "modelnde" Hunde immer bulliger - wie krank ist das.
Für mich ist die Masse an diesen Absurditäten eine echte Gefahr für die Rasse - wenn der Markt diese Hunde fordert, dann bekommt er sie auch und damit verkaufen sich die arbeitenden, kleineren und leider als hässlich empfundenen alten Schläge gar nicht mehr. Geht das eine Weile so, bricht die Zuchtbasis zusammen und was bleibt dann übrig?
In meinen Augen überdimensionierte Puderquasten, die ewig 'lächelnd' nur noch ein Abziehbild ihrer Rasse sind.