Beruhigt mich irgendwie, dass es auch Hundehalter gibt, die nicht perfekt sind 😁
Ähm,
also mir persönlich tust Du damit Unrecht!
Ich würde niemals, nie, nicht behaupten, daß ich perfekt wäre!
Im Gegenteil, auch ich mache Fehler, auch heute noch!
Doch, ich nehme sie an und lerne was daraus.
Du hast eine Frage gestellt, und Antworten von anderen Usern bekommen, die schon in dieser Hinsicht einen Erfahrungsschatz aufbauen konnten. Davon profitierst Du doch jetzt doch.
Offensichtlich ist es in den falschen Hals gekommen, und nun kommst Du leicht - ähm ja, nennen wir es mal - angepißt rüber.
Dabei war es weder wertend, noch persönlich, oder gar gemein gemeint, sondern einfach nur eine Erklärung gewesen! 
Ja, das Zauberwort Bindung. Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig. Ich hab nicht erwartet, dass das Jahre dauert.
Ähm,
die Bindung entsteht direkt am ersten Tag. Aber sie muß sich doch erst einmal weiter entwickeln, sich langsam aufbauen. Das passiert durch gegenseitiges Kennenlernen, Lesen lernen und schauen, was in bestimmten Situationen passieren wird.
Stell Dir wie ein Hausbau vor. Bindung - das ist jeder einzelne Backstein. Je mehr es davon gibt, und je sorgfältiger aufgebaut wird, desto eher wird ein stabiles Haus daraus!
Dachte eher, je intensiver man Zeit miteinander verbringt, viel zusammen unternimmt, dann kommt das recht schnell. Aber anscheinend reicht das nicht.
Na ja, eine Weile wird es schon dauern, wenn auch nicht direkt in Jahre bemessen.
Aber es ist auch so, daß man durch falsche Entscheidungen so kleine Risse drin bekommen könnte. Diese müssen ja auch erst mal wieder gekittet werden!
Mal rein bildlich gesprochen.
Mal ein krasses Beispiel: wenn ein fremder Hund mit Beisabsicht auf Euch zugerannt kommt, und Du da nur schreiend dastehst, und der fremde Hund kann Deinen beißen, dann wird in der nächsten, ähnlichen Situation Dein Hund Dir nicht vertrauen können. Denn er wurde ja gebissen.
Was bleibt?
Abhauen
Zurückbeißen
dass ich mich interessant machen muss,
damit der Hund lieber zu mir kommt, statt einen Reh nachzurennen.
Ähm, damit habe ich auch so ein kleines bißchen mein Problem.
Ich werde niemals ernsthaft mit einem Hasen, Reh, oder sonst was konkurieren!
Ich werde nicht, wenn mein Hund durchstarten sollte, schnell mein Clownskostüm anziehen, eine Blaskapelle heranziehen und für den Hund "mich zum Affen" machen!
Das regele ich über reinen Gehorsam.
Ist der nicht vorhanden, oder das Vertrauen gering, bzw. mein Wissen groß, daß der Hund auf jeden Fall durchstarten will, dann bleibt der solange an der Schlepp!
Und, wie lange muß ein Hund an der Schlepp bleiben?
Hängt so ein bißchen vom Hund ab!
Der Jagdtrieb erwacht, und das ist nur das, was ich so gefühlsmäßig durch meine Beobachtungen so erlebt habe, so mit etwa einem halben Jahr. Natürlich kann es sich noch von Hund zu Hund unterscheiden, auch wie stark der Drang beim Hund ist. Und es zieht sich auch etwas hin. Bestimmt bis der Hund in etwa anderthalb ist!
Größere Hunde werden etwas später erwachsen. Bei beiden von Dir genannten Rassen ist es so in etwa mit vier Jahren! Ich könnte mir also vorstellen, daß Du dann auch entsprechend etwas länger gegen den Jagdtrieb ankämpfen muß.
Wichtig ist dabei in dieser Zeit, daß der Hund KEIN Erfolgserlebnis dabei haben darf. Notfall kommt er halt länger an der Leine!
weil es rein um Gehorsam geht.
Ja, genau so ist es!
Daran wirst Du arbeiten müssen.
Wenn Du darauf anlegst, daß der Hund immer sich Dir zuwenden wird, weil Du "interessanter" bist, wirst Du ja mit der Zeit immer härtere Geschütze auffahren müssen.
Denn immer nur Clownskostüm und Blaskapelle ist doch langweilig! 
Und Du weißt ja nicht, worauf der Hund später mal Bock haben könnte.
Heute ist der Clown, morgen die Dinosaurier, und übermorgen das Trampolin.
Dann brauchst Du ja bald einen Hänger, um alles mitnehmen zu können
- und das ist alles bildlich gesprochen!
Von alleine kommt nichts! 
Auch, wenn Dein Hund Dich "lieben" sollte, so kann es doch viel mehr Spaß machen, mal eben schnell hinter einem Hasen herzurennen.
Der kann immer zu Dir zurück und Dich "lieben", hatte aber trotzdem mal kurz seinen Spaß gehabt!
Bin ich zu lasch? Müsste ich energischer sein? Konsequenzen deutlicher "an den Hund" bringen? Ich schätze ich lasse ihm zu viel durchgehen.
Das wird ein Trainer vor Ort viel besser beurteilen können!
Ich wage es nicht, hier am PC dazu was zu schreiben! Denn ich sehe Euch ja nicht!
Aber, wenn Du jetzt schon weißt, daß Du viel zu viel durchgehen läßt ..... 
Ich agiere da ganz anders! Mein Hund hat deutlich viele Freiheiten, wenn sie auf mich hört!
Aber das mußte sie sich auch erst einmal erarbeiten. Bzw. wir mußten es uns gemeinsam erarbeiten. Von Anfang an! Mir war wichtig, daß sie frei laufen kann. Aber, das geht auch nur, wenn sie hört!
Ich bin ja so gar nicht der Typ für mega Strenge,
Nun, das ist Definitionssache 
Überlege Dir doch einfach, was wichtig ist!
Freilauf, ja oder nein?
Wie sollte es aussehen?
Wenn Du das Bild vor Augen hast, dann fang mit der Erziehung an!
Ansonsten gewöhne Dich lieber an den Gedanken, daß es eben lebenslang Flexileine und geregelter Auslauf nur in eingezäunten Gebieten gibt 
Hundeerziehung ist echt kompliziert.
Hm, würde ich nicht so sagen.
Man sollte halt nur wissen, was man will!
Probleme fangen dann an, wenn man vieles will, aber nichts dafür tun möchte!
Denn, von nichts kommt nun einmal nichts!