Beiträge von SheltiePower

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    hab auch mal die andere seite mit ihm versucht ... klappt gar nicht
    ich weiß gar nicht wir ich ihm die eine sofort beibringen konnte bei der anderen versteht er nüsse um was es geht *g* aber dafür klappts in die eine richtung schon ganz gut sogar ohne hilfe :)


    Dafür gibt es eventuell eine einfache Erklärung.
    War die erste Seite zufälligerweise die linke Seite, also vom Halter aus gesehen?
    Der Hund quasi in "Fußposition".
    Oft ist es so, daß Hunde, gerade, wenn sie in der Unterordnung geführt werden, diese Seite als ihre "Lieblingsseite" empfinden.
    Sie kennen es durch die UO nicht anders.
    Das ist die "gute" Seite, hier gibt es immer so tolle Leckerchen.

    Ich habe schon öfters beobachten können, daß gerade diese Hunde dann die rechte Seite (vom Halter aus gesehen) "befremdlich" finden. Eben, weil dort sonst nichts gemacht wird.
    Da hilft anfangs oft, einfach nur mal die rechte Seite "schönzufuttern".


    Viele Halter, die im Dog Dance oder Agility Bereich ihre Hunde führen, lassen ihre junge Hunde abwechselnd rechts und links vom Halter laufen, damit eben der Hund lernt, daß beide Seiten "schön" sind.


    Ein anderes "Problem" ist:
    Oft vergißt man am Ende der Übung, wie lange der eine Trick doch eigentlich gedauert hat.
    Es sitzt inzwischen, der Hund macht es gut.
    Jetzt kommt die andere Seite dran.
    Und unbewußt neigt der Halter dann dazu, irgendwie alles schneller machen zu wollen, weil der Trick ja eigentlich "bekannt" sein sollte.
    Da wird schon mal "vergessen", daß ja immer noch der Hund das Lerntempo bestimmt.

    Nimmt man sich dann, grad am Anfang, die Zeit, um dem Hund mit vielen Wiederholungen zu "erklären", was man will, dann sollte auch die andere Seite recht schnell klappen.
    Da ist dann einfach etwas mehr Geduld gefragt.


    Und es gibt tatsächlich Hunde mit "Schokoladenseiten".
    Auf diesen Seiten funktioniert oft ein Trick schneller und auch schöner.
    Auf der "schlechten" Seite wird dann halt etwas mehr Zeit benötigt, und es kann auch vorkommen, daß die Übungsschritte doch etwas kleiner gehalten werden sollte.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Achte mal auf Dich selbst.

    Wie bist Du körpersprachlich dabei?
    Stehst Du vor ihm, eventuell noch in gebückter Haltung?
    Starrst Du Deinen Hund eventuell etwas zu intensiv an?

    Das könnte auch einen Hund verunsichern.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ich weiß nicht, wie Du mit Deinem Hund sonst so "arbeitest".

    Wenn Du in einem Verein, oder in einer Hundeschule bist, könntest Du Deinen Trainer fragen.


    Meine Methode:
    Erst einmal sollte der Hund lernen, daß es sich lohnt, auf den eigenen Halter zu schauen.
    Das übt man eher erst einmal ohne Ablenkung.
    Hat auch etwas mit der Leinenführigkeit zu tun.


    Klappt dies ganz gut, fängt man an, die Ablenkung mit einzubauen.
    Aber schön klein anfangen.
    Am besten im eigenen Garten, oder auf einer großen Wiese, wo die anderen sehr weit weg sind.
    Dann übst Du das Gleiche, wie ohne Ablenkung.
    Ist er mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir, kannst Du das belohnen.
    Ist er zu hibbelig, abgelenkt, so ist das, was ihn ablenkt, noch viel zu nah bei Euch.
    Vergrößere dann die Distanz. Und zwar so, daß er das noch sehen kann, aber vom Kopf her wieder bei Dir ist und sauber mitarbeiten kann.

    Klappt dies ganz gut, wird langsam die Distanz zur Ablenkung verkleinert.
    Aber immer schön in einzelnen Stufen, und lieber mit vielen Wiederholungen arbeiten.
    So lernt er, daß es sich lohnt, sich auf Dich zu konzentrieren.


    Mir ist schon klar, daß es beim normalen Gassi gehen nicht leicht umsetzbar ist.
    Da solltest Du etwas anders "arbeiten".
    Wenn genug Platz vorhanden ist, wäre es für Dich und Deinen Hund gut, wenn Du Bögen vom "Feind" weglaufen könntest.
    Deinen Körper zwischen Deinem Hund und dem "Feind", und Du gehst in Richtung Deines eigenen Hundes den Bogen.
    Anfangs sollten die Bögen noch recht groß sein, später mit der Zeit werden sie kleiner, bzw. fallen dann ganz weg.


    Aus Hundesicht ist es "unhöflich" direkt auf den anderen zuzugehen.
    Allerdings ist dies genau die Art, wie Menschen sich bewegen. Gerade auf Bürgersteige.
    Man geht frontal aufeinander zu.
    Das könnte bei den Hunden zu Konflikten führen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Du sollst ja nicht ablenken, sondern mehr das richtige Verhalten belohnen.

    Wenn Dein Hund schon Rabatz macht, geh einfach aus der Situation wieder raus.
    Ist er ruhig und brav, kannst Du ihn dafür belohnen.
    Bau auch die Distanzen zu den anderen Hunden, eigentlich mehr den anderen Rüden, langsam ab.
    Zeig ihm so, daß es sich viel eher für ihn lohnt, wenn er sich ruhig dabei verhält.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Kann es sein, dass ich es bei meinem eigenen Hund nicht merke, oder liegt es daran, dass er ein ordentliches Futter bekommt (Hündin wird wahrscheinlich RC, Pedigree oder sowas bekommen)? :ops:


    Möglich, daß es am Futter liegen könnte.


    Aber so schnell würde ich mich nicht darauf versteifen.
    Es gibt noch andere Gründe, warum Hunde nach etwas riechen.

    Eine Bekannte von mir hatte ihre Hunde regelmäßig mit einem Puder, oder Spray eingedeckt.
    Wohl gegen Insekten, oder so.
    Manchmal hatte man es auch gespürt, sonst hatte man dies nur gerochen.
    Auch an den Händen blieb dieser "Duft" dann haften.


    Möglich ist allerdings auch, daß Du es bei Deinem eigenen Hund schon nicht mehr merkst.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Hallo!

    Das Aufreiten hat nicht immer unbedingt etwas mit "sexuell übermotiviert" zu tun.

    Meist ist das eine Übersprungshandlung, die auftreten kann, wenn der Hund Streß hat.

    Nehmen wir mal Dein erstes Beispiel:

    Zitat

    Er wurde
    mit 8 Monaten kastriert, weil er schon sexuell übermotiviert war und alle Mädchen mit denen er bis
    dahin schön gespielt hatte nur noch bestiegen hat.

    Hierbei besteht die Möglichkeit, daß zu viel, zu lange, zu extrem "gespielt" wurde.
    Möglich ist auch, daß andere Hunde(rassen) andere "Spielweisen" hatten, die er nicht einordnen konnte.
    Das verusacht Streß.
    Er wußte nicht, was er "tun" sollte.
    Besser wäre es gewesen, ihn aus der Situation herauszuholen, damit er sich herunterfahren konnte.
    Da er keine "Hilfe" bekommen hatte, hatte er eben mit dem Aufreiten versucht, seinen Streß abzubauen.


    Zitat

    In der letzten Zeit wird es aber wieder ganz extrem. Mir ist das richtig unangenehm :ops: . Erst spielt er kurz mit
    den Hunden (ob Rüde oder Hündin ist egal) aber nach ein paar Minuten reitet er nur noch auf.

    Irgendetwas scheint ihn doch noch zu überfordern.
    Zu viele Hunde?
    Zu langes Spielen?
    Andere Rassen, ihre "komische" Spielweisen?

    Zitat

    Woran liegt das? Ist das Dominanzverhalten oder doch eher sexuell motiviert (trotz Kastration?)
    Und am wichtigsten, wie verhalte ich mich richtig? Hole ich ihn sofort runter, soll ich ihn rügen oder
    was mache ich am besten?


    Beobachte ihn mehr.
    Wenn er Streß hat, wird er das zeigen. Schon vorher, bevor er mit dem Aufreiten anfängt.

    Wenn es schon zu spät sein sollte, dann pflücke ihn einfach von den anderen Hunden runter und entferne Dich von der Gruppe.
    Laß aber auch nicht zu, daß dann andere Hunde weiterhin zu ihm hin können.

    Wenn er gut hören sollte, und auch auf ein NEIN ziemlich gut reagiert, kannst Du sein Aufreiten mit einem NEIN mal unterbinden.
    Sonst geh hin und pflücke ihn runter.
    "Erklär" ihm, daß Du dieses Verhalten nicht wünscht.
    Aber schau auch genau hin. Schließlich solltest Du erkennen können, was Deinen Hund so in Streß versetzt. Dann kannst Du beim nächsten Mal schon vorher reagieren.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower