Beiträge von Nocte

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    Steffi: Ja, das stimmt, dass Kleine und Grosse denselben Charakter haben können, dennoch heisst der Grosspudel nicht umsonst Königspudel - und nicht die Kleinen.

    Er hat einfach die am Meisten majestätische Ausstrahung, Gang etc. und insofern wirkt er ernsthafter als die Kleinen. Auch, wenn bei genauer Betrachtung die Charakter ähnlich sein können.

    Und hey, ich stelle hier mein Empfinden dar, ebenso wie alle anderen ihre. Ob Du das nachvollziehen kannst oder nicht. Und für mich sind die ausrasierten Gesichter und Hosen bei den Grossen schöner als die Plüschgesichter und Spinnenbeine. Und ich finde, sie werden dem Königspudel nicht gerecht. :ka:

    Na, Nocte, dann schick mal Deinen Aussie hier vorbei - - Du wirst Deine Meinung über Pudel ändern. Farinelli von Lockenwolf macht übrigens Schutzdienst.

    Wozu sollte ich das tun, ich hab hier einen hammermäßig tollen Großpudel für den Herren zur Gesellschaft. Außerdem glaube ich nicht, dass das etwas an meiner generellen Wahrnehmung der Rasse ändern wird, denn die Gangart ändert sich ja dadurch nicht und auch nicht die Art zu schauen oder gar etwas zu fixieren. Nur, weil mir beim Großpudel nicht zuerst kernig oder ernsthaft in den Sinn kommt, heißt das ja nicht, dass ich die Rasse nicht toll finde oder die Tiere für Modepüppchen halte.

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    Dann kennst du keine richtig guten Grosspudel ;) . Ernsthaftigkeit kann ich Dir nicht bieten mit meinem wirrköpfigen Jungspund, aber was die Kernigkeit angeht, sitzt hier ein Prachtexemplar neben mir. Frag mal seine Hundekumpels :lol:

    Aber das sind eben die Klischees des Pudels: der (Gross)Pudel ist mehr als ein Frisurpüppchen, Clown und Schmusehase ;)

    Das hat mit Klischees nichts zu tun, sondern mit der Wahrnehmung der Hunde im direkten Vergleich zu Hunden, die ich kernig finde. Ich denke da eher an Hunde, wie meinen Aussie oder einen Catahoula oder Cattle dog oder Mali.

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    Jo, und ich finde es jammerschade, das Gesicht nicht zu sehen. Für mich sehen sie nach Plüschtier aus :ka: Und das wird dem Charakter finde ich, nicht gerecht. Bei den Kleinen, wie gesagt, auch beim Nelchen, die sehr gelungen ist, auf Melanies Avatar z.B., empfinde ich das anders - passender. Die Kleinen Wusels sind halt auch so vom Charakter, dass das plüschtiermässige passt, aber die Grossen finde ich nicht.

    Das hat aber vielleicht auch etwas mit meiner Einstellung zu tun: ich mag nicht so die kuscheligen, weichgespülten, zahnlosen Grosspudel, sondern eher die Ernsthaften, Charaktervollen, Kernigen und auch durchaus schwierigen Grosspudel. Und das repräsentiert für mich eben dieses ernsthafte, rasierte Gesicht. Da passt kein Plüschgesicht.

    Nur mal so zur Erklärung, warum ich so denke.

    So gehen Meinungen auseinander - für meine Augen sieht das rasierte Gesicht gar nicht ernsthaft aus, oder kernig, sondern nackt und unvollständig. Außerdem verstehe ich nicht, warum ein Pudel mit unrasiertem Gesicht zahnlos sein soll? Pudel haben Fell im Gesicht - warum nicht auch zeigen? Ich finde die Pudel auf Likes Bildern sehr hübsch so und ich sehe, wie der Hund wirklich aussieht (also die Konturen). Die Gesichter strahlen auf den Bildern Bewegungsdrang und Lebensfreude aus. Ein "ernsthaft" aussehender Hund bei den Gängen, die ein Pudel hat .... das ginge in meinem Kopf nicht zusammen. Ich verbinde viel mit Pudeln, aber sicher nicht die Begriffe "ernsthaft" und ""kernig".

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    nochmal zur Zeit, die ICH brauche - bei meinen runtergeraspelten Pudeln: Reines Scheren 30 Minuten ( ich hab's mal gestoppt bzw. sogar gefilmt :-) ) Baden tu ich am Tag vorher, vielleicht 15 Minuten. Fönen brauch ich dann nicht, die trocknen auch von selber. Die Abstände liegen bei 4 - 6 Wochen.
    Vor dem Scheren 10 Mintuen Bürsten, mit Auf- / Abbauen, und selber Duschen am Tag des Scherens 1 Stunde Aufwand. Meine Hündin ist 57 cm groß. Ich glaub aber nicht, dass ein paar Zentimeter mehr oder weniger ausschlaggebend sind - eher, wie brav sich Hundchen die Prozedur gefallen lässt - bei meiner Kleinen hab ich deshalb bislang etwas länger gebraucht, wird aber auch schon besser.
    Und ich finde, dass gerade Pudel ohne Frisur wohlproportioniert aussehen. Hier nochmal Bilder von meinen Runtergeraspelten:


    Mir gefallen die so "runtergeraspelt" richtig gut :-)

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    (...)
    OT
    Ich musste meine Schäferhündin auf ärztliche Anweisung einmal über eine längere Zeit alle zwei Wochen wegen Hautproblemen mit antiseptischen Mitteln baden/duschen; auch das war weder tierschutzrelevant noch eine Quälerei, sondern notwendig.

    Die Frage nach einer evtl. Quälerei stand ja nur im Raum, wegen der bunten Tiere bei dem Wettbewerb. Wobei mich schon interessieren würde, ob die später so auf die Straße gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da bei anderen Hunden keine "Knoten im Kopf" entstehen, wenn sie sich solch einem Stylingopfer gegenüber sehen.


    Damit hat zu tun, dass in diesem Sinnlosregister und bei dem Führerschein erst mal alle Hundehalter unter Generalverdacht gestellt werden, dass es durch ihren Hund zu einem Vorfall kommen kann, weil sie unfähig seien, ihn ohne gesetzliche "Unterstützung" zu führen. Es soll nachgewiesen werden, dass der Hund ungefährlich geführt wird, obwohl dies in der Realität vielleicht nie der Fall sein wird. Dazu werden Daten erhoben und unrealistische Prüfungsszenarien auferlegt, die nichts, aber auch gar nichts daran ändern können, wie gefährlich Hunde sind und wie sie im Alltag wirklich funktionieren.

    Theoretisch sind alle Hunde angemeldet, also in ihrer Heimatstadt registriert, gechippt und auch versichert. In Kombination mit den vorher schon existierenden Gesetzen wäre es nicht nötig, noch ein sinnloses Gesetz zu erlassen oder ein bestehendes auszuweiten. Die bereits zu Gebote stehenden Mittel, z.B. Ordnungsbeamte, werden ja jetzt schon nicht annähernd so oft genutzt, wie gebraucht und dabei würden die sich durch ihre Arbeit gegenfinanzieren.

    Die Statistiken geben weder bei sog. Kampfhunden, noch anderen Hunden Anlass zu extremer Sorge, die neue Gesetze nötig mache. Auf die Menge der Hunde und Menschen umgerechnet, gibt es keinen deutlichen statistischen Anstieg von Vorfällen. Warum muss also in der Gesellschaft weiterhin das Bild der Bestie Hund in den Köpfen zementiert werden? Vermutlich brächte es mehr, als den Führerschein abzulegen, die Leute einmal in die Rütter-Show zu schicken. Da bekommen sie auch ein realistisches Bild aller Peinlichkeiten und Totalausfälle, die einem Hundehalter passieren können und haben vielleicht sogar noch Spaß.

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    Also, wenn dein Hund ohne Vorwarnung zubeißt, obwohl der Hund, der in seine Reichweite kommt eindeutig nichts Böses will, dann ist das Verhalten deines Hundes nicht okay, auch wenn du das so darstellst. Und ich finde, auch du liegst dann falsch, wenn du es mit anderen Hunden entschuldigst, die sich ebenfalls abnorm verhalten haben. Wenn schon, denn schon... ;)
    Aber ich habe auch mal etwas beizutragen: mich nervt eine Hundehalterin, deren Kurzhaarcollie völlig gestört stundenlang die Hundewiese umkreist und die auf Nachfrage total hochnäsig sagt: "Tsss...der hütet eben." Armer, durchgeknallter Hund. Von seiner Besitzerin wird der nie Hilfe bekommen, die ist so stolz auf ihren Neurotiker.

    Welcher Hund beißt denn ohne Vorwarnung? Das steht in meinen Posts nicht drin. Ganz im Gegenteil.

    Ein Hund, der frontal kommt, eventuell röchelt und keine kleinen Bögen läuft und den Blick abwendet, ist aus Sicht durchaus normaler Hunde unhöflich unterwegs. Ob ein Halter das erkennt oder nicht, ist dem bedrängten Hund dabei herzlich egal. Ich schrieb, dass der Hund keine 30 Sekunden, also ewig, vorgewarnt wird. Ich schrieb auch, dass der anstürmende Hund vorgewarnt wird. Ein Hund, der ein "bleib mir von der Pelle" aber ignoriert, hat entweder nicht gelernt zu kommunizieren, oder spinnt. In jedem Fall bekommt der zu Recht eine Abreibung und wenn der Halter damit nicht leben kann, dann hält er ihn besser von angeleinten Hunden fern. Das heißt nicht, dass man den hinterher zum Tierarzt schleppen müsste, aber für so manch zart beseitetes Gemüt ist es ja schon grausam, wenn der eigene Hund mal unsanft auf den Rücken gedreht oder abgeschnappt wird.

    Natürlich ist es in Ordnung, wenn Hunde lernen, dass anstürmende Hunde nicht immer nur spielen wollen und dann auch entsprechend wenig Wert auf solche Artgenossen legen. Wenn ein Hund meinen bedrängt oder aufdringlich wird, dann sage ich mir sicher nicht, der arme Tropf wird nun von mir wegen so vieler anderer böser Hunde in eine Schublade gesteckt, obwohl er bestimmt total lieb ist und nur spielen will. Der nervt mich dann und ich bin zu Recht genervt. Da soll der Halter vor seiner eigenen Haustür kehren und eine Unachtsamkeit nicht damit besser reden, dass die genervten Hundehalter ja nur wegen der anderen Hunde jetzt nicht ganz so entspannt reagieren.

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    Ich habs mal fett markiert, weil dus wohl überlesen hast....

    Ne, ich hab es nicht überlesen. Ich meine, dass du dann schnell sein müsstest, weil mein Hund sehr sehr schnell dabei ist, dem Gegenüber klar zu machen, dass er das nicht schätzt. Da gäbe es keine 30Sekunden Vorwarnen. Hat das Gegenüber die Warnungen nicht aus der Ferne gesehen und stoppt, dann gäbe es einen auf die 12, wenn ich es zuließe. Solche Momente, in denen ein Hund abhaut, können vorkommen, aber da gibt es meiner Ansicht nach keinen Grund, sich über die Halter aufzuregen, die "der tut nix" rufen. Hunde, die doch etwas tun, sind zwar oft genug der Grund, dass die bestürmten Hunde eine nicht mehr ganz so wohlgesonnene Einstellung zum hündischen Gegenüber haben (meiner ist da keine Ausnahme, nach ein paar Beißvorfällen), aber einen großen Unterschied macht es kaum, ob der am Ende zubeißt oder nur unhöflich daher kommt.