Beiträge von SheltiePower

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    Es hat alles angefangen, da war Lucy ungefähr anderthalb.

    Wißt Ihr noch, ob sie zu diesem Zeitpunkt herum läufig war?

    Die Hunde machen meist bis zu ihrem dritten Lebensjahr mehrere sogenannten "Unsicherheitsphasen" durch.
    Möglich, daß diese Sache mit dem Kellner genau zu dieser Phase passiert ist.

    Wieso hatte der Kellner denn Angst?
    War noch mehr passiert, als das sie "nur" und plötzlich gebellt hatte?


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    Wir haben als sie ca. ein Jahr alt war einem zweiten Hund vor dem Tierheim gerettet. Balou ist etwas jünger und die beiden verstehen sich echt gut. Wir haben schon öfter überlegt ob ihre Veränderung vielleicht mit ihm zu tun haben könnte,

    Das muß nicht notgedrungenermaßen so gewesen sein.
    Einfacher wäre es natürlich gewesen, wenn der erste Hund in seiner Entwicklung und Erziehung soweit gefestigt gewesen wäre, bis dann der zweite Hund einzieht.
    Manchmal können sich auch zwei Hunde gegenseitig "helfen", sich also gut tun.

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    aber speziell ich habe mich bemüht Lucy immer das Gefühl zu geben, dass sich nichts verändert hat. Sie durfte weiterhin ins obere Stockwerk ( das Treppensteigen untersagten wir Balou, wegen seiner schweren Knochen), ich habe sie immer noch mit ins Bett genommen ( ich war noch jünger und Lucy verbrachte viel Zeit damit neben mir zu liegen und zu schlafen) jedenfalls war das ein Ort an dem sie sich eigentlich sicher fühlte, an den auch Balou nicht kam, aber sie begann trotzdem wie eine Verrückte zu bellen und das, obwohl mein Zimmer leer war.

    Das könnte ein wenig der "Knackpunkt" bei Euch gewesen sein.
    Ihr scheint irgendwie Eurem Hund vermittelt zu haben, daß es okay und vor allem richtig ist zu bellen, und habt sie unwissentlich sie weiterhin darin bestärkt.

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    Wir haben uns schon früher gedacht, dass sie ängstlich ist und sie deshalb am Anfang immer auf den Schoß genommen und gestreichelt damit sie sich beruhigt, das klappte aber nicht, sie kläffte einfach weiterhin die Luft an. Dann haben wir es ohne Balou versucht, einfach damit sie nicht denkt ausgeschlossen zu sein, aber das klappte auch nicht. Mittlerweile sind wir nur noch ratlos und sie tut uns leid, weil sie ein dauerhafter Belastungsfaktor ist und wir nicht wissen wie wir sie positiv beeinflussen können.

    Sie hatte Streß gehabt, und diesen versucht, per Bellerei als Ventil loszuwerden.
    Das hatte ihr gut getan.
    Zudem habt Ihr sie weiterhin in ihrem Verhalten "bestärkt".

    Klar, man kann und sollte einem unsicheren Hund "Schutz" geben, ihm die Sicherheit vermitteln, daß ihm nichts passiert, daß der Mensch alles für den Hund regelt, aber auch gleichzeitig dem Hund die Chance geben zu sehen, die Erfahrung zu machen, daß diese "bösen Monster" in Wirklichkeit keine sind.

    Aber, manchmal kann dies auch komplett nach hinten losgehen. Das scheint bei Euch der Fall gewesen zu sein.
    Meist liegt es daran, weil man es nicht schafft, dem Hund die nötige Sicherheit zu vermitteln, sondern eher dem Hund das Gefühl gibt, daß seine Halter ebenso unsicher sind.
    Für viele Hunde ist klar, einer muß die Führung übernehmen. Der Halter macht es nicht, also bleibt es am (unsicheren) Hund, der das allerdings auch nicht kann, sogar mit dieser Rolle überfordert ist.
    Durch dieses "Mißverständnis" wurde der Hund in dieser Rolle reingedrängt, erleb bisweilen sogar "Erfolge", weil die Menschen zurückweichen.
    Und die eigenen Halter sind auch noch "Dankbar", weil der Hund ihnen "geholfen" hat. Das ist all das, was beim Hund ankommt.


    Ihr habt irgendwie nicht geschafft, Euren Hund zu schützen, als sie es am nötigsten hatte.
    Das mit dem "auf dem Schoß" nehmen, ist keine Form von "Sicherheit vermittlen".
    Jetzt konnte sich dieses Verhalten in den ganzen Jahren verstärken.
    Es wird schwierig werden, das Ganze "abzuschalten", dessen solltet Ihr Euch bewußt sein. Rückschläge sind vorprogrammiert!

    Ein Tiertrainer wird Euch sicherlich besser helfen können. Er kann sicherlich einiges am Hund "lesen", was Euch wohl bisher verborgen geblieben, oder sogar falsch interpretiert worden war.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Hallo!

    Beim Lesen bekomme ich das Gefühl, daß Euer Hund extrem unsicher ist.


    Kannst Du noch einige Eckdaten geben?
    Eure Russell Hündin ist jetzt acht Jahre alt, habt Ihr sie seit sie ein Welpe ist?
    Du schreibst, seit sieben Jahren bellt sie quasi ununterbrochen. Was war vorher?
    Wann hat es angefangen?
    Wie hat es angefangen?
    Und, was habt Ihr damals getan? Den Hund, zum Beispiel, ignoriert?

    Was habt Ihr bisher, außer jetzt dem Anti-Bell-Halsband, noch ausprobiert?
    Ja, diese Dinger können schon nach hinten losgehen.
    Gerade bei falscher Anwendung.
    Ist ein Hund eh schon unsicher, könnte ich mir vorstellen, daß diese Zischgeräusche auch nicht "beruhigen", bevor die, aus Hundesicht, Sprüh-Attacke losgeht. Denn das ist es, eine Attacke.


    Ist sie kastriert?
    Wenn ja, seit wann?


    Ich will ehrlich sein: Euer Problem konnte sich in den letzten sieben Jahren ganz schön "verfestigen".
    Da wird es keine schnelle Hilfe geben können.
    Und übers Netz, wo niemand den Hund ja in Natura und in Action sehen kann, wird Dir auch nicht sehr gut geholfen werden können. Da könnte ein guter Trainer vor Ort eventuell eine größere Hilfe sein.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Es gibt tatsächlich Mittelchen, womit man die Läufigkeit "wegspritzen" kann.
    Das machen manche, die auf ein bestimmtes Turnier starten, oder in den Urlaub fahren wollen.

    Aber bedenke bitte, daß so ein Mittelchen auch nicht ohne ist.
    Da muß das Für und Wider sorgfältig überlegt und mit dem TA abgesprochen werden.
    Allerdings glaube ich, daß das Zeug gespritzt wird, bevor es mit der nächsten Läufigkeit losgeht.
    Wenn es bei Deiner Hündin schon angefangen hat, weiß ich nicht, ob es sich sowas noch lohnt?


    Je nach Orga, würde ich das mit dem Sarkom auch untersuchen lassen, nur zur Sicherheit.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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    Als ich damals mit Kira im Dogdance gestartet bin, hieß es auch, die BH würde zukünftig Voraussetzung werden.
    Ist sie es eigentlich geworden?


    Davon höre ich jetzt das erste Mal!

    Bisher habe ich nichts von BH als Vorraussetzung fürs Dog Dance gehört. :???:
    Und im DDI darf man bisher auch ohne bestandene BH Prüfung starten.

    Ich werde mal nachlesen gehen!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Tu mal so, als ob Du das Zeug auf ihrer Nase platzierst.
    Erst mit Gegenstand, später dann ohne.

    Dann aber auch wieder einen Schritt zurückgehen beim Bestätigen. Das heißt, schon einen Pfotenzucker mitbestätigen, damit sie weiß, daß ihre Idee und der Ansatz richtig ist.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ich habe für uns festgestellt, daß diese Sache mit dem "Störfaktor" bei uns eher hinderlich war.

    Beide Hunde gehen brav mit den Pfoten hoch und wollen das lästige Teil wieder loswerden.
    Leider sprechen sie da auch nicht auf den Clicker an.
    Sie "kratzen" so lange, bis das Ding runter ist, und sind erst dann wieder aufnahmefähig.


    Für die Kleine suche ich noch den Weg, wie ich zum "Schäm Dich" kommen kann.

    Bei der Großen hat es gereicht, wenn man sie ganz leicht seitlich an die Schnauze pustet.
    So hat sie das "Schäm Dich" gelernt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower