Beiträge von Nocte

    Ich dachte immer, ich würde über den Frustpunkt irgendwann hinaus wachsen, aber ich stelle fest, dass bei mir der Frust proportional zum eigenen Durchleben solcher Situationen wächst. Gut, ich bleibe in der Situation völlig ruhig, aber ich KOCHE innerlich. Ich persönlich habe das Gefühl, dass solche Situationen immer häufiger werden - teils Ignoranz, teils Aggression, teils Unbedarftheit, schlechte Tage oder was weiß ich können natürlich immer mal wieder zu so blöden Situationen führen, aber ist es noch normal, wenn das quasi an der Tagesordnung ist?

    Ich hab mitlerweile feste Feindbilder, die in meinem Fall zwar noch das verursachenden Individuum betreffen, aber ich erkenne durchaus Muster bei meinen Hunden. Z.B. meine Terrierhündin mag nichts mehr, das nach Schäferhund aussieht - nach mehreren Beißvorfällen, bei denen auch meine Große und ich ordentliche Bisswunden davongetragen haben, durchaus verständlich. Wenn ich andere Menschen darum bitte, ihre Hunde nicht zu meinem zu lassen, dann erwarte ich, dass sie es auch nicht tun, selbst wenn sie den Grund nicht kennen. Brennt einer durch ... seis drum, kommt vor. Aber am WE hatte ich so einen Spaziergang, nach dem mir echt der Tag verhagelt war. Mann mit uraltem Schäfi kommt auf uns zu, ich leine alle drei an und fahr das wir-regen-uns-nicht-auf-und-benehmen-uns-gesittet-Programm mit meinen Berserkern. Alles lief gut, bis der Herr meinte, an uns herantreten zu müssen und seinen Hund vor unseren ablegen zu müssen - tut mir leid, sowas betrachte ich nicht als Training und finde es kontraproduktiv bis provokant (wir standen nämlich schon 5 Meter neben dem Weg im Gebüsch). Aber gut, ruhig bleiben und aushalten ... Auf dem selben Spaziergang rennt mich ein Jogger fast um, den Hund konnte ich noch bei Seite nehmen - der Fuß ging haarscharf an seiner Rute vorbei. Der Jogger kam von hinten, hat sich nicht angekündigt und joggt ohne Distanz vorbei???? Hängen solche Menschen nicht an ihren Waden? Es muss denen doch auch klar sein, dass mancher Hund da nicht so reagiert, wie meine, sondern zuschnappt und das in meinen Augen gerechtfertigt. Bei solchen Begegnungen überkommt mich das Gefühl, den anderen gehöre die Welt und man müsse sich noch für die bloße Anwesenheit rechtfertigen. Die Erklärung war dann, der wollte nicht anhalten - ja, wenn das so ist, warum gehe ich dann nicht auf den Sportpfad auf der anderen Seite des Hügels, sondern jogge im Freilaufgebiet? Um den Tag perfekt zu machen kam uns am Parkplatz in der Engstelle eine Meute kleiner Hunde entgegen, die sich kleffend und knurrend vor uns aufbauten - ich habe meine Munition vor die Hunde gepfeffert und erwartet, dass die Besitzer wenigstens versuchen würden, ihre Hünde zu sich zu rufen oder irgend was zu tun. Aber, nachdem die Kleinen sich vom ersten Schreck erholt hatten, ging das Spiel von vorne los und der Besitzer meinte nur: "Die machen ja nichts, die bellen ja nur." ..... Ist klar ...

    Für alle, die solche Tage mehr oder weniger täglich erleben, ist das nervenzehrend. Ich befürchte, dass solche Erlebnisse auf Dauer nicht dazu führen, sich selbst noch mehr zusammen zu nehmen, cool zu bleiben oder den Schmarrn gar als Training zu betrachten. Die Idee ist absurd!!!! Bei einem vernünftigen Training bestimme ich schließlich über Distanz etc. mit, denn wenn ich den Hund in eine Situation zwinge, in der er überfordert ist, festige ich im Zweifelsfall nur sein unangebrachtes Verhalten und mache es schlimmer. Ich fürchte eher, dass dann irgendwann das alte Sprichwort zur Anwendung kommt, in dem es heißt: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." und die Leute selbst abstumpfen und auf stur schalten.

    Zum Jagen: bei Shadow habe ich das Gefühl, dass das Jagen "inhaltlich" mit dem Hüten und der Veranlagung zusammenfällt. Er hat die klassischen Jagdambitionen ausgepackt, als er hier ankam - Autos hinterher, Fahrrädern hinterher u.s.w. Anfangs ist er auch jedem Wild auf Sicht hinterhergerannt, da war ich für ein paar Sekunden völlig ausgeblendet. Er hat immer noch Spaß daran Vögel aufzuscheuchen, aber er ist abrufbar und auch wenn ein Reh direkt vor seine Füße purzelt, kann ich ihn abrufen. Ich mag mich täuschen, doch ich habe schon den Eindruck, dass sein Jagen viel leichter zu handhaben ist, wenn er im Training ist, also regelmäßig hütet. Nun hatten wir gerade 2 Wochen Zwangspause und promt scheucht er gestern eine freche Krähe hoch :-)

    Rein vom Verhalten beim Hüten erkennt man aber nichts, was an sein Jagdverhalten erinnert. Das wäre katastrophal.


    Black bi rules ;) Kann man hier nie genug haben .... nun ist Shadow nicht mehr der einzige black bi hier und so ganz unter uns und völlig subjektiv - sind sie nicht die schönsten |) Sind natürlich alle die schönsten, aber ich liebe Shadows Optik einfach und Loki ist ganz ähnlich gefärbt.

    Zitat

    Das ist ja aber auch eine andere Situation. Bei deinem Haustierarzt den du kennst, den der Hund kennt und dem du vertraust oder in einer Klinik, die Mensch und Hund unbekannt ist, du hast keine Ahnung wie die arbeiten etc.

    Da wäre mir auch mulmig, wohingegen ich das bei meinem Haustierarzt vielleicht auch akzeptieren würde, wenn es nicht machbar ist, den Hund alleine in Narkose gehen zu lassen...

    Naja, mein Montagsmodell sorgt dafür, dass alle unsere Hunde die Klinik in- und auswendig kennen, aber prinzipiell hoffe ich doch, dass mein Hund Tierärzte nie so oft sehen muss, dass er sie "kennt".

    Ich sehe sehr oft Hunde aus der Narkose aufwachen und kann mir lebhaft vorstellen, wie sehr das Besitzer schockieren kann. Ich habe den Vergleich dabei zu sein und nicht dabei zu sein, wenn meine Hunde eingeschlafen sind und aufgewacht. Bei Shadow hab ich beides und ich muss gestehen, es war augenscheinlich stressfreier für ihn, als ich nicht dabei war, zumal es ihm den Gang durch die Klinik erspart hat. Ich muss aber auch sagen, dass ich unserer Klinik wirklich vertraue und mich ernst genommen fühle. Wie gesagt, das Montagsmodell macht uns zu regelmäßigen Gästen. :-)

    Zitat

    es ist nicht normal beim Narkotisieren und Aufwachen dabei zu sein?

    Um Gottes Willen, das hätte ich auch nicht gemacht!!!!

    Ich kenne es auch nicht anders als sweetdogs. Bei unserem Tierarzt werden die Hunde auch ohne Besitzer narkotisiert und er hat es ähnlich erklärt. Mir selbst fällt das schwer, aber ich vertraue diesem Tierarzt und es ging alles schnell. Wartezeiten oder gar stationäre Unterbringung gibt es da nicht.

    Zitat

    Grisu ist nicht geröngt :ops: . Ich hab nie eine Veranlassung gesehen, er ist jetzt fast 6 Jahre, fit wie ein Turnschuh, nie irgendwas gehabt. Leistungssport mach ich auch nicht. Wenn, hätte er wohl maximal leichte HD, da würde ich nichts anders machen, wenn ich es wüsste.
    Ich denk mir, da gibt es (in seinem Fall) so viel mehr, was wahrscheinlicher wäre, als ausgerechnet HD, was sein Leben einschränkt (ein Unfall, Krebs irgendwann...).
    HD ist halt so drin im Hundehalterkopf als "halbwegs wahrscheinlich und fürchterlich". Was war ich froh, als bei Lucys Untersuchung damals raus kam, dass sie gute Hüftgelenke hat :hust: . Nun bin ich 5000€ ärmer und Lucy um diverse OPs, Schonfristen und Arthrose reicher, ... die Bänder waren es... Gerade beim Aussie mach ich mir um HD so gar keinen Kopf. Ich mein, ich versteh ja, dass das Schlagwort in Züchterkreisen von Bedeutung ist (es gerade ein Züchter einer "Sport-Rasse" nicht uninteressant findet), aber wie viele Aussies leiden denn, sofern sie körperlich eingeschränkt sind, ausgerechnet an HD, ED... :???: . Lässt sich relativ leicht untersuchen, ist vielen ein Begriff... das scheint mir da fast eher ein Kriterium :???:

    Wie kommst Du denn auf die Idee? Ich kenne auf Anhieb mindestens 5 Aussies persönlich, die entweder unter schlechten Hüften oder Ellenbogen oder gar beidem leiden. Ich kenne auch noch einen operierten Aussie. Es gibt Aussies mit Problemhüften und nur, weil die kleineren, leichteren Aussies u.U. weniger unter einer HD leiden, als es ein 30kg-Schäferhund täte, heißt es nicht, dass die Rasse tendenziell keine Probleme mit HD hätte.

    Das das offizielle Auswertungsverfahren nach heutigem Wissensstand grenzwertig ist, spielt da nur eine untergeordnete Rolle und bei einem guten Röntgenverfahren (z.B. inkl. Froschaufnahme) und einem guten Auswerter, bekommt man auch eine richtige Prognose zu den Hüften. Z.B. Form sehr gut, aber trotzdem zu viel Spiel im Gelenk.

    Ob man selber röntgen lässt oder gar auswerten oder einfach sagt, so lange der Hund keine Probleme zeigt, gehe ich auch nicht davon aus, dass da Röntgenbedarf bestünde und er welche entwickelt, ist doch dann eine Frage, die sich jeder selbst stellen und beantworten muss. Generell würde ich das Phänomen HD / ED bei Aussies aber sicher nicht als "Kriterium" abtun.

    Zitat

    Puh, ich wünschte, ich könnte das so entspannt sehen wie Du Steffi, leider gehöre ich aber zur Google Fraktion...sollte man niemals nie machen sowas. Dann findet man auch so wölbrückenbilder. :/

    Das bekommst du nicht aus dem Kopf, wenn du nicht untersuchen lässt. Gewölbte Rücken können ganz viele Ursachen haben. Hast du eine gute Klinik? Ggf. mit Physiotherapeuten? Wenn die Aufnahmen nichts Auffälliges zeigen, dann solltest du einen Physiotherapeuten drauf schauen lassen - also auf Hund. Die können Muskelverspannungen und Blockaden etc. gut lösen und dir auch Tipps geben.