Beiträge von Nocte

    Zitat

    (...) ich sehe in der Verlängerung des Sterbens keinen Sinn.

    Diesen Gedankengang finde ich bemerkenswert, weil es in meinen Augen nicht so ist, dass man ein Sterben verlängert, sondern verkürzt.


    Bei Schmerzen, Qual und keiner Aussicht auf schnelle Besserung würde ich auch einschläfern, bei normalem Altersverfall mitten im Sterbeprozess sicher nicht.

    Der Körper durchläuft verschiedene Phasen im Sterbeprozess, zu der auch die Endorphinausschüttung gehört, die oben für Menschen beschrieben wurde. Ich bin nicht überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, das vorzeitig mit MEdikamenten abzubrechen. Wohl gemerkt bei einem schmerzfreien Sterbeprozess als Folge normalen altersbedingten Verfalls und nicht bei einem Ringen mit dem Tod.

    Ich finde es gut, wenn ein Tier so alt werden kann, dass das Sterben normal möglich ist, es also keine Qual bedeutet. Mein erster Hund ist so gestorben - in seinem Körbchen, nach dem Frühstück im hohen Alter und ganz schnell. Das finde ich einen schönen Tod und sie hat den Tag zuvor nochmal alles gemacht, was ihr gefiel - sie wirkte nicht alt und hatte noch alle Zähne, war einfach etwas langsamer geworden über die Jahre.

    Einen Hund, der jedoch nur noch Schmerzen empfindet, den würde ich einschläfern lassen - daheim, im Kreis der Familie. Ich hoffe, dass dies meinen Hunden erspart bleibt und sie ebenso in Würde gesund alt werden können, wie mein erster Hund, aber wenn ihnen das nicht vergönnt ist, dann würde ich nicht zögern, sie einschläfern zu lassen.


    Ich selbt weiß, dass ich auch nicht um jeden Preis leben wollte und fürchte, dass wir das normale Altern und auch Sterben aus unserer Gesellschaft verdrängt haben.

    Zitat

    Gute Besserung dem Kranken!

    Ich hätte mal ne frage: welche bürste habt ihr für eure Hunde? So langsam werde ich dem Fell nicht mehr Herr und brauche eine bessere bürste.


    Alle Jahre wieder ....

    Zum einen eine Zupfbürste (Les Poches), die die Hunde aber doof finden und dann nutze ich noch einen Kamm mit rotierenden Zinken. Dauert länger als mit der Zupfbürste, aber die Hunde finden es besser und die Fahnen sind damit auch gut zu bürsten. Für haartnäckicke Knoten habe ich noch einen Coat King, aber der dient bei uns nur zum Zerschneiden der Knoten.

    Um noch eben auf die Schnelle ein zuverlässiges Ruhen aufzubauen, dass auch noch über längere Zeit hält, ist es zu spät und der Hund auch noch recht jung. Persönlich halte ich nichts davon, den Hund diesem Streß auszusetzen und finde es auch nicht ganz ungefährlich, wenn man einen triebigen Hund hat. Es muss nicht mal sein, dass der Hund beißen will, aber ein gestresster Aussie kann ja schon die ein oder andere Verhaltensweise auspacken, die wenig partytauglich ist. Wenn der Hund da unbedingt mitkommen soll, dann würde ich doch eher einen Kennel mitnehmen, der ggf. auch ins ruhige Auto kann (vorausgesetzt, dass der Hund das als Ruheraum kennt und es nicht zu kalt oder warm wird. Wasser dazu und evtl. einen Kauknocken, Kong oder Ähnliches, so kann der Hund zwischendrin runterkommen, ihr trotzdem mit ihm Gassi gehen und falls alles super läuft, kann er auch Partygast sein.

    Zitat

    Vielen Dank für die Erfahrungsberichte! :gut:
    Nocte (oder auch ihr anderen), hat dein halber Labbi einen starken Jagdtrieb und wenn ja lässt sich dein Aussie davon mitreißen?


    Ja, sie hat Jagdtrieb und ja, der Aussie lässt sich mitreißen. Allerdings ist das bei beiden unproblematisch. Der Aussie ist - strebermäßig - der erste, der stoppt, wenn er doch mal durchgeht. In einer Jagdsituation ist er abrufbar. Der Jagdtrieb bei beiden ist aber gänzlich anders motiviert, als bei unserem Terrier. Die Großen sind reine Sichtjäger. Der Terrier würde auch einer Fährte folgen, aufstöbern, ausgraben, hetzen, schlagen und fressen, wenn man sie ließe. Sie ist Vollblutjäger. Wenn ich bei ihr nicht aufpasse und den "magischen" Radius verpenne, dann kann ich sie nur noch mit Klicker oder Superpfiff stoppen. Dagegen ist mein Aussie harmlos. Ich kenne aber auch jagdlich ambitionierte Aussies, die gut und gerne mal eine halbe Stunde weg sind.

    Zitat

    Wenn der Aussie typisch Aussie ist und der Labrador auch dem Rassestandard entspricht :p !?

    Hat denn vielleicht jemand von euch Erfahrung mit dieser Kombi?
    Von der Ausdauer nehmen sich die Beiden ja nichts, oder?
    Ich habe mal gehört, dass der Aussie den Labrador eher "aufdreht" und der Labrador den Aussie "bremst"... Was meint ihr dazu? Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, aber ich denke ihr wisst, was ich sagen möchte.

    Ich kann nur einen halben Labbi anbieten. Verhaltenstechnisch schlägt der manchmal durch, aber im Umgang mit Hunden ist Luna durch und durch Hütehund. Labbis finden meine beiden ausgesprochen suspekt. Das liegt an der Art sich zu nähern. Wenn die ruhig kommen und nicht mit einer "Hier bin ich, hab mich lieb"-Stimmung in uns reinrennen, finden sie Labbis auch gut. Die Nachbarn haben einen und nachdem der aus dem Welpenalter raus war, war alles super.

    Ich denke, wenn die beiden zusammen gehören und sich nicht grundsätzlich spinnefeind sind, kann das gut klappen.