Gut, es gibt zwei Unterschiede:
Ich kenne von beiden nicht den Zuchtwert, weil beide noch keine Nachkommen haben. Da hattest du es leichter. Aber ebenso (nicht im gleichen Grade, aber ebenso), wie du die Wahrscheinlichkeit, dass dabei nur "Dorfschönheiten" bei herauskommen würden, nahezu ausschließen konntest, sehe ich nach Lage der Dinge bei meinen beiden auch ein anderes Ergebnis als wahrscheinlich an.
Dann mach es Dir doch leicht
lass deine Hündin von einem Rüden belegen der schon in der Zucht ist und konstant gute Nachkommen bringt, lass Deine Hündin vorher gesundheitlich abchecken .. Man muss es sich nciht schwerer machen als es ist
Der andere Punkt ist die Ausbildung deiner Hündin. Ist die, bei Lichte besehen, unverzichtbar? Ich denke nein, denn die Frage ist doch, ob der Hund auch hart arbeiten kann und dazu die und die Eigenschaften mitbringt. Es gibt viele Möglichkeiten das zu prüfen.
Sie ist unverzichtbar ( für mich)
Es gab ja den (zum Glück disziplinarisch geahndeten) Fall der Diensthunde, denen in der Ausbildung ein Sack mit Steinen auf den Kopf gehauen wurde. Ist natürlich eine Prüfung der Härte, das lässt sich nicht wegdiskutieren.
Bisschen überspitztes Beispiel und keinesfalls der Regelfall
Es ist aber nicht der einzige Weg. Wenn ein Hund 60, 70 oder 80 km an einem Tag trabt, dann zeigt er auch Härte. Er zeigt aber noch mehr als die dösbaddeligen Trottel, die sich einfach nur schlagen lassen statt gemeinsam gegen dieses Unding unter Einsatz ihrer Waffen vorzugehen: Er zeigt Durchhaltevermögen, Ausdauer, Willensstärke, Gesundheit, Lauffreude, ...
Dann wären Schlittenhunde ja durch die Bank weg tolle Dinesthunde ... Evtl doch umsteigen? ^^
Alles Dinge, die ihn für jeden Dienst tauglich machen, ob nun speziell Polizeidienst oder "Urinkellner im Krankenhaus". Gehorsam kann ein Hund zeigen, indem er auf Befehl sofort auf dem Bauch liegt. Wenn er einen Wagen befehlsgemäß in Richtung und Geschwindigkeit zieht, zeigt er auch Gehorsam, er zeigt aber auch, dass er mehr als nur seinen eigenen Körper bei seiner Arbeit berücksichtigen kann. Ob ein Hund nun ein Beißholz oder einen mit 3 kg Lebensmitteln gefüllten Korb zum HF apportiert, ist auch ein riesiger Unterschied. Das Beißholz ist bestenfalls Spielzeug, die Lebensmittel im Korb sind da schon ein ganz anderes Kalliber,
Sorry Du wirfst hier mit den wildesten Beispielen um Dich
insbesondere wenn Fleisch dabei ist. (Um es perfekt zu machen und die Frage zu klären, ob Hundi sich wirklich nicht ablenken lässt, müsste man wohl eine kleine Yorkiedame in der Standhitze im Körbchen von einem Rüden tragen lassen
. Umgekehrt müssten dann die Damen in ihrer Standhitze einen intakten stockschwulen Yorkieherren spazieren... Wollen das mal nicht weiter ausmalen.)
Mal ernstlich, man kann das so machen, wie du es gemacht hast. Daran ist auch nichts, überhaupt gar nichts auszusetzen. Man kann es aber auch anders abprüfen. Mir widerstrebt es nun einmal einem Hund Dinge beizubringen, die er persönlich nicht braucht. Soll er dann doch lieber, um seine Beharrlichkeit zu beweisen, einen Fuchs (Vulpes vulpes) in 2 m Tiefe ausgraben als stundenlang sinnlos zu versuchen ein Fahrrad aufzustellen und in den Fahrradständer zu bugsieren. Ist doch letztendlich egal, womit er beweist, dass er studiert (lat. = sich eifrig bemüht). Ich nehme an, du verstehst, was ich meine und worauf ich anspiele.