Beiträge von SheltiePower

    Hallo!

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    In fremder Umgebung und zwischen mehr als 4 Leuten wird sie sehr nervös, weicht nicht von unserer Seite und zeigt sich oft auch ängstlich. Obwohl sie (auf unser Bitten hin) von den meisten Leuten einfach ignoriert wird und sich nie mehr als als eine Person auf einmal mit ihr beschäftigt. Sie wirkt sonst oft überfordert. Das wäre auch schon der erste Punkt: Warum kann sie nirgendwo anders als zuhause entspannen?
    Hat jemand eine Idee, einen Tipp?

    Ich kann mir vorstellen, daß sie sich zu Hause einfach sicherer fühlt.
    Wie sieht es denn aus, wenn in bekannter Umgebung 4 Leute als Besucher kommen?
    Ist sie dann auch nervös und weicht nicht von Eurer Seite?

    Ich glaube, wenn man ihr einfach die Zeit und vor allem die Ruhe läßt, wird sie auch lernen, woanders zu entspannen. Sollte sie Eure Nähe suchen, würde ich das zulassen. Das gibt die Sicherheit. Rest müßte dann mit der Zeit kommen.


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    Seitdem büxt sie so gut wie jede nacht aus dem Garten aus und geht stromern. Meisst durch den ganzen Ort. Sonst haben wir ihr einfach die Tür aufgemacht, wenn sie raus musste oder wollte und sie kam meist von allein wieder zur Tür oder war nach kurzem Rufen wieder da. Sie hat sich noch nie außer Rufweite bewegt. Jetzt geht die Tür auf und sie haut ab sobald sie sich unbeobachtet fühlt. Hilft nur ein Zaun oder kann man Ihr das irgendwie anders wieder abgewöhnen bzw. unterbinden? Hat jemand eine Idee woher das auf einmal kommt?

    Darf ich fragen, ob und was Ihr mit Eurer Hündin macht?
    Spielt Ihr mit ihr?
    "Arbeitet" Ihr mit ihr, übt Tricks, einfache Grundgehorsamsachen, macht Spiele, und so weiter?
    Könnte mir sonst vorstellen, daß es ihr etwas "langweilig" ist und sie sich Action sucht.
    Und nach dem tollen "Erfolgserlebnis" wird sie mehr davon haben wollen.

    Da kann tatsächlich nur ein Zaun helfen.
    Oder ihr müßtet ständig in ihrer Nähe sein, und jeden Ansatz, das Grundstück verlassen zu wollen, sofort unterbinden. Aber das setzt dann halt vorraus, daß sie eben nicht mehr alleine im Garten ist.
    Denn, wenn doch, ist die Gefahr groß, daß sie sich mit dem Ungehorsam Euch gegenüber selbst belohnt.
    Zaun wäre da die bessere Methode!

    Achtung: Es gibt auch Hunde, die Klettern können, bzw. es lernen.


    Besser wäre dann, dem Hund das Gefühl zu vermitteln, daß es sich auf jeden Fall lohnt bei Euch zu bleiben.
    Bei Euch ist es viel spannender als "da draußen".

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Hallo, erst einmal!

    So verkehrt liegst Du gar nicht mal! :gut:

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    Jetzt gibt es aber so ca. 3-5x pro Tag ein Problem, meistens wenn der Hund eigentlich leer sein sollte (also max 15 min nach dem letzten Pipi-Gang). Manchmal vergißt sie glaube ich einfach, daß sie muß...sie ist so der Typ "Oh, ein Grashalm" ;) aber daran liegt es eher selten. I.A. hat sie davor ausgiebig gepieselt. Es gibt 2 Varianten:

    :ja:

    Ja, bei "Ablenkung" wird schon mal "vergessen", daß Hündchen eigentlich muß.

    Und noch etwas!
    Du schreibst, daß sie eigentlich "leer" sein muß, weil sie erst vor 15 min gemacht hat.
    Was hat sie dann genau in diesen 15 min getan?
    Viel getobt?
    Noch etwas von der Welt entdeckt?
    Dir überall hin gefolgt?

    Das sind Aktionen, die dafür sorgen, daß die Darmtätigkeit angeregt wird.
    Dann kommt es schon mal vor, daß Hündchen noch einmal muß ;)
    Also, wenn Ihr grad draußen ward, sie auch gemacht hat, und anschließend eine Runde tobt, dann kannst Du gleich wieder rausgehen, damit sie noch einmal machen kann.

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    1. Hund - der eigentlich leer sein sollte - liegt entspannt irgendwo rum. Ich lasse sie 5 min aus den Augen...See im Flur, den ich dann kommentarlos entferne. Ich kann sie nicht immer im Auge behalten, ich muß ja auch mal selbst aufs Klo, Duschen o.ä., außerdem soll sie mir ja nicht immer nach dackeln zwecks irgendwann mal Allein bleiben können.

    Wenn sie Dich nicht sehen konnte, könnte es sein, daß sie sich dann in einer Streßsituation befunden hat.
    Auch das regt die Darmtätigkeit an.

    Natürlich sollen die Hunde mal lernen, auch alleine bleiben zu können.
    Und irgendwie kann man nicht früh genug damit anfangen.
    Ich habe bei meiner Kurzen festgestellt, daß man gut am Hund beobachten kann, wann der ideale Zeitpunkt gekommen ist, mit dem Alleine bleiben in winzigen Schritten anzufangen.
    Meine Kleine ist mir nicht mehr überall hin in der Wohnung gefolgt. Sie hat sogar angefangen, von sich aus ins Wohnzimmer in ihrem Kissen zurückzuziehen, während ich mir in der Küche etwas zu Essen gemacht habe.
    Ab da habe ich dann gezielt mit ihr das Alleine bleiben geübt. Also, auch mal die Tür vor ihrer Nase zu gemacht, denn Müll rausgetragen, und so weiter, wo ich halt nur kurz weg bin.

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    2. Hund hat seine verrückten 10 min und wird ignoriert, weil sie sonst völlig durchdreht. Sie tobt umher und pinkelt schlagartig - keine Chance das vorher zu bemerken, kein Schnüffeln oder so. Sie bleibt einfach abrupt stehen und pinkelt, so als hätte sie selbst nicht damit gerechnet. Also schnell Welpi geschnappt, runter auf die Wiese (nein, ich schimpfe natürlich dabei nicht) und Standardprogramm.

    Das ist eindeutig Streß!
    Wenn sie ihre "dolle fünf Minuten hat" und wie wild durch die Gegend tobt, ist sie hochgeputscht.
    Möglich, daß sie Dein Ignorieren nicht als "hilfreich" empfindet. Sie weiß ja nicht, was sie tun soll. Ist wahrscheinlich auch nicht in der Lage, etwas anderes zu tun, weil sie ja ihre überschüssige Energie loswerden will.
    Das alleine sorgt schon dafür, daß die Darmtätigkeit wieder angeregt wird.

    Du müßtest dann mal schauen, ob Du da etwas "zu viel" gemacht hast.
    Entweder zu dolle gespielt?
    Vielleicht auch nur einen Tick zu lange gespielt?
    Vielleicht war der Schmetterling vor ihrer Nase der Reizauslöser?
    ...
    Da könnte es eventuell etwas helfen, wenn man etwas weniger macht.

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    Bei Variante 2 habe ich wirklich manchmal den Eindruck es ist ein Unfall, auch für sie.

    Denke ich mir auch!

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    Das Problem bei Variante 1 ist, daß sie mittlerweile immer in die selbe Ecke macht.

    Weil es eben für sie nach "Klo" riecht.

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    Ich glaube sie macht das nach dem Motte: draußen pinkeln ist toll - da gibts ja Kekse - aber drinnen ist auch Ok.

    Könnte auch eine Möglichkeit sein.
    Das kannst Du ja leicht testen, bzw. herausbekommen.
    Passieren diese "Unfälle" eher dann, wenn Du nicht da bist, oder sie ignorierst, dann tippe ich eher auf "Streß".


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Wir werden am Samstag mit ihr zur Welpenspielstunde fahren. Vielleicht ist sie einfach nicht ausgelastet, wobei das ja auch irgendwie Quatsch ist, weil sie ja eben ihre 20 Stunden am Tag ruhen/schlafen soll.

    Meist ist es eher die Überbelastung, was die lieben, kleinen Fellnasen so sehr hochfahren läßt. ;)
    So kleine Hunde brauchen noch nicht viel.
    Die Welt zu entdecken ist schon Abenteuer genug!

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    Wie gesagt, ich weiß langsam nicht mehr weiter, außer dass ich am Ball bleiben muss. Klar kann man keine riesen Erfolge erwarten, sie ist ja noch ein Baby. Ich habe nur schreckliche Angst, dass sie irgendwann ein "Problemhund" wird, der nicht hört und den man nirgendwo mit hinnehmen kann. Oder dass sogar die Chemie zwischen uns einfach nicht stimmt, denn ich habe sie wirklich in mein Herz geschlossen.

    Der Anfang klingt gut!
    Sei konsequent und einfach nur geduldig!
    Erwarten kannst Du eh noch nicht viel.
    So junge Hunde können sich einfach nicht so lange konzentrieren.
    Läßt Du das Ganze dann weg, ist der Druck auch weg.
    Dann lebt und lernt es sich leichter!

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    Ich dachte wirklich, dass ich mich gut vorbereitet habe. Aber die Praxis sieht leider anders aus und ich bin gerade echt ein wenig mit den Nerven am Ende.

    Dein "Problem" ist eher, daß Du Dich zu perfekt vorbereitet hast :D
    Aber, das ist alles halt eben Theorie. In der Praxis ist es so, daß wir es mit Lebewesen zu tun haben. Und die reagieren nun einmal auf ihre Umwelt. Und auch auf uns. Sind wir angespannt, sind sie es auch, sind wir hektisch und nervös, sind sie es auch, sind wir immer schnell laut mit unserer Stimme, können sie viel bellen.

    Halte Dich doch einfach an Dein Bauchgefühl.
    Weniger ist oft mehr - mach die Trainingseinheiten wirklich ganz kurz.


    Und ja, ich würde auch mit einem Kauseil, oder Rinderkopfhaut "ablenken".
    Meiner Kleinen hat es auch gefallen, wenn ich mich einfach nur mal so auf den Boden gesetzt und sie mir auf den Schoß gesetzt habe. Dann gab es viele Streichelneinheiten und anschließend ist der Hund eingeschlafen.


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    Hab heute mit den Beissmonster das "Nein" geübt oder eher üben wollen.
    Ich hab ihn zu mit geholt, ihm das Leckerli gezeigt und als er danach geschnappt hat die Hand geschlossen und böse "Nein" gesagt.

    Dazu muß man wirklich nicht "böse" NEIN sagen.
    Es reicht einfach in normaler Tonlage das NEIN zu sagen.
    Sobald Du dann die Zähne nicht mehr spürst, kannst Du das bestätigen.
    Wenn Du dies öfters bestätigst, wird Dein Welpe merken, daß es sich auch mal lohnt, eben nicht alles mit den Zähnen oder den Pfoten "bearbeiten" zu müssen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Ich bin anderer Meinung.
    Ich finde es gut ein nein aufzubauen für dinge die der hund sonst nicht tun soll ala möbel annagen usw.

    Geht der mich oder meine Kinder aber direkt an bin ich für eine direkte Antwort.
    Da warte ich nicht Wochen bis das Kommando wirklich sitzt oder flüchte ständig aus dem Zimmer.

    :???:

    Wochen?

    Nein,
    ich habe wirklich nicht Wochen gebraucht, um meiner Kleinen das NEIN beizubringen.
    Wenn man die richtige Zeit "erwischt", und das dann konsequent aufbaut, geht das recht fix.

    Und, sollten Möbel oder gar Menschen "attacktiert" werden, so habe ich immer noch die Ablenkungsmasche durchgezogen.

    Sobald dann das NEIN verstanden wurde, konnte ich es ruhig, ohne Stimme zu erheben, oder gar laut und besonders streng zu werden, anwenden. :ka:


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    Das "Nein"-Lernen klappt aber noch so garnicht. Vllt. ist sie noch zu jung?! Sie versteht nicht was das ganze soll. Wenn ich die Hand mit dem Leckerchen zu einer Faust mache, kaut sie auf meiner Hand rum. Naja, ich bleib am Ball.

    Ich habe mit meiner Kleinen damit angefangen, kaum das sie hier war.
    Auch mit Leckerchen in der Hand. Natürlich gab es "Kauversuche", um meine Hand zu "knacken".
    Sobald ich die Zähnchen nicht mehr gespürt hatte, kam von mir der Click und die Bestätigung in Form von Superleckerchen von der anderen Hand.
    Später hatte sie mich einfach nur angesehen, sobald ich Leckerchen in der Hand hatte und NEIN gesagt habe. Ich mußte nicht einmal mehr eine Faust machen.
    Dann gab es den Jackpot.

    Ich habe die Übungseinheit aber wirklich kurz gehalten.
    Und immer einen Zeitpunkt gesucht, wo sie eben lernbereit und aufnahmefähig war.
    Allerdings hatte sie bei mir auch von Anfang an Ruhe gelernt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Wie auch immer. Ich werde die "Leckerlie auf Hand-Übung" mal ausprobieren. Ich hoffe allerdings, dass sie sich darauf einlässt, weil sie wie gesagt immer ziemlich aufgedreht ist.

    Suche echt eine ruhige Stunde aus. Da ist der Hund viel eher lernbereit und aufnahmefähig.
    Sei Du selbst auch sehr ruhig und entspannt.

    Wenn sie grad erst getobt hat, oder Ihr spazieren ward, dann lieber nicht.

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Sagt man "Nein" "Aus" oder "Phui", oder stupst sie leicht weg, stachelt sie das noch mehr an.
    Beim Stupsen fängt sie sogar an zu bellen oder zu knurren. :roll:

    ... Bin so langsam auch mit meinem Latein am Ende und hoffe dass ich mit Konsequenten "Nein" "Aus" oder "Phui" irgendwann was erreiche.


    Das wird nur funktionieren, wenn vorher "erklärt" wird, was diese Wörter überhaupt bedeuten!
    Der Hund versteht die menschliche Sprache nun einmal nicht.
    Und diese Begriffe wie NEIN, AUS oder PFUI kommen schon fast automatisch aus unserem Mund heraus.
    Für den Hund ist das nur ein "Gebrabbel ohne Bedeutung".

    Da ist dann "Vokabeltraining" angesagt!
    "Erkläre" dem Hund in aller Ruhe, was zum Beispiel ein NEIN für sein zukünftiges Hundeleben bedeutet.
    Es nützt nichts, wenn das Wort erst in der besagten Situation, wo der Hund eh schon aufgeputscht ist, erwähnt wird, dann noch nachdrücklich, sauer, eventuell sogar mit lauter Stimme ausgesprochen wird.
    Übe in einer ruhigen Minute, wo der Hund eh aufmerksam ist. Genau dann kann er etwas Neues erlernen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Weißt du was ich sagen will damit?

    :ja:


    Ich glaube,
    da wurde etwas "falsch" verstanden, bzw. ein wenig aneinander vorbei geredet.

    Natürlich reicht es, wenn das Hauptfutter reduziert wird und als Belohnungshappen zum Beispiel Käse genommen wird.
    Warum denn nicht?
    Schmeckt ja auch viel besser, als das normale Futter.


    Im Prinzip "erarbeitet" sich der Hund in beiden Fällen sein Futter. ;)


    Ich glaube, es ist auch genau das, was Dein Trainer gemeint haben könnte.
    Möglich, daß er sich dabei nur etwas krasser ausgedrückt hat.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Ich verstehe nur den Sinn nicht, warum er sich das Futter erarbeiten soll?
    Er kann sich doch auch Leckerlies erarbeiten oder nicht? Er ist wie verrückt hinter Käse her, kann ich den dann nicht als Lockmittel nehmen. Finde das mit dem draußen Füttern soo umständlich...


    :???:

    Jetzt komme ich irgendwie grad nicht so richtig mit.


    Klar, kannst Du Käse als Leckerchen nehmen.
    Warum denn nicht?
    Oder sagt der Trainer, daß Du nur sein Futter nehmen sollst?
    Oder, verstehst Du das mit dem "Hund soll sich das Futter erarbeiten" mit normalen Hundefutter?


    Verwirrte Grüße
    SheltiePower