Zitat
Vor den Hund stellen und einen Schritt nach vorne machen. Weicht der Hund nach hinten aus, sofort Marker und Belohnung.
Das solange üben, bis man den Hund rückwärts "vor sich hertreiben" kann.
Wie man jetzt allerdings die massive Körperhilfe in Form des Treibens abbaut habe ich auch noch nicht so ganz raus.... 
Es geht auch komplett ohne das "Treiben".
Ich persönlich habe oft die Erfahrung gemacht, daß viele Hunde genau diese Art vom Trainingsaufbau nicht so toll finden. Sie beschwichtigen dann auch oft, und stehen unter Streß.
Einfacher Aufbau, wobei der Hund selbstständig mitdenken muß:
Du stellst Dich breitbeinig vor Deinem Hund.
Der Hund sollte noch nicht allzu weit weg sein, aber auch nicht zu nah bei Dir.
Einfachshalber kannst Du den Hund absitzen lassen.
Dann legst Du ein Leckerchen zwischen Deine Füße.
Wo genau, ist vom eigenen Hund abhängig. Bei kleineren Rassen liegt dann das Leckerchen eher weiter vorne, bei den Großen etwas weiter hinten.
Wichtig dabei ist, daß das Leckerchen nicht zu weit hinten liegt.
Dann darf der Hund sich das Leckerchen holen.
Der Mensch macht nichts, wartet nur einfach.
Wenn das Leckerchen an der richtigen Stelle liegt, passiert dann folgendes:
Der Hund will seinen Halter wieder ansehen können. Damit es klappt, wird er einen Schritt zurück gehen müssen.
Genau DAS wird dann bestärkt.
Geht der Hund doch einmal komplett durch und umrundet den Menschen, dann war das Leckerchen doch noch viel zu weit hinten zwischen den Füßen abgelegt worden.
Hunde neigen dazu, immer den kürzesten Weg zum Ziel zu gehen.
Anfangs wird dies oft wiederholt.
Klappt es gut, wird die Distanz vergrößert.
Manche Hunde arbeiten "besser", bzw. tun sich leichter damit (auch der Mensch), wenn sie zusätzlich noch ein Bodentarget haben.
Das kann in Form von einer Stange, wo auch die Vorderpfoten hinter müssen, sein, oder man arbeitet mit einer Matte, wo alle vier Pfoten zu stehen kommen müssen.
Bestätigt wird dann auch genau das: Alle Pfoten müssen auf die Matte, bzw. hinter der Stange.
Deshalb sollte man grad am Anfang die Distanz noch recht kurz halten.
Erst einmal sollte der Hund das verstehen lernen.
Wer mit dem Target als "Start" und als "Ziel" für das Rückwärtslaufen arbeitet, sollte dann seinen Hund auch so füttern, daß er die Stange sehen kann, eine Matte müßte er spürren können. Also, die Leckerchen werden quasi in Bodennähe vergeben.
Anfangs würde ich immer mit einem Leckerchen zwischen den Beinen arbeiten wollen, und mich langsam an die Distanz herantasten, daß der Hund immer längere Strecken rückwärts laufen kann.
Die Matte, die Stange mitsamt dem Hund bleiben am Platz. Sollte die nächste Distanz erarbeitet werden, so geht der Mensch ganz einfach einen Schritt weiter zurück.
Merkt man, daß der Hund verstanden hat, daß es darum geht, rückwärts zu laufen, kann das Kommando dafür eingefügt werden.
Schöne Grüße noch
SheltiePower