ZitatIch habe mal eine Frage und ich denke, da hier wirklich Experten mitlesen und schreiben, dass sie sie mir beantworten können?
Wie würdet ihr mit einem Hund arbeiten, der von seinen Besitzern keine klaren Regeln und Grenzen aufgezeigt bekommen hat und deshalb die Führung übernimmt?
Der Kommandos zwar befolgt, sich aber bei bestimmten Sachen ein Ei drauf pellt und mit Leckerchen und Klicker nicht davon zu überzeugen ist, z.b vernünftig an der Leine zu gehen?
Der bei leichtem Druck eher anfängt, gegenzuhalten und ggf. Aggressionen gegen den Halter zeigt dabei?
Wie kann man einen solchen Hund davon überzeugen, dass der Mensch eben derjenige ist, der bestimmt und nicht er?Würde mich wirklich brennend interessieren.
Grüße
Night
Solange da Menschen dranhängen die nix ändern würde ich die Finger weglassen. Da ärgerst u dich in allen Farbschattierungen über die Leute bis dir der Kragen platzt...glaub mir das mal sicher
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Der Hund gewinnt dabei auch nix, er lebt ja sein normales Leben bei den Leuts weiter.
Wenn es Halter zum Hund gibt, dann gehts nur wenn die mitziehen, ansonsten schleunigst auf den Rückzug begeben bevor du Bande zum Hund knüpfst...sowas kann nur wehtun :/ .
Sollten die Menschen bereit sein mitzuziehen, dann muss man sich erstmal hinsetzen und nen Rahmen gestalten.
Was darf der Hund, was soll er und was auf keinen Fall? Wo braucht man klare Regeln weil der Hund zu Fehlentscheidungen in Situation X neigt (Besuch, Klingel, kläffen am Gartenzaun ...was auch immer).
Dabei lautet meine Grundregel immer:
Erstmal den häuslichen Bereich klären!
Der Grund ist denkbar einfach: Was ich im kleinsten sozialen Rahmen, also im Sozialverband, nicht geregelt kriege, kriege ich in einer komplexeren sozialen Situation (Umwelt, draußen, fremde Räume) noch weniger in den Griff.
Ein Hund der sich dort nicht an mir orientiert, wird es draußen noch viel weniger tun etc.
Mein eigener Rüde bspw. ist ein sehr unsicheres Exemplar. Der hat Zuhause Regeln die ich eigentlich gar nicht brauche. Eigentlich händelt der Hund sich zu 90% wie von selbst, draußen wie drinnen, ich muss da theoretisch nur selten Einfluß nehmen.
Aber je öfter ich Einfluß nehme und der Hund sich an mir orientiert, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auch in einer gespannteren Situation ebenfalls auf die Strategie zurückgreift sich an mir zu orientieren.
Ich trainiere quasi gezielt das Verhaltensmuster "sich an Frauchen orientieren".
Wenn der Hund hier mit Führeraggression reagiert, zeigt dieses Verhalten, dass der Hund bisher gelernt hat, dass die Strategie "anknurren/zähnefletschen/zwicken" für ihn erfolgreich ist.
Um das zu unterbrechen sollte man den Hund wirklich kennen, wie genau sieht diese Aggression aus, wann genau tritt sie auf? Und auch: was motiviert den Hund, worauf spricht er an, worüber kommt man an ihn ran?