Ich versuche es nochmal etwas genauer zu fassen:
Zitat
(...) immerhin 6 Hunde und ein weiterer war in Planung. Es sind halt in jedem Rudel oder Gruppe auch immer noch die " Rentner" dabei die nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden. Dazu 2-3zuchthuendinnen und 2-3 rüden. Find ich jetzt relativ normal. Natuerlich nicht in ner 2-Zimmer Wohnung. Aber wenn großes Gelände und wie bei den ayers Rocks oder auch den mcfields ein Pferdehof / Bauernhof dabei ist in dem die Hunde "mitarbeiten" und ausgebildet werden, was spricht dagegen?
Wenn die Zuch konstant Nachwuchs produziert, kommen zu den Zuchtrentnern immer wieder neue Hunde, die aber noch nicht alt sind. Werden aus irgendwelchen Gründen Kastrationen nötig, kann die ganze Ordnung im Rudel dahin sein und es wird neu sortiert. Stammen die Zuchttiere nicht ausschließlich aus der eigenen Nachzucht, werden neue Hunde eingekauft - die Gruppe muss sich wieder neu sortieren. Der Glücksfall, dass mehrere intakte Rüden und intakte Hündinnen sich in einer Gruppe aufhalten und es keine Probleme gibt, ist selten. Auch die Auslastung aller Tiere auf dem heimischen Hof, kann ich mir schwer vorstellen und zwar aus folgenden Gründen:
Wenn die Tiere auf beide Erwachsene der Familie verteilt sind (es ist ja nun nicht oft so, dass zwei oder mehr Generationen einer Familie auf einem Hof arbeiten und alle dem gleichen Hobby mit der gleichen Hunderasse nachgehen), dann fällt doch auf einem Hof, so wie er heute in Deutschland noch betrieben wird, nicht über den ganzen Tag genug Arbeit an, als dass alle Hunde beschäftigt würden - bei 10 sehe ich das einfach nicht gegeben. Ich kenne große Milchviehwirtschaften, bei denen neben mehreren 100 Rindern auch noch Pferde und das ein oder andere Federvieh leben - trotzdem brauchen diese Viehwirtschaften nicht mehr, als einen Hund. Im Gegenteil, die Überlegung geht eher hin zu elektronischen Hunden. Die Arbeit auf den Höfen hat sich doch sehr verändert. Der ein oder andere Hund wird sicher ein Traktor-Buddy, aber das heißt nur, dass sie dabei sind und nicht, dass sie arbeiten. Dann sehe ich da noch das Problem des Gassi-Gehens. Mit dieser Hausnummer an Hunden geht man nicht mehr allein und wenn, dann ist es reichlich fahrlässig. Wenn man also die Hunde aufteilt, um mehrfach zu gehen - was schon daher geschehen dürfte, weil ein echter Rentner nicht mehr so viel schafft - wie realistisch ist es dann anzunehmen, dass alle Hunde jeden Tag Gassi gehen? Geschweige denn mehrfach? Auf dem Hof dürften die Hunde auch kaum sich selbst überlassen werden. Es wird also eher einen Bereich (vielleicht einen Innehof) geben, in dem die Tiere sich aufhalten. Dann die Ausbildung: wieviel Hunde kann man gleichzeitig vernünftig neben der alltäglichen Arbeit ausbilden? Wird man sich nicht früher oder später automatisch auf die konzentrieren, die am besten mit einem arbeiten oder die man für die talentierteren hält?
Für mich bleibt es dabei: 10 ist mir als Gruppenstärke zu groß. Die Tiere geraten nur zu leicht in echten Streß und vielen Tieren merkt man es als Außenstehender gar nicht an, weil sie schon ruhig sind oder zu lächeln scheinen (kennt ja jeder das berühmte Aussielächeln) oder weil sie in dem Moment, in dem sie Aufmerksamkeit haben, darin aufgehen. Was aber hinter den Kulissen abgeht, welcher Hund welchen schonmal gelöchert hat, wieviel Streß das Einzeltier hat und ob wirklich genug Beschäftigung und Auslastung da ist - kann man doch bei einem kurzen Besuch gar nicht abschätzen.