Beiträge von Nocte

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    Kann gut sein, muss aber nicht.

    Nochmal zum Verständnis:

    der ASCA ist mehr oder minder ein Registrierungsverein. Es gibt wenige Regelungen, was die Gesundheit anbelangt. Mitlerweile wird aber die DNA auf die Abstammung hin untersucht. Das sind die DNA-VP und DNA-CP Kürzel hinter den Namen.

    Es obliegt also der Verantwortung der Züchter, welche Gesundheutsuntersuchungen sie vornehmen lassen, wie weit sie in den Ahnenlinien ihrer Hund und auch in den Seitensträngen nach Krankheiten etc. Ausschau halten, ob sie auf charakterliche Eigenschaften etc. achten.

    Dennoch würde ich momentan jederzeit wieder einen ASCA-Hund kaufen und zwar, weil dort auch der Typ Aussie zu finden ist, den ich als Aussie betrachte. Im VDH wird ja eher ein uniformes Äußeres bevorzugt, nach dem die Aussies, vorsichtig gesagt, viel Substanz haben. Außerdem gibt es derzeit kaum (am Vieh) arbeitende Aussies im VDH. Bei der Körung haben Hunde, die in einer auf Hüteleistung ausgelegten Zucht eine echte Bereicherung sind, keine Chance wegen der Optik. Kurz, es gibt dort keine Aussies für mich (mit Betonung auf "für mich"; soll nicht heißen, dass die keine Aussies haben). Daher bleibe ich beim angestammten Verband, dem ASCA. Es obliegt ganz klar dem Welpenkäufer, seinen Wunschzüchter und dessen Hunde genau unter die Lupe zu nehmen. Es gibt unter den ASCA-Züchtern, wie auch VDH-Züchtern in gleichem Maße sehr umsichtige aber auch sehr fragwürdige Züchter.

    Daneben muss man leider auch ganz klar sagen, dass Gesundheitszeugnisse nicht alles sind. Die Art der Untersuchung kann ein Ergebnis ganz anders ausfallen lassen, wieder andere Tests täuschen eine Sicherheit vor, die gar nicht da ist (ich denke da an HSF4 und den Trugschluss, dass ein +/+ Hund nie einen Katarakt bekäme oder dass HD freie Hunde wirklich frei sind) u.s.w. und dann gibt es natürlich Dinge, die ein Käufer kaum je erfahren wird - z.B. wenn in einer Linie züchterische Misserfolge im Charakter von Welpen auftraten.

    Wegen der Magendrehung hält unser Tierarzt GAR NICHTS vom seltenen Füttern und dann evtl. noch in großen Mengen und eine große Zahl von zahnsteingeplagten Hunden dürfte das eher dem Futter, als der Fütterungszeit zu verdanken haben. Wir füttern seit Jahrzehnten mehrfach am Tag und selbst unsere Omi-Hündin hatte bis zum letzten Tag blitzblanke Zähne.

    Wo gibt es denn da reliable Studien und Zahlen zu? Woher kommt diese Aussage mit der Reinigung?

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    Willst du damit sagen, dass ich als Hundeanfänger nicht fähig bin den Hund richtig zu erziehen?

    Nein, das will ich damit nicht sagen - ich will darauf hinaus, dass ein Aussie den Wechsel zwischen "Bezugspersonen" nicht immer gut ab kann. Der Hund muss ja nicht nur zu dir passen. Was denn, wenn deiner Mutter der Hund zu stressig ist? Bei uns ist es so, dass anfänglich ohne mich nicht daran zu denken war raus zu gehen - Hundi hat sich schlicht geweigert. Während er mir jeden Wunsch von den Augen abliest, kocht er es meinem Mann sauer. Als wollte er sagen: "Sorry, aber mit dir habe ich keinen Vertrag." Wenn dann die andere Betreuungsperson das nicht gut erträgt oder gar drunter leidet, kann das auch den Hund sehr stressen.

    Ich kenne 4 Aussies, die haben in der Wohnung extreme Probleme. Die melden einfach alles und wenn es das 10. Mal die Fliege ist, die sich an der Wand niederlässt. Die Mieter obendrüber "durften" sich nicht mehr bewegen - sofort gingen die Sirenen an.

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    Wenn die erwachsen und ausgereift sind, dann sind sie kein Überraschungsei. Ganz im Gegenteil - dann weißt Du, womit Du es zu tun hast.

    Wobei ich fairerweise sagen muss, dass man JE NACH Tierheim den Leuten auf den Zahn fühlen muss und auch nicht enttäuscht sein darf, wenn der Eyecatcher aus dem Internet sich als anderer Hund entpuppt, einem aber andere angeboten werden. Ich hab gerade aktuell bei einem Aussie eine Tierheim-Beschreibung gelesen, bei der einem die Kinnlade auf den Tisch klappt, wenn man um die Umstände weiß.

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    Nungut, anscheinend wird mir vom Australian Shepherd stark abgeraten.
    (Aber wirklich viele halten ihn selbst, Widerspruch?! :mute: )
    Habt ihr dann andere Vorschläge welche Rasse gut zu mir passen könnte?

    Es geht nicht darum, dass die Aussiehalter dir den Aussie ausreden wollen, aber Reserviertheit Fremden gegenüber steht nicht umsonst in der Rassebeschreibung. Entweder man mag das und es passt ins Leben oder man sucht geziehlt unter den älteren Aussies nach einem, der dies nicht tut - kann lange dauern.

    Das klingt in der Tat, als wäre es der Bewegungsreiz und da Kinder sich anders bewegen als Erwachsene, sind sie vielleicht interessanter für sie. Mein Zwergentier ist auch sehr empfänglich für Bewegungsreize und hat versucht, das an Autos und Motorrädern auszutoben. Mit ihm Hüte ich zum einen, aber daneben habe ich die Reizangel genutzt, um ihm beizubringen, dass nicht jedesmal, wenn estwas zuckt, gleich ein Alarmstart angesagt ist. Er darf z.B. an der Reizangel mal hetzen, aber muss stoppen, wenn er das Kommando bekommt. Wir üben damit auch das aus - wobei er das quasi von selbst konnte. Allerdings geht eine Reizangel beim Hetzen auf die Gelenke und wenn dein Aussie meinem ein wenig ähnelt, solltest Du das auf gar keinen Fall täglich machen. Die werden u.U. schnell gallig auf das Ding. Daneben habe ich Bälle oder alles, was er sonst toll findet genommen und er musste sich z.b. ablegen oder bei dem Signal Stopp Stehen (bzw. Sitzen - er bietet das Stopp als Kombination an) und durfte dem Ball nicht hinterher, wenn ich ihn geworfen habe. (Für das Stoppen:) Anfangs habe ich den Ball genommen und so hinter mich geworfen, dass er auf mich zulief, wenn er an den Ball wollte. Dann habe ich seinen Weg blockiert und wenn er gezögert oder gar gestoppt hat bestätigt. Signal dazu und nach ein paar Malen hat das gut geklappt. Daneben darf er Hüten - an den Enten und Gänsen ist er sehr konzentriert und gar nicht flitzig. Die "Arbeit" tut einfach sein Übriges.

    Zum Üben kannst Du eine Schleppleine benutzen, bei uns war sie mehr im Weg, da kam es eher auf die richtige Position zum Hund an.

    Als Plan B haben wir noch Folgendes gehabt. Es gab einen Dummy für die Reizangel, für den er morden würde. Keine Ahnung, warum DER soooooooooooo viel toller ist, als alle anderen. Die Dinger sind austauschbar und mehr oder weniger alle gleich. Dieses Teil jedenfalls ist grau gestreift und quietscht. Nachdem er das derart toll findet, habe ich es für Notfälle in der Tasche gehabt und dann beim Durchstarten gequietscht. Kam er - und das tat er zuverlässig - gab es das Teil kurz zum Spielen und dann wieder weg.

    Wenn wir das Haus verlassen, sind wir gleich in der Situation, dass Autos vorbeifahren können und von zwei Seiten Freigänger auf uns zustürmen, sofern sie grad da sind. Meine bande verlässt also schon in einer gewissen Erwartungshaltung von Krawall das Haus. Die Mädels sind vernünftig, aber Herr Zwerg will erst noch vernünftig werden. Daher hab ich mich schonmal mit Leckerchen bewaffnet und werfe die schon im Haus hinter mich auf den Boden. Die Hunde suchen danach und holen sie sich. Ich werfe auch noch ein paar Meter aus dem Haus raus. Dadurch ist er so gut abgelenkt, dass er nicht mehr an die Erzfeinde denkt und ehe er sich versieht, sind wir aus der roten Zone raus.

    Logischerweise hört er noch nicht perfekt - ist ja mitten im Pflegelalter, aber ich habe keine Bauchschmerzen mit ihm unangeleint aus dem Haus zu gehen. Das mache ich aber wegen der Straße nur Nachts oder früh morgens. Straßen jagen mir einfach einen Heidenrespekt ein.


    Edit: jetzt hab ich glatt vergessen zu schreiben, worauf ich damit hinaus wollte. Zum einen wollte ich ihn natürlich auslasten und zum anderen Signale aufbauen, die ich in der Situation abrufen kann. Das heißt aber nicht, wenn ein Stopp im heimischen Garten klappt, dass es auch prompt bei einem Radler funktioniert ;-) Ist aber ein erster Schritt dahin.

    Impulskontrolle heißt vereinfacht gesagt, dass der Hund genau das tut, was ihm gerade in den Sinn kommt. Also das Kind rennt vorbei - Hundis Gehirn schaltet auf "durchstarten" und ohne Impulskontrolle tut er das dann auch.

    Autsch

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    Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier und hab mich eben durch das Registrier-vorstellungs-getümmel gekämpft... :)

    ich hab ne dringende Frage, vielleicht könnt ihr mir ja helfen? meine Aussie-Hündin Paula ist 1 Jahr alt. Eigentlich eine ganz wundervolle Süße, die zu Hause, aufm Hundeplatz und auch draußen gerne folgt...

    ABER bei uns auf der Straße rennen/fahren ab und zu kleine Kinder, und wenn sie die sieht, JAGT sie die! und bellt sie an wie verrückt! dann hört sie auch auf KEIN Kommando mehr. Die Kinder laufen natürlich erst recht weg, das macht alles nur noch schlimmer.
    Bitte gebt mir einen Tipp wie ich ihr das austreiben kann. Aufm Hundeplatz sagen sie, anleinen, aber ich kann/will sie doch nicht permanent anleinen sobald wir nur aus der Tür gehen! Außerdem lernt sie so doch auch nicht, zu folgen wenn sie NICHT angeleint ist?!?
    Danke euch schonmal!

    Immer angeleint lassen, sollst Du sie nicht, aber in der Situation fürs Erste schon, denn sonst lernt sie erst recht nicht, zu folgen. Du schreibst ja, dass sie auf kein Kommando reagiert in der Situation. Sie lernt also, dass es egal ist, was Du gerade rufst. Mit einem Jahr ist sie noch recht jung. Wie sieht es generell mit Impulskontrolle aus, wie triebig ist sie und was tust Du mit ihr?

    Je nachdem, woher der Impuls bei ihr kommt (Reaktion auf Bewegung; Hass auf Kinder) muss das Training anders ausfallen. Da gibt es 1000 Möglichkeiten: Schleppleine, Reizangel, Trieb umlenken etc. Gib mal ein paar mehr Informationen, dann kann man dir besser helfen.