Die Hunde tragen gar keine Schuld, allesamt nicht. Sie sind das was der Mensch aus ihnen gemacht hat, züchterisch, erzieherisch...und letztlich ist auch diese Situation menschenerzeugt gewesen.
Das gilt natürlich auch für die Menschen des BC und Eltern des Mädchens, auch formaljuristisch, sie sind die Verantwortlichen. Und sie würden auch ebenso belangt wie Du, wenn ihr Hund das überlebt hätte, wäre mit denselben Auflagen zu rechnen.
Unbedacht waren doch alle verantwortlichen Parteien, die Eltern des Mädchens haben genau wie Du gedacht, dass alles wie immer klappen wird, es wie all die Zeit davor zu keinerlei Vorfällen kommen wird und alles gut zu händeln ist. Im Grunde seid ihr da alle mit derselben Grundhaltung in die Katastrophe gerasselt.
Aber deren Hund ist dabei gestorben, womit sich Auflagen erübrigen. Ich finde, die haben für die selbe Unbedachtheit wie Deine eigene einen weit höheren Preis bezahlt.
Ich habe aber den Eindruck, dass Du in die Richtung denkst, dass wenn die andere Partei mitschuld war, Du und Deine Hunde weniger schuld sind. Also 100% Schuld geteilt durch zwei, und schon sinds nur noch 50% für jeden. Ich sehe das jedoch anders, meine Rechnung geht so: beide Parteien sind zu 100% schuld, beide haben genau denselben Fehler gemacht, Deine Hunde waren einfach nur stärker, aber Du hast nichts besser gemacht als Deine Gegenüber.
Und Deine Hunde haben massiv überreagiert, sie haben den anderen nicht vertrieben, es gab keine heftige Beisserei mit Löchern für alle und Abzug des "Störenfrieds", sondern der BC wurde getötet. Das ist kein Zufall oder blöd gelaufen, in einer normalen Beisserei gibt der Stärkere dem Schwächeren üblicherweise an einem bestimmten Punkt die Chance zu flüchten, sich zu entziehen und zuzusehen Land zu gewinnen. Passiert das nicht, ist klar von Tötungsabsicht zu sprechen.
Du hattest keinerlei Kontrolle mehr, weder verbal noch körperlich, Du standest daneben ohne Einfluss auf Deine Hunde und deren Verhalten nehmen zu können.
Daran ändert eine Mitschuld von Dritten genau gar nichts. Im Fall des Falles, in einer heiklen Situation hast Du keine Kontrolle über Deine Hunde. Das ist gefährlich für die Umwelt bzw. kann jederzeit zur Gefahr werden.
Das rechtfertigt die Auflagen, unabhängig jeden fremden Mitverschuldens.
Und weil Du ja die verantwortliche Person bist, zwei Deiner Hunde schon nicht wirklich unter Deiner Kontrolle sind, ist es auch in gewissem Rahmen logisch nicht anzunehmen, dass dies beim dritten Hund derselben, sicher nicht unbekannten Rasse, anders wäre.
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb:
arbeite auf Wesenstests hin und versuche wenn dann auf dieser Schiene die Auflagen zu mildern. Mit dem handfesten Nachweis, dass Du gelernt hast, zuverlässig bist und viel dafür getan hast, Dich und Deine Hunde sicherer zu machen.
Ich empfehle hier nochmal ausdrücklich Manuela, Hundeschule DNUH, das ist Ecke Düren/NRW, als professionelle Unterstützung, Du scheinst den berechtigten Anschiss ja wohl auch auszuhalten ;-)