Beiträge von Nocte

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    Aber wo ist denn das Problem, den Test zu machen, wenn man nichts zu befürchten hat? Man kann doch dann mit gutem Beispiel voran gehen. (...)

    Wozu? Mit welcher Begründung? Es ist meine Zeit und es ist mein Geld, die ich für sinnfreie Vorbildwirkung ausgeben soll? Wo hat es denn eine Vorbildwirkung? Soll ich jedem Passanten das Scheinchen dann unter die Nase halten? Nichthundehalter werden gar nicht wissen, wer das braucht und dass es das gibt.

    Was heißt außerdem "nichts befürchten" - es gibt doch gar keine klare Regelung dafür, was passiert, wenn jemand durchfällt und es gibt offenbar keine einheitlichen Regelungen zum Prüfungsverlauf. Anders kann ich mir die inhaltlichen Unterschiede nicht erklären.

    Als wir noch einen Rechtsstaat hatten, galt mal die Unschuldsvermutung.

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    Hm, wenn dir der andere entgegen kommt und du kehrt machst, läufst du doch in die gleiche Richtung. Klar läuft er dir dann hinterher. Oder verstehe ich gerade etwas völlig falsch?

    Ich glaube, es geht um Situationen, in denen man sich entgegenkommt und einer dann die Richtung wechselt (z.B. auf die Andere Straßenseite geht) und dann der andere HH statt seinen Weg normal fortzusetzen, dem zuvor Auswechenden auf die Pelle rückt.

    Erlebe ich hier oft genug.

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    (...)
    Aber du willst mir doch auch nicht erzählen, daß es nicht leider viele Hundehalter gibt, die sich in aller Öffentlichkeit wie eine offene Hose benehmen, oder? Also liegt das Problem a u c h bei den Hundehaltern. ( ich sage bewußt "auch" und nicht "ausschließlich" ) Von daher finde ich es in Ordnung, daß auch dort, bei den Haltern, angesetzt wird. ( Kindern den richtigen, respektvollen Umgang mit Hunden und Lebewesen im Allgemeinen beizubringen ist mit Sicherheit auch sehr wichtig und eine gesellschaftliche Aufgabe )
    Daran, daß Halter z.B nicht verhindern, daß ihre Hunde Jogger jagen, Passanten anspringen oder die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht beseitigen, um nur einige Beispiele zu nennen, können ausschließlich die Halter etwas ändern und niemand anders. Also ist der Ansatz beim Halter durchaus auch berechtigt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich gehöre nicht zu diesen Hundehaltern und dass, obwohl ich keinen Hundeführerschein habe. Ich bin mir absolut sicher, dass diese Sorte Hundehalter sich weiterhin so benehmen wird.

    In unserer Gegend ist ein regelrechter Kleinkrieg ausgebrochen - die Hundehalter fühlen sich abgezockt, weil die Hundesteuer über 100€ kostet, aber die Hunde de facto nicht erwünscht sind und von Seiten der Stadt nicht mal auf eine freundliche Duldung hingearbeitet wird, sondern man per Broschüre dazu aufgerufen wird, außerhalb der Stadt zu laufen.

    Allein das Besitzen eines Hundes rechtfertigt es in den Augen vieler Mitbürger, uns Hundehalter aufs Böseste zu beschimpfen, unsere Hunde mit Steinen zu bewerfen und sich gegen alles zu stemmen, was die Hundehalter sich wünschen. Anzeigen diesbezüglich werden nicht bearbeitet oder verlaufen im Sand. (Dafür kann ich den Ordnungsbeamten nicht mal einen Vorwurf machen, gibt sicher wichtigere Dinge zu regeln, aber es bestärkt die Täter in ihrem Verhalten)

    Ein weiteres Beispiel:
    Es war die freiwillige Abgabe eines Euros aller Hundehalter in der Stadt in einem Jahr angedacht, um von diesem Geld die Umzäunung eines abgetrennten Strandbereichs an einem großen See zu finanzieren. An den anderen Stellen wäre dann ein generelles Hundeverbot gekommen. Das wurde gekippt und statt dessen ein generelles Hundeverbot am See durchgesetzt. Die Hundehalter sehen sich zu Recht als Bürger zweiter Klasse. Die Hundesteuer ist mal eben um 40€ angehoben worden.

    Ich höre nun oft HH sagen, dass sie es nicht mehr einsehen, die Hinterlassenschaften einzusammeln, weil sie sich verarscht fühlen und als Melkkuh sehen. Das ist sicher nicht die adäquate Lösung des Problems, aber in der Sache nachvollziehbar.
    Ebenso höre ich immer mehr Hundehalter wieder dazu übergehen, die Hunde laufen zu lassen, so lange sie niemanden direkt berühren, müssten die Leute damit klar kommen, dass sich da ein Hund in ihrer Nähe befindet. Das kann ich sogar verstehen, denn der Hund als Lebewesen hat von je her auch im urbanen Raum zum Menschen gehört und während früher die Grenze bei einer echten Belästigung gezogen wurde, sehen sich Menschen heute schon belästigt, wenn der Hund nur in ihre Richtung schaut und wieder andere sind der irrigen Meinung, der Hund sei auch für ihre Bespaßung da und müsse sich jederzeit streicheln lassen.

    Mit welcher Berechtigung erklärt man jetzt den Hundehaltern, dass sie sich gefälligst anzupassen haben, dass ihr Gerechtigkeitsempfinden "defekt" sei? Ein normales Maß muss gefunden werden und dazu trägt nicht noch so eine Maßnahme wie die Abzocke durch den Hundeführerschein bei.

    @ Tarlancriel: Man tröstet den, der keine Schuhe hat, mit dem der keine Füße hat. Weil es ja noch schlimmer kommen könnte, nehmen wir alle kleinen Kröten brav hin. Vielleicht fällt uns ja dann nicht auf, dass die genauso laut quaken wie die große. Bei gesamtökologisch sinnvollen Dingen wie weniger Fleischkonsum, da sollen die Menschen intelligent und vernünftig und selbstbestimmt genug sein, um selbst zu entscheiden, aber in der Hundehaltung müssen sich Menschen bevormunden lassen, deren Hunde NIE zu irgendeinem Problem geworden sind. Is klar.

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    Ich kenne es ja auch aus meiner Zeit als Kleinhundhalter.
    Dennoch finde ich es unglaublich schade das all diese "Tut-Nixe" und ihre Besitzer es unglaublich schwer machen für Leute die wirklich echte Tutnixe haben.

    Arren zum Beispiel. 15 Kilo Miniatur Bultterrier. Ja, der kommt angewalzt wie ein Panzer. Und ja, der tut nix. Der will wirklich nur spielen, der liebt alles was nen Puls hat und er passt bei kleinen Hunden auch auf.
    Aber dank all dieser Idioten mit den "TutDochWas-ObwohlIchTutNixSchreie" haben dafür gesorgt das viele Leute Angst, Sorge oder gar Wut verspüren wenn mir die Deppen mal abhauen in Richtung anderer Hund und ich laut rufend "Die tun nix, wirklich!" hinterherkomme um die 2 natürlich einzusammeln.

    Schade für alle Seiten.

    Da müsstest du aber die Beine in die Hand nehmen bei meinen. So eine Art der Annäherung finden die nicht witzig und da ist mir als Halter dann auch sch***egal, on deiner wirklich nichts tut. Fakt ist, dass er dann durch deine Unaufmerksamkeit zu unserem Problem wird und da macht es nichts, dass er "nett" ist. Diese Form der ungewollten Kontaktaufnahme muss einfach nicht sein. Also wenn es passiert, Hund einsammeln, entschuldigen und nicht die Schuld den anderen Unaufmerksamen zuschieben.

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    (...) Mittlerweile werde ich richtig agressiv und eigentlich mag ich das gar nicht an mir, aber es kam in letzter Zeit einfach zu oft vor.

    So fing das bei mir auch an - immer die selben Pappnasen und meine Agression stieg von Mal zu Mal - mach dir nichts draus, es wird irgendwann leichter und wenn du erst als artagressiv verschrien bist, hast du an 9 von 10 Tagen deine Ruhe ;)

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    Zum Auto-Hundeführerscheinvergleich möchte ich sagen, daß es mir lediglich darum geht, daß es sowohl beim Auto- als auch beim Hundeführerschein wichtig ist, daß die betroffene Person wenigstens weiß wie man sich richtig verhält auch wenn das nicht bedeutet, daß die Person sich zwangsläufig an alle Regeln halten wird. Nicht mal das Wissen zu vermitteln macht es, in meinen Augen, doch nicht besser. Weder was das Autofahren als auch was die Hundehaltung betrifft.
    Was den Fallschirmsprung angeht lautet die Antwort wohl: Ja, du mußt erst einen Kurs belegen. Denn ohne, wird dich niemand aus seinem Flugzeug springen lassen. Jedenfalls niemand mit Verantwortungsgefühl...
    Mit dem Hund in die Stadt gehen darfst du ohne Begleitung eines Fachkundigen. Zumal ich nicht verstehen kann was so schlimm daran ist wenn das kurz mit getestet wird; auch wenn man persönlich es kaum braucht. Eine Prüfung kann nun einmal nicht 100% in das Leben jeden Prüflings passen.
    Das man nicht zwangsläufig mit seinen eigenen Hund den praktischen Teil absolvieren muß, sondern auch mit einem fremden Hund fand ich zunächst auch befremdlich. Aber unter gewissen Gesichtspunkten macht jedoch sogar das einen Sinn. Besonders für Hunde aus dem Tierschutz/Tierheim kann so eine Prüfungssituation im laufe des ersten Jahres noch eine komplette Überforderung sein. So wäre gewährleistet, daß auch diese Tiere gehalten werden können und nicht aus Angst vor dem Test im Tierheim bleiben.

    LG

    Franziska mit Till

    Das sind für mich immer noch Äpfel und Birnen und die Wissensvermittlung kann genauso gut in zu belegenden Pflichtstunden stattfinden. Am "Problem", das ich rein statistisch so gar nicht nachvollziehen kann, ändert das nichts. Ginge es um Verhinderung von Beißvorfällen, würde auch in der Bevölkerung angesetzt werden und vermittelt, was wir als Kinder noch gelernt haben - nicht schreiend auf Hunde zu rennen, nicht ungefragt anfassen, nicht schreiend wegrennen, höflich mit dem anderen Lebewesen umgehen. Das "Problem" wird aber immer nur einseitig angegangen und das mit der fadenscheinigen Begründung, dass schließlich vom Hund die Gefahr ausginge. Das tut sie von meinem Baseballschläger auch, aber dafür brauche ich keinen Führerschein, obwohl ich damit mehr Schaden machen kann. Wieso kamen wir eigentlich vor 20 Jahren mit Hunden aus, ohne dass alles überreguliert wurde?

    Und wenn wir schonmal beim Überregulieren sind? Warum schafft man nicht vorher einheitliche Testanforderungen oder sinnvoller Weise verschiedene Tests für verschiedene Rassen? Wieso sorgt man nicht dafür, dass die Prüfer erst mal auf einem einheitlichen und vor allem zeitgemäßen Stand sind?

    Wieso müssen die HH mal wieder einen Haufen Kohle für eine schwachsinnige Maßnahme abdrücken, die ihnen dann für sinnvolle Dinge wie evtl. ja sogar das Training mit dem Hund fehlt. Weil es für andere Sachen Füherscheine gibt, reicht mir da nicht als Begründung und auch keine an den Haaren herbeigezogenen Was-wäre-wenn-Fälle. Es würde durchaus reichen, wenn wir uns als Gesamtbevölkerung mal wieder selbst in die Pflicht nehmen würden, die eigenen Gehirne einschalten, leben und leben lassen.

    Leihund, wenn ich den Unsinn schon lese - ich kann auch mit einem Plüschhund durch die Straße marschieren, von dem geht garantiert nur die Gefahr aus, dass sich andere über ihn schlapp lachen.

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    Aber auf jeden Fall muß sich ein Neuhundehalter zunächst einmal mit ein wenig Theorie auseinander setzen bevor er sich einen Hund anschaffen darf. Das finde ich persönlich absolut nicht verkehrt.
    Zum praktischen Teil: Jeder sollte in jeder Situation seinen Hund sicher führen können. Egal wie häufig oder nicht häufig man in diese kommt. Du k ö n n t e s t in die Situation kommen mit deinen Hund in die Stadt zu müssen und du darfst deinen Hund dort mit hinnehmen. Also solltest du dich da richtig zu verhalten wissen.
    Richtlinie ist ganz klar, daß der Halter und nicht der Hund bewertet werden soll, es also nicht auf Gehorsam ankommt, sondern auf das richtige Einschätzen deines Hundes. Das anbinden eines Hundes vor einem Geschäft wird meines Wissens nach n i c h t gefordert.
    Natürlich weiß man nie wie sich die Halter nach der Prüfung benehmen. Da würden nur Kontrollen bei den wirklich wichtigen Dingen helfen. Aber das ist doch das selbe beim Autoführerschein. Da kannst du auch nie vermeiden, daß jemand sich bei der Prüfung zusammenreißt und danach fährt wie ein Berserker. Soll es deshalb auch keine Führerscheinpflicht mehr geben?
    Natürlich wird man noch vieles optimieren können. Aber irgendwo muß man halt einmal ansetzen.

    LG

    Franziska mit Till

    Das Thema Füherschein hatten wir doch schon abgehakt. Ein Auto ist kein Hund und hat keine persönlichen Befindlichkeiten, auch haben Straßenschilder die nicht und die Verkehrsrgeln ändern sich nicht von Situation zu Situation.

    Und wenn wir schonmal auf der "Man könnte in die Situation kommen, weil es eben erlaubt ist"-Schiene sind: Ich könnte auch Fallschirm springen gehen - muss ich mich nun für den nächsten Kurs anmelden, damit ich das auch beherrsche?

    Ich sehe jetzt nicht, wo in diesem Thread einem Pudelhalter unterstellt wurde, dass deren Hunde nicht Hund sein dürften. Das liest du doch jetzt nicht etwa aus meiner Nachfrage zur Zeit bei Minimalaufwand (also so viel wie nötig und wenig, wie möglich)?

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    genau, die narrischen, werden immer mehr
    aus reiner Lust am quälen, werden Tiere aus weidenhaltung brutalst gemordet
    oder gestohlen...
    verstehen werde ich die "bestie" mensch nie

    Ich gestehe, dass ich da unterscheide. Wir hatten schon Erlebnisse, da trifft es nur der Begriff "Bestie". Zum Beispiel wurden uns Hühner ertränkt. Da fällt mir nichts zu ein.

    Daneben gibt es die organisierten Tierdiebe, die ganze Bestände stehlen und dann gibt es noch die Leute, die sonst nicht an Tiere kommen, um sie auf "ihre Art" zu schlachten. Letztere Gruppe sorgt saisonal für Einzelschäden. Auch das kann ich nicht gut heißen, aber hier ließe sich wenigstens etwas ändern, wenn man in einen vernpnftigen Dialog miteinander treten könnte.

    Nichts desto trotz erzeugt es in mir unbändigen Zorn, wenn sich jemand an meinen Tieren vergreift. Die Hilflosigkeit und daraus resultierende Wut sind da ungleich größer, als bei gestohlenen Sachwerten und auch die machen mich wütend. Ich kann nicht hinnehmen, dass sich jemand darüber hinweg setzt, dass das Lebewesen vor einem jemand anderem wichtig ist. Echte Not könnte ich verstehen, aber die hat hier (noch) keiner.

    Ich könnte mich nicht dafür verbürgen, dass mir nicht eine Sicherung durchknallen würde, wenn ich jemand dabei überraschte, z.B. meine Flocke anzugreifen. Ich glaub, da würde ich zur Furie werden.