Beiträge von Tucker

    So isses! Ich möchte z.B. keinen Hund haben, der haart wie hulle, da nehm ich das Trimmen lieber in Kauf.

    Vorallem ein vernünftiger Züchter würde es einem auch zeigen wie man seinen Hund richtig pflegt. So hab ich mir das auch für meine Hunde zeigen lassen.

    Jaein, es gibt in dem Bereich Züchter die wirklich tolle Hunde züchten, aber deren Umgang, insbesondere beim Thema Pflegen, ist dann doch schon relativ weit weg von dem, was ich mir unter Pflegetraining und Hund arbeitet gut bei der Pflege mit vorstelle, sorry. Das sieht man auch immer wieder, wenn Pflege im Rahmen von Austellungen etc. mal öffentlich stattfindet. Die allerwenigsten, auch Züchter, haben ihren Hund an dem Punkt solide ausgebildet, unverständlicher Weise.

    Ich bin ja nun etwas befangen, weil ich Airedales einfach nur liebe und für den idealen Allround-Hund halte, ich würde da aber eine Frage in den Raum stellen: Wie gut eignet sich ein Airedalerüde als Dritthund, für die Kombination zwei Rüden- eine Hündin? (wenn ich das richtig verstanden habe?).

    Das würde mir langfristig mehr Kopfzerbrechen machen als das Trimmen (das lernt man leicht) Ich wäre mir da nicht ganz sicher, ob ein Airedalerüde mit dem Erwachsenwerden nicht zu dem Schluß kommt, dass er den anderen Kerl eigentlich überflüssig findet - insofern finde ich die Kombination zwei Rüden, einer davon ein kerniger Terrier - eine Hündin unter Umständen etwas brenzlig. Da würde ich mich vorher sehr genau bei Airedalezüchtern/Mehrhundebesitzern erkundigen.

    Ich halte das zum einen für eine Typsache, da gibts solche und solche, und gute Züchter sollten wissen, was sie da abgeben und welcher Hund sich tendenziell wohin bewegt, und es muss mit und von den vorhandenen Hunden aus auch passen, dann ist es noch eine Erziehungssache. Gerade wenn der Rest der Truppe schon vorher da ist und der Welpe da reinwächst halte ich das für gut machbar, wenn der Rest nicht gerade unterm Teppich verschwindet wenn der Airedale hustet. Wir hatten hier doch früher eine Forenteilnehmerin mit zwei Airedalerüden, Henry war der ältere, Harvey der jüngere Airdale (selbst der dürfte inzwischen mindestens 12 sein...).

    Wenn ich mir eine Rasse wie den Airedale holen würde, würde ich das Trimmen auch selber lernen. Und den Hund von Anfang darauf vorbereiten, das ist meiner Meinung in Sachen Pflege der Hauptpunkt. Die meiste Zeit geht beim Theater drauf, was der Hund veranstaltet, "weil er das ja noch nie gut haben konnte" und man dann nach ein paar spitzen Welpenzähnen und wenig kreativ das Training lieber ganz eingestellt hat um das diesbezüglich völlig unerzogene Tier irgendeinem Groomer für 3,50€ aufs Auge zu drücken... muss man ja auch mal ehrlich sagen. Nahezu alle mir bekannten Groomer klagen bei Hunden in allen Größen darüber, dass die Halter halt genau null Training investieren, um es Hund und Groomer leichter zu machen.

    Selber machen hat dazu den Vorteil, dass man die Zeitfenster besser gestalten kann, da im Bereich des Möglichen zu bleiben was den aktuellen Trainingsstand betrifft ebenso wie die eigenen körperlichen und geistig/konzentrationsmäßigen Reserven und entsprechend einteilen. Und man ist auf niemanden angewiesen der es ordentlich machen kann. Für 12-15 Hundejahre und der Erfahrung halber fände ich es da für mich definitiv lohnend mich einweisen und anleiten zu lassen um das selbst auszuführen.

    Zu anderen Hunden: Bonny ist wählerisch, kommt aber mit einigen Hunden (bei uns wohnen sehr viele Hunde, die sie täglich sieht) sehr gut klar. Auch mit unserer alten Aussie Dame :-)

    Wenn eure ältere Aussiedame souveräner ist und die beiden sich gut verstehen, kann es Sinn machen zu solchen Ausflügen beide mit zu nehmen. Dann kann Deine Hündin nämlich viel von ihr lernen. Ich nehme immer gern souveräne, coole Hunde mit ins Training, die das gewünschte Verhalten können und zeigen, mache ich sehr gute Erfahrungen mit.

    Thema Hochheben:

    Bei einem Hund in der passenden Größe, übe ich das hochheben/hochspringen, gehalten und getragen werden erstmal ganz grundsätzlich als Trick ein. Damit der hochgehobene Hund das schon einmal kennt und nicht gleich loszappelt und hysterisch wird. Und dann steigere ich da die Stresssequenz, auch mit bekannten Hunden wo vielleicht gerne gespielt wird mal einen Moment länger halten, damit da Stress- und Frustrationstoleranz reinkommen... halt ein richtiges Training, damit der Hund im Ernstfall möglichst ruhig und gechillt auf dem Arm bleibt und nicht Theater macht, so hat man oft auch noch eine gute Chance den geordneten Rücktritt anzutreten, wenn man früh dran ist und den Sichtreiz schlicht auf dem Arm verschwinden lässt, kann man manch Theater auch aus dem Weg gehen.

    Wir haben im Viertel eine Bekannte, deren Yorkie von einem Schäfrehund zerfetzt wurde und die selbst mit Wadenbiss im Krankenhaus lag, und die sich trotzdem freut, wenn wir uns auf der Runde treffen. Alles ganz easy.

    Ganz toll für euch. Was soll der Beitrag jetzt sagen und inwiefern hilft er dem TE?

    Na, dass die Leute schuld sind, die Hunde bei denen das geht hochheben. Statt sie anzuleinen, so wie es im Sachkundenachweis abgefragt wird, der ja bekanntermaßen vor Kompetenz und Fachwissen nur so strotzt.

    Das ist Allgemeinwissen unter HH. Besonders ärgerlich ist es, wenn bei einem angeleinten Hund in 5m Abstand ein kleiner Kläffer hochgehoben statt angeleint wird.

    Hochheben nützt bei einem Mali, der über 2m springt, gar nichts. Cool bleiben, sich gaanz laangweilig machen. ;)

    Und wenn fünf Meter vor dem angeleinten Hund einer den kleinen Kläffer hochhebt, erwarte ich, dass das Ende der Leine seinen Mali im Griff hat. Sonst liegt das Erziehungsdefizit klar auf beiden Seiten... über Malis klugscheißern und dann nicht damit zurande kommen wenn einer den keifenden Zwerg davor hochhebt, hat irgendwie schon was.

    Im Übrigen kann man auch den meisten Malis schon bevor sie springen klar machen, worauf sie sich einlassen, die sind ja nicht blöd. Und obwohl inzwischen haufenweise Malis mit Leinenenden die keine Ahnung hatten was sie sich ins Haus holen rumlaufen, werden relativ selten Spaziergänger mit keifenden Hunden auf dem Arm zum Opfer von Malis, sondern viel häufiger die Verursacher selbst- oder die kleinen Kläffer am Boden.

    Weitere Überlegung: Wie wichtig ist es dir denn, dass sie neben oder hinter dir läuft? Oder wäre auch vor dir ok, so lange sie nicht zieht?

    Damit könnte ich mich auch abfinden,

    lieber wäre mir aber neben oder hinter mir, da sie ein wandelnder Müllschlucker ist, kann ich so besser kontrollieren, was sie von der Straße saugt. Bzw. verhindern, dass sie es nicht macht.

    Ich glaube einfach, dass sie diesen Leinenzug gar nicht wahrnimmt :ka:

    Sie verbindet die Übungen nicht mit der lockeren Leine. :(

    Dir ist durchaus bewußt, dass damit ein großer Teil Deiner eigenen Konzentration auf das Scannen des Weges und Identifizieren potentieller Fressstoffe gebunden ist und nicht dem Hund und seinem Training zur Verfügung steht?

    Ich bevorzuge Hunde grundsätzlich in meinem direkten Sichtfeld, da hab ich sie im Auge, da seh ich ihnen schon vorher an was Sache ist (der Hund weiß ja schon lange vor mir wenn da was Fressbares liegt und ich sehe ihm an, dass er was registriert hat) und kann dann auch direkt vorbeugend sinnvoll auf den Hund einwirken.

    Hinter mir geht gar nicht, da muss ich mich ja ständig umdrehen um den Hund im Auge zu haben :lol:

    Blocken empfinde ich auch meist als so was wie eine schriftliche Abmahnung - das wäre mir für den Aufbau einer Übung somit viel zu hart.

    Weitere Überlegung: Wie wichtig ist es dir denn, dass sie neben oder hinter dir läuft? Oder wäre auch vor dir ok, so lange sie nicht zieht?

    Was bei uns zum Beispiel sehr gut funktioniert hat: Er durfte laufen, wie er mag - sobald aber Zug auf die Leine kam, hab ich kurz geschnalzt und bin ein paar Schritte rückwärts gegangen. Daraufhin kam er auf mich zu, ich hab ihn freundlich angelächelt und bin wieder vorwärts gelaufen. Es gab also keinerlei Stop in der Bewegung, keine willkürlichen Richtungswechsel, sondern nur die klare Linie: Zug bedeutet, dass er wieder in meine Richtung kommen muss, ohne Zug geht es weiter vorwärts. Irgendwann reichte schon das Schnalzen, und bald war auch das nicht mehr nötig. (Auch meine Kollegin hat das zum Beispiel nachgemacht, und ist völlig begeistert dass ihre Hündin rein gar nicht mehr an der Leine zieht.) Kleines Aber: Die Hunde dürfen dabei auch vorweg laufen.

    So mache ich das auch. Ich fange schon an zu bremsen wenn die Leine dem Ende entgegen geht.