Beiträge von SheltiePower

    Hallo,
    ich versuche mal, auf die verschiedene Punkte einzugehen.

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    Zum einen das Regelwerk.
    Auf was wird geachtet, was sollte man einbauen, was eher nicht!?

    Ich kenne nur das Regelwerk zum DDI (Dog Dance International).
    Viele Turniere hier auf deutschem Boden werden danach ausgerichtet.
    Die Regeln kann man auf der DogDance Info Seite sehen und sich kostenlos runterladen.

    Auf was wird geachtet:
    Halter und Hund sollten ein Team sein.
    Hund steht im Vordergrund, und wird "präsentiert". Halter ist "nur" die Begleitung.
    Musik sollte zum Hund passen.
    Kostüme sollte auch zum Thema, bzw. zur Musik passen. Ansonsten sich eher schick kleiden, als mit den üblichen "Hundeklamotten" herumlaufen.
    Tricks sollte dem Alter und dem Ausbildungsstand des Hundes angepaßt sein. Gesundheit spielt eine große Rolle. Hat ein Hund zum Beispiel HD, ist es nicht so gut, wenn dieser viele Sprünge oder Rückwärts-Elemente zeigen muß.
    Musiklänge ist vorgeschrieben.


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    Dann, die Klasse.
    Wo fängt man an? Funklasse? Was darf man da? Wie sollte es aussehen?

    Es gibt zwei Klassen, die sogenannte FUN und die Offizielle Klassen.
    Für Anfänger würde ich generell empfehlen, in den FUN Klassen zu starten.
    Dort sind Belohnungen während des Tanzes erlaubt.
    Und am Ende erhält man ein mündliches Feedback von den Richtern, und am Ende des Turniers sogar einen Zettel zum Tanz. Es ist keine Bewertung mit Platzvergabe, sondern man kann dies als Anregungen sehen, was man später besser machen könnte.

    Später, wenn man sich etwas sicherer fühlt, und der Hund auch ganz gut lange ohne Belohnung mitarbeiten kann, sich auch nicht leicht ablenken läßt, kann man in der Offizielle Klasse starten.
    Dort steigt man immer in der Klasse 1 ein.
    Man bekommt keine mündliche Bewertung mehr von den Richtern, sondern es werden Punkte gesammelt. Max. 200 kann man bekommen. Danach werden die Plätze ausgewertet.
    Und man kann sogenannte Aufstiegspunkte sammeln.
    Wer genug Aufstiegspunkte hat, kann in die nächsthöhere Klasse aufsteigen.

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    Dann hab ich jetzt was von Heelwork To Music (HTM) gehört!
    Was ist das? Und was ist der Unterschied zu DD?

    Heelwork to Music ist, wie der Name schon sagt, mehr auf Fußarbeit (Heelwork) ausgerichtet.
    Dort wird es gerne gesehen, wenn der Hund mehrere "Fußpositionen" beherrscht. Es gibt offiziell insgesamt 18 Stück ;) . Diese sollten schon gezeigt werden. Neben den kleineren Tricks zwischendurch.
    Und der Hund darf auch nicht sehr weit weg vom Halter sein. Max 1,5 m (oder sogar 2 m) sind da erlaubt.
    Größere Distanzen werden mit Abzüge geahndet.

    Da ist beim Dog Dance etwas "lockerer". Dort sind Distanzen erlaubt. Man kann den Hund schicken, um zum Beispiel größere Kreiseln machen zu lassen, oder um mit einer Requisite zu arbeiten.
    Man könnte sagen, daß Dog Dance eher etwas vom Freestyle hat, während Heelwork so etwas wie eine "Pflichtkür" ist.

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    Bzw. was ist DDI?

    Das steht für Dog Dance International.
    Das ist ein Dog Dance Verein.


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    Oh mann, ich hoffe Ihr könnt Licht in meine Gedankenwelt bringen :roll:
    Bin gerade sehr verwirrt :???:

    Wenn weitere Fragen da sind, dann frag ruhig.
    Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Wenn ich dazu noch mal etwas schreiben darf:

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    Keine Ahnung ob ich das erkennen hätte können. Ich schau meinen Hund nicht ohne Pause an. Wenn er fixiert hat oder ähnliches, dann jedenfalls nur sehr kurz.

    Du wirst Dir da wohl etwas überlegen müssen.
    Wenn er schon Freilauf hat, und Du ja auch weiß, daß er so "komisch" reagieren kann, dann würde ich in der Tat ständig meine Augen auf ihn haben wollen. Eben, um tatsächlich die kleinsten Anzeichen sehen und dementsprechend reagieren zu können.

    Im Augenblick liest es sich so, als ob Du glaubst, daß er keinerlei Anzeichen gibt.
    Es könnte sein, daß Du noch nicht gelernt hast, den Janosch richtig zu lesen.
    Und das geht leider nur, indem Du ihn tatsächlich öfters und vor allem kritischer im Auge behältst.

    Kann ich, aus welchen Gründen auch immer, bei einem Spaziergang mich nicht komplett auf den Hund konzentrieren, würde ich ihn absichern. Und zwar in doppelter Hinsicht.
    Also, einmal die Leine, bzw. die Schleppleine, und zusätzlich mit einem Maulkorb.
    Somit sollte so eine Geschichte, wie mit dem Jogger, nicht mehr passieren dürfen.
    Und es gibt Dir die Sicherheit und damit auch die innere Ruhe, damit Du Deinen Hund ruhiger führen kannst.


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    Mir ist es egal, wie fest er zugeschnappt hat. Er hat damit eine Grenze überschritten, die er nicht überschreiten darf.

    Wir haben dafür auch keine 2 Jahre Zeit. In einem halben Jahr darf das absolut nicht mehr vorkommen.

    Hast Du jetzt einen genauen Trainingsplan, wie Du das erreichen möchtest?
    Ich glaube, ohne einen Trainer an Deiner Seite wirst Du es etwas schwieriger haben, das Problem lösen zu können.
    Mir ist schon klar, daß Du Dir im Augenblick keinen leisten kannst.
    Mir geht es nur darum, daß halt eine andere Person andere Dinge wahrnimmt, die Du eventuell nicht mehr siehst.
    Eventuell gibt es befreundete Hundehalter, die sehr viel Ahnung vom Hund haben. Mit denen könntest Du mal zusammen spazieren gehen und frag sie einfach nach ihrer Meinung.

    Tu nur Dir und vor allem Deinen Hund einen Gefallen und setzt Dich nicht unter Druck.
    Wenn Du nach einem Ultimatum "arbeitest", könnte es sein, daß es nach hinten losgeht.
    Und Streß ist nun einmal kein guter Lehrmeister.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ein weiterer Nachtrag:

    Zitat


    "Laut unserem Tierarzt muß Bea die Verletzungen erst viel später nach Raub zugefügt bekommen haben. In der Nacht waren solche Minustemperaturen das die Kleine in dem Park also am Fundort erfroren wäre bzw. Unterkühlungen gehabt hätte !
    Es wäre also möglich das Bea erst einmal an einen anderen Ort gebracht wurde wo man sie dann gezielt quälte."


    Gruß SheltiePower

    Hallo,

    was uns, komischerweise, gut geholfen hatte:
    Ich habe einige Nächte lang auf einer Matratze geschlafen. Und meinen Welpen bei mir gehabt.
    Idee dahinter war eigentlich, wenn sie munter wird, werde ich es merken und kann sofort aufstehen.
    Aber da hat sie nachts durchgeschlafen.
    Ich mußte erst wieder mit ihr raus, wenn ich selbst aufgestanden bin.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Wenn Dein Hund zu den ruhigeren Sorten gehört, die tatsächlich seelenruhig sitzen bleiben,
    dann mach es ihm ruhig etwas "enger".
    Bitte den armen Hund nicht "quetschen" dabei. Er soll sich ja nicht unwohl fühlen, oder Schmerzen haben.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Irgendwie stelle ich mich blöd bei der Suche an :ops:
    Also gut, dann gibt es halt eine neue Anleitung für das Rückwärts - Slalom.


    Am einfachsten ist es, wenn man den Hund absitzen läßt, zumindest am Anfang.
    Dann stellt man sich neben dem Hund. So auf der Schulterhöhe vom Hund.
    Sagen wir mal, der Mensch stellt sich rechts vom Hund auf.
    Dann füttert er den Hund, während er gleichzeitig mit dem rechten Bein einen großen "Schlenker" macht, und es von hinten am Hund vorbei "schiebt". Idealerweise sollte dann das rechte Bein, quer und überkreuzt auf der anderen Schulterseite vom Hund auskommen. Und zwar auf der gleichen Höhe, wie das linke Bein.

    Ich weiß, daß diese Aktion gerade bei größeren Hunden etwas schwierig werden könnte. Aber es ist trotzdem wichtig, daß man diesen "Schlenker" macht, und von hinten mit dem Bein kommt. Viele Hunde mögen es nicht, wenn ihre Halter einfach über sie steigen. Und da die Beinhaltung dabei "quer" ist, ist die Gefahr für aus Versehen Tritte sehr hoch. Also lieber schlenkern.
    Und das "Schlenkern" ist bei der Übung sogar die Hilfestellung, die der Hund später noch braucht.

    Ist der Mensch fertig, sollte er einfach stehen bleiben und warten, bis der Hund sein Leckerchen runter geschluckt hat. Je nach Charakter vom Hund kann es sein, daß man eine Weile warten muß. Aber die meisten Hunde ziehen sich rückwärts aus der "Bein-Umarmung" heraus, weil dies für den Hund der kürzeste und somit ein logischer Weg ist.
    DAS wird dann natürlich bestätigt.

    Sollte der Hund vorwärts rausgehen, dann hat sich der Halter noch falsch positioniert. Dann sollte beim nächsten Versuch darauf geachtet werden, noch einen Stück weiter vorne vom Hund die Hilfestellung aufzubauen.

    Ich würde diesen Part echt sehr oft wiederholen. Und auch am Anfang erst auf eine Seite konzentrieren, bevor ich die andere Seite übe.

    Mit der Zeit merkt man, daß der Hund die Übung so langsam versteht.
    Oft sieht es so aus, daß der Hund schon losläuft, während der Mensch gerade noch seinen Schlenker macht, um die Beine in die richtige Position zu bringen.
    Das selbstständige Loslaufen und Einfädeln durch die Beine würde ich schon bestätigen.
    Und jetzt sollte man auch anfangen, mit der Leckerchenbelohnung zu "tricksen".

    Viele Hunde neigen ja dazu, nicht nur rückwärts durch die Beine zu laufen, sondern auch eine lange gerade Strecke vom Halter weg. Während man mit dem Clicker also die Rückwärtsbewegung durch die Beine bestätigt hat, würde ich mich dann direkt neben dem Hund stellen, und ihm dann erst die Belohnung zu geben.
    Dieser "Trick" hilft dem Menschen ein wenig dabei, daß der Hund nach dem rückwärst Durchfädeln sich von alleine auf die andere Beinseite orientiert. Weil es ohnehin nur dort die Belohnung gibt.

    Ab jetzt würde ich mit der anderen Seite üben. Aber auch seperat, bis die Übung genauso gut funktioniert, wie die erste Seite. Zwischendurch ruhig mal die Seiten wechseln, aber jede Seite für sich alleine üben und bestätigen.

    Wenn die Übung relativ flüssig läuft, würde ich mich mal an eine Kombination wagen.
    Es ist allerdings noch zuviel verlangt, daß der Mensch dabei gerade rückwärts laufen kann. Die Hilfe für den Hund wäre dann, dem Hund mit leichten Schlenkern ein wenig entgegen zu kommen.
    Das mag anfangs zwar etwas komisch aussehen, hilft aber dem Hund ungemein.
    Wenn man dazu noch in der Nähe des Beines vom Halter das Futter gibt, wird sich der Hund von alleine immer mehr darauf konzentrieren, auch nach dem Durchlaufen wieder in der Nähe vom Bein zu kommen.

    Wenn man merkt, daß der Hund dies schon relativ flüssig macht, sogar mehrere Kombinationen, dann würde ich anfangen, die Schlenkereien langsam ausklingen zu lassen.
    Wie stark man abbauen kann, ist immer vom Hund abhängig. Achtet also darauf, wie viel "Erfolg" der Hund noch hat. Beim "Mißerfolg" wurde viel zu viel an Hilfe abgebaut. Dann lieber langsam ausklingen lassen, das gibt dem Hund auch mehr Sicherheit.

    Irgendwann kann man dann "normal" rückwärts laufen und der Hund fädelt sich trotzdem schön, sauber und fließend ein, wie wenn man einen Film mit einem normalen Slalom einfach nur rückwärts laufen lassen würde :D


    Ich hoffe,
    es ist so verständlich genug gewesen und beantwortet auch die Frage.
    Ansonsten nachfragen, gerne auch per PN.


    Viel Spaß beim Üben
    SheltiePower

    Irgendwann habe ich mal irgendwo eine Anleitung zum Rückwärts - Slalom geschrieben.
    Müßte wohl in dem "Aufgabe des Tages" Thread sein.

    Wenn Du etwas warten kannst, habe heute leider keine Zeit mehr dazu, dann werde ich morgen es suchen und es für Dich hier einstellen.


    Übrigens,
    hier ist etwas "Komisches" passiert.
    Habe ja jetzt einen zweiten Hund, und mit ihr etwas Clicker Training gemacht, damit sie es auch kennen lernt.
    Bißchen Sitz und Platz, halt so einfache Dinge.

    Die Große wollte auch mitmachen, obwohl sie warten sollte.
    Da hat sie doch mal eben so das Rückwärts Kriechen angeboten =)
    Als wir es noch geübt hatten, wollte es nicht so laufen.
    Jetzt kann sie es :lol:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Nachtrag vom TS:

    Zitat

    Bea geht es in ihrem Zuhause den Umständen entsprechend gut, sie spielt auch schon wieder aber niemand kann jetzt sagen wie sie draussen (ausserhalb des Gartens) in Zukunft reagieren wird.
    Sie wird im Moment noch mit der Spritze gefüttert.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower