Zitat
Dummerweise existiert aber keine komplette Nahrungskette mehr, sodass man sagen könnte "das regelt sich von selbst".
Nebenher haben sich vielerorts auch von selbst, Tiere angesiedelt, die dort natürlicherweise nicht hingehören, keine wirklichen Feinde haben und dann großen Schaden anrichten.
Beispiel Fuchs:
Welche natürlichen Feinde hat der noch, bzw welche große Nahrungskonkurenz?
Lass ich den machen, so "reguliert" sich das sicher irgendwann irgendwie - ein beliebtes Mittel zur Selbstregulation sind z.B. auch Krankheiten.
Aktuell gilt Deutschland meines Wissens als Tollwutfrei - welcher Hundehalter möchte sich demnächst wieder damit auseinandersetzen, dass sich sein Hund evtl. mit Tollwut infizieren könnte? Oder Staupe?
Und, wie viele Leute sind noch begeistert von Wölfen und der Idee z.B. Herden mit Herdenschutzhunden zu schützen, wenn der eigene "der will nur spielen" beim "nur mal gucken an den Schafen" vom HSH ein paar kräftige gefangen hat?
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Das Thema mit den Wölfen hatten wir hier doch neulich schonmal. Sich mit Tollwut auseinanderzusetzen halte ich auch momentan nicht für falsch, denn im letzten Jahr hat es doch in Deutschland mindestens 3 Tollwutfälle gegeben und auch andere Krankheiten werden hierher eingeschleppt oder schwappen über.
Dass der Wolf in der Bevölkerung derzeit keine Akzeptanz genießt, ist sicher nicht so schnell zu ändern und selbst wenn, wage ich zu bezweifeln, dass es dann eine nennenswerte Anzahl von Herdenschutzhunden in Deutschland gäbe. Die Bevölkerungsdichte ist hoch, große Schafherden gibt es nur noch selten und längst nicht in allen Teilen Deutschlands. Einen "normalen" Hund zu halten, führt ja fast schon dazu, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, wer tut sich da einen HSH an? Außerdem gibt es noch andere Tiere, die einer Schafherde einen gewissen Schutz verschaffen können. Wir haben z.B. Gänse zwischen unseren Schafen, seither gab es keine weiteren Angriffe durch Hunde, auch nicht den Schäherhund des Nachbarn, der dreimal unsere Tiere verletzt hat. Alpakas sind in Deutschland keine Seltenheit mehr, auch sie Schafherden - in manchen Ländern gegen Schakale, in anderen gegen Wildhunde.
Ich frag mich eher, ob unsere immer kleiner werdenden unverstellten Landschafen überhaupt noch in der Lage sind, sich zu regulieren. Könnten sich in ihnen überhaupt noch nennenswerte und überlebensfähige Populationen von großen Raubtieren wie Wölfen oder Bären ansiedeln? Gibt unsere noch vorhandene Restnatur das her?