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Aber du willst mir doch auch nicht erzählen, daß es nicht leider viele Hundehalter gibt, die sich in aller Öffentlichkeit wie eine offene Hose benehmen, oder? Also liegt das Problem a u c h bei den Hundehaltern. ( ich sage bewußt "auch" und nicht "ausschließlich" ) Von daher finde ich es in Ordnung, daß auch dort, bei den Haltern, angesetzt wird. ( Kindern den richtigen, respektvollen Umgang mit Hunden und Lebewesen im Allgemeinen beizubringen ist mit Sicherheit auch sehr wichtig und eine gesellschaftliche Aufgabe )
Daran, daß Halter z.B nicht verhindern, daß ihre Hunde Jogger jagen, Passanten anspringen oder die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht beseitigen, um nur einige Beispiele zu nennen, können ausschließlich die Halter etwas ändern und niemand anders. Also ist der Ansatz beim Halter durchaus auch berechtigt.
LG
Franziska mit Till
Ich gehöre nicht zu diesen Hundehaltern und dass, obwohl ich keinen Hundeführerschein habe. Ich bin mir absolut sicher, dass diese Sorte Hundehalter sich weiterhin so benehmen wird.
In unserer Gegend ist ein regelrechter Kleinkrieg ausgebrochen - die Hundehalter fühlen sich abgezockt, weil die Hundesteuer über 100€ kostet, aber die Hunde de facto nicht erwünscht sind und von Seiten der Stadt nicht mal auf eine freundliche Duldung hingearbeitet wird, sondern man per Broschüre dazu aufgerufen wird, außerhalb der Stadt zu laufen.
Allein das Besitzen eines Hundes rechtfertigt es in den Augen vieler Mitbürger, uns Hundehalter aufs Böseste zu beschimpfen, unsere Hunde mit Steinen zu bewerfen und sich gegen alles zu stemmen, was die Hundehalter sich wünschen. Anzeigen diesbezüglich werden nicht bearbeitet oder verlaufen im Sand. (Dafür kann ich den Ordnungsbeamten nicht mal einen Vorwurf machen, gibt sicher wichtigere Dinge zu regeln, aber es bestärkt die Täter in ihrem Verhalten)
Ein weiteres Beispiel:
Es war die freiwillige Abgabe eines Euros aller Hundehalter in der Stadt in einem Jahr angedacht, um von diesem Geld die Umzäunung eines abgetrennten Strandbereichs an einem großen See zu finanzieren. An den anderen Stellen wäre dann ein generelles Hundeverbot gekommen. Das wurde gekippt und statt dessen ein generelles Hundeverbot am See durchgesetzt. Die Hundehalter sehen sich zu Recht als Bürger zweiter Klasse. Die Hundesteuer ist mal eben um 40€ angehoben worden.
Ich höre nun oft HH sagen, dass sie es nicht mehr einsehen, die Hinterlassenschaften einzusammeln, weil sie sich verarscht fühlen und als Melkkuh sehen. Das ist sicher nicht die adäquate Lösung des Problems, aber in der Sache nachvollziehbar.
Ebenso höre ich immer mehr Hundehalter wieder dazu übergehen, die Hunde laufen zu lassen, so lange sie niemanden direkt berühren, müssten die Leute damit klar kommen, dass sich da ein Hund in ihrer Nähe befindet. Das kann ich sogar verstehen, denn der Hund als Lebewesen hat von je her auch im urbanen Raum zum Menschen gehört und während früher die Grenze bei einer echten Belästigung gezogen wurde, sehen sich Menschen heute schon belästigt, wenn der Hund nur in ihre Richtung schaut und wieder andere sind der irrigen Meinung, der Hund sei auch für ihre Bespaßung da und müsse sich jederzeit streicheln lassen.
Mit welcher Berechtigung erklärt man jetzt den Hundehaltern, dass sie sich gefälligst anzupassen haben, dass ihr Gerechtigkeitsempfinden "defekt" sei? Ein normales Maß muss gefunden werden und dazu trägt nicht noch so eine Maßnahme wie die Abzocke durch den Hundeführerschein bei.
@ Tarlancriel: Man tröstet den, der keine Schuhe hat, mit dem der keine Füße hat. Weil es ja noch schlimmer kommen könnte, nehmen wir alle kleinen Kröten brav hin. Vielleicht fällt uns ja dann nicht auf, dass die genauso laut quaken wie die große. Bei gesamtökologisch sinnvollen Dingen wie weniger Fleischkonsum, da sollen die Menschen intelligent und vernünftig und selbstbestimmt genug sein, um selbst zu entscheiden, aber in der Hundehaltung müssen sich Menschen bevormunden lassen, deren Hunde NIE zu irgendeinem Problem geworden sind. Is klar.