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Dass Collieartige etwas sensibler reagieren, da stimme ich dir zu. Aber das KH (wenn sie ordentlich aufgeschlossen sind) schlechter vertragen werden, als Fett, nun da gehe ich nicht konform. Meine Hunde vertragen abwechslungsreiche frische Kost auch schlechter. Füttere ich nur halbe Portionen frisch und den Rest als hochwertiges Trockenfutter gibts aber kaum Probleme. Ich muss den Energiebedarf allerdings fast ausschließlich über KH decken. Bei zu viel Fett, egal ob im Fleisch, oder als Zugabe gibts sehr schnell Durchmarsch.
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Da stimme ich dir zu. Mein Sheltie ist ja +/- und da muss ich schon aufpassen. Bei Narkosen fällt es besonders auf. Selbst von geeigneten Medikamenten für -/- Hunde braucht sie deutlich weniger in der Menge. Die normalen Dosen sind auch einfach zu hoch für sie. Wir wissen das und behandeln dementsprechend. Dass ein Träger völlig frei ist, wie früher gern behauptet wurde, stimmt definitiv nicht. Aber auch hier muss ich sagen, ein Hund kann damit sehr gut leben. Es ist wie geschrieben wurde kein Todesurteil und andere Sachen müssen einfach auch berücksichtigt werden.
Soweit ich weiß, ist das zumindest in den Clubs des VDH Pflicht, bzw. MDR1 wird freiwillig bestimmt. PRA und Katarakt gehören auch noch dazu. Bei uns wurden auch die Welpen schon auf MDR1 gestestet und uns das Ergebnis mit den Papieren ausgehändigt.
So unterschiedlich sind die Hunde :-) Meine Hündin würde bei einer solchen Mischfütterung keine 10 Minuten später brechen, versuchen alles Langfaserige zu verschlingen und ich könnte die Nacht auf der Straße verbringen, weil sie Durchfall hat. Es wäre vielleicht wirklich interessant, mal zu kucken, wie eng die Collies, die hier rumrennen und die betroffen sind, verwandt sind. Es ist natürlich nur ein Ausschnitt aus der Realität und ein sehr sehr kleiner, aber auffällig ist es schon.
Was die Genomuntersuchungen für MDR 1 und DM angeht, halte ich das für persönliche Einstellung. Ich hab z.B. eine HD-Hündin und bin da so vorbelastet, dass ich schon bei der leisesten Befürchtung, es könnte HD sein, zum Tierarzt trabe. Ähnlich geht es mir mit der DM, weil eben relativ nahe Verwandte betroffen sind und ich im Falle eines Falles nicht erst den Gentest machen lassen möchte. Da nach derzeitigem Erkenntnisstand die DM aber auch erst in fortgeschrittenem Alter auftreten würde, war es auch kein Drama für mich, dass der eine Test sich verzögert hat. Das ist mir persönlich einfach wichtig und gibt mir das Gefühl vorbereitet zu sein und im Falle des Falles nicht noch Zeit mit Warten verbringen zu müssen.
Wenn man jetzt einen Hund besitzt oder einen Welpen kauft, dann muss man selbst entscheiden, was einem wichtig ist. Ich kann gut verstehen, wenn jemand nicht auf HD oder DM testet, aber für die Züchter sollte es als Ziel stehen, bekannte Risiken zu minimieren. Damit meine ich nicht, dass man den Genpool extrem verknappt, weil man alle Träger oder betroffenen Hunde aus der Zucht nimmt. Rein rechnerisch fallen aber in jedem Wurf auch nur noch betroffene oder freie Hunde. Es wäre also möglich ein Geschwister für die Weiterzucht zu verwenden, dass das Risiko minimiert. Selbst wenn dieser Hund dann augenscheinlich nicht der talentierteste ist, so gibt er prinzipiell die gleichen Gene und Anlagen wie das talentiertere Geschwister weiter. Sonst könnte man auch alle Epi-Geschwister in der Zucht lassen.
Einen COI von unter 3 finde ich toll, aber das ist doch bei Collies wie auch Shepherds eher selten. Aus medizinischer Sicht gilt eine deutlich höhere Zahl als unbedenklich und für bestimmte Risiken reicht ein Ahn aus. Da halte ich eine Betrachtung der Linien im Ped für sinnvoller, als nur auf einem niedrigen COI und AVK zu bestehen. Man kann sich den COI auch schön rechnen, wenn man weniger Generationen angibt. Bei meiner Hündin stand z.B. ein COI von 0,0% auf der HP und das stimmt auch, wenn man einen kleineren Ausschnitt des Peds betrachtet. Die gemeinsamen Ahnen treten nämlich in der 5. Generation auf.
Edit: bei MDR 1 stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich das nicht im Haus haben will. Es mag kein Todesurteil sein, aber bei bestimmten Erkrankungen oder bei bestimmten Medikamenten kann es gefährlich werden. Ich treibe mich mit meinen Hunden viel im Wald rum und in der Nähe von Pferden. Eine Wurmkur im anknabberten Pferdeapfel kann da eine zu viel sein. Nichts für mich.