Ich kann mir gut vorstellen, wie das bei der TS abläuft, weil ich es hier ähnlich erlebe. Wir haben einen kleinen Park vor der Wohnung. Im Park befinden sich ein Sportbereich für ältere Kinder und ein Kinderspielplatz für die Kleinen. Eigentlich herrschen sowohl im Park, als auch dem gesamten Bereich Leinenzwang. Es stört mich nicht, wenn Hunde frei laufen und ich kann das auch nachvollziehen, dass man sie da ableint, aber greift nimmt seit ca. 2 Jahren hier eine Lagermentalität um sich. Entweder man gehört ins Laissez-faire Lager oder ins Lager der Halter, die an der Leine keinen Kontakt wünschen. In ersterem ist mein tägliches Ärgernis die neuerliche Häufung der Freigänger. Bisse gab es, auch ich habe welche, einen toten Kleinhund gab es auch (ein Zwergpudelchen, dass der Halterin von einem freilaufenden Schäfi vom Arm gerissen wurde). Es gibt auch ständig Streit wegen der unterschiedlichen Haltungsauffassungen und ich persönlich ärgere mich darüber, dass ein Spaziergang in Hausnähe einem Spaziergang im Tretminenfeld gleicht. Das Ordnungsamt hat direkt neben dem Park in unserer Straße eine Zweigstelle mit Garagen. Von dort rücken sie jeden Tag aus, aber die Hinterlassenschaften interessieren sie nicht und das obwohl hier Bußgelder in dreistelliger Höhe erhoben werden.
Das schlimme ist, dass auch in beiden Lagern das Denunziantentum Einzug gehalten hat. Die einen schwärzen die anderen wegen der fehlenden Leinen an, die anderen verbreiten Horrorgeschichten von armen Hunden, die eingesperrt seien oder keine Sozialkontakte pflegen dürften. Anfänglich habe ich Gespräche gesucht, aber mitlerweile ist mir sch***egal, dass ich in dem Ruf stehe, meine Hunde dürften keinen Spaß haben oder müssten ganz gefährlich sein, weil sie ja in der Straße an der Leine laufen. Das hat schon Ausmaße angenommen, bei denen wegen eines angeblichen Beißvorfalls ermittelt wurde. Wir wurden vollständig rehabilitiert, weil die Hündin zu der betreffenden Zeit auf dem OP-Tisch lag. Dann wieder schreien mich die Nachbarn an, weil die Leine zu lang oder zu kurz ist oder ich mich nicht an Hundehaufenentfernungsaktionen beteilige. Ich kann und will es keinem mehr Recht machen. Ich suche erst das Gespräch, freue mich über den einen Fall von 10 Fällen, bei denen es etwas bringt und verschaffe mir sonst mitlerweile mit einer Rütteldose oder Wurfschellen Freiraum, wenn es sein muss. Macht man das ein paar Mal, haben entweder die betreffenden Hunde gelernt oder die Halter. Der Ruf in der Nachbarschaft ist allerdings dahin .... dafür hat man aber auch seine Ruhe ;-)