Beiträge von Tucker

    Moment, der Schäfi "erzieht" aber wenn der Goldi das macht ist es Aggression?
    Wenn deine Freundin der Meinung ist, dass das in Ordnung ist, dann würde ich ihr mal drücken, dass sie dann nicht mit zweierlei Maß messen kann. Ergo: Dann ist das was der Goldi jetzt macht auch nur ne erzieherische Maßnahme- eben ne handfeste.
    Ich halte da nix von, aber wenn man so ne Meinung hat, dann muss die für alle gelten.

    Moin,
    nochmal zu dem "wenn Leute über den Hund erzählen".
    Bei Abgabehunden wird wirklich oft gelogen das sich die Balken biegen und vielen Leuten ist es piepegal ob sie jemanden gefährden oder nicht, die wollen den Hund loswerden und gut. Nicht immer aber oft genug.
    Da hilft nur eins: erstmal vorsichtig sein, testen und mit allem rechnen.

    Wenn es zum Hund dazu Menschen gibt wird eher weniger bewußt geschwindelt oder verschwiegen. Da ist es mehr so, dass die Leute ihren Hund überhaupt nicht verstehen, sich gar nicht bewußt sind was sie eigentlich dem Hund vermitteln und was der Hund ihnen vermitteln will, wie Tanja es schrieb: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen, falsche Vorstellungen und Erwartungen...
    Allerdings kommt das schon bei der ersten Sichtung raus und es kommt nur drauf an wie man den Leuts das klarmachen kann oder ob sie überzeugt sind es liege am Hund- bei Letzterem bin ich raus.

    Schlußendlich hilft beim einen wie beim anderen nur selber sehen und sich ein Bild machen. Nur dabei erfahr ich eher weniger irgendwelche möglichen Ursachen sondern eben immer den aktuellen Stand.
    Oft ist es auch gar nicht möglich irgendwelchen Ursachen auf die Spur zu kommen. Gerade die sogenannten Kaliber haben meist schon mehrere Stationen hinter sich und es ist gar nicht mehr nachvollziehbar was da gelaufen ist.

    Und wie gesagt, die Ursache zu kennen nützt auch meist nichts. Nehmen wir mal zwei Beispiele:
    Tucker und ich waren Silvester 2008 um halb zehn nochmal raus, aufm Heimweg hat irgendne Pappnase mitten auf der Kreuzung nen Mehrfachknallerpaket gezündet. Wir kommen da vorbei, das Teil geht los und die Knaller sind uns wirklich um die Ohren geflogen.
    Tucker hat seitdem auch Angst wenns knallt, versteckt sich bei mir und wenns nah genug is will er nur noch heim. Zuhause hält er Silvester mittlerweile gut aus, auch wenns mal irgendwo schießt oder knallt wenn wir spazierengehen geht es. Und es geht heißt: er rennt nicht planlos weg sondern kommt und nach einigen Minuten kommt er auch wieder runter und verhält sich normal.
    Das Wissen, das eben jener Knaller damals ursächlich ist nützt mir aber nix.
    Beispiel zwei:
    Hund wurde offenkundig geschlagen, bei schnellen Handbewegungen geht er auf einen los... ich kenne die Ursache: er wurde geschlagen. Das nützt mir aber nix auch nicht bei der Lösungsfindung, wenn er jeden anfliegt der ne flotte Handbewegung macht. Ich muss gucken, dass ich das neutralisiert kriege.

    Ich denke, das was viele hier als Ursache sehen und meinen das müsse man herausfinden, meinen tatsächlich die Auslöser. Und ja, die sollte man wissen und erfährt man zwangsläufig... mal auf mehr, mal auf weniger angenehme Weise :hust: .
    Ursache und Auslöser hängen sicher zusammen, aber rausfinden muss ich nur letzteres und da dann ne Lösung für finden.

    Also das mit dem Vergangenheitsgedöns finde ich auch.
    Diese ganze "Ursachenfindungsstory" ist voll aus dem Ruder gelaufen und das Ergebnis, auch bei vielen Trainern ist dann am Ende leider sehr mäßig und sieht meist so aus das niemand das Problem löst dafür aber ne ganz fantastische und plausible Erklärung hat warum der Hund so abtillt :roll: .
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich weiß, dass die die mir das Leben des Hundes erklären erstens subjektiv sind und zweitens immer gerne alles weglassen was sie in ein schlechtes Licht rückt... die Info ist also nicht unbedingt das worauf ich mich verlassen möchte und dann verlassen bin :hust: .

    Hund angucken, langsam testen und checken was abgeht und gezielt drangehen.
    Ich kann immer nur mit dem aktuellen Stand arbeiten und ne Lösung suchen die zum Hund (und ggf. zum Halter) passt.

    Ähm ja, aus meiner Sicht ist es die Daseinsberechtigung des Trainers, dass er/sie mir genau da hilft wo ich es brauche und mir da genau erklärt und zeigt wie ich das erreiche. Sicher ist es dann meine Arbeit das umzusetzen und dran zu arbeiten.
    Aber was nützen mir Sitz und Platz wenn mein Hund mich ausgerechnet dann ausblendet wenn es am wichtigsten wäre das er sich an mir orientiert?
    Ich sag ja immer gern: Was nützt es wenn der Hund die dollsten Sachen kann, wenn er nicht kommt? Da kann ich mir das alles in die Haare schmieren wenn er wech ist!

    Es gibt hier viele Threads zum Thema Antijagdtraining. Jagdhunde können auch sehr verschieden sein, was funktioniert muss man dann gucken. Schlußendlich wäre aber ein Trainer nicht schlecht, der Ahnung von Antijagdtraining hat bzw. speziell was in Richtung Antijagdtraining anbietet.
    Dazu gehört mehr als der Rückruf, nämlich auch spezifische Auslastung in diesem Bereich und das dauerhaft.

    Ich würde ja mal hier gucken, ich fürchte nur es könnte ein wenig spät für das Jagdseminar sein, grundsätzlich könnte das aber ne Adresse sein, wo man euch kompetent und problembezogen helfen kann statt irgendwelche Standarddressurübungen zu machen.
    http://www.hunde-weise.de/

    Fakt ist und bleibt:
    die meisten im Umlauf befindlichen Stachelhalsbänder werden in keinster Weise so genutzt wie hier beschrieben! Ich hab allein in 100m Nachbarschaftsumkreis 4 Hunde wohnen die ausschließlich mit Stachler geführt werden (und jetzt schrei mir keiner nachm Vet. ich habe gemeldet und sämtliche Hunde haben laut ihm eine Größe bei der es nachvollziehbar ist, dass die Halter ihre Hunde so sichern, sonst könnten sie sie nicht halten- Gefahrenabwehr...naja :roll: ).
    Und wenn es genehmigungspflichtig würde: ich fürchte da wären die Sportler die das brauchen raus, ich jedenfalls fände es bedenklich wenn ein Vet. so ne Genehmigung ausstellt mit der Begründung: "Ich möchte meine Punkte in der UO von 98 auf 100 steigern!"
    Ich ahne wer diese Genehmigungen kriegen würde... die Leute die ihre Hunde weder führen noch erziehen können aber ein Riesenvieh und dann natürlich nen Stachler zur Gefahrenabwehr bräuchten (und nein, ich kann das auch nicht nachvollziehen, der hiesige Vet aber schon und dessen Meinung zählt).

    Ich persönlich halte es für vollkommen unnötig, und wie gesagt, ich kenne auch Sportler "auf höchstem Niveau" die es ohne schaffen...mit viel viel Training, Zeit und Geduld.

    Und Hunde die Signale "abtun"- na, wer hat ihnen den beigebracht, dass sie Signale ignorieren können? Diese enorm kompetenten HF?
    Da würde ich mal meine eigenen Qualitäten hinterfragen wenn mein Hund andere feine Signale außer dem Stachler abtut. Warum tut er dann den Stachler nicht ab wenn er doch ebenso sanft ist? Achja, weil er gelernt hat, dass er auf den reagieren muss, klar. wie hat er denn gelernt, dass er darauf reagieren muss? Und wie gesagt: Wer hat ihm beigebracht, dass er andere Signale übergehen kann?

    Zitat

    Denn so ein Band trägt Hund auch im täglichen Leben und bekommt ständig Impulse. Das blendet Hund logischerweise aus.

    ????
    Also ich weiß ja nicht, aber ich kann auch im Alltag keinen Hund brauchen der Signale ausblendet. Darum setze ich sie auch da nur dann wenn ich sie brauche und erwarte dann auch eine passende Reaktion.
    Ich glaube aber ich weiß was du meinst, deshalb habe ich es früher immer so gehalten, dass die große Gliederkette den Hupla und entsprechende Arbeit angezeigt hat, kam sonst nicht zum Einsatz und gut.

    Aber ich erinner mich, du warst die, bei der bei der Leinenführigkeit immer so eine mangelnde Konsequenz um sich greift, ne? ;) . Da kommt es natürlich ofter zu Impulsen die i-wann ausgeblendet werden... Liegt aber doch klar an dir, wieso also dem Hund ein anderes Mittel aufdrücken (du tust es nicht, ich weiß!) statt sich selber mal in den Poppes treten? (Nicht böse gemeint!!!)

    Manuela und Angela:
    Ich hab ja mitgekriegt, dass ihr beide das nicht benutzt. Ist ja auch ok, ich würde auch zur Gerte greifen, damit kann ich sauber begrenzen, auch mal touchieren, punktgenau und ohne Risiken und Nebenwirkungen. Selbst im WorstCase passiert da nix für den Hund unangenehmes.
    Das Problem ist, dass es vielleicht einer von 100 Sporthundeführern ist, der das ding so nutzt wie es hier so schön beschrieben wird, da bleibt dann immer noch das Restrisiko wenn was Unerwartetes passiert und Hund oder HF im Übersprung/Schreck nen groben Fehler machen. Schlimm genug.
    Aber die restlichen 99 nutzen das Teil eben nicht so, das kann man Samstagnachmittags auf diversen Huplas beobachten und ko****.
    Schlußendlich geht es allen aber nur um eins: Erfolg um (fast) jeden Preis.
    Der Einzelne der das vernünftig anwenden kann, der wird es auch anders können und dem großen Rest gehört so ein Teil verboten. Zum Schutz vom Hund.
    Und gerade im Sport muss der Schutz, die Sicherheit und die schmerzfreie Ausbildung der Tiere an oberster Stelle stehen. Nirgendwo werden Tiere so gequält wie da wo sie zum gewinnen "benutzt" werden, dazu das Ego ihrer Besitzer/Führer/Reiter zu polieren.
    Im Pferdesport isses noch schlimmer, da geht neben dem Ego auch um viel Geld (auf höchstem Niveau) und was da passiert... ohne Worte.

    Achso, Körperspannung... das ist aber ne reine Trainingsfrage, theoretisch brauch ich dann den Fingertip auch nicht, wenn der Hund so präzise auf meine Körperspannung reagiert, kann ich ihn ja da über ne minimale Änderung schon korrigieren.

    Die Frage ist doch, warum ein Stachler wenn ich es mit nem Fingertipp auch hinkriege oder meinetwegen mit ner Begrenzungsmarke wie ner Gerte? Beides ist viel sicherer, wenn man bedenkt, dass zwei Lebewesen miteinander arbeiten die immer in eine unglückliche Situation kommen können wo Hund oder HF schrecken können und ne blöde Bewegung machen etc. So perfekt ist niemand, dass er das 100% ausschließen kann, niemand! Das verkauft mir auch keiner.
    Fingertipp, Gerte, passiert in so ner Situation gar nix, Stachler ist dann definitiv Aua.
    Und nein, ich glaube nicht dass Leute denen ein Fingertipp reicht nen Stachler auf den Hund ziehen, wieso so kompliziert wenns doch einfach gehen würde?
    Und alle die im Hundesport aktiv sind wissen auch genau: selbst wenn es diese superperfekten Stachlerführer gibt, das ist viellt. einer von 100 der so ein Ding aufm Hund hat. Der Rest will schlichtweg den Erfolg erzwingen- und zwar fürs eigene Ego und sonst für gar nix.