Ich finde, Eni46 hat da schon einen wichtigen Punkt erwischt, auch wenn ich jetzt deshalb nicht gleich so stark reagieren würde, dass das Thema durch wäre.
Es ist aber auf jeden Fall so, dass Deine Tochter schon mit einer großen Erwartungshaltung da ran geht.
Und über nichts im Hundehalterleben fällt sich so verdammt hart wie über die eigene Erwartungshaltung.
Was ist, wenn nichts, aber gar nichts so läuft wie geplant?
Ich habe gerade bei den Junghunden noch in einem Thread gelesen, da klingt es im Grunde von der Vorbereitung ähnlich wie hier, jahrelanger Wunsch, vorher auch schon mal mit anderen Hunden zu tun gehabt, bei der Rettungshundestaffel reingeschnuppert, weil das eben die Richtung ist in die trainiert werden soll, sich Gedanken gemacht was für ein Hund es werden soll...
Das macht alles einen guten, vernünftigen, soliden Eindruck, ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr hier abgeraten worden wäre einen Hund zu kaufen.
Tja, und jetzt läuft nix wie geplant, die ambitionierte Planung ist ein bissl viel, der Hund überdreht, Entlastung durch Hundetagesstätte fällt grad aus wegen Giardien (Darmparasiten), der Glaube an die Rettungshundearbeit ist schon verloren gegangen... die Ziele akut auf 'einfach mal ne halbe Stunde Ruhe' zusammengeschrumpft.
Natürlich ist das alles lösbar, so geht es tausenden Hundehaltern und ihren Hunden und die allermeisten werden doch ein gutes Team.
Aber dazwischen liegen viele Tränen, Schweiß, Frust... damit muss man umgehen lernen und das ist mitunter sehr hart. Wenn die Erwartungshaltung dann mal passend zurecht geschrumpft ist, wenn es realistischer wird, geht dann oft auch "plötzlich" doch mehr, aber das wächst halt langsam, zunächst kann weder der Hund noch der Mensch das ausfüllen, das kommt mit der Zeit und dem Dazulernen und miteinander lernen. Ad aspera ad astra - auf steinigen Wegen zu den Sternen trifft es gut.
Es geht mir da auch nicht ums "madig machen", aber wenn jemand der keinerlei Hundeerfahrung hat sich erkundigt wie die Realität mit einem Hund ist, das Leben mit einem solchen Tier, ob Erziehung und Ausbildung einfach sind usw., dann ist es fair auch die schwierigen Sachen zu benennen. Nicht, weil die nicht lösbar wären, sondern damit man das einkalkulieren kann.
Lies mal im Welpen-Junghundbereich rein, da kannst Du vielfach lesen wie die lieben Kleinen wirklich sind, wenn sie sämtliche schönen Pläne in Pupse ohne Glitzer verwandeln ;-)