Beiträge von Tucker

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    Faesa

    Das ist dann der wirklich arbeitsintensive Teil der Arbeit ohne SL :D .
    Man hat das passende Gelände normalerweise nicht in ausreichender Menge vor der Haustür.
    Das heißt, man muss u.U. ständig ein ordentliches Stück fahren, man muss mit Bauern und mit Jagdpächtern reden, damit man geeignete Flächen hat. Und man hat den Wecker eben auch mal auf 2 Uhr nachts stehen, damit man ausgestattet mit genügend Kaffeesupport mutterseelenallein irgendwo steht. Da hat man dann eben einige Wochen Augenringe und eine hohe Spritrechnung.
    Ich sage ja nicht jeder Einsatz der SL ist falsch oder unnötig. Aber bestimmte Probleme kann man auch ohne angehen ;) .

    jupp, genau so :D . An Feldern wie den deinen ( Faesa) läuft mein Hund dann eben weder Frei noch an der Schlepp, da trainieren wir allenfalls Gehorsam/UO, bis es klappt.
    Ansonsten treibe ich mich in schwierigen Ausbildungsphasen irgendwo im absoluten Niemandsland rum oder renn nachts zwischen 24 uhr und 5 uhr morgens durch die Gegend. Ich inszeniere sogar extra Szenen mit Freunden um zu überprüfen wie weit wir sind und ob ich die allgemeine Ablenkung langsam erhöhen kann. Das ist Schauspiel auf der ganz großen Hundebühne :D .
    Tucker hat aber schon nen sicheren Rückruf, der versucht zwar gelegentlich den halbstarken raushängen zu lassen, aber er dreht praktisch sofort wenn ich rufe.
    Nachts und frühmorgens trifft man mich aber immer noch öfter- zum fährten, mit ner Schleppfährte die nach Pansen riecht, braucht man tagsüber nirgends auftauchen :lol: .

    lg susanne

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    Ich muss zugeben, dass mir auch zur Schleppleine geraten wurde, da wir Lony mit 6 Monaten bekamen und sie eben nicht 100% gehört hat.

    Da liegt meiner Meinung nach eines der größten Probleme. "Der Hund hört (noch) nicht 100%" - und das mit wenigen Monaten...
    Was ist das für eine Erwartungshaltung? Hunde kommen nunmal nicht fertig ausgebildet auf die Welt, das sollte wohl klar sein. Das ist jetzt nicht gegen dich aynatscha!!! dir wurde es ja auch nur geraten.
    Da liegt es am HH bzw. am Trainer dem Hund eine sorgfältige, gut ufgebaute ausbildung zukommen zu lassen, die der Hund auch verstehen kann. Das geht nunmal nicht von jetzt auf gleich, kostet Zeit und Nerven und es geht nicht immer alles glatt. Ist aber kein Grund sofort zur Schleppe zu greifen. Aber das ist ja Aufwand und so wird die Schleppe auch zum "schnellen Mittel" degradiert- dabei ist richtiges SL Training mit dem Ziel des Freilaufs und dessen Erarbeitung wesentlich aufwändiger und alles andere als ein schnelles Mittel.
    Der Denkfehler fängt da schon an, wo der Hund hören 100% hören MUSS- und das von Anfang an, unabhängig von Alter und bisherigem Ausbildungsstand. Nein, muss er nicht, man muss ihm erstmal "erklären" was man eigentlich will und dazu braucht man keine Schleppe. Einzig bei Hunden die Jagd auf Wild, Autos, Radler und alles was sich sonst so bewegt machen, ist eine SL, richtig angewendet, sinnvoll.

    lg Susanne

    Also die Mäkelei würde ich auch nicht mitmachen. Und obs ihr schmeckt weiß man ja gar nicht, wenn ichs richtig verstehe, dann riecht sie dran und das wars- woher soll sie dann wissen wie es schmeckt?
    Und vor allem: Wenn sie nur Rind frisst, dann würde ich das keinesfalls dulden! Wie gesagt, ich halte es durchaus für machbar, ohne Gemüse zu füttern, aber dann muss die Fleisch/knochenernährung wirklich ausgewogen sein, mit versch. Fleisch und ganzen Tieren. aber nur Rind und dies nicht und das nicht- da seh ich dann schon Mangelerscheinungen aufziehen!
    Also kein Gemüse füttern, ok, aber eigentlich nix außer Rind füttern, geht nicht!
    Da würde ich der Madame auf die Sprünge helfen, und was sie mal gefressen hat, schmeckts ihr wahrscheinlich auch.

    lg susanne

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    Kindern steckt man ein Zäpfchen mithilfe von Vaseline in den Popo. Wurde nachts deswegen mal von meiner Schwester losgejagt zur Notapotheke, als ihre Tochter krank war.

    Ihr Ferkel... :roll:

    die Vaseline verzögert dann aber die Aufnahme des Medikaments- ich mach das nicht. Zäpfchen sollte man handwarm werden lassen, dann flutschts auch ;) .
    Vaseline kann man aber z.B. zur Pfotenpflege benutzen, auch bei Hornhautpflege kann sie nützlich sein (meine Oma schwört da jedenfalls drauf), sie hilft auch quietschenden Türen wenn man das gute Speiseöl nicht mißbrauchen will und kein Schmieröl im Haus hat usw.

    Für den Zweck wo ihr hindenkt gibts aber wesentlich spezialisierteres und besseres, würde ich meinen ;) .

    lg susanne

    wir könnten glatt verwandt sein :D , ich bin auch so drauf.
    Früher war das anders, da war ich eher schüchtern, hab mich nicht getraut, bin schnell rot geworden und vieles was eigentlich normale Mißgeschicke sind, war mit ultrapeinlich.
    Aber ich hab da stark an meinem Selbstbewußtsein gearbeitet und gelernt mich zu überwinden. Hat mans erstmal geschafft, sinkt die Hemmschwelle auch mit jedem Mal wo man jemanden anspricht.
    Was mir zu Anfang auch sehr geholfen hat, ist ein kleiner Trick: ich sage einer guten Freundin oder Freund "Hey, morgen (wahlweise auch nächste Woche oder bis dann und dann) mache ich xy (gehe ich mal da rüber und red mit denen)". Damit verbau ich mir quasi den Rückzug, wenn ich sage, ich mach das, dann mach ich das auch, das wissen auch alle Freunde von mir.
    Heute brauch ich sowas eigentlich kaum noch, aber zu Beginn hat mir das enorm geholfen.
    Insgesamt kommt ja mit anderen HH eigentlich sehr gut ins Gespräch, du musst einfach rausfinden, wann und wo die unterwegs sind mit den Hunden (ich hoffe doch, dieser Garten ist nicht alles was die sehen) und dann eben auch mal um die Zeit dort gehen. Dann freust du dich diese wunderschönen Hunde, die du schon manchmal vom Fenster aus gesehen hast, zu treffen, lobst den tollen Garten ("oh, sowas hätte ich ja auch gerne") usw.
    Im Gespräch merkst du ja, wie die Leute so sind und kannst fragen.
    Oder du reißt dich zusammen, gibst dir nen Tritt und gehst dahin.
    lg susanne

    ich hab auch ein K9, bin sehr zufrieden, allerdings würde mein Stinker das Geschirr durchaus auch "verlassen" können wenn er es wirklich wollte- tut er aber nicht :D .
    Wie es mit y gurt ist, weiß ich nicht, ich will ihn auch nicht dazu verleiten, das zu testen ;) .

    Passieren kann immer was, beim einen macht man sich Sorgen, dass es reißt, beim nächsten, dass der Hund rausschlüpft...
    Grundsätzlich würde ich vor allem versuchen die Grundproblematik mittels weiterer Erziehung, in den Griff zu kriegen ;) .

    lg susanne

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    Was mich da eher stören würde in dieser situation jetzt, ist das Prinzip. Wenn ich was ausmache, dann erwarte ich auch, dass es eingehalten wird. Das ist aber unabhängig vom Hund, eine Grundsatzfrage. Ich muss mich ja drauf verlassen können, wenn jemand sagt: "Ich mach das", das er es auch wirklich macht.
    Dann wiederrum sehe ich als Streitpunkt aber nicht den Hund, sondern was ganz grundsätzliches, da hängts dann ganz woanders, der Hund löst es halt grad aus.

    lg susanne

    diese Vermutung hab ich eben auch, drum schrieb ich das ja gleich in meinem ersten post hier... da ist der Hund nur der Aufhänger.

    lg susanne

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    Aber das ist doch eine Frage der persönlichen Einstellung; ich differenziere bei Flake eben nicht nach mein und dein, sondern es ist unser Hund und das wird er auch immer bleiben.

    Wenn du das für dich anders siehts, ist das ja völlig in Ordnung.

    das sehe ich anders. Ob man differenziert oder nicht, wer sich ein Tier anschafft, ist schlußendlich, immer dafür verantwortlich!
    Anders ist er nur dann, wenn man es sich gemeinsam anschafft.
    Wenn dein Partner jetzt aus irgendwelchen Gründen keine Lust mehr hat und DU das Tier angeschafft hast, dann bist DU in der Verantwortung, niemand sonst.
    Das ist keine persönliche Meinung, sondern Verantwortungsbewußtsein. Wenn ich etwas anschaffe, bin ich dafür verantwortlich, wenn es hart auf hart kommt, dessen Interessen zu vertreten.

    lg susanne

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    Wenn man in einer längeren Beziehung mit einem Hundehalter lebt, dann darf doch nicht strikt nach 'mein' und 'dein' trennen.

    Doch, das kann man- wieso nicht?
    Ich halte das so, habe es immer so gehalten und so wird es auch in Zukunft sein. Meine Kinder (den Vater dazu gibts nicht mehr- da wäre das anders!), meine Tiere, punkt, aus, ende.
    Das sind diejenigen für die ICH die Verantwortung übernommen habe und die im Ernstfall immer bei mir bleiben und die immer ich zu versorgen habe.
    Das heißt ja nicht, dass der Partner nicht mal mit den Kids ins Kino gehen kann oder auf den spielplatz oder sonstwas, es heißt nicht, dass er nicht mal meinem Hund ausführen kann oder auf meinem Pferd reiten- aber es heißt: das alles ist freiwillig! Grundsätzlich ist es meine Aufgabe, für die ich mich freiwillig entschieden habe und die ich niemandem in die Schuhe schiebe.
    Das einzige was ich verlangen kann und muss von einem Partner, ist, dass er sie gut behandelt, achtet und ihnen kein Leid zufügt- das versteht sich von selbst, sonst wird es niemals mein Partner werden bzw. ganz schnell verschwinden und sich nie mehr blicken lassen.

    lg susanne